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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Refraktiver Linsentausch
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 Betreff des Beitrags: Re: Refraktiver Linsentausch
BeitragVerfasst: 17.11.16, 22:46 
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Registriert: 17.11.16, 21:31
Beiträge: 1
Hallo,

obwohl in diesem Forum lange nichts mehr geschrieben wurde, möchte ich meine Gedanken zu dem Thema anhängen, da ich mich in einigen Tagen einer Operation mit Multifokallinsen unterziehen werde.
Dieses Forum macht jemanden, der sich dazu entschließen möchte schon recht unsicher und ich bin froh, dass die Geschichte von Frettchen112 am Ende positiv ausging.
Nun, sicherlich werde ich in einigen Wochen mehr zu den Unterschieden zwischen Sehen mit Brille und Trifokallinsen wissen. Aus heutiger Sicht empfinde ich jedoch das Sehen mit Brille als einen sehr großen Kompromiss. Und daher würde eine Monofokallinse mit Brille wohl ein ebenso großer Kompromiss sein. Ich leide lediglich unter Altersichtigkeit und kann auch in der Ferne deutlich schlechter sehen, hatte aber in meiner Jugend einen hervorragenden Visus. Daher beschäftige ich mit dem Thema erst, als mich die Altersichtigkeit erst vor ca. 4 Jahren erreichte.

Dem Beitrag/Artikel von K.Kirschfeld zu den Unterschieden der verschiedenen Linsen, der deutlich eine Monofokallinse mit Brille präferiert, möchte ich Folgendes entgegenhalten:

Für mich ist das Sehen mit meiner noch eigenen Linse mit Brille hoffentlich ein mindestens genauso großer Kompromiss wie das eingeschränkte Sehen mit Trifokallinse. Mit meiner sehr gut abgestimmten Computerbrille sehe ich zwar in genau dieser Entfernung hervorragend und ohne Kontrastverlust, kann diese Brille aber nicht zur normalen Alltagsbewältigung oder dem Autofahren nutzen. Also habe ich mir eine Gleitsichtbrille anfertigen lassen, die ebenso perfekt in unterschiedlichen Entfernungen funktioniert. Allerdings unter der Voraussetzung dass
- ich den Kopf gerade auf das zu sehende Objekt richte und den richtigen vertikalen Blickwinkel suche und sich das Objekt möglichst wenig bewegt.
- ich beim Lesen immer den Kopf auf jeder Zeile von links nach rechts drehe
- ich mich mit den andauernden geometrischen Verzerrungen von rechten Winkeln, senkrechten oder waagerechten Kanten oder den gekrümmten Linien von eigentlich geraden Linien zufrieden gebe. (mein Augenoptiker meinte ja, das rechnet das Gehirn nach einiger Zeit dann alles wieder gerade...)
- ich darauf verzichte meine Augen statt meinen Kopf oder Oberkörper zu bewegen, denn man sieht im schrägen Winkel durch eine Gleitsichtbrille einfach extrem schlecht
- ich mich mit dem eingeschränkten Sichtfeld zufrieden gebe und die daraus resultierende Unsicherheit z.B. beim Autofahren hinnehme

All diese Nachteile stehen für mich dem von K. Kirschfeld beschriebenen Vorteil eines noch besseren Visus mit Monofokallinse und Brille entgegen.
Außerdem habe ich auch mit Brille beim nächtlichen Autofahren Gegenlichterscheinungen, die nicht sehr angenehm sind.

Ich möchte hier nicht per se für die Multifokallinse sprechen, insbesondere, da ich ja noch keine Erfahrungen damit habe. Ich möchte aber die Gründe für meine Entscheidung dazu äußern. Vielleicht auch um mich selbst nicht nach der OP der Illusion hinzugeben, ich hätte ein besseres Sehen mit einer anderen Lösung erreichen können.
Mir ist klar, dass ich die maximale Sehfähigkeit unter optimalen Bedingungen in einem eingeschränkten Sichtfeld nach einer OP nicht mehr erreichen kann, aber diese Erfahrung durfte ich vor Jahren schon einmal machen, als ich meine natürliche Linsenakkommodation einbüßte.

Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Refraktiver Linsentausch
BeitragVerfasst: 19.11.16, 11:49 
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Registriert: 03.05.06, 15:40
Beiträge: 119
Hallo,

ich möchte hier auch noch meine Erfahrungen mit einfließen lassen.

Ich bin an beiden Augen schon mit 42 Jahren am Katarakt operiert worden und musste mich entscheiden, welchen Linsentyp ich mir einsetzen lasse.
Ich wollte unbedingt ein gutes Fernsehen, da ich zuvor hochgradig Kurzsichtig war und ohne Brille nahezu nichts machen konnte, wollte ich endlich in der Ferne ohne Brille sehen können und dieses Sehen sollte möglichst "perfekt" werden, da ich beruflich PKW fahren muss und mir somit ein Gutes sehen bei Tag und Nacht wichtig war.

Aus diesem Grund entschied ich mich für Monofokallinsen, die meine Kurzsichtigkeit ausgleichen, dass ich danach zum Lesen und für die Computerarbeit eine Brille benötige, war für mich das kleinere "Übel".

Ich habe diese Linsen nun seit 4 Jahren in meinen Augen und bin hochzufrieden.
Das Sehen in der Ferne ist besser denn je, d.h. ich sehe in die Ferne sogar besser wie damals als ich noch Kurzsichtig war und diese Fehlsichtigkeit mittels Brille korrigiert wurde.
Ich habe beim Autofahren NULL Einschränkungen und auch bei Nacht gibt es keinerlei Probleme, d.h. Null Halos oder sonstige störenden Lichtreflexionen.
Ich benötige zum Autofahren auch keine Brille, da der Fernbereich perfekt abgebildet wird und die Entfernung bis zu den Amarturenanzeigen (wie Tacho usw.) kann ich ebenso ohne Brille einwandfrei sehen (wenn auch mit einer winzigen Unschärfe, die spielt aber beim Ablesen der Anzeigen absolut keine Rolle).

Ich kann die alltäglichen Dinge des Lebens meist ohne Brille bewältigen, lediglich zum Lesen und für die Computerarbeit benötige ich eine Brille.
Hier komme ich meist sogar mit einer Einstärkenbrille aus, denn für den Monitorabstand am Computer benötige ich aktuell eine Lesebrille mit +2,0Dpt und mit dieser Brille kann ich auch Zeitung usw. lesen, lediglich wenn ich sehr Kleingedrucktes lesen muss (wie z.B. Beipackzettel von Medikamenten), benötige ich +3,5Dpt.

Fazit:
Mit den Monofokallinsen, die meine Kurzsichtigkeit korrigieren, kann ich so gut wie alles in meinem täglichen Tagesablauf ohne Brille bewältigen, nur zum Lesen und für die Computerarbeit benötige ich eine Lesebrille.
Für mich war es eben wichtig, dass ich eine möglichst gute Fernsicht ohne Einschränkungen erhalten (wegen PKW fahren) und das wurde mit den Monofiokallinsen sehr gut erreicht.
Dass ich zum Lesen und für die Computerarbeit eine Brille benötige, spielt für mich im normalen Tagesablauf absolut keine Rolle und schränkt mich auch in keinster Weise ein, ich führe einfach eine kleine Faltlesebrille in meiner Hosentasche mit und wenn ich was lesen muss, ist die schwups auf der Nase und danach verschwindet sie wieder in der Hosentasche.

Unterm Strich kann ich somit den Ausführungen die "Augenoperateur" hier im Vorfeld geschrieben hat komplett zustimmen.

