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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Angst zu Sterben
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 Betreff des Beitrags: Re: Angst zu Sterben
BeitragVerfasst: 13.09.14, 20:32 
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Das autonome Nervensystem ist der Teil des peripheren Nervensystems, das nicht willentlich steuerbar ist. Sprich die Reizleitungen des Herzens, der Darm etc...und dazu gehört eben auch die Regulation des Blutgefäßtonus. Prinzipiell besteht das autonome Nervensystem aus zwei Arten von Nervenfasern, denen des sympathischen, und denen des parasympathischen Systems. Der Parasympathikus und Sympathikus haben gegenteilige Wirkung, d.h. Relaxation und Kontraktion
Deine Befunde sprechen schon mehr für ein funktionelles Problem (im Gegensatz zu einem mechanischen Problem wie bei Arteriosklerose oder einer Thrombose ) .
Die Diagnose einer autonomen Neuropathie benötigt mehrerer Untersuchungsverfahren, je nachdem, welche Nervenfasern hauptsächlich betroffen sind. Aber für den Anfang würde ich eine Kipptischuntersuchung vorschlagen. Das ist nur in Kliniken möglich, die eine neurovegetative Einheit in der Neurologie haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst zu Sterben
BeitragVerfasst: 13.09.14, 20:42 
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Oh Muppet, das tut mir Leid.
Aber es ist toll, wie Du mit Deiner Situation umgehst.
Und natürlich schön, dass Du anderen mit Deinem Wissen weiterhilfst.
Kennst Du Dich mit all diesen Themen wegen Deiner eigenen Erkrankung so gut aus, oder hast Du beruflich damit zu tun?

Da kann ich Dir nur alles Gute und Liebe der Welt wünschen!!!

LG
Andrea


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst zu Sterben
BeitragVerfasst: 13.09.14, 20:47 
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Vielen Dank Pelztier für Deine Hilfe, ausser von Muppet, hab ich noch nie soviel Unterstützung hier erfahren und es tut gut, mal ein paar hilfreiche Tipps und Gedanken zu erhalten...

Es ist schwer, wenn man versucht, Antworten auf einen Zustand zu bekommen, den man selbst nicht mehr einschätzen oder nachvollziehen kann... besonders, wenn dann auch die Ärzte nicht genau wissen, wo sie ansetzen sollen. Das macht mich sehr nervös...

Liebe Grüße
Andrea


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst zu Sterben
BeitragVerfasst: 13.09.14, 22:49 
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Beiträge: 4216
Hallo Andrea,
bin quasi "vom Fach" - eigentlich Psych. arbeite jedoch eher neurologisch/medizinisch. Habe beides studiert.
Das Herz wird über der Vagunsnerv vom Hirmstamm aus mitgesteuert (parasympatische Nervensystem). Also zentral nicht periphär.
Funktionelle Störung heißt psychisch bedingt - bei organische Störungen sollte man von diesem Begriff absehen. Sonst verpasst man jemand auf sehr höfliche Weise einer Psychostempel.
Achso bzgl. Ärzte - waren oft mit mir überfordert. Bin quasi Einzelfall. Manchmal hat man Glück - man erwischt ein Arzt der etwas anders denkt. Die verschiedene Erkrankungen "in Kisten" sortiert.
Persönliche Denkweise: es gibt nichts, was es nicht gibt.
Gruß
Muppet


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst zu Sterben
BeitragVerfasst: 14.09.14, 10:47 
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Beiträge: 204
Nur, weil die offensichtlich eine Vorgeschichte mit Krebs hast, und diese Erkrankung, wenn auch insgesamt selten, bei Krebspatienten noch etwas häufiger auftritt : wurde mal das Blut auf Kryoglobuline untersucht? Wobei, wie gesagt, dass Orthostase Problem erinnert mich eher an eine autonome Dysregulation denken lassen würde.


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst zu Sterben
BeitragVerfasst: 14.09.14, 13:02 
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Beiträge: 91
Hallo Pelztier,

habe soeben mal auf die Blutwerte geguckt:

Kryogobuline wurden zwar abgenommen, aber dahinter steht "Falschabnahme".
Also habe ich dazu leider kein Ergebnis. :-(

Obwohl ich mich bei Wiki da auch nicht wirklich wiedererkenne...
Eventuell, wird die Untersuchung ja wiederholt, ich werde die Ärzte morgen mal fragen.

Verstehe auch die Aussage nicht, ich hätte einen Eisenmangel, siehe oben, hab ich zwar eine Anämie, aber der Grund ist meines Erachtens nach kein Eisenmangel...???

