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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Heparin, vernebelt, bei Brandwunden?
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 Betreff des Beitrags: Heparin, vernebelt, bei Brandwunden?
BeitragVerfasst: 22.11.16, 12:28 
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Registriert: 18.11.16, 14:43
Beiträge: 3
Hallo!
Ich weiß nicht, ob ich in diesem Forum richtig bin, aber meine Frage passt eigentlich nirgends so genau ...

In einem Roman wird ein Patient nach Rauchgasvergiftung mit vernebeltem Heparin behandelt. Er möchte sich noch eine zweite Dosis erschleichen, "indem er seine - leichten - Brandwunden als schlimmer darstellt, als sie sind".

Im Netz habe ich dazu gefunden (betrifft aber Verätzungen): "Bei Verätzung der oberen Extremitäten wird eine heparin-haltige (200 IE/kg KG) Lösung aus 10 ml Calciumgluconat, 20 %ig, in 80 ml physiol. Kochsalzlösung bzw. in 40 ml Glucoselösung, 5 %ig, intraarteriell über 4 Std. infundiert."

Hat Heparin, das man einatmet, irgendeine positive Wirkung auf Verbrennungen?

Ratlose Grüße,
Eva


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BeitragVerfasst: 22.11.16, 14:56 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 15:01
Beiträge: 10898
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Hallo,
"Hat Heparin, das man einatmet, irgendeine positive Wirkung auf Verbrennungen?"- wohl kaum. Es zeigt bei gewissen Lungenerkrankungen wie z.B. COPD möglicherweise Erfolge, ist aber selbst im Bereich der Pulmologie noch nicht evidenzbasiert und nicht Standard. Ferner ist die Frage, ob bei Inhalation ( mit Vernebler) der Wirkstoff überhaupt an den Ort der Verbrennung gelangt. Das erscheint mir absolut unmöglich, selbst wenn eine gewisse Menge Heparin via Lungen über die Blutgefäße gelangt. So etwas gibt es ja bekanntlich, wenn man inhalative Kortikoide nimmt ( Asthma, COPD), gelangt dennoch ein Teil in den Blutkreislauf und wirkt somit schwach systemisch.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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BeitragVerfasst: 22.11.16, 15:04 
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Registriert: 18.11.16, 14:43
Beiträge: 3
@Dr. Fischer

Vielen Dank für Ihre Antwort, das hilft mir sehr!
Mit freundlichen Grüßen,
Eva Bauche-Eppers


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