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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Kontaktlinsenstärke kontinuierlich erhöhen ? Macht das Sinn?
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BeitragVerfasst: 04.09.17, 10:40 
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Guten Morgen zusammen,

ich habe seit einigen Monaten massive Probleme mit Kopfschmerzen / Druck auf dem Kopf bzw. Druck hinter den Augen. Damit einher geht ein ständiges Benommenheitsgefühl. Ich bin mir nicht sicher woran die Symptome liegen. Vor kurzem war ich beim Augenarzt aufgrund des starken Druckgefühls hinter / auf den Augen. Nach diversen Tests wurde festgestellt, dass mein linkes Auge +0,25 hat und mein rechtes Auge - 1,75 hat. Ich habe jedoch keine Sehschwierigkeiten. Ich sehe sehr gut. Der Arzt teilte mir daraufhin mit, dass es sein könnte, dass mein Kopf ständig die - 1,75 ausgleicht und das Sehen daher für mich extrem anstrengend ist und es somit zu Kopfschmerzen etc kommt.
Da ich keine Brille tragen möchte hat der Doc mir empfohlen Kontaktlinsen zu tragen. Ich bin also zum Optiker und habe mir die 1,75er Linse für das rechte Auge besorgt. Die Linse passt auch gut etc aber ich verspüre nach 3 Tagen absolut keine Besserung oder Veränderung. Mir ist nur etwas schwindelig mit der Linse. Ich sehe aber nicht besser.

Jetzt zu meiner Frage: Ein Bekannter teilte mir mit, dass es eventuell sinnvoller ist die Linsenstärke für das rechte Auge kontinuierlich zu erhöhen. Also mit 0,5 anfangen und dann langsam über die nächsten Monate hochgehen damit sich das Auge und der Kopf daran gewöhnen können. Meint ihr das macht Sinn ? Vielen Dank schonmal.


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BeitragVerfasst: 04.09.17, 11:53 
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Beiträge: 808
Koopa hat geschrieben:
ich habe seit einigen Monaten massive Probleme mit Kopfschmerzen / Druck auf dem Kopf bzw. Druck hinter den Augen. Damit einher geht ein ständiges Benommenheitsgefühl. Ich bin mir nicht sicher woran die Symptome liegen. Vor kurzem war ich beim Augenarzt aufgrund des starken Druckgefühls hinter / auf den Augen. Nach diversen Tests wurde festgestellt, dass mein linkes Auge +0,25 hat und mein rechtes Auge - 1,75 hat.


Solche Stärkendifferenzen ergeben sich aber nicht innerhalb von "einigen" Monaten.

Koopa hat geschrieben:
Ich habe jedoch keine Sehschwierigkeiten. Ich sehe sehr gut.


Das wundert mich nicht weiter, denn ich glaube, Sie haben gelernt, mit dem relativ scharfen Bild des linken Auges zu leben. Unbemerkt ist Ihnen aber das 3D-Sehen abhanden gekommen! Sie dürften zu den "funktional Einäugigen" gehören, solange Sie keine Sehhilfe tragen.

Koopa hat geschrieben:
Da ich keine Brille tragen möchte hat der Doc mir empfohlen Kontaktlinsen zu tragen. Ich bin also zum Optiker und habe mir die 1,75er Linse für das rechte Auge besorgt.


Falsch! Damit entstehen asthenopische Beschwerden! Gesetzt den Fall, die genannten Stärken wären richtig ermittelt worden, sind Sie mit der Kontaktlinse am linken Auge rechtsichtig, am rechten aber noch weitsichtig, woraufhin die Augen (beide!) akkommodieren, woraufhin Sie links wieder kurzsichtig werden, worauhin die Augenlinsen wieder desakkommodieren, woraufhin das Ganze wieder von vorne losgeht. Eine Linse mit -2,0 wäre besser gewesen, wenn man schon mit nur 1 Linse hantieren möchte.

Koopa hat geschrieben:
Die Linse passt auch gut etc aber ich verspüre nach 3 Tagen absolut keine Besserung oder Veränderung. Mir ist nur etwas schwindelig mit der Linse. Ich sehe aber nicht besser.


