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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Unterzuckerung?!
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 Betreff des Beitrags: Unterzuckerung?!
BeitragVerfasst: 28.03.11, 10:02 
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Registriert: 05.04.05, 13:44
Beiträge: 127
Hallo,
meine Tochter ist frische 7 Jahre alt und soweit gesund.

Als sie 3 war, hatten wir ein paar mal das Problem das sie Unterzuckert war.
Sie war blass,müde, schlapp und roch nach Aceton.
Hunger und Durst konnten damals ausgeschlossen werden.

Der Kinderarzt meinte damals das sicher ihre Bauchspeicheldrüse nicht ausgereift wäre und es deshalb zur Unterzuckerung gekommen sei, das würde sich verwachsen.
Wir hatten dann auch ruhe.

Nun reiche ich bei dem Kind seit Samstag einen schwachen Aceton Geruch, ich dachte erst ich hätte mir das eingebildet, aber heute morgen war meine Tochter blass, klagte über Bauchweh und war recht müde.
Ich gab sie trotzdem in die Schule (für mich war sie einfach müde und wollte zu hause bleiben) aber ich bekam das Kind postwendend wieder, sie hatte sich übergeben.

Hier zu hause ging es ihr recht gut und sie wollte unbedingt mein Müsli abhaben, mit Quark, Milch, Obst etc..
Bekam sie, dabei fiel mir ein starker Acetongeruch und ein leicht bläulicher Lippenrand auf.
In meiner Erinnerung regte sich etwas, ich googelte und wurde fündig.
Scheinbar war sie wieder Unterzuckert, ich nahm mein BZ gerät und teste ihren BZ 113.
Vermutlich nciht sehr aussagekräftig, gut 30 min nach dem Essen, aber ich wollte es einfach wissen.
Sie riecht immer noch nach Aceton, gut 60 min nach dem Essen.

Ich frage mich warum das Kind unterzuckert, könnte doch eine Diabetes vorliegen?

Ich habe gerade eine Gestationsdiabetes hinter mir, ich habe nichts von der Diabetes bemerkt, daher frage ich mich ob wir das bislang evtl auch übersehen haben könnten.
In ihrer Schwangerschaft war mein damaliger nüchtern BZ, nach heutigen Richtlinien genau grenzwertig.
Damals war bis 95 alles normal, heute bis 90.
Ich hatte damals genau 90 ( in der letzten Ss waren es 95 und ich war insulinpflichtig).
Ich könnte durchaus auch damals eine Gest. Diabetes gehabt haben.
Zumindest lt. meinem Diabetologen.
Er erzählte auch, das eine unbemerkte Diabetes in der Schwangerschaft, beim Kind u.U bereits in der Kindheit zum Typ 1 führen kann.

Nun bin ich verunsichert. Wäre das allein ein Anhalt für Diabetes ?

Mfg Yvonne

NACHTRAG. gut 90 min nach dem Essen en wert von 203 ....


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 Betreff des Beitrags: Re: Unterzuckerung?!
BeitragVerfasst: 28.03.11, 11:07 
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Registriert: 27.01.07, 13:57
Beiträge: 364
Wohnort: Schwarzwald
Aceton kann ein Zeichen von Hyperglykämie sein. Daß dies auch bei einer Hypoglykämie auftritt hab ich noch nicht gehört. Jedoch passen da die gemessenen BZ-Werte dazu.
Gehen Sie mit ihren Beobachtungen zum Arzt.
Es kann auch noch eine andere Stoffwechselstörung dahinter stecken.


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 Betreff des Beitrags: Re: Unterzuckerung?!
BeitragVerfasst: 28.03.11, 11:58 
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Registriert: 01.03.07, 18:35
Beiträge: 603
Moin Yvonne,

unter 60mg/dl beginnen manche, sich leicht wackelig zu fühlen, aber für viele ist das noch völlig normal. Unterzucker ist definiert unter 50mg/dl, und ich weiß bislang von niemandem, der mit Unterzucker solche Symptome gehabt hätte, wie Du sie beschreibst. Im Rahmen von etwa 1 Stunde nach dem Essen von viiiiel Stärke=Zucker steigt der Blutzucker kurz für ein paar Minuten bis an 120-140 und ist ne Stunde später wieder auf seiner Ausgangshöhe von vor dem Essen. Bei den Werten, die Du schreibst, kann ich im Gegensatz zu meinem Vorschreiber beim besten Willen absolut nichts außergewöhnliches für einen Nichtdiabetiker erkennen. Vielleicht schaust Du mal selbst hier die gesunde blaue BZ-Kurve.

Trotzdem gehört, da stimme ich meinem Vorschreiber voll zu, Deine Tochter mit den beschriebenen Beschwerden sofort und unbedingt zum Arzt, aber nach Möglichkeit ohne Deinen Diabetes-Verdacht. Denn Ärzte sind auch nur Menschen und folgen bei Beschwerden, die sie nicht auf den ersten Blick einer bestimmten Krankheit zuordnen können, schnell mal dem ersten Stichwort, vor allem dann, wenn das für eine Menge von Beschwerden stehen kann, von denen die eine oder andere auch auf Diabetes zutreffen kann. Wie die Übelkeit und der Acetongeruch, aber dafür braucht man mit Diabetes einen Blutzucker von mehreren Stunden weit über 200mg/dl. Und der sinkt dann auch nicht praktisch von selbst, sondern steigt von selbst nur immer höher an!

