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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Diabetes beim Kleinkind?
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 Betreff des Beitrags: Diabetes beim Kleinkind?
BeitragVerfasst: 17.05.11, 09:29 
Folgendes: Meine Tochter (fast 18 Monate) bekommt nachts so gegen 4-6 noch eine Flasche PRE (nur 2 Löffel auf 250ml). Wenn sie wach wird, ist sie manchmal EXTREM schlecht gelaunt bzw. schreit so heftig, dass ich schon Angst kriege. NUR die Flasche hilft. Das passiert auch oft nach dem Mittagsschlaf. Manchmal auch einfach so mitten am Tage. Ich weiß mir dann oft keinen anderen Rat und mache ihr dann eine kleine Flasche PRE oder eben Kuhmilch kurz warm gemacht, die trinkt sie auch.

Ich hab mich jetzt schon öfter gefragt, ob sie die Milch wirklich braucht und z.b. sowas wie Diabetes hat?? Habe mir auch vorgenommen bald mal zum Arzt zu gehen und das abchecken zu lassen, wenn ich es nicht in den Griff bekomme.
Wei l- wenn sie in den Momenten nicht wirklich Unterzucker hat - was hat sie dann? Warum kann ich sie als Mami nicht beruhigen?
Natürlich...es kommen ja immer Zähne. Die Entschuldigung bzw. Erklärung für alles. Aber diese Anfälle sind so heftig...sie kriegt dann gar nix mehr mit. Nur, sobald sie sieht, dass ich eine Flasche mache wirds schon besser. Alles andere hilft nicht. Hab ihr nach dem Mittagsschlaf auch schonmal Banane angeboten, das ging erst nach ner halben Milchflasche. Vorher ist sie so in Rage, dass sie auch nix kauen kann.

Bin etwas ratlos, weil ich nicht kapiere, was mit ihr los ist. Zumal sie beim Schreien auch immer total versteift und ich gar nicht weiß, wie ich sie tragen soll.... die Beine ganz gerade... und wenn ich sie ablege, dann schreit sie auch wieder mehr... keine Ahnung.

Und nochwas: Wenn sie nachts oder nach dem Mittagsschlaf aufwacht, hat sie immer einen komischen Mundgeruch. Mein Mann meint, es riecht nach Aceton ich sage..es ist eher Uringeruch. Oder riecht das ähnlich? Keine Ahnung. Hab auch hier schon oft gelesen, dass Aceton-Mundgeruch auf Diabetes hinweist...aber auf der anderen Seite trinkt sie (außer die Milch) total wenig Flüssigkeit..ich dachte, da hat man viel Durst. Sie will aber nur Milch und kein Wasser/Tee. Nur ganz ganz selten mal.


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes beim Kleinkind?
BeitragVerfasst: 17.05.11, 10:43 
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Registriert: 01.03.07, 18:35
Beiträge: 603
Moin Sally,

das Wichtigste vorab:
Diabetes in der Form, wie Babys und Kleinkinder ihn entwickeln können, bedeutet NIE Unterzucker, sondern IMMER zu viel Zucker im Blut. Und zwar so viel, dass Dein Kind ohne Insulin rückwärts trinken würde und dass Du schon längst damit im kranken Haus gewesen wärst und jeden Tag häufig den Blutzucker messen und Insulin spritzen würdest.

JEDE Beruhigung bei Babys und Kleinkindern, die mit dem Sehen des betreffenden Objekts einsetzt oder z.B. mit dem Fühlen beim Nuckeln, ist allenfalls randmäßig physisch und in der Hauptsache immer psychisch. Zumal auch beim kleinen Kind z.B. der Zucker nicht sofort mit dem Trinken wirkt, sondern wenigstens 5-10 Minuten, wenn nicht länger braucht vom Trinken bis zum Wirksamwerden im Blut.

Klar macht Angst, wenn das erste Kind sich steif macht und schreit, aber in der Situation irgendwie dran biegen hat bisher in allen Fällen, die ich aus eigenem Erleben als Vater und Großvater und aus der Anschauung in den Umfeldern unserer Kinder und Enkel kenne, immer nur zur einer Verstärkung dessen geführt, was man dann als Anfall zu bezeichnen neigt.
Was die Kleinen in ihre Anfälle versetzt und wie sie am besten zu beruhigen gehen, müssen alle Eltern mit jedem Kind neu herausfinden. Die einzige Routine, die sich mit dem zweiten und dritten usw. Kind einstellt, ist das sichere Bewusstsein, dass man das mit ausreichend Beobachten und Ausprobieren und viel liebevoller Geduld und häufig ohne jede erwachsene Logik(!) ganz bestimmt hin kriegen wird ;-)

Daumendrück, Jürgen


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes beim Kleinkind?
BeitragVerfasst: 18.05.11, 09:07 
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Registriert: 11.08.06, 11:16
Beiträge: 966
Wohnort: Rhld.-Pfalz
Hallo SallyB,

auch bei Säuglingen und Kleinkindern ist das Diagnosekriterium für Diabetes mellitus die Hyperglykämie, d.h. es ist zu viel Glukose im Blut. Auch ein eventueller Azetongeruch entsteht nicht durch Unterzucker, allenfalls ist er ein Symptom bei der diabetischen Entgleisung im Zusammenhang mit Überzucker infolge Insulinmangels.

Der richtige Ansprechpartner bzgl. des geschilderten Ernährungsproblems ist nach m.M. der Kinderarzt.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes beim Kleinkind?
BeitragVerfasst: 22.11.16, 23:07 
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Registriert: 22.11.16, 23:03
Beiträge: 1
Hallo! Da mein Sohn genau die gleichen "Anfälle" zeigt wie von dir beschrieben, würde mich einmal interessieren, wie sich die Geschichte deiner Tochter weiterentwickelt hat. Vielen Dank im Vorraus! Fanny


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes beim Kleinkind?
BeitragVerfasst: 25.06.17, 18:52 
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Registriert: 25.06.17, 18:46
Beiträge: 1
So,eine Schwangerschaft ist bei Frauen mit Diabetes mit einigen Risiken verbunden. Wichtigste Voraussetzung, um Komplikationen im Schwangerschaftsverlauf sowie Schädigungen des Kindes zu vermeiden, ist die Einstellung einer weitgehend normalen Stoffwechsellage.Die Voraussetzung für eine Schwangerschaft bei Frauen mit Diabetes ist zunächst einmal eine optimale Blutzuckereinstellung, da es sonst nur schwer zu einer Empfängnis kommen kann. Aber auch für die Dauer der gesamten Schwangerschaft ist eine optimale Blutzuckereinstellung sehr wichtig, denn hierdurch werden die Risiken für Mutter und Kind reduziert.
Schlecht, aber als Risiken für Mütter mit Diabetes sind eine Neigung zu Fehlgeburten zu nennen, häufigere Harnwegsinfektionen und Nierenbeckenentzündungen, vorzeitige Wehentätigkeit sowie die Entwicklung eines Bluthochdruckes in der Schwangerschaft.
Wichtig,die Dosierung des Insulins ist nicht immer einfach, denn der Insulinbedarf ändert sich im Verlauf einer Schwangerschaft bis zur Entbindung. Während der ersten drei Schwangerschaftsmonate ist der Bedarf unverändert oder sogar niedriger als zuvor. Viele Frauen mit Diabetes befürchten, daß ihr Kind auch einen Diabetes entwickeln könnte.Tatsächlich aber entsteht bei nur 2-5 von 100 Kindern diabetischer Mütter später ein Diabetes mellitus.


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