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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Veränderung der Brustgröße/Beschaffenheit durch BHs
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BeitragVerfasst: 13.05.09, 12:59 
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Guten Tag,

nach Absprache mit dem Betreiber versuche ich es ein zweites Mal. Ich wollte nicht den Eindruck erwecken, es handle sich um einen Werbebeitrag.
Da es sich um eine Frage zur Gewebestruktur handelt, hoffe ich dass ich im Histologie/Anatomie Unterforum halbwegs richtig bin.

Es gibt ein Phänomen, dass einige Frauen beobachten und z.T. auch alte Miederschneiderinnen aus ihrem Erfahrungsschatz weiter geben können: Wenn eine Frau lange Zeit nicht passende BH trägt und dann auf einen passenden BH umsteigt kann es dazu kommen, dass die Brüste an Volumen zunehmen, insbesondere in der oberen Brusthälfte, und dadurch auch straffer werden. Das sind deutlich sichtbare Volumenzunahmen von zT zwei Körbchengrößen und mehr.

Es gibt ein Forum dass sich mit BHs befasst aus dem ich komme, dort wird dieser Effekt als "Brustmigration" bezeichnet, und es wird behauptet, durch falsche BHs, insbesondere zu kleine Körbchen würde "Brustgewebe" aus der Brust verdrängt und lande unter den Achseln und teilweise auch auf der Seite bis zu auf dem Rücken. Trägt man einen passenden BH so würde das Gewebe zurückkehren.

Ich habe von Medizin wenig Ahnung, ich bin Physikerin, aber ich finde die Erklärung wenig einleuchtend. Den Effekt dagegen habe ich selbst erlebt, bei vielen anderen Frauen mitbekommen, und auch eindrucksvolle Vorher-Nachher-Fotos gesehen. Auch wenn das keine statistische Untersuchung ist, bin ich überzeugt, dass man das nicht durch Einbildung oder Gewichtsschwankungen erklären kann.

Mit "passend" und "nicht passend" meine ich in diesem Zusammenhang etwas geringfügig anderes als die entsprechende DIN-Norm bzw. die Herstellerangaben. Da das eventuell relevant sein könnte, möchte ich es erklären.
Nicht passend: Das Unterbrustband ist so locker bzw. dehnbar, dass es nicht straff um den Brustkorb sitzt, und die Brust daher nicht von unten stützt .Zusätzlich ist das Körbchen zu klein. Die Brüste hängen daher entweder trotz BH oder werden von den Schulterträgern nach oben und hinten gezogen und gequetscht.
(natürlich gibt es auch andere Varianten von "nicht passend" bei BHs, aber insbesondere bei dieser Konstellation tritt der Effekt häufig auf)
Passend: Das Unterbrustband ist so eng dass nur mehr zwei Finger seitlich zwischen Rippen und Unterbrustband passen. Die Brüste liegen auf dem Körbchen auf und werden hauptsächlich von unten gestützt. Die Schulterträger verhindern nur, dass das Unterbrustband unter dem Gewicht nach unten rutscht.

Wenn eine Frau also von nicht-passendem auf passenden BH (nach dieser Definition von "passend") steigt also einerseits der Druck auf den Brustkorb durch das Unterbrustband stark an (die Unterbrustbänder schneiden zum Teil auch deutlich ein, ohne dass die Frauen das aber als unangenehm empfinden oder länger anhaltenden Druckstellen entstehen würden), gleichzeitig wird die Brust von unten angehoben, und der Druck auf die Brust nimmt ab.

Kann diese veränderte Druckverteilung zu einer Umverteilung von "Brustgewebe" führen? Ich persönlich - wie gesagt ohne medizinisches Fachwissen - denke dass es sich hierbei nur um Fettgewebe handeln könnte? Kann Fettgewebe überhaupt im Körper wandern (es handelt ja allerdings nur um geringe Strecken), oder ist es fest?

Ich würde mich über Meinungen von medizinisch gebildeten Personen sehr freuen. Ich nehme gerne auch Literaturtipps entgegen, wenn man über solche oder thematisch ähnliche Prozesse irgendwo etwas nachlesen kann.

Roridula


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BeitragVerfasst: 15.05.09, 16:32 
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Beiträge: 3
Ist die Frage zu schwer, zu ungewöhnlich, oder so einfach und doof dass ich bewusst ignoriert werde?

Vielleicht weniger Konkret:
- Kann Fett unter der Haut wandern oder ist die Position fest?
- Kann Fett durch ein verändertes Druckverhältnis auf den Körper an einer Stelle abgebaut und an einer anderen Stelle abgelagert werden?

Ich wäre wirklich sehr an medizinischen Meinungen dazu interessiert.


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BeitragVerfasst: 15.05.09, 16:43 
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DMF-Mitglied

Registriert: 20.03.08, 16:18
Beiträge: 91
Hallo,

ich denke Ihre Frage ist einfach nicht so leicht zu beantworten. Ich versuche mal ein paar Denkanstöße zu geben übernehme aber auch keine Garantie dafür, dass das alles richtig ist.

Generell ist Gewebe und auch Fettgewebe schon ortsständig. Ich kann mir nicht vorstellen das das Gewebe durch Druck bis in den Schulter- oder Rückenbereich verdrängt wird. Unabhängig davon ob es sich nun um Brust- oder Fettgewebe handelt. Beim Fettgewebe ist es natürlich wiederum so, dass es einem starken Ab- und Aufbau unterliegen kann, wie jeder aus eigener Erfahrung weiß. Dies ist aber so weit ich weiß nicht mit dem Druck auf das Gewebe korreliert, sodass diese Erklärung hier ausscheidet.
Was mir am sinnvollsten erscheint, ist dass es beim Tragen eines zu engen BHs und dem damit verbundene Druck auf die Brust Flüssigkeit aus dem Gewebe gedrückt wird. Wechselt Frau nun auf BHs die nicht so eng sind, wird die Brust wieder stärker durchblutet, es tritt mehr Flüssigkeit aus den Gefäßen in den interzellulären Raum und die Brust schwillt an.


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