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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Starke Fehlsichtigkeit/Hornhautverkrümmung beim Kind
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BeitragVerfasst: 21.09.17, 09:39 
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Hallo ich suche Mamas oder Medizinisch versierte Menschen die mir vielleicht sagen können was bei meinem Sohn los sein könnte, bin langsam ziemlich ratlos.

Die ersten drei Jahre seines Lebens ist keinem aufgefallen dass unser Sohn eine Sehschwäche hat, er war Motorisch normal, ist nirgends dagegen gerannt, normal geklettert und hat auch nie geschielt.
Bei einer Vorsorge (Die erste, da in unserer Familie keine Sehschwächen existieren) beim Augenarzt mit 3 Jahren kam folgendes raus:

Er hatte werte von
R= +6,00, Zyl -3,5, achse 10
L = +6,75, Zyl -3,5, achse 160 mit Brillenverordnung

dann 1/2 Jahr später bereits verschlechtert auf
R= +7,25, Zyl -4,25, achse 15
L = +8, Zyl -4,25, achse 165 mit Brillenverordnung

Nun sind gerade mal 4 Monate vergangen und er sieht schon wieder streifen und verschwommen, liegt das noch in einem normalen Rahmen? Was könnte das sein oder hat jemand für uns allgemein einen rat.....

Bei uns in den Familien gibt es ausser leichter Altersfehlsichtigkeit und minimalen Hornhautverkrümmungen keine Sehschwächen.

Ich bin auch im allgemeinen langsam ratlos, ich kann doch nicht alle 3 Monate neue Gläser einsetzen lassen, da aufgrund der dioptrien die Gläser natürlich dünner sein müssen damit sie überhaupt in einen Rahmen passen bzw. keine Colagläser sind (Was sie trotzdem sind :-() müssen wir, auch bei versicherung und KK trotzdem zuzahlen.


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BeitragVerfasst: 21.09.17, 09:50 
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Zur Ursache kann ich nix sagen, Lore, aber Sie und Ihr Kleiner tun mir leid.
Bin Augenoptiker und möchte empfehlen, nicht so viel Geld in die Gläser zu stecken, bis die Stärke sich mal eingependelt hat.
Tipp: Kaufen Sie RUNDE Brillen, die möglichst klein sind (Kinder lassen sich meist sehr gut davon überzeugen, dass sie damit wie Harry Potter aussehen :wink: ), dadurch kann man sehr kleine Gläser ordern, die dünn sind. Kaufen Sie höchstens 1,6er Gläser ohne Asphäre.

Ich würde einem 3jährigen Jungen keine asphärischen Gläser empfehlen, denn diese müssten stets korrekt vor dem Auge sitzen, sonst verzeichnen sie. Und hoch lichtbrechende Materialien bringen bei Plusgläsern nicht viel.

Also haben Sie fast nur die Möglichkeit, über möglichst kleine Rohdurchmesser der Gläser die Dicke zu reduzieren. Auch (kleine) Sonderdurchmesser können u.U. einen kleinen Aufpreis kosten aber mit nichts anderem lässt sich billiger und EFFEKTIVER die Dicke verringern.

NS:Hab eben mal bei meinem Lieferanten nachgefragt: Das allereinfachste Kunststoffglas (das bietet ein g'scheiter Optiker ohne Zuzahlung an!!) in der aktuellen Stärke würde gerade mal 5,3mm dick.


Zuletzt geändert von Barnie Geröllheimer am 21.09.17, 10:04, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 21.09.17, 10:04 
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Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
Zur Ursache kann ich nix sagen, Lore, aber Sie und Ihr Kleiner tun mir leid.
Bin Augenoptiker und möchte empfehlen, nicht so viel Geld in die Gläser zu stecken, bis die Stärke sich mal eingependelt hat.
Tipp: Kaufen Sie RUNDE Brillen, die möglichst klein sind (Kinder lassen sich meist sehr gut davon überzeugen, dass sie damit wie Harry Potter aussehen :wink: ), dadurch kann man sehr kleine Gläser ordern, die dünn sind. Kaufen Sie höchstens 1,6er Gläser ohne Asphäre.