Gruß Rudi


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 Betreff des Beitrags: Re: Refraktiver Linsentausch
BeitragVerfasst: 20.01.17, 18:10 
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Registriert: 14.01.17, 14:41
Beiträge: 25
Danke für die interessanten Beiträge. Ich bin gerade am überlegen ob ich mir die Augen lasern lassen soll. Aber ein Linsenaustausch wäre für mich wohl auch nicht uninteressant. Ich bin 27 Jahre alt, ist das in meinem Alter überhaupt sinnvoll? Ich habe circa 4,25 Dioptiren, meine Brille nervt mich nur noch, und Kontaktlinsen vertrag icvh nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Refraktiver Linsentausch
BeitragVerfasst: 06.02.17, 20:58 
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Registriert: 06.02.17, 20:52
Beiträge: 1
Auge16 hat geschrieben:
Hallo,

obwohl in diesem Forum lange nichts mehr geschrieben wurde, möchte ich meine Gedanken zu dem Thema anhängen, da ich mich in einigen Tagen einer Operation mit Multifokallinsen unterziehen werde.
Dieses Forum macht jemanden, der sich dazu entschließen möchte schon recht unsicher und ich bin froh, dass die Geschichte von Frettchen112 am Ende positiv ausging.
Nun, sicherlich werde ich in einigen Wochen mehr zu den Unterschieden zwischen Sehen mit Brille und Trifokallinsen wissen. Aus heutiger Sicht empfinde ich jedoch das Sehen mit Brille als einen sehr großen Kompromiss. Und daher würde eine Monofokallinse mit Brille wohl ein ebenso großer Kompromiss sein. Ich leide lediglich unter Altersichtigkeit und kann auch in der Ferne deutlich schlechter sehen, hatte aber in meiner Jugend einen hervorragenden Visus. Daher beschäftige ich mit dem Thema erst, als mich die Altersichtigkeit erst vor ca. 4 Jahren erreichte.

Dem Beitrag/Artikel von K.Kirschfeld zu den Unterschieden der verschiedenen Linsen, der deutlich eine Monofokallinse mit Brille präferiert, möchte ich Folgendes entgegenhalten:

Für mich ist das Sehen mit meiner noch eigenen Linse mit Brille hoffentlich ein mindestens genauso großer Kompromiss wie das eingeschränkte Sehen mit Trifokallinse. Mit meiner sehr gut abgestimmten Computerbrille sehe ich zwar in genau dieser Entfernung hervorragend und ohne Kontrastverlust, kann diese Brille aber nicht zur normalen Alltagsbewältigung oder dem Autofahren nutzen. Also habe ich mir eine Gleitsichtbrille anfertigen lassen, die ebenso perfekt in unterschiedlichen Entfernungen funktioniert. Allerdings unter der Voraussetzung dass
- ich den Kopf gerade auf das zu sehende Objekt richte und den richtigen vertikalen Blickwinkel suche und sich das Objekt möglichst wenig bewegt.
- ich beim Lesen immer den Kopf auf jeder Zeile von links nach rechts drehe
- ich mich mit den andauernden geometrischen Verzerrungen von rechten Winkeln, senkrechten oder waagerechten Kanten oder den gekrümmten Linien von eigentlich geraden Linien zufrieden gebe. (mein Augenoptiker meinte ja, das rechnet das Gehirn nach einiger Zeit dann alles wieder gerade...)
- ich darauf verzichte meine Augen statt meinen Kopf oder Oberkörper zu bewegen, denn man sieht im schrägen Winkel durch eine Gleitsichtbrille einfach extrem schlecht
- ich mich mit dem eingeschränkten Sichtfeld zufrieden gebe und die daraus resultierende Unsicherheit z.B. beim Autofahren hinnehme

All diese Nachteile stehen für mich dem von K. Kirschfeld beschriebenen Vorteil eines noch besseren Visus mit Monofokallinse und Brille entgegen.
Außerdem habe ich auch mit Brille beim nächtlichen Autofahren Gegenlichterscheinungen, die nicht sehr angenehm sind.

Ich möchte hier nicht per se für die Multifokallinse sprechen, insbesondere, da ich ja noch keine Erfahrungen damit habe. Ich möchte aber die Gründe für meine Entscheidung dazu äußern. Vielleicht auch um mich selbst nicht nach der OP der Illusion hinzugeben, ich hätte ein besseres Sehen mit einer anderen Lösung erreichen können.
Mir ist klar, dass ich die maximale Sehfähigkeit unter optimalen Bedingungen in einem eingeschränkten Sichtfeld nach einer OP nicht mehr erreichen kann, aber diese Erfahrung durfte ich vor Jahren schon einmal machen, als ich meine natürliche Linsenakkommodation einbüßte.

