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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Nach Grauer Star Op im rechten Auge Flusen
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BeitragVerfasst: 21.05.17, 21:58 
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Hallo,
nach der OP am grauen Star sehe ich im rechten Augen so etwas wie Flusen. Dieses 'Bild' wandert mit den Augenbewegungen und ist auf Dauer sehr lästig. Der behandelnde Arzt erklärte dies mit Trübungen im Glaskörper, das bei älteren Menschen schon vorkomme.
Mir erscheint das jedoch als unwahrscheinlich, denn vor der OP hatte ich diesen Effekt nicht.
Wie denkt Ihr darüber?


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BeitragVerfasst: 21.05.17, 22:24 
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Beiträge: 4729
Glaskörpertrübungen sind typische Alterungserscheinungen, die aufmerksame Beobachter teilweise schon im 2. Lebensjahrzehnt wahrnehmen. Besonders auf hellem Hintergrund sieht man "Mücken", "Würmchen", "Haare" oder "Flusen". Vor der Katarakt-OP werden diese Trübungen tatsächlich seltener gesehen, weil die getrübte Linse erstens das scharfe Sehen reduziert und zweitens das Licht streut, so dass die Glaskörpertrübungen keinen so scharfen Schatten auf die Netzhaut werfen. Die Schilderung von "neuen" Glaskörpertrübungen ist postoperativ nicht selten.

In seltenen Fällen handelt es sich bei plötzlich (!) auftretenden Flusen um Glaskörperblutungen, die auf ein Netzhautloch oder eine -Ablösung hinweisen können. Für beides ist das Risiko nach Katarakt-OP erhöht, leicht, wenn die Op komplikationslos war, deutlich, wenn es beispielsweise zu einer Verletzung der Rückfläche des Kapselsacks kam. Das heißt: nach der OP bei solchen Symptomen zum Augenarzt, Pupille erweitern und auf die Netzhaut sehen. Ist da nichts, sollte man abwarten. Verstärken sich die Flusen - wieder zum Arzt.

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BeitragVerfasst: 22.05.17, 08:07 
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Beiträge: 5
Humungus hat geschrieben:
Glaskörpertrübungen sind typische Alterungserscheinungen, die aufmerksame Beobachter teilweise schon im 2. Lebensjahrzehnt wahrnehmen. Besonders auf hellem Hintergrund sieht man "Mücken", "Würmchen", "Haare" oder "Flusen". Vor der Katarakt-OP werden diese Trübungen tatsächlich seltener gesehen, weil die getrübte Linse erstens das scharfe Sehen reduziert und zweitens das Licht streut, so dass die Glaskörpertrübungen keinen so scharfen Schatten auf die Netzhaut werfen. Die Schilderung von "neuen" Glaskörpertrübungen ist postoperativ nicht selten.

In seltenen Fällen handelt es sich bei plötzlich (!) auftretenden Flusen um Glaskörperblutungen, die auf ein Netzhautloch oder eine -Ablösung hinweisen können. Für beides ist das Risiko nach Katarakt-OP erhöht, leicht, wenn die Op komplikationslos war, deutlich, wenn es beispielsweise zu einer Verletzung der Rückfläche des Kapselsacks kam. Das heißt: nach der OP bei solchen Symptomen zum Augenarzt, Pupille erweitern und auf die Netzhaut sehen. Ist da nichts, sollte man abwarten. Verstärken sich die Flusen - wieder zum Arzt.

Vielen Dank Humungus, in der Tat gab es beim rechten Auge Probleme und seltsam ist auch, dass ich nach der Operation diesen Effekt nicht hatte, sondern erst Tage danach, außerdem bekam ich unterschiedliche Aussagen der Ärzte (der eine, der Operateur, sprach von Erscheinunge, die wie aufgewirbelter Staub aussähen und sich im Laufe der Zeit zurückbilden würden, während die andere Ärtzin dies mit den Glasköpertrübungen erwähnte). Kann ich einen Befundbericht oder OP Bericht verlangen?


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BeitragVerfasst: 22.05.17, 08:47 
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Registriert: 10.09.07, 13:30
Beiträge: 4729
Ein Patient kann Einsichtnahme in sämtliche Befunde verlangen, die mit seiner Behandlung zusammenhängen, mit nur extrem seltenen Ausnahmen. Als erstes sollte man aber mal genau fragen, welche "Probleme" es gab und ob die Trübungen damit zusammenhängen können (und warum).

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BeitragVerfasst: 22.05.17, 11:17 
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Registriert: 11.04.17, 15:23
Beiträge: 5
Humungus hat geschrieben:
Ein Patient kann Einsichtnahme in sämtliche Befunde verlangen, die mit seiner Behandlung zusammenhängen, mit nur extrem seltenen Ausnahmen. Als erstes sollte man aber mal genau fragen, welche "Probleme" es gab und ob die Trübungen damit zusammenhängen können (und warum).

Danke, der Befund ist bereits angefordert.


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