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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Unbefriedigendes Ergebnis nach Katarakt-OP
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BeitragVerfasst: 15.05.15, 20:08 
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Beiträge: 5
Hallo liebe Gemeinschaft
Ich (44) wurde vor 6 Wochen an beiden Augen wegen des grauen Stars operiert.Vor der OP trug ich bereits eine Gleitsichtbrille (Brillenpass: + 1,5 und + 1,25 )
Vor der OP sagte man mir,dass ich nach der OP auf jeden Fall eine Lesebrille benötigen werde und für die Ferne wahrscheinlich auch eine leichte Brille brauchen würde.
Nach der OP stellte sich dann aber sehr schnell heraus,dass ich auf dem einen Auge kurzsichtig bin und auf dem anderen weitsichtig.
Die ersten 4 Wochen konnte ich einigermaßen gut ohne Brille lesen.Inzwischen besitze ich diese Eigenschaft aber nicht mehr und benutze nun eine Lesehilfe ( mehr schlecht als recht)
In die Ferne kann ich seit der OP nicht mehr scharf sehen.
Gestern hatte ich nun meinen ersten Augenarzttermin nach der 6 wöchigen Einheilphase
Leider war der gestrige Arzt nicht der Operateur ...
Da er mich fragte,ob das Operationsergebnis so abgesprochen war,gehe ich davon aus,dass ihn das Ergebnis auch überrascht hat.
Er stellte fest, dass ich trockene Augen hätte, empfahl mir dafür Tropfen und entließ mich mit einer Brillenverodnung und der Anweisung noch eine weitere Woche zu warten, und dann erst den Optiker aufzusuchen. ( Warum ???)
Auf dem Rezept steht :
Ferne: R Sphär. - 1,25 Cyl. - 0,5 Achse 153
L 0,00 Cyl - 0,75 Achse 8
Nähe: R Sphär. + 1,00 Cyl. -0,5 Achse 153
L +2,25 Cyl. 0,75 Achse 8
Hornhautscheitelabstand 16 mm


Kann mir irgendwer der Mitlesenden erklären,ob so ein OP -Ergebnis und das daraus resultierende Brillenrezept als eher ungewöhnlich einzuschätzen sind und ob ich auf ein klärendes Gespräch mit dem Operateur bestehen sollte?

Ein weiteres Problem sind riesige Kreise,die ich ( allerdings nur bei Dunkelheit) um sämtliche Lichtquellen sehe.
Wird dieses Problem mit der neuen Brille lösen lassen ?

Vielen herzlichen Dank, für die Geduld meinen langen Text zu lesen und etwaige Auskünfte dazu zu geben
Herzlichst
Sehnix


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BeitragVerfasst: 16.05.15, 17:55 
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Beiträge: 5
Keiner da,der mir behilflich sein könnte ? :(


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BeitragVerfasst: 16.05.15, 21:27 
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Beiträge: 4749
Sehnix hat geschrieben:
Da er mich fragte,ob das Operationsergebnis so abgesprochen war,gehe ich davon aus,dass ihn das Ergebnis auch überrascht hat.
Ein Auge ist leicht kurzsichtig, eines normalsichtig. Das kann Absicht sein (darum die Frage), weil man damit ohne Brille in der Ferne mit links gut sieht, in einer Entfernung von ca. 70 Zentimetern mit rechts, kann aber auch eine Abweichung von der Zielrefraktion sein.

Zitat:
( Warum ???)
Es wäre besser, wenn Sie das den Arzt gefragt hätten, denn der kennt Ihren Befund, wir nicht. Das macht das Fragen im Internet schwierig, und das Antworten noch mehr.

Gut möglich, dass die Augen trocken sind und die Hornhaut deshalb wund, was das Sehen reduziert und die Brillenanpassung unberechenbar. Auch möglich, dass der Arzt aus den Vorbefunden der letzten Wochen gesehen hat, dass sich die Refraktion noch verändert. Dann lieber etwas warten, denn Brillen sind teuer.

Zitat:
Kann mir irgendwer der Mitlesenden erklären,ob so ein OP -Ergebnis und das daraus resultierende Brillenrezept als eher ungewöhnlich einzuschätzen sind
Schlecht zu sagen. Schwankungen bei der Messung des Auges, beim Sitz der Kunstlinse sind möglich, und deshalb auch Schwankungen bei der erreichten Refraktion. Früher sagte man, ein "2-Dioptrien-Fehler" (von dem Sie weit entfernt sind) würde in bis zu 5 Prozent aller Fälle auftreten. Die heutige Lasermessung hat diesen Fehler drasrtisch reduziert, trotzdem gibt es immer noch Abweichungen. Das Auge ist nunmal aus Fleisch, und Messung und Berechnung sind nicht hundertprozentig.