Ich würde einem 3jährigen Jungen keine asphärischen Gläser empfehlen, denn diese müssten stets korrekt vor dem Auge sitzen, sonst verzeichnen sie. Und hoch lichtbrechende Materialien bringen bei Plusgläsern nicht viel.

Also haben Sie fast nur die Möglichkeit, über möglichst kleine Rohdurchmesser der Gläser die Dicke zu reduzieren. Auch (kleine) Sonderdurchmesser können u.U. einen kleinen Aufpreis kosten aber mit nichts anderem lässt sich billiger und EFFEKTIVER die Dicke verringern.



Vielen Dank für Ihre Informationen und die Mühe!

Mittlerweile ist er 4 aber das ist ja eigentlich egal, ja, er tut mir auch sehr leid, wir haben bei den gestellen nicht all zu viel auswahl, da, großer Kopf, kleiner bis fast kein Nasenrücken und sehr weit auseinander stehende Augen :-( Alles einfach ne schlechti Combi für die Brille.

Runde Brille würden wir niemals durch bekommen dass er sie trägt, selbst wenn es passen würde, da er ein kleiner Sturkopf ist der genau weis was er will. Er ist ein sehr aktives Kind, Brille ist ständig kaputt trotz extra beweglich etc. und die Gläser sind kaum neu sind sie schon zerkratzt.

Die Gläser hat die Ärztin vorgeschrieben und hier haben wir die Sehstärke zylinder und die Krümmung.. das ist wirklich heftig wenn man sich die gläser ansieht.

Ich habe eben auch angst dass etwas anderes dahinter steckt, wie kann es denn sein das er der einzige in der Familie ist der überhaut nen sehfehler hat.

:shock:


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BeitragVerfasst: 21.09.17, 10:15 
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Beiträge: 751
Lore0601 hat geschrieben:
Mittlerweile ist er 4 aber das ist ja eigentlich egal, ja, er tut mir auch sehr leid, wir haben bei den gestellen nicht all zu viel auswahl, da, großer Kopf, kleiner bis fast kein Nasenrücken und sehr weit auseinander stehende Augen :-( Alles einfach ne schlechti Combi für die Brille.


Das ist nicht richtig, im Gegenteil. Je breiter der Augenabstand, desto günstiger. Gerade bei breitem Gesicht. Der flache Nasenrücken ist eher ein Problem.

Lore0601 hat geschrieben:
Er ist ein sehr aktives Kind, Brille ist ständig kaputt trotz extra beweglich etc. und die Gläser sind kaum neu sind sie schon zerkratzt.


Umso mehr würde ich von asphärischen Gläsern abraten! Bei solchen Gläsern muss die Drehpunktsforderung erfüllt sein, sonst ist keine vernünftige Abbildung mehr möglich. Und das funktioniert wie gesagt nur bei korrektem Sitz der Gläser vor dem Auge. Kratzer sind ein reines Komfortproblem und hier das kleinste Übel.

Lore0601 hat geschrieben:
Ich habe eben auch angst dass etwas anderes dahinter steckt, wie kann es denn sein das er der einzige in der Familie ist der überhaut nen sehfehler hat.


Sowas gibt es anscheinend. Meine Eltern tragen auch nur Lesebrillen, ich dagegen habe über -5dpt und meine Schwester über -8 dpt.

Vielleicht können Sie Ihren Kleinen doch dazu bringen, runde Formen zu akzeptieren, wenn Sie ihm zeigen, wie er mittels Windsor-Rändern die Brille täglich verändern kann. Das sind Kunststoffringe, die man einfach auf den Metallrahmen der Fassung aufdrückt und einfach wieder entfernen und ersetzen kann.
Die gibt es im Holzlook, ganz bunt, rot oder blau... und wenn er nicht ganz ungeschickt ist, darf er das auch schon ganz allein machen.. :wink:

Ich denke, es wäre wirklich wichtig, dass Sie ihn dazu kriegen.


