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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Extrakranielle Doppler-/Duplexsonographie - Makroangiopathie
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BeitragVerfasst: 18.02.15, 11:58 
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DMF-Mitglied

Registriert: 17.03.12, 17:21
Beiträge: 78
Sehr geehrte Medizinexperten,
vor 2 Tagen wurde plötzlich meine rechte Hand starr und taub. Ich habe diese massiert; sie wurde wieder beweglich; sofort darauf wurde meine rechte Gesichtshälfte starr und taub. Ich habe dieses massiert. Nach etwa 3-5 Minuten ließ die gefühllose Starre nach. Ich rief dennoch den Notdienst, der mich zur Stroke Unit einer Klinik gefahren hat. Diese behielt mich da. Nach einem Tag Überprüfung, 24 Stunden EKG, CT des Kopfes, MRT des Kopfes, 24 Stunden Blutdruckmessung, Blutuntersuchung, EEG, Extrakranielle Doppler-/Duplexsonographie und Transkranielle Doppler-/Duplexsonographie sagte man mir, es gebe keinen Hinweis auf einen Schlaganfall; alles sei in Ordnung; sie wüssten nicht genau, woher diese Starre / Lähmung kam.
Ich wurde ganz plötzlich schnell entlassen; die Ärzte gaben mir einen Brief für meinen Hausarzt mit. Leider habe ich es versäumt, diesen im Krankenhaus zu lesen und den Ärzten die mir auftauchenden Fragen zu stellen. In dem Brief steht, dass bei der Extrakraniellen Doppler-/Duplexsonographie eine Makroangiopathie festgestellt wurde. Die Dame, die diese Sonographie durchgeführt hat, hatte mir allerdings gesagt, so wie sie das jetzt sehe, sei alles in Ordnung, nur ganz minimale Verkalkungen lägen vor.Als einziger Blutwert war der CK erhöht: 595 U/l (< 170 Normwert). Dies könnte aber daran liegen, dass ich tags zuvor eine Wanderung von 19 km gemacht hatte, wurde mir von den Ärzten gesagt.
Meine Frage: lässt sich mit der Extrakraniellen Doppler-/Duplexsonographie eine Makroangieopathie feststellen?
Außerdem: die Ärzte machen in dem Brief eine Therapieempfehlung für Omeprazol 40 mg, und Simvastatin 40 mg.
Wenn ich mich recht erinnere, ist Omeprazol ein Magenmedikament; ich habe jedoch keine Magenbeschwerden und der Magen wurde auch in keiner Weise untersucht.
Haben Sie vielleicht eine Idee, wozu die Einnahme dieses Medikamentes in dem genannten Zusammenhang nützlich sein sollte. Diese Frage stelle ich mir auch hinsichtlich des Simvastatin, wenn doch alle Blutwerte bis auf das genannte in Ordnung sind und innerhalb der Norm liegen?
Ganz herzlichen Dank für das Lesen des langen Textes und für eventuelle Antworten.
sophica


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BeitragVerfasst: 25.02.15, 15:13 
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DMF-Moderator

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Beiträge: 418
Hallo Sophica,
das ist schon etwas sonderbar. Es scheint sich um eine TIA = transitorische ischämische Attacke gehandelt zu haben. D.h. eine zeitlich begrenzte Durchblutungsstörung des Gehirns. Das kann durch eine Gefässverengung oder eine kleine Embolie in die Hirngefässe ausgelöst sein. Makroangiopathie heisst "Gefässveränderungen größerer Gefässe", das können altersbedingt arteriosklerotische Veränderungen, z.B. auch Verkalkungen sein. Das sieht man schon im Ultraschall= Duplex-Sonografie. Gefässverengungen sind offenbar nicht festgestellt worden. Simvastatin ist ein Cholesterin Senker. Es wird auch zur Stabilisierung arteriosklerotischer Plaques gegeben, damit keine "Brösel" = Embolien abgeschwemmt werden. Das schein mir in diesem Fall der Grund zu sein. Omeprazol verstehe ich nicht. Mein Rat: Suchen Sie einen Internisten mit Gefäss-Spezialisierung auf = Angiologe. So aus der Ferne kann man nicht mehr dazu sagen. Eine ärztliche Weiterbetreuung scheint aber mehr als sinnvoll! Die CK-Erhöhung kann tatsächlich durch die lange Wanderung bedingt sein.
Viele Grüße!