Liebe Grüße
Andrea


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst zu Sterben
BeitragVerfasst: 14.09.14, 13:25 
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Beiträge: 204
Bei systemischen Erkrankungen wie Krebserkrankungen ist die Anämie oft multifaktorell.
Sprich du könntest zum einen einen latenten Eisenmangel haben, zum anderen wird die Knochenmarksaktivitaet durch die Chemo supprimiert, zudem findet man bei vielen Krebsarten sehr häufig eine Anämie (eine sogenannte anemia of chronic disease). Das Ferritin ist in deinem Fall nicht so aussagekräftig für den Eisenmagel, weil Ferritin ein akut Phase Protein ist, und bei Entzündungen, Infektionen wie auch Tumorerkrankungen ansteigt -ganz unabhängig von dem tatsaechlichen Eisenspeicher. Aber dass du zumindest einen leichten latenten Eisenmagel hast, lässt die erniedrigte TFSG vermuten.

Bei den Krypglobulinen ist es sehr wichtig, dass sie richtig abgenommen werden!!! Sonst kann man dass Ergebnis nicht verwerten oder den Test erst gar nicht durchführen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst zu Sterben
BeitragVerfasst: 14.09.14, 13:39 
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Beiträge: 91
Hallo Pelztier,

meinst Du ich soll die Ärzte doch mal morgen auf eine Eisensubstitution ansprechen?
Vielleicht auch mal Magnesium und Vit D mit testen lassen?
Vit B und Folsäure waren ok.

Tja, die Abnahme ist bei mir dann wohl fehlgeschlagen. Was muss denn da beachtet werden, dass es funktioniert?

Warum kennst Du dich so gut aus? Auch vom Fach, wie Muppet?

Liebe Grüße
Andrea


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst zu Sterben
BeitragVerfasst: 14.09.14, 14:18 
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Dann kannst du sicherlich machen, aber der Eisenmangel wird wohl kaum Auslöser deiner Durchblutungsstörung sein, auch wenn er vll verstärkend wirken kann.

Bei der Abnahme für die KG muss vor allem beachtet werden, dass die Temperatur der Monovetten nie unter 37 Grad fallen darf, da sonst das Ergebnis verfälscht werden kann. Am besten sollten die Röhrchen schon vorgewärmt werden. Da die KG eher selten abgenommen werden, muss man manchmal den MTAs schon auf die Finger schauen bzw, nett nachfragen, ob sie auch die Vorschriften eingehalten haben.
Nähere Infos hier:
http://dgrh.de/?id=1952
http://leistungsverzeichnis.labor-gaertner.de/Entry/532

Zu deiner Frage: Ich habe keine medizinische Ausbildung im eigentlichen Sinne. Ich würde aber behaupten, dass ich mittlerweile sehr viel weiß, weil ich selbst seit Jahren schwer chronisch krank bin (bin jetzt 28, die Probleme finden in der Kindheit an, wobei sie richtig schlimm seit meinem 19 . LJ sind, so dass seitdem kein annähernd normales Leben möglich ist ). Ich habe viele Fehldiagnosen und falsche Behandlungen hinter mir, würde jahrelang als psychosomatischer Fall abgestempelt, bis man mir schließlich mit 20 Jahren eine Anorexie "diagnostizierte". Einmal mit diesem Label behaftet und als therapieresistenter Fall verschrieen, dem nicht mehr als 3 Monate zu leben gegeben wurde (mir wurde jegliche erbetene Hilfe bzgl. parenteraler Ernährung verweigert) blieb mir dann nichts mehr anderes übrig als selbst zu recherchieren; ich fand dann mit 22 Jahren einen Experten im Ausland, der mich mit einer seltenen, schweren Funktionsstörung des Magen/Darmtrakts diagnostizierte.
Im Bereich der Neurologie und Rheumatologie weiß ich deshalb ziemlich viel, weil in den letzten Jahren auch noch neurologische und rheumatologische Probleme dazugekommen sind. Unter anderem habe ich auch starke Probleme mit meiner Durchblutung, und auch bei mir wurden die Kryoglobuline, allerdings erst nach Jahren, bestimmt,
Ich bin leider einer der Fälle, die durch alle Raster in Deutschland fallen. Für mich ist D. schon lange kein gelobtes Land mehr, was das Gesundheitssystem betrifft. Es versorgt nur die richtig gut,die eine häufige, recht gut behandelbare Erkrankung haben und belohnt dabei tlw. sogar noch Fehlverhalten der Patienten (wie bei Diabetes ) . Naja, das ist ein anderes Thema.