Zitat:
... und ob ich auf ein klärendes Gespräch mit dem Operateur bestehen sollte?
Auf jeden Fall, denn Sie wirken hier, als sei Ihr Vertrauen erschüttert.

Zitat:
Ein weiteres Problem sind riesige Kreise,die ich ( allerdings nur bei Dunkelheit) um sämtliche Lichtquellen sehe.
Wird dieses Problem mit der neuen Brille lösen lassen ?
Wenn nur der Brechungsfehler die Ursache ist, dann ja (bei Fehlsichtigkeit wird ein Punkt immer zum Fleck). Gibt es noch andere Ursachen, die in Trübungen der brechenden Medien liegen können, müssen diese gesucht werden.

Wie kommt ein junger Mann an einen Grauen Star? Bei jungen Patienten sind Trübungen der hinteren Kapselfläche sehr häufig, und die können das Sehen auch nach der OP noch beeinträchtigen (bei jungen Patienten bildet sich auch oft sehr schnell ein Nachstar), so dass recht bald die Kapsel mit YAG-Laser durchtrennt werden muss.

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BeitragVerfasst: 17.05.15, 13:41 
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Registriert: 15.05.15, 18:50
Beiträge: 5
Vielen Dank für die Beantwortung all meiner Fragen.

Da ich natürlich nicht weiß, in welcher Qualität man nach solch einer OP sehen können müsste, irritieren einen die neuen und eher unerwartet " schlechten" Seheindrücke doch .
Dank Ihrer Auskünfte bin ich nun jedoch beruhigt.

Eine weitere Frage hat sich nun jedoch aufgetan:
Wäre es bereits jetzt ( 6 Wochen nach OP ) möglich,dass sich ein Nachstar bemerkbar macht?
Ich bilde mir nämlich ein, tätsächlicher wieder als etwas grauer zu sehen.

Und um Ihre Frage zu beantworten:
Es wird vermutet,dass mein grauer Star durch Kortison ausgelöst wurde.( Sehnerventzündung)
Allerdings bekam ich nur einmalig eine Stoßtherapie ( Tropf für 3 Tage) sonst kein weiteres Kortison.

Ein Augenarzt meinte das könnte kein Auslöser für den Katarakt gewesen sein....ein anderer meinte,dass es schon möglich wäre....

Und...der junge Mann ist übrigens eine junge Dame ;-)


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BeitragVerfasst: 17.05.15, 14:01 
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Beiträge: 4749
Sehnix hat geschrieben:
Wäre es bereits jetzt ( 6 Wochen nach OP ) möglich,dass sich ein Nachstar bemerkbar macht?
Ja, insbesondere bei jungen Patienten und bei bestimmten Formen ("Kapselstar"). Da ist die Kapsel bei der operation nicht immer gut sauberzupolieren, und bevor man sie knackt, lässt man lieber etwas drauf und lasert später.

Zitat:
Es wird vermutet,dass mein grauer Star durch Kortison ausgelöst wurde.( Sehnerventzündung)
Allerdings bekam ich nur einmalig eine Stoßtherapie ( Tropf für 3 Tage) sonst kein weiteres Kortison.
Nein, das ist extrem unwahrscheinlich. Kortison löst zwar Katarakt aus, aber typischerweise nach längerer Einnahme. Einer meiner früheren Profs sagte über Kortison: "Nach einer Woche Ulcus, nach einem Monat Glaukom, nach einem Jahr Katarakt".

Zitat:
Und...der junge Mann ist übrigens eine junge Dame ;-)
Ich kuck immer nur auf die Augen... :wink:

Reden Sie auf jeden Fall trotzdem mal mit dem Operateur, das ist sehr sinnvoll. Der ist "Insider" und kennt Ihr Auge.

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BeitragVerfasst: 17.05.15, 20:19 
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Beiträge: 5
Abermals herzlichen Dank.
Schön,dass es solch ein Forum gibt!


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BeitragVerfasst: 21.05.15, 15:48 
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Beiträge: 121
Hallo Sehnix,

ich bin in deinem Alter und musste mich vor 2 Jahren auch am Katarakt operieren lassen.

