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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Laterale Kapselverlängerung Knie
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 Betreff des Beitrags: Laterale Kapselverlängerung Knie
BeitragVerfasst: 22.12.16, 13:22 
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Registriert: 22.12.16, 12:34
Beiträge: 2
Hallo Zusammen :)

Also bei mir hat alles mit einem zusammen prall mit einem Hund (ca 40 kg) ende Juni 2016 angefangen.
Nach 6 Wochen anhaltenden Schmerz (ich bin von einer "einfachen" Prellung ausgegangen) bin ich zu einem Orthpäden gegangen welcher zu mir sagte "Ich denke nicht, dass da was kaputt ist" (ja diese Worte hat er tatsächlich verwendet) und verordnete einen Salbenverband.
Am nächsten Tag waren die Schmerzen unerträglich worauf ich ins Krankenhaus ging. Dort wurden Röntgenbilder angefertigt und da hieß es dann "keine neueren Verletzungen erkennbar", es wurde ebenfalls wieder ein Salbenverband angelegt und ich gab mich damit (mehr oder weniger) zufrieden, dass ich mir wohl irgendwas einbilde :|
Um den Bericht meinem Hausarzt zu geben, war ich ca. ne Woche nach der Untersuchung (früher war es Arbeitsbedingt nicht möglich) dort vorstellig, welcher mich dieses mal zu einem Chirurgen überwies.

Aufgrund der auslösbaren Schmerzen an einer Stelle im Kniegelenk ist der Arzt erst einmal von einer Bizepssehnenentzündung ausgegangen und gab mir eine Cortisonspritze (Am nächsten Tag konnte ich das Knie kaum bewegen vor Schmerzen, worauf ich den Arzt anrief und er mir erklärte, es wäre nicht unüblich durch die "Kristalle" in dem Mittel, dass es am Tag nach der Gabe so schmerzhaft ist, ich sollte dem Mittel etwa eine Woche Zeit geben und wenn es dann nicht besser ist erneut mich vorstellen).
Nach langem hin und her veranlasste der Arzt dann ein MRT wo folgende Diagnose bei raus kam:

"Leichtgradig verschmälerter femorotibialer Gelenkspalt mit reduziertem Knorpelüberzug der Femurcondylen, des Tibiaplateaus und der Retropatellarfläche. Wiberg III-Deformität der Patella mit leichtgradiger peripatellärer Synovitis und geringem Kniegelenkserguss.

Partialruptur der Sehne des M. popliteus (ca. 15% der Faderanteile) sowie Enthesiopathie und sansatznah betonte Tendinitis der Sehne des M. biceps femoris und des LCL ohne Einriss.
Intaktes HKB, VKB, MCL, LCL, Quadriceps- und Patellasehne.
Oblique zur Basis und in der Pars intermedia ziehender, intrameniskialer IM.Hinterhorneinriss.
Homogen strukturierter AM, der AM ohne Einriss.

Beurteilung:
1. Gon- und Femoropatellararthrose (Grad II) mit leichtgradiger peripatellärer Synovitis und geringem Kniegelenkserguss bei Wiber III-Deformität der Patella, kein Nachweis einer Fraktur, osteochondraler Läsionen oder freier intraartikulärer Gelenkkörper.
2. Intraligamentäre Parialruptur der Popliteussehne (ca. 15% der Faseranteile).
Distorsion des menicoligamentären Aufhangungsapparates des Am-Hinterhines. Enthesiopathie sowie ansatznah betonte Tendinitis der Sehne des M. biceps femoris des LCL ohne Einriss.
3. Oblique zur Basis und in die Pars intermedia ziehender, intrameniskialer IM-Hinterhorneinriss.
Homogen strukturierter Am, der AM ohne Einriss."

Die MRT Bilder hatte ich noch am selben Tag erhalten und war damit zum behandelnden Chirurgen gegangen, damit dieser direkt drauf schauen konnte und meinte, er würde einen Meniskusriss erkennen (der Bericht vom Radiologen war etwa 5 Tage später bei ihm eingetroffen, er hatte also unabhängig vom Bericht die Bilder beurteilt, was im verlauf noch wichtig wird!).