_________________
Prof. Dr. Stefan von Sommoggy

Nach § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ersetzt meine Stellungnahme nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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BeitragVerfasst: 25.02.15, 23:25 
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DMF-Mitglied

Registriert: 17.03.12, 17:21
Beiträge: 78
Ganz herzlichen Dank für Ihre klare und informative Antwort, Herr Prof Dr. Sommogy.
Mir gegenüber meinten die Ärzte zwar, dass es keine Anzeichen für eine TIA gebe; doch einen Grund für die Starre der Hand und des Gesichtes muss es ja geben. Ich bin da schon beunruhigt, zumal ich vor gut drei Jahren einen Aneurysma-Aufbruch Grad III nach Hess u. ... im Kopf hatte.
Nun nehme ich das Statin allerdings nicht so gern, zumal in der ärztlichen Fachpresse ja inzwischen teilweise davon abgeraten wird wegen der möglichen schädlichen Nebenwirkungen. Ich weiß, Sie können hier keine näheren Äußerungen zur Medikamenteneinnahme geben. Ihre Erläuterungen sind dennoch wichtig für mich. Vielen Dank.


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BeitragVerfasst: 26.02.15, 09:06 
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Registriert: 10.01.07, 16:48
Beiträge: 4216
Hallo
wo genau war das Aneurysm?

Würde ein EEG mal gemacht? Epilepsie wäre nach Symptombeschreibung + Aneurysm etwas was man ausschließen sollte.
Falls es noch mal auftreten sollte, versuche es genau zu timen. Leute verschätzen sehr stark, wie viel Zeit wirklich vergangen ist.

Gruß
Muppet


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BeitragVerfasst: 26.02.15, 17:32 
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DMF-Mitglied

Registriert: 17.03.12, 17:21
Beiträge: 78
Hallo Muppet,
ja es wurde auch ein EEG gemacht und diese wurde als normwertig beschrieben; die Ärzte meinten, eine Epilepsie ausschließen zu können.
Genaueres haben mir die Ärzte dazu nicht mitgeteilt, wie die Klinik auf meine Anfrage hin, es abgelehnt hat, mir die genauen Blutwerte mitzuteilen. Habe ich als Patientin nicht ein Recht darauf; es heißt im Kurzbericht nämlich alle bis auf die 2 genannten GOT und CK seinen normwertig, ich denke also auch die Colesterin-Werte. Dennoch werden Statine empfohlen.
Über den Grad der Makroangiopathie, festgestellt in einer Sonographie, geben sie mir außer der Äußerung "Altersentsprechender Normalbefund" ebenfalls keine Auskünfte und sagen mir, dies ginge nicht, da es nicht gespeichert oder nicht darstellbar ist.
Von einer professionellen Aufklärung durch die Ärzte kann keine Rede sein. Es ist alles sehr, sehr lästig für mich als Patienten, den Informationen nachrennen zu müssen.

Das Aneurysma war an der A. communicans posterior links
Danke für Ihre Antwort.


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BeitragVerfasst: 27.04.15, 18:56 
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Interessierter

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Beiträge: 17
Mich würde noch interessieren wann die Neurophatien aufgetreten sind. Sie Sagten sie sind 19 km gelaufen sind. Standen die Beschwerden im Zusammenhang mit Körperlicher Anstrengung und / oder außergewöhnlicher Stressbelastung?

Gruß


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BeitragVerfasst: 28.04.15, 21:03 
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Beiträge: 78
Hallo Patrick,
ich denke, dass die Sache nicht mit der Anstrengung an dem Tag vorher zu tun hatte; da ich mich während der Wanderung und auch nachher wohl fühlte und keinesfalls besonders erschöpft. ich weiß nicht, wodurch es bedingt war.


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BeitragVerfasst: 29.04.15, 00:21 
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Interessierter

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Beiträge: 17
Nimmst du regelmäßig Medikamente ein?


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BeitragVerfasst: 29.04.15, 09:28 
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DMF-Mitglied

Registriert: 17.03.12, 17:21
Beiträge: 78
Wie kommen Sie zu der Frage: Ist es Ihre Spekulation, dass es an der Einnahme von bestimmten Medikamenten liegen könnte oder denken Sie, ich sollte bestimmte Medikamente nehmen.
Nein, ich nehme keine Medikamente - außer Magnesium und Vitamin C - ein.
Es wäre schön, wenn Sie mir hier mitteilen, was hinter Ihrer Frage steckt. Danke.
Gruß sophica


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