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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Makropsie und Mikropsie
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 Betreff des Beitrags: Re: Makropsie und Mikropsie
BeitragVerfasst: 01.08.17, 23:18 
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Wenn nur eine Antwort erlaubt ist, würde mir die Wahl zwischen a und b schwer fallen, beides hat Vor- und Nachteile, und man weiß nicht, was sich der Fragesteller denkt. Ich würde zu a tendieren, aber auch b hätte vieles für sich. Ein junger Mann hat drei Gegenargumente gegen CL:
1. er macht schon mal die eine oder andere Nacht durch, was gegen formstabile Linsen spräche
2. er ist von der manuellen Geschicklichkeit und Geduld einer Frau unterlegen sowie nicht so eitel (5 Euro in die Chauvikasse) und könnte die Lust am Linsenknibbeln verlieren
3. er könnte in Hinsicht auf Hygiene auch neune mal gerade sein lassen, was besonders bei diffizilen CL nicht gerade optimal ist.

c ist nur als Teilkorrektion möglich, bei extrem dicker Hornhaut könnte man 10 dpt. wegkriegen, die verbleibenden -10 würden fast zur gleichen Frage wie die Ursprungsfrage führen, mit dem Unterschied, dass nach LASIK Kontaktlinsentragen schwieriger wird.

d ist obsolet, da bekannt ist, dass die Linse eine Schranken- und Stabilisatorfunktion hat. Man müsste zumindest eine 0-Linse einsetzen, und dann sollte man lieber gleich e wählen, was übrigens keine ganz schlechte Lösung ist. Dagegen sprechen allerdings unzureichende Langzeiterfahrungen bei IOL (Ausnahme: PMMA, die halten ewig), eine artifizielle Presbyopie (vergessen wir lieber die MIOL), unnötiges OP-Risiko und Spätrisiken (Amotio etc).

Mehrfachantworten erlaubt? a und b klänge gut und wäre meine erste Wahl.

Übrigens: der Duktus des Professors bisher klänge eher nach b als richtige Antwort.

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 Betreff des Beitrags: Re: Makropsie und Mikropsie
BeitragVerfasst: 02.08.17, 11:59 
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Beiträge: 802
Vornweg: Die Frage wurde anscheinend zurückgenommen, bzw. sie wird nicht bewertet.

"Mit Brille" hätte die richtige Antwort sein sollen, was mir als Optiker die Tränen in die Augen treibt. Bei 19,5 dpt sieht auch das leistungsfähigste Augenpaar nur noch alternierend, da allenfalls durch die optischen Mittelpunkte binokulares Einfachsehen möglich ist. Jede Augenbewegung aus der optischen Mitte bedeutet massive Prismenwirkungen, die bei Konvergenz auf ein Buch in der Hand entstehen pro Glas rund 8 cm/m Basis außen, jeder Blick nach unten (auf Treppen) ebenfalls.

Ich hätte - nicht zuletzt im Themen-Zusammenhang mit der Mikropsie - wegen der NH-Bildgrößen auf Kontaktlinsen getippt. @Humungus: Leute mit -19,5 dpt sind sehr belastungsfähig, wenn es um Sehhilfen geht, ohne Formel 1-Slicks auf der Nase tragen zu müssen. Die NH-Bildgrößen entsprechen nahezu denen der Emmetropen.

Aber weil man über Rahmenbedingungen bei einer solchen Aufgabenstellung nur spekulieren kann, wurde die Frage wohl zurückgezogen.

Für mich ist das ein Gruselkabinett, auch wenn es hier nicht um eine Fachausbildung geht.
Meine Tochter hat nun ihren Gesamtschein in Augenheilkunde und gibt mir heute einen aus. :liegestuhl:


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 Betreff des Beitrags: Re: Makropsie und Mikropsie
BeitragVerfasst: 02.08.17, 15:57 
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Beiträge: 2258
Kontaktlinsen (ein 26jähriger sollte das nun wirklich hinbekommen - bei dieser Fehlsichtigkeit allemal, da bin ich ganz bei Barnie!) und/oder phake IOL, falls technisch machbar...(letztere war nicht in der Auswahl, ich weiß, und ich habe auch die technisch machbaren Werte gerade nicht im Kopf).
Brille geht mit diesen Werten gar nicht bzw. nur als absolute Notlösung. Bei fast 20 dpt gehört da doch einiges an Leidensfähigkeit dazu... LASIK reicht nicht mal annähernd aus. Linse ganz raus macht kein Mensch und ein kompletter refraktiver Linsenaustausch klaut dem armen Kerl mit Mitte 20 schon die Akkommodation. Und eine MIOL dürfte wohl kaum den Ansprüchen eines Mittzwanzigers (Autofahren, unterwegs sein, Computerarbeit) entsprechen.

MC-Fragen sind ja meist so, dass man die Umstände nur raten bzw. von den günstigsten Umständen überhaupt ausgehen sollte. Daher auch immer die Frage nach der am wahrscheinlichsten richtigen Antwort. Für Laien übrigens oft einfacher als für jemanden, der wenigstens minimal Ahnung von der Materie hat.

Hatte übrigens so eine ähnliche Frage in der Facharztprüfung vor einigen Jahren. Da waren die phaken IOLs gerade beginnend "in". Man nannte mir allerdings Eckdaten zum Patienten, die mich zu der Antwort "Ich schicke ihn nach Hause" verleiteten :roll: 8) :lol:

Glückwunsch dem Töchterlein!


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 Betreff des Beitrags: Re: Makropsie und Mikropsie
BeitragVerfasst: 02.08.17, 16:49 
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Registriert: 10.09.07, 13:30
Beiträge: 4729
Feuerblick hat geschrieben:
phake IOL
...wird der Prof. evtl. gar nicht kennen. Es ist für Studenten in frühen Semestern auch unsinnig, so ein Thema anzusprechen. Selbst, wenn sie es lernen, fällt es in die Kategorie: angekreuzt und vergessen.

Zitat:
Glückwunsch dem Töchterlein!
Ebenso. Wollen wir hoffen, dass der Pappa die Ausbildung wieder fachlich korrigiert. Aber Hauptsache Schein - wie so oft im Studium.

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 Betreff des Beitrags: Re: Makropsie und Mikropsie
BeitragVerfasst: 02.08.17, 17:22 
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Beiträge: 2258
Stimmt, das wird den Prof wahrscheinlich überfordern. Deswegen war sie ja auch nicht in der Auswahl.


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 Betreff des Beitrags: Re: Makropsie und Mikropsie
BeitragVerfasst: 10.08.17, 11:11 
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Registriert: 04.06.13, 11:38
Beiträge: 802
Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
..bei Konvergenz auf ein Buch in der Hand entstehen pro Glas rund 8 cm/m Basis außen,..


Werde grade darauf aufmerksam gemacht, dass mir da ein Fehler unterlaufen ist (hat hier anscheinend auch keiner bemerkt :mrgreen: )

Bei Konvergenz der Augen und Minuslinsen entsteht natürlich ein Prisma mit Basislage INNEN und nicht außen!


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