Ich habe mich dann für eine OP entschieden.
Am 30.11.2016 war dann die OP gewesen am Tag darauf die Visite und man erzählte mir, dass der Operateur sehr überrascht war, es wirkte so, als hätte man die Bilder vertauscht und es gar nicht meine Bilder gewesen wären.

Im Entlassungsbrief stand dann folgendes drin:

"Rechtes Kniegelenk
Ausschluss einer Innenmeniskushinterhornläsion
Drittgradiger umschriebener Knorbelaufbruch lateral Patellafacette
Knorpelerweichung laterales Tibiaplateau
Plica medipatellaris Typ C, Plica infrapatellaris
Peripatellare Synovialitis

Therapie:
Arthroskopie, arthroskopische Operation
Resektion/Extraktion der Plica
Reropatellare Knorpelglättung
Peripatellare Teilsynovektomie

Oben genannte Patienin berichte zur Vorgeschichte, das therapieresistente Kniegelenksbeschwerden bestünden, nachdem ihr ein Hund gegen die Außenseite des Kniegelenks gesprungen sei. Aufgrund der Beschwerden war eine kernspintomographische Untersuchung vorgenommen worden, hier wurde eine Innenmeniskushinterhornläsion beschrieben.

Im weiteren wurde von der Patientin berichtet, das sie vor Jahren schon wegen Kniegelenksbeschwerden in Behandlung gewesen sei. Man habe eine Kniescheibenveränderung diagnostiziert im Sinne eines Patella Typ Wiberg III. Die damaligen Beschwerden seien unter konservativer Therapie völlig rückläufig gewesen.

Bei der jetzt durchgeführten arthroskopischen Operation konnte eine Innenmeniskusläsion ausgeschlossen werden. Sowohl von der Ober- auch auch von der Unterfläche zeigten sich keine Rissbildungen, keine Hypomobilität, keine pathologische Knickbildung. Auch der Knorpel der medialen Femurkondyle und des Tibiplateaus zeigten sich regelrecht.

Im lateralen Kompartiment wies der Tibiplateau eine deutliche Knorpelerweichung mit oberflächlicher Aufrauung im nicht vom Meniskus bedeckten Anteil auf. Der Meniskus selber war in allen Segmenten intakt. Der Knorpel der Femurkondylen zeigte sich regelrecht.

Retropatellar sah man an der lateralen Facette, im Übergangsbereich vom Mittleren zum kaudalen Drittel einen ca 1 cm durchmessenden drittgradigen Knorpelaufbruch. Korrespondierend zu diesem Areal war der Knorpel im Gleitlager kranial etwas aufgeraut. Bei der Funktionsprüfung zeigte sich eien relativ späte Zentrierung der Kniescheibe. Hier besteht der Verdacht, dass die Korpelschäden auf ein leichtes lateales Patellahyperkompressionssyndrom zurückzuführen sind.

Nebenbefundelich fand sich eine Plica mediopatellaris Typ C, eine Plica infrapatellaris und eine peripatellare Synovialitis.
Kreuzbänder und Kollateralbänder waren fest.
Therapeutisch erfolgten die oben genannten Maßnahmen.

Als weiteres Therapiekonzept empfehlen wir symptomatische Behandlung. Die Hautfäden bitten wir 12-14 Tage postoperativ zu entfernen. Zur normalen Gehbelastung kann die Patientin nach 3-5 Tagen, je nach Klinik wieder übergehen. Bis zur vollständigen Belatung empfiehlt sich die Fortsetzung der Thromboseprophylaxe mit einem Heparinpräparat unter Kontrolle der Thrombozythenzahlen und der Gerinnungsparameter.

