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medizin-forum.de • Thema anzeigen - fusschmerzen durch Diabetes?
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 Betreff des Beitrags: fusschmerzen durch Diabetes?
BeitragVerfasst: 02.01.11, 12:28 
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Registriert: 02.01.11, 12:21
Beiträge: 2
Hallo

vor ca. 6Monaten wurde bei meiner Mutter Diabetes festgestellt. Sie hatte einen Langzeitblutzuckerwert (oder so ähnlich) von knapp 12, woraufhin die Ärztin sie erst nich fahren lassen wollte. Nun hat sich der Wert auf 6.2 reduziert, die Ärztin ist sehr zufrieden damit. Meine Mutter ist 46. Okay, nun hat sie, seitdem ihr Blutzuckerwert konstant ~120-130 ist, extreme Fussschmerzen in der Nacht. Tagsüber hat sie keine Probleme damit, also scheint die Belastung die Schmerzen sogar zu mildern, da sie in der Nacht kaum schlafen kann. Nachts steht sie dann auf und läuft ein bisschen durch unser Haus, dadurch werden die Schmerzen gelindert. Sie hat zwar einen Termin bei einer Expertin, dieser ist aber erst in 2 Wochen. Ich wollte fragen, ob ihr irgend eine Idee habt, woran dies liegt.

LG


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 Betreff des Beitrags: Re: fusschmerzen durch Diabetes?
BeitragVerfasst: 02.01.11, 16:55 
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Registriert: 01.03.07, 18:35
Beiträge: 603
Moinmoin,

das Problem Deiner Mutter ist wahrscheinlich schon 5-10 Jahre alt. So lange dauert nämlich meistens die Entwicklung vom gesunden Langzeit-Blutzucker um 5 bis zu den 12, von denen Du schreibst. Und gesund wacht der Mensch nicht mit 120-130 auf, sondern mit 65-85. Die 120-130 und auch mal für ein paar Minuten an 140 haben Gesunde etwa 1 Stunde nach dem Einfüllen von ganz viel Kohlenhydraten=Zucker, und nach 2 Stunden sind sie schon wieder zurück unter 100. Dafür, dass sich Nervenschäden nicht weiterentwickeln, ist so ein gesunder Blutzucker-Verlauf eine gute Grundlage.

Nervenschäden - googel mal diabetische PNP - vor allem auch an Füßen und Beinen gehören zu den häufigsten Schäden durch lange Zeit höher als gesunden Blutzucker. Das reicht von nichts mehr spüren, wenn man sich verletzt, bis zu quälenden Schmerzen ohne jede äußere Einwirkung. Mit dem Absenken fallen die Beschwerden nur zufällig zusammen.

Allgemein zuverlässig wirksame Medis gibt es dagegen nicht. Da muss zusammen mit dem Arzt einiges ausprobiert werden. Von den meisten Fällen wird berichtet, dass die kranken Kassen die Behandlungen nicht übernehmen, weil sie nicht allgemein wirksam sind. Zudem würde mich bei den meisten dieser Medis das breite Wirkspektrum über die Füße hinaus schrecken, das ich ja gar nicht haben wollte.
Völlig ohne Einnahme kommt die Google-Stichwort Hochtontherapie aus. Auch sie kostet ne Menge Geld, das nicht von den Kassen übernommen wird, aber bevor man sich zum Kauf durchringen muss oder eben nicht, kann man so ein Teil zur Probe mieten und konkret ausprobieren, ob die Behandlung damit wirklich hilft.

Auf ein gutes 2011, Jürgen


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 Betreff des Beitrags: Re: fusschmerzen durch Diabetes?
BeitragVerfasst: 02.01.11, 17:29 
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Registriert: 01.10.09, 08:16
Beiträge: 125
Hallo ( und frohes neues Jahr)

es kann sich um die von hjt erwähnte PNP handeln; muss aber nicht.
Untersuchung der Füße ist bei Diabetikern eigentlich Standard.
Es ist sehr wichtig, dass Deine Mutter sich nicht abwimmeln lässt
und beim geringsten Verdacht darauf besteht, dass ein Neurologe
die Nervenleitgeschwindigkeit misst.

Dann ist es fast typisch, dass die Ärzte sagen
-> Diabetes also alles klar;
das wird dann zum Problem.Ursachenforschung kann sehr langwierig
und kostspielig sein und sehr oft geht es auch noch aus wie das
Hornberger Schießen :(
Bevor Deine Mutter z.B. in das oben erwähnte hitop-Gerät viel Geld
investiert, würde ich diverse andere Dinge testen.
Dem Doc würde ich zunächst mit "Vitaminmangel (in 1. Linie Vit.B)
nerven.


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 Betreff des Beitrags: Re: fusschmerzen durch Diabetes?
BeitragVerfasst: 02.01.11, 18:13 
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Registriert: 11.08.06, 11:16
Beiträge: 964
Wohnort: Rhld.-Pfalz
Hallo MaxKönig,

es kann sich bei den in Ruhe auftretenden Schmerzen in den Extremitäten um eine periphäre diabetische Polyneuropathie (PNP)handeln. Die Symptome treten mitunter sehr früh bei oder nach der Manifestation des Diabetes auf, meistens jedoch erst bei längerer Diabetesdauer.
Definitiv kann nur ein Neurologe abklären, ob es sich bei den Symptomen um eine PNP handelt

Für Diabetiker gilt, dass zu jeder Behandlung der PNP mit ihren vielseitigen Ausprägungen eine normnahe Blutzuckerführung für den Erfolg die wichtigste Voraussetzung ist.

Es gibt neben physikalischen Anwendungen eine ganze Palette medikamentöser Behandlungsmöglichkeiten, die individuell unterschiedlich erfolgreich sind und unter ärztlicher Kontrolle versuchsweise eingesetzt werden können.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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