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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Extreme Veränderung des Zylinders +3.00
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BeitragVerfasst: 17.09.17, 10:45 
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Hallo zusammen,

folgendes: Ich trage seit meinem dritten Lebensjahr eine Brille und hatte immer eine relativ starke Hornhausverkrümmung.

Zuletzt ließ ich 2012 einen Sehtest bei einem Optiker machen, die Werte waren hier:

R: Sph +1,25, Cyl -4,76
L: Sph +0,75, Cyl -4,50

Diese Werte habe ich seit 2012 in allen Brillen und komme damit gut klar.

Nun arbeite ich seit 3 Monaten bei einem Optiker und hatte zuletzt eine Schulung wo ich lernte Sehtests zu machen. Wir Schüler mussten uns unter einander oft selbst testen.

Wir sprachen über Hornhautverkrümmungen und die Lehrerin sagte mir meinen Werten müsste ich Kreise total verkrümmt sehen, das ist aber nicht so.

Sie testete mich dann nochmal komplett Neu, 5 Tage in Folge jeden morgen und jedes mal warten die Werte wie folgt:

R: Sph: +0,25 Cyl: -0.25
L: Sph: -0,25 Cyl: -0,75

Wenn ich mir Testbrillen fertig mache, sehe ich mit beiden Werten, also denen von 2012 und den aktuellen sehr gut, im Sehtest komme ich mit den Werten von 2012 auf Visus 0,8 und mit den neuen auf 1,2.

Ich war letzte Woche beim Augenarzt und wollte gern nochmal einen Sehtest von Null an, der Arzt weigerte sich aber. Ich kam mit meinen alten Werten auf Visus 0,8, er änderte dann den Zylinder auf -5,25, ließ mich aber nicht nochmal Kontrolle lesen und sagte diese Werte wären richtig.

Fakt ist, wenn ich meine Brille ansetze, sehe ich nur minimal unscharf und komme mit den neuen Werten eben auf Visus 1,2.

Da mir der Augenarzt hier nicht weiter helfen konnte:

Woran kann es liegen, dass sich die Werte so extrem geändert haben?

Ich habe Typ 2 Diabetes und meine Werte waren bis vor 3 Jahren sehr schlecht und instabil, aber seit 3 Jahren sind sie stabil gesenkt, wie bei einem gesunden und ich muss nicht behandelt werden.

Liebe Grüße


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BeitragVerfasst: 17.09.17, 20:23 
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Zum Einfluss der Diabetes kann ich nix sagen, vermute aber, dass sie nicht die Ursache ist, wenn sich die neuen Werte gut reproduzieren lassen.

Sag Dir "Sturm'sches Konoid" etwas? Frag mal Deine Lehrerin und lass es Dir zeigen. Daran kann man sehen, dass mit Deinen alten Werten jeder Meridian durch mehr oder weniger Akkommodation scharfzustellen ist. Du kannst Dir also die Optotypen Stück für Stück zusammenakkommodieren, was allerdings - sollte ich mich nicht irrren - ein Armutszeugnis für den damaligen Refraktions-"Künstler" darstellt, denn der hat Dich nicht richtig genebelt.

Lass Dir mal die zentralen Hornhautradien vermessen und den äußeren Astigmatismus berechnen. Dieser kann Aufschluss geben. Sollte aber ein Zylinder von 0,25 bzw. 0,75 tatsächlich vorliegen, obwohl aktuell ein Augenarzt einen Ast. von über 5 dpt misst, dann bist Du ein physikalisches Phänomen.

Ich bin übrigens Optikermeister, kein Arzt


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BeitragVerfasst: 17.09.17, 20:34 
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Wenn jemand mit geringen Zylinderwerten einen Visus von 1,2 schafft, sagt eigentlich die Logik, dass ein Zylinder von 5 dpt. schlichtweg Unfug ist. Dieser Wert ist also raus. Was auch immer der ärztliche Kollege da gemessen (oder geraten?) haben möchte...ohne es zu überprüfen.

Nachdem die Messung so oft reproduzierbar war und nachdem in solchen Übungssituationen bzw. von entsprechenden Ausbildern normalerweise sehr gut auf Abläufe geachtet wird (ich erinnere mich an meinen Refra-Kurs für eine Studie, bei dem ich es...okay, mit Vorkenntnissen... schaffte, bei der Kursleiterin zu deren Erstaunen einen Visus von 1,2 rauszukitzeln), würde ich dieser Messung tatsächlich am ehesten glauben.
Hornhautradien-Messen ist keine schlechte Idee und kann evtl. weiterhelfen. Als Azubi in dem Bereich sitzt man da ja an der Quelle :wink:
Es wäre schon seltsam, wenn tatsächlich eine derart starke Veränderung eingetreten wäre.

In aller Kürze (weil gerade wenig Zeit): Ärztlich gesehen bin ich da ganz bei dir, Barnie :wink:


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BeitragVerfasst: 17.09.17, 21:11 
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Ich hab auch noch Senf zum Dazugeben:
1. Visus mit Landoltringen gemacht?
2. Geht doch nix über eine Hornhauttopographie, bitte machen und Ergebnis hier reinschreiben.
3. Ist beides unauffällig? Zyklolat-Refraktion.

Und dann sehen wir mal, ob der TE ins Guinness-Buch kommt oder die Sache schlicht zu erklären ist...

