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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Neues Antidiabetikum auch für adipöse Nicht(Prä)diabetiker?
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BeitragVerfasst: 25.10.10, 16:30 
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Antidiabetikum Liraglutid lässt Pfunde purzeln.
Neues Diabetes-Medikament gegen Adipositas in der Zulassungsphase.

http://www.medknowledge.de/abstract/med/med2009/11-2009-11-adipositas.htm

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Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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BeitragVerfasst: 25.10.10, 16:38 
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Damit andere nicht suchen müssen (Adipositas):
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Bei der Adipositas (lat. adeps = fett) bzw. Fettleibigkeit, Fettsucht, Obesitas (selten Obesität; im engl. aber fast nur „obesity“) handelt es sich um ein starkes Übergewicht, das durch eine über das normale Maß hinausgehende Vermehrung des Körperfettes mit krankhaften Auswirkungen gekennzeichnet ist. Eine Adipositas liegt, nach WHO-Definition, ab einem Körpermasseindex (BMI) von 30 kg/m² vor, wobei drei Schweregrade unterschieden werden, zu deren Abgrenzung ebenfalls der BMI herangezogen wird. Indikatoren für den Anteil von Körperfett und dessen Verteilung sind der Bauchumfang und das Taille-Hüft-Verhältnis.

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Gruß,
Sir Henry


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BeitragVerfasst: 15.11.10, 23:56 
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Man sollte sich fragen, inwiefern die Studien eine so genannte "lifestyle modification" als Einschlusskriterium hatten. Da Übergewicht in den meisten Fällen emotionale Ursachen hat, denke ich nicht, dass eine verzögerte Magenentleerung Abhilfe schaffen könnte, außer in einigen ausgewählten Fällen, bei denen das Problem eine "Sollwertverstellung" ist.

Überhaupt halte ich die Stimulierung der endogenen Insulinproduktion, wie auch bei diesem Medikament der Fall, problematisch, da die eigentliche Ursache der Hyperglykämie meist eine periphere Insulinresistenz ist; diese resultiert aus Übergewicht und steigert sich über Jahre, bis es dann Diabetes genannt wird. Einen Nichtdiabetiker zu mehr Insulinproduktion anzuregen birgt das Risiko von Hypoglykämien, die besonders bei alten Patienten fatal sein können(in Form eines gesteigerten Demenzrisikos).

Der einzige Effekt scheint ein voller Magen zu sein, um Sättigung zu erzielen. Dies ginge allerdings auch durch die Zufuhr von Ballaststoffen, was wesentlich unproblematischer und (für die Pharmaindustrie leider) auch günstiger wäre.


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BeitragVerfasst: 16.11.10, 10:13 
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Moin Mercedes,

kannst Du mit der Insulinresistenz infolge angefressen&angesessen erklären, warum häufig schon früh im Vorlauf zum Typ2, wenn der BZ noch kaum auffällig genug für Prädiabetes ist, der Inkretin-Effekt schwindet?

Der Inkretin-Effekt ist die passende Insulin-Bestellung durch Darmhormone, just in time für die Glukose, die da neu aus dem Darm in die Pfortader übergeben wird.

Bin neugierig, Jürgen

Edit:
Ach, Du weißt nicht, warum ich Dich so was dummes aber auch frage?
Na weil das Mittel, das Du kritisierst, nur dann für mehr eigene Insulinausgabe sorgt (so lange der Betroffene dafür noch ausreichend Beta-Zellen hat), wenn sie für neue Glukose gebraucht wird, und maximal auch nur in der dafür passenden Menge. Passt also weder dazu, was Du zu zuviel Insulin, noch was Du zu zu wenig Zucker schreibst :-(


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BeitragVerfasst: 16.11.10, 14:09 
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Beiträge: 964
Wohnort: Rhld.-Pfalz
Hallo Mercedes,

Inkretin-Mimetika wurden EU-weit zugelassen als Antidiabetika. Sie beeinflussen wie die natürlichen Inkretine
- die Insulinausschüttung postprandial
- hemmen die Glucagonsekretion
- erhöhen die Insulinempfindlichkeit
- verzögern die Magenentleerung
- generieren, auch hormonell, ein Sättigungsgefühl.

Liraglutide führt in vielen Fällen zur Reduktion des Körpergewichtes.
Somit erklärt sich der derzeitige Anspruch, das Inkretin-Mimetikum Liraglutide auch als Adipositas-Medikament zuzulassen. Dem spricht jedoch keineswegs entgegen, bereits Übergewicht primär mit Anpassung der Ernährung und Änderung der Lebensweise, insbesondere die Verhinderung des Bewegungsmangels, anzugehen.

Hypoglykämien sind m.W. auch bei Nichtdiabetikern infolge der Gabe von Inkretin-Mimetika
im Gegensatz zur Behandlung mit konventionellen Insulinsekretagoga ausgeschlossen.

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Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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