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medizin-forum.de • Thema anzeigen - GAD Antikörper und AAK Inselzellen Werte
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BeitragVerfasst: 06.05.11, 14:29 
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Beiträge: 44
Hallo,

seit 8 Jahren bin ich Typ 1 Diabetikerin, wurde bei mir mit 45 Jahren diagnostiziert und ich wurde sofort auf Insulin eingestellt.
Meine Werte werden alle 3 Monate bestimmt, das letzte Mal wurden noch zusätzliche Werte mit kontroliert. Man hat mir die Laborwerte zugeschicktz, weil ich erst im Juni einen Termin habe.
Es hat mich jetzt etwas beunruhigt, was ich leider so nicht im Internet finde.
Es geht um die GAD Antikörper i. S..Der Wert ist 31.6 IU /ml. Er sollte nur bis 10 sein.
Was kann ich mir darunter vorstellen ? Klar, die Antikörper sind erhöht, aber ist das so normal für einen Diabetiker ?
AAk gg. Inselzellen ( ICA 1 : < 10 ) wird so angegeben, das scheint im Normbereich zu sein.

Muss ich mir Sorgen machen ?

LG Karinna


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BeitragVerfasst: 07.05.11, 09:51 
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Hallo Karinna.

die initiale Behandlung des Typ1-Diabetes war richtig, da die Eigenproduktion über kurz oder lang eh erschöpft ist, aber so zum Nutzen des Patienten immerhin etwas länger zur Verfügung steht.

Die Antikörpertestung (GADA und IA-2A oder GADA und IAA) bei Patienten mit neumanifestem Diabetes ist dann sinnvoll, wenn die klinische Diagnose nicht eindeutig gestellt werden kann, also zur Differentialdiagnose des Diabetestyps ( Typ-2-Diabetes, MODY-Diabetes, erblich bedingte oder sekundäre Diabetesformen). Bei einer klinisch eindeutigen Diagnose ist dagegen die Antikörperuntersuchung entbehrlich und verursacht eigentlich nur unnötige Kosten.
Was nun der Grund für die immer wiederkehrenden Antikörpertests - 8 Jahre nach der Diabetesmanifestation - ist, kann man deinem Posting leider nicht entnehmen. Mir erschließt sich somit auch die Sinnhaftigkeit der Tests nicht. Sinnvoll ist beispielsweise - neben der bereits angeführten Differentialdiagnose des Diabetes – die Bestimmung von Antikörpern zur Früherkennung einer Veranlagung zum Autoimmundiabetes bei Kindern. Auch beim LADA, der sich bisweilen wie einTyp2-Diabetes entwickelt, scheint das Vorhandensein von GAD-Antikörpern ein ausreichender Risikomarker für das baldige Auftreten einer Insulinabhängigkeit zu sein.

Zitat:
Muss ich mir Sorgen machen ?

Wozu? Antikörper treten mal auf und treten mal nicht auf.
Die Blutzuckerführung sollte unabhängig von Antikörpern ziemlich normnah sein, damit akute und chronische diabetische Komplikationen keine Chance haben.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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BeitragVerfasst: 07.05.11, 15:12 
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Beiträge: 44
Hallo Hans,

danke für deine Antwort.
Der Antikörper Test wurde durchgeführt, weil die Diabetologin kontrollieren wollte, wie weit meine Bauchspeicheldrüse noch aktiv ist. Denn ich benötige kein Basal Insulin für die Nacht. Meine Blutzuckerwerte müssen sogar hoch sein, bevor ich schlafen gehe, weil ich sonst zur Untetrzuckerung neige.
Auch am Tag, bei viel Bewegung gerate ich schnell in Untertzuckerung. Trotzdem sind meine Werte nicht ok, weil sie immer sehr in die Höhe gehen.
Leider ist mir immer noch nicht klar, ob der GAD Wert so normal ist ?
Ich bin vor 8 Jahren ohne Medikamente sofort auf Insulin eingestellt worden ,weil die Werte so hoch waren. Von daher ist kein Typ 2 Diabetes vorangegangen.

Viele Grüße
Karinna


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BeitragVerfasst: 07.05.11, 17:04 
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Beiträge: 603
Moin Karinna,

Diabetes ist ausschließlich (!) für zu wenig Insulin und höher als gesunden Blutzucker zuständig. Nur beim Typ2 gibt es bis etwas über die Diagnosereife hinaus einen Defekt, mit dem völlig ohne BZ-senkende Medis 2-3 Stunden nach dem Essen von vielen KHs für kurze Zeit zu viel Insulin ausgegeben werden und den BZ für ein paar Minuten unter 50mg/dl absenken kann.

Wie tief sinkt denn Dein BZ bei der Nacht, wenn Du ihn nicht vorher hoch isst?

Bisdann, Jürgen


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BeitragVerfasst: 10.05.11, 10:49 
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Beiträge: 966
Wohnort: Rhld.-Pfalz
Karinna hat geschrieben:
Leider ist mir immer noch nicht klar, ob der GAD Wert so normal ist ?

Kann letztendlich nur der behandelnde Endokrinologe, vielleicht auch ein versierter Diabetologe beantworten. Gilt auch für den Zusammenhang mit dem offenbar "sehr zerbrechlichen" (Brittle) LADA mit einer immer noch beachtlichen Insulin-Eigensekretion.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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