Gute Besserung, Jürgen


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 Betreff des Beitrags: Re: Unterzuckerung?!
BeitragVerfasst: 28.03.11, 16:35 
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Registriert: 05.04.05, 13:44
Beiträge: 127
Hallo,
inzwischen war ich beim Kinderarzt.

Ich berichtet und er meinte das klinge schon nach einem begründeten Verdacht, schließt aber auch eine Infektion nicht aus, auch wenn er dafür keinen Anhalt fand.
Den Acetongeruch fand er unschön.
Im Urin fanden sich Ketone.
Der Arzt meinte das wäre völlig in Ordnung, das käme vor.

Ich meine mal gelernt zu haben, das Ketone u.a auf eine erhöhtem Fettabbau hindeuten und das wiederrrum hängt doch mit dem Acetongeruch zusammen.

Er sieht zwar keinen Anhalt für einen Infekt, aber wird schon einer sein, sie hat sich ja übergeben.
Ich vermute das das Übergeben ehr durch ihren "zustand" verursacht wurde.
Ich möchte mein Kind nicht krank reden, aber ich habe ein ungutes Gefühl.

Ich weiß das man nach dem Erbrechen nach Aceton riechen kann, aber schon drei tage im Vorfeld?
Sie riecht ja immer noch nach Aceton.
Ich habe vier Kinder und bei keinem meiner Kinder ist mir sowas bislang begegnet (was nichts heißen soll)
Ich finde das irgendwie alles nciht normal.
Was soll ich denn jetzt machen?
Nichts? Nachhaken?

Lg Yvonne


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 Betreff des Beitrags: Re: Unterzuckerung?!
BeitragVerfasst: 28.03.11, 18:03 
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Registriert: 01.03.07, 18:35
Beiträge: 603
Moin Yvonne,

ein paar Ketone sind normal. Mehr findest Du bei Leuten, die sich ketogen ernähren, die also weitgehend auf Kohlenhydrate verzichten. Da bildet und nutzt der Organismus dann völlig problemlos Ketone statt Glucose als Treibstoff für die Zellen. Und das funktioniert so auch, wenn man mehrere Tage nix isst, weil man nix bei sich behalten kann oder fastet. -

Am Übergang von glucogener zu ketogener Ernährung - egal, ob nun gewollt oder ungewollt – kommt es zu 1-3 schlapperen Tagen.

Bisdann, Jürgen


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 Betreff des Beitrags: Re: Unterzuckerung?!
BeitragVerfasst: 28.03.11, 18:10 
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Registriert: 05.04.05, 13:44
Beiträge: 127
hallo,
vielen dank.
Dann komme ich nun wieder runter und schiebe es auf einen Infekt. :D

Vielen lieben dank fürs zuhören und nicht auslachen.

lg Yvonne


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 Betreff des Beitrags: Re: Unterzuckerung?!
BeitragVerfasst: 29.03.11, 08:28 
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Registriert: 28.01.09, 09:40
Beiträge: 185
Wohnort: Nähe Dresden
Yvonne1901 hat geschrieben:
NACHTRAG. gut 90 min nach dem Essen en wert von 203 ....

Hallo Yvonne,

ich habe eine Nachfrage zu deinem Nachtrag. Traten die 203 bei dir in der SS auf oder jetzt bei deiner Tochter. Wenn jetzt bei deiner Tochter, dann ist wirklich etwas nicht in Ordnung. Es kann natürlich auch ein Messfehler gewesen sein. Miss mal noch ein paar mal nach dem Essen nach, um das zu überprüfen.

Deine Angst vor einer diabetischen Ketoazidose ist vollkommen unbegründet, weil die nur zusammen mit einem sehr hohen BZ auftreten kann. Dass der BZ von deiner Tochter nicht sehr hoch war, dass haben ja dein Arzt und vorher auch schon du sofort feststellen können. Ketonkörper im Urin und Acetongeruch ohne einen sehr hohen BZ kommen auch in anderen Situationen vor, die sind aber nicht gefährlich.

LG Rainer

_________________
Typ2-Diabetiker, Diagnose 2002
HbA1c~6,0 mit LCHF-Ernährung


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 Betreff des Beitrags: Re: Unterzuckerung?!
BeitragVerfasst: 31.03.11, 13:34 
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Registriert: 11.08.06, 11:16
Beiträge: 965
Wohnort: Rhld.-Pfalz
Hallo Yvonne,

auslachen sollte eine besorgte Mami wahrlich in einem solchen Fall niemand. Insgesamt betrachtet, ist die Situation doch etwas unklar und bedarf der weiteren Abklärung, insbesondere, wenn der Zustand anhält oder sich wiederholt.

Ketoazidose entsteht bei Insulinmangel. Beim Typ1-Diabetiker kann eine solche Entgleisung
bereits bei Blutglukosewerten > 240 mg/dl auftreten. Das Töchterchen sollte hinsichtlich Diabetes
auf jeden Fall weiterhin sorgfältig beobachtet werden.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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