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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Erstattung von xxx (= Sitagliptin+Meformin)
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BeitragVerfasst: 31.01.11, 16:08 
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Hallo,

vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen. Da die Erstattung von Pioglitazon, mit dem ich sehr gut eingestellt war, nicht mehr möglich ist, soll ich lt. meinem Arzt ein Kombinationspräparat mit Sitagliptin+Metformin verordnet bekommen.

Als Beamter erhalte ich Erstattung durch die beamtenrechtliche Beihilfe. Lt. telefonischer Auskunft ist xxx zwar verordnungsfähig, nicht aber erstattungsfähig, da die Arzneimittelrichtlinien des G-BA dies nicht vorsehen.

Hat jemand dazu nähere Informationen?
Keinesfalls will ich mich auf Sulfonylharnstoffe einlassen.

Vielen Dank und Gruß
Stefan

Edit: Handelsnamen geändert bzw. durch Wirkstoff ersetzt.


Zuletzt geändert von civilisation am 01.02.11, 19:22, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 31.01.11, 18:23 
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Moin Stefan,

nichts ist so mittelalterlich weit jeder Kontrolle und Einsicht verborgen, wie die finanziellen Regelungen in unserem so genannt selbstverwalteten Gesundheitsbereich. Da werden wir noch manche Überraschung erleben :-(

Was heißt eigentlich sehr gut eingestellt in HBA1c oder/und BZ 1 Stunde nach dem Frühstück, Mittag- oder Abendessen?
Danach könnte sich die Auswahl möglicher Alternativen richten.

Auf einen guten Rest von 2011, Jürgen


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BeitragVerfasst: 01.02.11, 14:35 
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Stefan hat geschrieben:
Da die Erstattung von competact, mit dem ich sehr gut eingestellt war, nicht mehr möglich ist, soll ich lt. meinem Arzt janumet verordnet bekommen.

Die erste Aussage ist richtig. Handelsnamen von Medikamenten sind allerdings hier unerwünscht.
Ich empfehle, bevor der Administrator einschreitet, den Handelsnamen wegzulassen.
Das Medikament gehört zu der Hauptgruppe der Glitazone. Deren Zulassung wurde bereits oder wird in absehbarer Zeit von der emea zurückgenommen. Somit auch vom G-BA.

Das Medikament, das dein Arzt dir verordnen will, enthält die Wirkstoffe Metformin und Sitagliptin. Beide Wirkstoffe sind zugelassen und beihilfefähig.
Kombinationspräparate sind allerdings bei der Erstattung beihilferechtlich problematisch, da Medikamente mit dem Wirkstoff Metformin nicht mehr zuzahlungspflichtig sind, solche mit dem Wirkstoff Sitagliptin jedoch weiterhin. Um der Problematik zu entgehen, bitte deinen Arzt zwei Medikamente aufzuschreiben, je eins mit dem anteiligen Wirkstoff. Sollte bereits Metformin eh als Monopräparat genommen werden, ist die Dosis einfach entsprechend zu erhöhen und Sitagliptin zusätzlich zu nehmen.

Viel Erfolg!

PS
Es wiehert der Amtsschimmel.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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BeitragVerfasst: 01.02.11, 19:24 
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Danke für die Antworten.

Das mit dem Amtsschimmel kann ich nur bestätigen. - Leider, obwohl ich selbst Beamter bin. :roll:


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BeitragVerfasst: 01.02.11, 19:38 
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Beiträge: 18
hjt hat geschrieben:
Moin Stefan,

nichts ist so mittelalterlich weit jeder Kontrolle und Einsicht verborgen, wie die finanziellen Regelungen in unserem so genannt selbstverwalteten Gesundheitsbereich. Da werden wir noch manche Überraschung erleben :-(

Was heißt eigentlich sehr gut eingestellt in HBA1c oder/und BZ 1 Stunde nach dem Frühstück, Mittag- oder Abendessen?
Danach könnte sich die Auswahl möglicher Alternativen richten.

Auf einen guten Rest von 2011, Jürgen


Hallo Jürgen,

das "gut eingestellt" bezieht sich auf den HBA1c, der z.Z. bei 6,9 liegt (er lag vor drei Jahren bei der Diagnose bei 11,8). Vor rund einem Jahr wechselte ich von Rosiglitazon+Metf. zu Pioglitazon+Metformin; die Kombination Pioglitazon+Metf. wirkte m.E. besser.

Der Nüchtenwert des BZ beträgt schwankt so zwischen 130 und 150, der Wert vor dem Abendessen liegt zwischen 70 - 90.