Auch das wundert mich nicht! :roll:

Koopa hat geschrieben:
Jetzt zu meiner Frage: Ein Bekannter teilte mir mit, dass es eventuell sinnvoller ist die Linsenstärke für das rechte Auge kontinuierlich zu erhöhen. Also mit 0,5 anfangen und dann langsam über die nächsten Monate hochgehen damit sich das Auge und der Kopf daran gewöhnen können. Meint ihr das macht Sinn ? Vielen Dank schonmal.


Kommt darauf an, wie "eingefahren" die Situation jetzt schon ist! Auch wenn das Sehen erst seit "einigen Monaten" Probleme bereitet, ist das Missverhältnis rechtes/linkes Auge mit Sicherheit schon ziemlich alt. Und je nachdem, was dem Sehzentrum im Gehirn zugemutet werden kann, gibt es noch Rettung (auch für das stereoskopische Sehen) oder leider nicht mehr.


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BeitragVerfasst: 04.09.17, 14:03 
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Registriert: 04.02.05, 00:03
Beiträge: 2258
Wenn jemand mit solchen Problemen zu mir in die Praxis käme (und nicht gerade schon 60 Jahre alt ist), bekäme er erst einmal eine vollständige orthoptische Untersuchung (u.a. Ausschluss eines versteckten Schielens) und bei derart seltsamen Werten und noch relativ neuen Beschwerden dann auch eine Messung der "Brillen"werte nach Weittropfen der Pupille und Ausschalten der Naheinstellungsfähigkeit. Denn als allererstes würde ich an meiner Messung bzw. der Kombination aus meiner Messung und Angaben des Patienten zweifeln.

Barnie hat völlig recht - so etwas kommt nicht ganz plötzlich bzw. wenn solche Unterschiede plötzlich kämen, gäbe es dafür einen Grund.
Ich persönlich würde primär davon ausgehen, dass die -1,75 entweder nicht stimmen oder dass sie nicht die Wurzel des Problems sind, weil Sie so schon immer herumlaufen... oder zumindest schon sehr lange. Macht ja prinzipiell auch nichts, denn das andere Auge sieht ja gut. Das schlechtere Auge dann auszugleichen bringt bestenfalls einfach gar nichts und schlechtestenfalls eher mehr Beschwerden, weil das System an dieses Ungleichgewicht schon lange adaptiert ist.

Ergo: Wenn bisher keine orthoptischen Untersuchung (Sehschule) und keine Messung nach Augentropfen (die Sorte, nach denen man stundenlang in der Nähe unscharf sieht) durchgeführt wurde, dann ab zum Augenarzt und das erst einmal komplettieren lassen. Erst sucht man die Ursache und dann überlegt man, ob und wie das Problem behoben werden kann. Wildes Rumprobieren halte ich persönlich für wenig zielführend.


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BeitragVerfasst: 09.09.17, 11:19 
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Beiträge: 2
Hallo zusammen,

vielen Dank für die Rückmeldungen. Ich muss leider sagen, dass ich mich mit den Werten vertan habe ... ich hätte doch besser nochmal nachschauen sollen.

Die richtigen Werte sind rechts + 1,75 und links + 0,25. Also auf beiden Seiten Plus ! Ich hab mich mit dem "Vorzeichen" vertan. Macht es dann ggf. doch Sinn die Kontaktlinse für das rechte Auge kontinuierlich zu erhöhen ? Oder soll ich direkt eine Linse mit einer Stärke von 1,75 tragen ? Meine Symptome habe ich ja schon im ersten Post erklärt. Mit der + 1,75 Linse merke ich keinerlei Verbesserung beim Sehen.

Mein rechtes Auge ist schon länger deutlich schlechter als das linke. Die starken beschriebenen Symptome habe ich allerdings erst seit geraumer Zeit. Diese haben sich aber auch langsam aufgebaut. Und ich bin mir auch nicht sicher ob diese überhaupt von den Augen kommen.


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BeitragVerfasst: 09.09.17, 11:31 
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Registriert: 04.02.05, 00:03
Beiträge: 2258
...und genau deshalb bleibe ich dabei, dass erst eine GRÜNDLICHE und VOLLSTÄNDIGE Untersuchung bei Augenarzt und in der "Sehschule" erfolgen sollte, bevor man mit Kontaktlinsen rumspielt, die vermutlich nichts bringen werden, weil sie eigentlich mit dieser zufällig entdeckten Fehlsichtigkeit schon seit Jahren oder Jahrzehnten rumlaufen, das Problem aber an anderer Stelle zu suchen sein könnte.


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