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst zu Sterben
BeitragVerfasst: 14.09.14, 14:26 
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Ach ja, ich meine, dass du in deinem anderen Thread etwas von leicht erhöhten ANA Werten schrieb.
Das muss nicht mit den Durchblutungsstörungen im Zusammenhang stehen , da auch Gesunde leichte Erhöhungen aufweisen können und Krebspatienten auch nochmal häufiger asymptomatische Veränderungen der ANA Werte haben.
Allerdings könnte es schon einen möglichen Zusammenhang zwischen den ANA Werten und den Durchblutungsstörungen geben, dann könnte es in der Tat eher ein Autoimmunproblem sein, so also auch die Kryoglobulinämie.
Wurden eigentlich auch noch andere Antikörper bzgl Vaskulitis bestimmt? Das klinische Bild ist zwar for eine Vaskulitis nicht wirklich typisch, aber ich habe gelernt, dass es in den seltensten Fällen einen Lehrbuchfall gibt. Wobei dann tatsächlich die Kryoglobulinämie, die eine bestimme Form von Vaskulitis ist, noch am ehesten zu deinem klinischen Bild passen würde.


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst zu Sterben
BeitragVerfasst: 14.09.14, 14:35 
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Hmmm, das kenne ich leider auch und im Moment efahre ich es auch wieder... wenn man nicht gerade einen Husten oder Schnupfen hat, ist man geliefert...

Ich war nun extra schon in einer großen Uniklinik in Berlin, aber nix... man wird einfach abgestempelt... Blutwerte die nicht i.O. sind werden einem nicht erklärt... naja und siehst ja, dann nehmen sie Proben auch noch falsch ab.

Ich hatte damals in der Schwangerschaft auch dieses Problem, das mir niemand glaubte, dann ergab sich in der Frauenklinik, das ich Nierenkrank bin... und noch ein paar andere Sachen. Es war nie einfach bis zur Diagnose, musste auch viel allein recherchieren und die Ärzte erst darauf bringen. Schrecklich.
Deshalb hab ich auch kein Vertrauen mehr... wenn ein Arzt schon als zweite Frage mit: Haben Sie viel Stress? kommt, weiß ich schon bescheid...

Deshalb macht mir meine momentane Situation auch Angst.

Liebe Grüße
Andrea


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst zu Sterben
BeitragVerfasst: 14.09.14, 14:45 
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was gemacht wurde:

HBs Antigen
HBc Antikörper
HBs Antikörper
Anti Cardiolipin AK IgM
Anti Cardiolipin AK IgG
Antinukleäre AK ANA HEp-2-IF
Lupus Antikoagulanz
HbA1c EDTA
HbA1c mmol/mol Hb
HIV 1/2-Ak P24-AG
Hep.C-Virus AK

Diese sind alle unauffällig, bzw negativ

Einige Ergebnisse standen noch aus, aber die hatten sie am Donnerstag noch nicht, als ich fluchtartig das KH verließ.

Was das alles zu bedeuten hat, weiß ich nicht... wie erwähnt, die Ärzte waren nicht sehr gesprächig dort. :-(

LG
Andrea


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst zu Sterben
BeitragVerfasst: 15.09.14, 07:41 
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Registriert: 28.04.14, 17:27
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Guten Morgen!

Falls jemand Ahnung hat, was diese ganzen Blutwerte für eine Bedeutung haben, würde ich mich freuen, wenn ihr mir schreibt...

Gern auch Tipps zum ersten Post in diesem Thema, Wissende, Gleichgesinnte etc...

Vielen Dank und liebe Grüße
Andrea


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst zu Sterben
BeitragVerfasst: 15.09.14, 17:54 
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Naja, Hepatitis C (die gerne mal Durchblutungsstörungen und auch eine Kryoglobulinämie verursachen kann) und Hepatitis B (HB Antikörper ) sowie HIV hast du schon mal nicht. hba1c ist der Wert, der über das mögliche Vorhandenseins eines Diabetes etwas aussagt. Es ist eine Art Langzeitzucker -Wert.
Anticardiolipin AK treten bei einigen Autoimmunerkrankungen auf, insbesondere aber bei dem Antiphospholipid Syndrom, was sich in einer Neigung zu Thrombosen äußert.


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 Betreff des Beitrags: Re: Angst zu Sterben
BeitragVerfasst: 15.09.14, 18:59 
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Vielen Dank Pelztier!
:D

Liebe Grüße
Andrea


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