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 Betreff des Beitrags: Bericht vom Gerinnungslabor
BeitragVerfasst: 19.03.13, 18:47 
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Registriert: 19.03.13, 18:40
Beiträge: 7
Hallo ich hatte im September 2012 eine Thrombose der vena tib. post links....Dann sollte ich zum Gerinnungsspezialisten und nun ist der Befund da...Ich hoffe ihr könnt mir da ein bisschen helfen. Kann ich beruhigt das Marcumar absetzen? Und was ist mit dem Kompressionsstrümpfen? Aber ist ein Rezividrisiko von 8% viel? Ist der erhöhte Homocysteinspiegel gefährlich für mich? Ich ahbe da echt Angst wenn ich das Marcumar absetze, dass das denn wieder kommt wegen diesem erhöhtem Spiegel..Ich hoffe ihr könnt mirr ein wenig Tipps geben oder helfen.


Diagnose: Venenthrombose

Cardiolipin-Antikörper positiv

Signifikante Homocysteinämie bei Folsäure und B12 Mangel

Labordiagnostik

Spezialgerinnung:

Faktor VIII ( 60 – 120 %).............................................99,5

Faktor XII ( 60 – 120 %)..............................................128 (+)

Thrombophilie ( Citrat Plasma)

Protein C Aktivität ( 60 – 120 %).................................62

Protein S Aktivität ( 60 -120%)...................................36 (-)

Plasminogen ( 60 – 120%).........................................122 (+)

APC- Ratio (>2,4).....................................................4,0 (+)

APC-Ratio 1.Wert sec................................................36

APC-Ratio 2.Wert sec..................................................143

APC-Ratio 1:5 MP (>2,4)..........................................2,8

APC-Ratio 1:5 MP 1.Wert sec.....................................39

APC-Ratio 1:5 MP 2.Wert sec..................................110

Proteine (Serum)

Homocystein ( 4,60 – 12,44)...................................29,17 (+) Dick markiert

Lipoprotein (a) (< 0,3) g/l..............................................0,063

Folsäure Test ( 7,2 – 15,4)...........................................3,2 (-) dick markiert

Vitamin B 12 ( 208 – 964) pg/ml..................................181 (-) dick markiert

Molekulargenetische Analysen

Faktor V Leiden (Wildtyp)...............................................Wildtyp

Prothrombin ( Wildtyp)...................................................Wildtyp

Phospholipidsyndrom

Cardiolipin IgG ( <44) kU/l..............................................93 (+) dick markiert

Cardiolipin IgM (< 44) kU/l..............................................Negativ

Beta 2 Glykoprotein 1-AK (<7) U/l..................................negativ

MixConLA – Test...........................................................negativ

LAC Screen Test ( DRVVT-negativ)...............................negativ

Epikrise

Die Diagnostik zeigt mehrere auffällige Befunde im Hinblick auf eine erworbene thrombophile Diathesen. Homocystein ist signifikant erhöht. Homocystein gilt als konzentrationsabhängig als atherogen und thrombogen und es besteht meist eine inverse Relation zu Folsäure und oder Vitamin B12. Beide Parameter sind mäßig bzw. deutlich erniedrigt, eine Substitution von Folsäure und Vitamin B 12 wir zu einer Normalisierung der Vitamin Spiegel führen und auch eine Normalisierung des Homocysterin erreichen.

Frau F. sollte beraten werden über eine möglichst folsäure und vitaminhaltige Kost.

Der 2 Befund betrifft pathologisch erhöhte Cardiolipin IgG-AK. Antikörper gegen Cardiolipine sind als Phospholipid-Antikörper zu werten, die mit einem Phospholipid-Syndrom korrelieren. Die Antikörper könenn als genuines Autoimmunphänimän oder als Epiphänomän von Systemerkrankungen bzw Autoimmunkrankheiten auftreten und mit den thromembolischen Komplikationen des phospholipid-Syndroms korrelieren.

Eine Bestätigung bzw. Kontrolle des Befundes sollte in 2-3 Monaten erfolgen, da auch passager erhöhte Antiphospholipid- Antikörper z.B. infektassoziiert, auftreten können. Die Befunde zur genetisch determinierten Thrombophilie sind unauffällig mit Ausnahme von einer verminderten Protein S Aktivität, die vermutlich der eben suffizienten ( INR 1,99) Antikoagulation zuzurechen ist, das Protein S als Vitamin K abhängige Serinprotease unter Marcumar immer erniedrigt ist.

Untersucht und ausgeschlossen wurdenein Mangel an natürlichen Inhibitoren ( Protein C, Protein S, Antithrombin), ein Plasminogenmangel oder Dysplasminogen, eine Dysfibrinogenämie, ein schwerer Faktor XII- Mangel. eine habituelle Faktor VIII Erhöhung, eine Lipoprotein (a)- Erhöhung sowie eine APC Resistenz sowie Prothrombinvariante G20210A.

Zusammenfassend erworbene Thrombophilie mit deutlicher Homocysteinämie, die sich durch eine Folsäure und Vitamin B 12 Substitution kompensieren lassen dürfte. Zudem positive Cardiolipin Antikörper, die einer Kontrolluntersuchung bedürfen.

Aus hämostasiologischer Sicht, lässt sich ohne die Kontrolle abzuwarten die Antikoagulation jetzt zu beenden, da nach Beendigung der homonellen kontrazeption des Rezidivrisiko für eine Thrombose auf etwa 8% sich reduzieren läßt.

Ich hoffe Ihr könnt mir helfen, das war der Befund...achso meine Pille nehme ich schon seit September letzten Jahres nicht mehr....

Liebe GrĂĽĂźe


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 Betreff des Beitrags: Re: Bericht vom Gerinnungslabor
BeitragVerfasst: 19.03.13, 18:57 
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Interessierter

Registriert: 19.03.13, 18:40
Beiträge: 7
Ich habe gesehen, dass es eine Kategorie zu Gefäßkrankheiten und Angiologie ist. Wenn möglich könnten sie meinen Beitrag verschieben?


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 Betreff des Beitrags: Re: Bericht vom Gerinnungslabor
BeitragVerfasst: 21.04.13, 15:51 
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DMF-Moderator

Registriert: 20.05.07, 08:00
Beiträge: 2261
Erledigt.

GruĂź
Die Anästhesieschwester


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 Betreff des Beitrags: Re: Bericht vom Gerinnungslabor
BeitragVerfasst: 24.04.13, 13:55 
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DMF-Moderator

Registriert: 15.09.04, 15:23
Beiträge: 419
In dem Befund steht doch alles klipp und klar drin! Ich verstehe die Frage an das Forum deshalb nicht?
Viele GrĂĽĂźe!

_________________
Prof. Dr. Stefan von Sommoggy

Nach § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ersetzt meine Stellungnahme nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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