Ich war zuvor stark Kurzsichtig (li -8 / re -9) und mein Visus war auch mit bester Brillenkorrektur bei max 0,7 und mit den Jahren ging mein Visus trotz Brillenkorrektur auf bis zu 0,3 zurück.

Ohne Brille war ich nahezu unfähig irgend was zu tun, da ich ohne Brille so gut wie nix erkennen konnte und deswegen war für mich die Katarakt-Op kein Fluch sondern ein Segen, denn ich freute mich, nach der Op endlich ohne Brille leben zu können (also zumindest für die Ferne, denn ich entschied mich für die Korrektur der Kurzsichtigkeit, dass ich danach zum Lesen eine Brille benötige war mir bewusst und das war für mich kein Problem).

Man hat versucht, die Linse so zu berechnen, dass ich auf eine Zielrefraktion von 0 komme oder ggf. leicht ins Minus, da man dadurch dann noch etwas "Tiefenschärfe" erhält.

Heute, 2 Jahre nach der OP hat sich auf beiden Augen eine leichte Kurzsichtigkeit von -0,25 eingestellt, was meiner Ansicht recht perfekt ist, denn durch die leichte Kurzsichtigkeit habe ich etwas mehr "Tiefenschärfe" und kann auch noch im Bereich 70cm ohne Brille noch rel. scharf sehen, d.h. ich benötige nur bei einer Entfernung unter 70cm eine Lesebrille (wären die Augen auf 0 Dpd korrigiert worden, würde ich auch schon für eine Entfernung von 70cm eine Lesebrille benötigen).

In der Ferne machen sich die -0,25Dpd bei mir so gut wie nicht bemerkbar und so benötige ich laut meinem Augenarzt für die Ferne keine Brille.

Somit kann ich sagen, dass mein Operateur alles super gemacht hat, denn er hat im OP Vorgespräch mit mir genau abgesprochen auf welche Zielrefraktion wir die Linsen ansetzen sollen, hat mir alle Vor- und Nachteile gewisser Zielrefraktionen erklärt und ich entschied mich für die Zielrefraktion möglichst 0 bzw. eine leichte Kurzsichtigkeit und das ist nun alles voll zu meiner Zufriedenheit geworden, ich kann heute so gut wie alles ohne Brille bewältigen, lediglich zum Lesen und für die Bildschirmarbeit benötige ich eine Lesebrille.

Man muss jedoch sagen, dass man nie genau sagen kann, ob sich nach der Op diese gewünschte Zielrefraktion auch einstellt, bei mir hat es geklappt, doch man muss dazu sagen, dass sich in den ersten Monaten nach der Op die Refraktion mehrfach immer wieder leicht verändert hat (das ist wohl bedingt durch den Heilungsprozess der Hornhaut) und deswegen ist es auch sinnvoll mit der Anschaffung einer exakt ausgemessener Brille einige Zeit abzuwarten, da wie gesagt, sich die Refraktion während des Heilungsprozesses noch ändern kann.

Deine beschriebenen "Lichtkreise" habe ich fast 1 Jahr lang bei Nacht auch sehr stark wahrgenommen, doch mittlerweile sind sie nahezu verschwunden.
Die Lichtkreise waren u.a. auch der Linsenrand, den ich bei geweiterter Pupille wahr genommen habe.
Aber auch durch meine rel. starke "unebene Hornhaut" bildeten sich Nachts diese "Lichtkreise" (durch "Licht-Brechungsfehler").

Wie gesagt, mit der Zeit bildete sich das alles aber völlig zurück und mittlerweile sehe ich Nachts so gut wie keine "Lichtkreise" mehr.
Du musst dem Auge Zeit geben, deine Op ist noch rel. frisch, das dauert alles seine Zeit.

Schlussendlich muss man abwarten, wie sich deine Refraktion entwickelt und wenn du zu stark Fehlsichtig bleibst und deswegen dann deine Lichtkreise entstehen, wird das dann normalerweise mit einer korrekt angepasster Brille weggehen.

Gute Besserung.
Gruß Rudi


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BeitragVerfasst: 23.05.15, 19:54 
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Registriert: 15.05.15, 18:50
Beiträge: 5
Hallo Rudi
Danke,dass du mir auch noch geantwortet hast.

Inzwischen bin ich dank der Auskünfte in diesem Forum ganz zuversichtlich,dass sich mit Brille alles zum Guten wendet.

Herzlichst
Sehnix


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