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BeitragVerfasst: 17.09.17, 21:16 
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Ich tippe ja auf letzteres, frage mich allerdings, warum niemand bei einem Zylinder von 4 dpt und einem jungen Menschen mal mindestens eine Topo gemacht hat. MICH hätten solche Werte ja doch gewundert...


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BeitragVerfasst: 27.09.17, 14:00 
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Hallo!

Sorry für die späte Antwort.

Meine Chefin hat mich nun Zwischenzeitlich noch etliche Male getestet und ich bekam heute neue Gläser mit folgenden Werten:

R: Sph: -0,25 Cyl: -0,25 A: 90
L: Sph: +0,25 Cyl: -0,75 A: 20

Ich habe die Gläser sofort ausgetauscht und die Brille aufgesetzt- im ersten Moment war mir sehr mulmig, aber von Minute zu Minute wird es angenehmer. Ich trage die neuen Gläser jetzt seit einer Stunde und bin gerade auf dem Stand, dass ich mit Brille genau so gut sehe wie ohne- es ist lediglich ganz leicht unscharf...

Ich finde das ziemlich heftig und Frage mich, woran es liegt...


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BeitragVerfasst: 27.09.17, 16:54 
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Diese Frage wird erst zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet werden können, wenn eine Topographie vorliegt. Das sollte nicht schwierig sein: entweder haben Sie selber einen Topographen oder ein Kollege am Ort. Jeder, der Kontaktlinsen suffizient anpassen will, braucht doch einen...

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BeitragVerfasst: 27.09.17, 18:13 
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Ich arbeite bei einer Optiker Kette, welche keine Linsen anbietet und mein Augenarzt ist ja wenig Kooperativ... meinst du ich könnte zu einem anderen Optiker gehen und dort nett fragen ?


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BeitragVerfasst: 27.09.17, 21:04 
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So unter Kollegen...der Chef müsste doch Connections haben, und wenn man die Vorgeschichte kennt, dann wird sicherlich jemand neugierig sein.

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BeitragVerfasst: 28.09.17, 07:52 
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@Anika
Schreibe Deine Geschichte mal ins optiker.de-Forum und gibt -so ungefähr- an, wo Du wohnst. Dann kann man Dir einen Kollegen in Deiner Umgebung nennen, der noch einen Ophtalmometer/Keratometer besitzt (und bedienen kann) und Dir die Hornhautradien vermisst.
Wenn Du ein Kontaktlinsenstudio findest, könntest Du Dir bei diesem Termin auch gleich "harte" sphärische Kontaktllinsen einsetzen lassen, um einen internen Anteil Astigmatismus (evtl. akk.-abhängig) zu berechnen.

Erst diese Daten zusammengenommen geben dann Aufschluss.


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BeitragVerfasst: 28.09.17, 14:55 
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Ein Ophthalmometer (meinen Sie das aktike Javal?) ist nicht das Optimum. Wenn man einen Keratokonus damit finden will, muss man schon genau suchen. Eine Topographie gibt ein schönes Bild mit allen nötigen Informationen und ist hier sicherlich effektiver.

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BeitragVerfasst: 28.09.17, 20:03 
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Keratokonus? Bisher war davon keine Rede!


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BeitragVerfasst: 28.09.17, 22:40 
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Dann fragen Sie sich mal, welche Möglichkeiten es gibt, dass jemand mit einem Zylinder von <-4,0 klarkommt und auch mit einem Zylinder von 0. Wenn wir davon ausgehen, dass der Kollege, der den Zylinder auf -5,25 erhöhen wollte, entweder refraktioniert hat oder das Autorefraktometer einsetzte und dem glaubte, und die TE mit diesem Zylinder einen Visus von mindestens 0,8 hat - was wird wohl die wahrscheinlichste Antwort sein? Setzen Sie sich doch mal 4 Zylinderdioptrien vor Ihre eigene Brille...das machen Sie einige Sekunden, dann geben Sie es auf. Da muss man entweder extrem indolent sein oder eine besondere Augenkonstellation haben, damit das "geschluckt" wird. Und diese Konstellation sitzt im refraktiven Hauptsystem, also entweder in der Hornhaut (am wahrscheinlichsten) oder in der Linse (gibts auch, aber da muss man schon Phantasie haben und etwas konstruieren wie beispielsweise Polstar oder auch eine Anomalie der Linsenkapsel).

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BeitragVerfasst: 29.09.17, 12:09 
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Wobei ich bei einem Visus von 1,2 mit dem geringeren Zylinder und einem Visus von 0,8 mit dem hohen Zylinder nicht zwingend einen KK suchen sondern eher auf eine desolate Leistung sämtlicher bisherigen Brillen“anpasser“ tippen würde.
Dennoch wäre eine Topo ganz sicher das Beste, um die Sache eindeutig zu klären.


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BeitragVerfasst: 29.09.17, 13:40 
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Ein Kollege, der auch als Gutachter tätig ist, kümmert sich um Anika.

Leider ist im Strang keiner auf den Umstand eingegangen, dass die TE Diabetes hat. Diese beeinflust ja unzweifelhaft das Sehvermögen. Wenn man den Einfluss quantifizieren muss/möchte, wäre dann ein Arzt aus einem anderen Fachgebiet zuständig oder beantwortet diese Frage ein Augenarzt?

Bin übrigens auch der Meinung, dass ein Keratokonus doch längst hätte bemerkt werden müssen. Immerhin schreibt die TE, dass sie seit dem 3. Lj Brille trägt und anscheinend schon immer mit solch hohen Zylindern.
Wir werden sehen, welche HH-Radien gemessen werden.


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