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BeitragVerfasst: 21.09.17, 15:29 
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Sie sollten mit dem Augenarzt reden und sich besonders die Werte der Zyklolat-Refraktion ansehen. Möglich, dass die Werte schon von Beginn an so waren wie später und erst da die Brille voll ausgeglichen wurde. Prinzipiell sind die Werte zwar schon auffällig, aber noch keine Katastrophe, Hauptsache er sieht gut. Es besteht ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Refraktionsamblyopie ("Schwachsichtigkeit"). Darum sollte die Brille konsequent getragen werden, und der Augenarzt wird ein regelmäßiger Anlaufpunkt sein.

Was die Brille angeht, da hat Barnie schon recht: je runder die Gläser, je geringer die kosmetische Störung. Aber gut: was der Klaine will, das soll erkriegen, denn ein Kind, das die Brille ablehnt, wird sie gerne heimlich absetzen, was sehr schlecht wäre. Da müssen Sie sich einen Künstler-Optiker suchen, der sein Handwerk versteht, die gibt es durchaus. Der Haken an der Sache ist, dass so eine Brille eine Stange Geld kosten kann, und Kinder in dem Alter gehen damit nicht unbedingt sorgsam um...der Kassenanteil ist leider verschwindend gering. Bei mir zuhause gabs auch immer Heulen und Zähneknirschen, weil ich teure hochbrechende Gläser brauchte. Aber egal: eine schöne Brille ist mehr wert als schicke Klamotten.

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BeitragVerfasst: 22.09.17, 13:11 
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Humungus hat geschrieben:
Es besteht ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Refraktionsamblyopie ("Schwachsichtigkeit"). Darum sollte die Brille konsequent getragen werden, und der Augenarzt wird ein regelmäßiger Anlaufpunkt sein.

Das sehe ich auch so. Regelmäßiges Tragen ist hier unerlässlich. Aber wenn er die Brille auch beim Spielen und Herumtoben aufsetzt, scheint er ja gut damit zurechtzukommen.

Humungus hat geschrieben:
....je runder die Gläser, je geringer die kosmetische Störung.

Es passiert zwar selten, aber es passiert: bei kreisrunden Fassungen kann es vorkommen, dass sich die Gläser "drehen" und die Zylinderachse nicht mehr korrekt ist. Bei dem Astigmatismus reduziert das unmittelbar und massiv die Sehschärfe. Ich würde deshalb eher zu entsprechend "ovalen" Gläsern raten, die zwar rund, aber eben nicht kreisrund sind. Vielleicht kennt ja Barnie passende Modelle.


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BeitragVerfasst: 22.09.17, 15:31 
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Der Hinweis ist richtig, gerade auch, weil Kunststoff schrumpft. Deshalb wird seit jeher das runde Glas am Schließblock mit einer kleinen, unauffälligen Markierung versehen, die dauerhaft erhalten bleibt.
Bei Kindern müssen halt die Eltern darauf achten, dass die Gläser richtig sitzen.


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BeitragVerfasst: 22.09.17, 17:08 
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:wink: das stimmt, ich habe schon einen solchen kuriosen Fall gehabt. War allerdings ein Erwachsener, der über plötzlichen Visusverlust klagte. Refraktioniert - alles in Butter! Der Scheitelbrechwertmesser zeigte schon das Malheur. Eine Zeitlang waren John-Lennon-Brillen modern: klein, rund und mit Metallfassung. Wer da ein wenig robust war, konnte schon beim Putzen "drehen". Der Tip mit dem kleinen Oval ist sehr gut. Vielleicht noch besser als die Markierung, weil nicht alle Eltern regelmäßig die Brille ihres Schößlings inspizieren.

Irgendwie denke ich an die Gullideckel in der Straßenmitte. Warum sind sie immer rund? Weil eine runde Form, egal wie man sie dreht und kippt, niemals ins Loch fallen kann, wenn die Kanten leicht überstehen. Kleine Kniffe mit massiver Wirkung...

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