Gruß
Stefan


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BeitragVerfasst: 01.02.11, 21:23 
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hallo stefan,

wurde zu anfang mit auch mit sulfonylharnstoff, danach rosiglitazon (nicht besonders wirksam)
und jetzt mit sitagliptin+metformin behandelt.

bin bei der PBeaKK auch beihilfe versichert, das combimedikament wird erstattet mit € 10,- zuzahlung
bei bündelpackung >mit 2 packungen mit je 98 filmtbletten.<

dies medikament ist sehr wirksam, vor allem macht es keine hypos wie die sufonylharnstoffe.
denn es wirkt über den darm und maltriert nicht die reste der bsd.

mein morgenwert richtet sich nach dem abendessen: wenig, kein fett, dann 90 -100 mg/dl. nach 1 std. 180,
nach 2 std. 140 nach 3 std. 100
der startwert ist entscheidend, ist er zu hoch sind die nachfolgenden werte dementsprechend.

gruss rudi


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BeitragVerfasst: 02.02.11, 17:46 
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Rudi hat geschrieben:
bin bei der PBeaKK auch beihilfe versichert, das combimedikament wird erstattet mit € 10,- zuzahlung
bei bündelpackung >mit 2 packungen mit je 98 filmtbletten.<

Toll! Du also auch ein Stephansjünger 8)
Aber die P...... bearbeitet nur Beihilfeansprüche nach den Richtl des Bundes.
Die Bundesländer haben eigene BeihilfeRichtl.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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BeitragVerfasst: 02.02.11, 20:32 
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Nochmals Danke an die beiden "Stephansjünger".

Bundesbeihilfe ist auch für mich maßgebend.

Gruß
Stefan


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BeitragVerfasst: 04.02.11, 12:17 
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Stefan hat geschrieben:
Bundesbeihilfe ist auch für mich maßgebend.

Die Chancen stehen gut, den Anspruch auch durchsetzen zu können. :)
In den GB-A -Mitteilungen gibt es auch keinen Hinweis, dass das Medikament nicht zu Lasten der
GKV - und somit analog die Geltung für die Beihilfe- verordnet werden kann.

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Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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BeitragVerfasst: 03.03.11, 12:09 
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Der Kampf gegen die Windmühlen der Beihilfestelle hat begonnen.

Die Beihilfe hat die Erstattung des o.g. Präparates abgelehnt.

Zitat:
Bestimmte verschreibungspflichtige Arzneimittel sind ab dem 01.12.2010 gemäß der Anlage 3 der Arzneimittelrichtlinien des gemeinsamen Bundesausschusses grundsätzlich nicht mehr beihilfefähig. Hierzu gehören auch die Präparate Allipurinol und xxx.
Eine Beihilfe kann bei einigen Erkrankungen dennoch gewährt werden, wenn eine ärztliche Bescheinigung vorgelegt wird, aus der die für die Verordnung des Arzneimittel relevante Diagnose hervor geht.
Bitte sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt an, ob eine solche Diagnose vorliegt und senden uns ggf. eine entsprechende Bescheinigung zu. Vielen Dank.


Mein Hausarzt war sehr erstaunt darüber, vor allen Dingen, daß auch Allopurinol wohl nicht mehr ohne Diagnoseangabe erstattet wird. Das ist aber ein anderes Thema.

Besonders schäbig finde ich das Vorgehen der Beihilfestelle, daß nicht nur xxx und Allopurinol erstattet wurden, sondern auch die anderen Medikamente auf den Rezepten nicht erstattet werden. Diese wurden auch zurückgesandt mit der Begründung, daß Rezepte nach der Erstattung durch die Beihilfestelle nicht mehr an den Antragsteller zurückgegeben werden.

Ein Tag ist das heute ...
Der Untergang hat offenbar schon begonnen.

N.B.: Meine Privatkrankenkasse hat übrigens ihren Anteil ohne Kommentar erstattet.


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BeitragVerfasst: 03.03.11, 19:25 
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hallo stephan,

leider ergeht es uns (meiner frau und mir, gleiche kasse) auch so.
bei verschiedenen arzneimittelverordnungen schmettert die kasse erstmals ab.
wenn jedoch eine ärztliche bescheinigung eingereicht wird, geht es meist.
da es bei sitagliptin kein vergleichsweise billigeres mittel (wie bei cholesterinsenkern) gibt,
entscheidet immer noch der arzt über eine erfolgreiche behandlung, nicht die krankekasse.

gruss rudi


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BeitragVerfasst: 04.03.11, 11:30 
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Nicht zu fassen! In 52 Jahren Beihilfeberechtigung noch nicht erlebt.

Rudi hat geschrieben:
bei verschiedenen arzneimittelverordnungen schmettert die kasse erstmals ab.
wenn jedoch eine ärztliche bescheinigung eingereicht wird, geht es meist.


Ist die Verordnung (Rezept) denn nicht Bescheinigung genug bei verordnungsfähigen Medikamenten?

Die Zahl der Medikamente mit Festbetragsregelung (z.B. Statine, B-Blocker) steigt allerdings.
Der jeweilige Festbetrag ist jedoch beihilferechtlich definitiv erstattungsfähig abzüglich der eh anfallenden Zuzahlung.

Nochmals:
Für Medikamente mit dem Wirkstoff Sitagliptin hat der GB-A keinen Ausschluß verfügt, sondern diese Medikamentengruppe ausdrücklich zugelassen zur Behandlung des Typ2-Diabetes unter bestimmten Voraussetungen:

http://www.g-ba.de/downloads/39-261-127 ... iptine.pdf

Medikamente mit dem Wirkstoff Allopurinol wurden mir bis dato ebenfalls erstattet.
Hier kann ich auch keinen Ausschluss auf den Seiten des GB-A finden.

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Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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