Aufgrund der lokalisierten retropatellaren Knorpelschäden an der lateralen Facette bei Verdacht auf leichtes Hyperkompressionssyndrom wäre eine laterale Kapselverlängerung in Erwägung zu ziehen."

Nun soll ich eine laterale Kapselverlängerung in erwägung ziehen.
Mein aktuell behandelnder Chirurge würde mich nach Ausheilung der aktuellen Geschichte deswegen erneut ins Krankenhaus für die OP überweisen, ich bin mir aber absolut unsicher deswegen.
Mir springt nicht bewusst die Kniescheibe aus dem "Bett" raus, habe also mit luxationen keinerlei Probleme (ok, wenn ich mal im Betrieb Pakete verpacken muss, kam es schon vereinzelt zu kurzzeitigen luxationen, aber da wirkte dann Kraft direkt auf das Knie auf, wo ich dann mit dem Knie am Paket weggerutscht bin und mir so die Kniescheibe selber raus schob, die aber direkt wie an einem Gummizug wieder zurück "sprang", für mich eigentlich nicht wirklich nennenswert).

Hinzu kommt, dass die laterale Verlagerung der Kniescheibe bereits seit etwa 8 Jahren bekannt ist. Damals fühlten sich die Schmerzen anders an und nach der Physiotherapie, wo ich an der Beinpresse Muskeln aufgebaut hatte, hatte ich bis zu dem Vorfall mit dem Hund im Juni keinerlei Probleme mehr mit dem Knie gehabt.

Aufgrund dessen, dass ich 8 Jahre lang keinerlei Schmerzen hatte, lässt es mich eher dazu tendieren, die OP nicht durchführen zu lassen, aber dann ist da der Knorpelschaden der mich verunsichert und dann doch eher zu der OP tendieren lässt :/

Ich weiß, dass ihr mir hier keinerlei Empfehlungen zu Therapieansätzen geben könnt (da ist weiterhin der behandelnde Arzt für zuständig), aber vielleicht ist hier der ein oder andere der selber schon Erfahrung bezüglich der lateralen Kapselverlängerung hat und da vielleicht was zu sagen kann? (Wieso die nötig war und ob er es wieder machen würde oder eben auch nicht und wenn nicht dann auch warum).


Ich bedanke mich recht herzlich im Voraus.

Viele Grüße,
Jenny


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BeitragVerfasst: 01.01.17, 13:45 
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Erst einmal ein frohes neues Jahr :)

Nun für die, die es interessiert.

Was die laterale Geschichte angeht, habe ich mir noch einmal eine zweit Meinung eingeholt.

Nach dem Röntgenbild von vor der OP (September 2016) würde der Arzt sagen, dass er da eher mit Physio versuchen würde die "Probleme" anzugehen, jedoch möchte er, dass er gerne ein Kniescheiben-Defilee-Aufnahmen anfertigen lassen möchte um genau zu sehen, wann meine Kniescheibe zu weit nach außen wandert (die wanderung lateral war bei der Beugung für den Arzt auf spürbar gewesen), zudem hat er mich an eine Ärztin in seiner Praxis "überwiesen", die sich auf Kniescheiben spezialisiert hat.

Zum aktuellen nun.
Ab morgen gehe ich wieder arbeiten (juhu oder so :roll: :D ).

Was die Schmerzen angeht ist es noch Tagesformabhängig. Mal schmerzt es noch etwas mehr mal weniger, die Kapsel lateral als auch medial sind laut dem zweiten Arzt noch etwas angeschwollen, schmerzen beim in die hocke gehen als auch beim Treppenabsteigen bestehen weiterhin, ansonsten geht alles wieder soweit (in die hocke als auch Treppenabwärts als auch -aufwärts besteht in meinem Beruf gott sei dank nicht, so das ich das weiterhin aufs minimalste reduzieren kann :) ).

Nun heißt es daher erst einmal abwarten, was der nächste Termin bezüglich der lateralen Verlagerung bringt.

Allen noch einen schönen Tag :)

Gruß,
Jenny


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