Grüße


Hallo,
ist die op geglückt und alles gut verlaufen?
Wie sind die Erfahrungen nach ein paar Wochen ?

Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Refraktiver Linsentausch
BeitragVerfasst: 25.07.17, 07:53 
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Registriert: 25.07.17, 07:03
Beiträge: 1
Hallo allseits

Habe mit großem Interesse die Diskussion in diesem Forum verfolgt. Ich bin seit mehreren Jahren nun alterssichtig und hatte bis vor 4 Jahren eine Gleitsichtbrille (+1,75 und additiv +2 Dpt.) etwa beidseits gleich. Obwohl ich schon die insgesamt 4. Runde an Brillen hatte, kam ich damit nur sehr schlecht zurecht. Die Einschränkung des Gesichtsfeldes, ständig die Brillenränder, 2-3 verschiedene Bilder beim Zurückschauen, Blendeffekt beim Autofahren in der Nacht und das schlimmste, man kann nichts lesen ohne dass man den Zettel in genau richtigem Abstand und Winkel vor die Brillen hält. Dazu kommt das Handling mit der Brille, putzen, aufpassen, dass sie nicht dreckig wird, Anlaufen beim Schwitzen und bei Kälte und Regen, 3 habe ich schon durch falsche Handhabung zerstört, "Draufsteigen" usw.
Vor 4 Jahren habe ich eigenständig multifokale weiche Kontaktlinsen ausprobiert (vom Optiker, der Augenarzt kannte sich diesbezüglich überhaupt nicht aus!). und kam damit - für mich- leidlich zurecht. Die Sicht in der Nähe, Computerarbeit, also meine alltägliche Arbeit waren ok. Schlechter die Sicht in der Ferne, Fernsehen nur unscharf und leichte Blendeffekte in der Nacht, aber keine Halos. Ich war zufriedener als mit der Gleitsichtbrille!.
Nun hatte ich in den letzten 4 Wochen zweimal eine ziemlich starke Bindehaut-Entzündung auch mit Entzündung der Vorderkammer und da bekam ich langsam Bedenken über die Dauer-Verträglichkeit der weichen Kontaktlinsen und bin zwangsläufig bei den implantierten mutifokal Linsen gelandet, wo in Summe mehr negative Berichte zu finden sind.
Ich war bei einer Augenklinik für refractive Chirurgie, wurde dabei sehr gründlich untersucht mit dem Ergebnis, dass ich der ideale Kandidat für eine derartige Operation wäre, es wurde mir eine neue Linse (Symphony ) empfohlen und wurde auch über die bekannten Nebenwirkungen aufgeklärt.
Hat jemand Erfahrungen mit dieser neuen Linse (Symphony) ? Hat jemand einen Vergleich Kontaktlinse extern bzw. OP ? Ist das Sichtergebnis und die Nebenerscheinungen identisch?
Im Forum ist mir aufgefallen, dass fast alle Patienten scheinbar an starker Kurzsichtigkeit litten, was bei mir nicht der Fall ist.

Herzlichen Dank bereits im voraus, werde auch meine kommenden Erfahrungen und meine Entscheidung weiter kundtun

Schönen Tag noch


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 Betreff des Beitrags: Re: Refraktiver Linsentausch
BeitragVerfasst: 26.07.17, 14:06 
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Registriert: 04.06.13, 11:38
Beiträge: 757
@Fergie

Bin kein Arzt, bloß ein Optiker.
Ich konnte eruieren, dass diese "symfony"-IOL genauso nach dem Fresnellinsen-Prinzip aufgebaut ist wie die Multifokal-Kontaktlinse auch.

Hier sieht man das gut dargestellt

Bild

Diese erkennbaren kleinen "Treppchen" erzeugen die Probleme, die Du schon bei Deinen Kontaktlinsen bemerkt hast: Lichtempfindlichkeit, Sehschärfeverlust, Blendeffekte.

Was da jetzt so sensationell neues sein soll erschließt sich mir sowieso nicht.

Es würde mich sehr interessieren, wie man mittels "neuer Lichtbeugungsmuster" einen erweiterten Fokussierbereich geschaffen haben will! :?


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