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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Beurteilung von histologischen Aufnahmen
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BeitragVerfasst: 04.03.14, 13:17 
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Beiträge: 2
Guten Tag liebe Forenuser und Mediziner,

ich schreibe derzeit an meiner Abschlussarbeit für die Uni.
Im Zuge dieser, würde ich gern eine Übersicht zur Beurteilung von histologischen Bilddaten mit einfließen lassen. Klingt erstmal trivial, doch das ist es nach näherer Betrachtung absolut nicht, weil man hierzu kaum Literatur findet.
Schaue ich auf ein Bild, kann ich mittlerweile subjektiv ganz gut beurteilen, welche Bilder gut und welche schlecht sind. Hierfür würde ich gern einen Bewertungsmaßstab erstellen.
Spontan fallen mir Kriterien wie Farbton, Sättigung und Helligkeit als Kriterien ein. Doch ich glaube nicht, dass das schon alles ist..

Könnt ihr mir vielleicht weiterhelfen oder mir Literatur empfehlen, die genau diesen Sachverhalt schon ausführlicher behandelt hat?

Vielen Danke schon mal für eure Hilfe.

Beste Grüße,
Student_BSYT


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BeitragVerfasst: 05.03.14, 13:54 
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Haben Sie sich darüber mal mit histologisch-anatomischen und auch pathologischen instituten unterhalten? Ich denke, dort werden Sie Literaturhinweise oder Arbeitsanweisungen a la "so mache ich ein gutes Präparat" finden. Und daraus können Sie dann Anhaltspunkte extrahieren, was ein "gutes" Präparat ausmacht. Es gibt X Färbungen und Y Ziele, die man mit einem Präparat verfolgt, so dass man sicherlich keinesfalls eine einzige Standardliste von Parametern erstellen kann.

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BeitragVerfasst: 05.03.14, 14:25 
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Registriert: 04.03.14, 13:01
Beiträge: 2
Danke Humungus für Ihre Hilfestellung.

Wie man ein (gutes) Präparat anfertigt, weiß ich. Vor dem Studium habe ich eine Ausbildung zum Laborassistenten abgeschlossen. Hier liegt auch nicht mein Problem. Ich geh einfach mal davon aus das die Präparate die ich bekomme - die übrigends ausschließlich in HE oder un-gefärbt sind - geeignet sind für Diagnosestellungen.

Mit einem Pathologen habe ich mich schon unterhalten. Doch das Ergebnis dieser Unterhaltung war wenig zufriedenstellend. Als Pathologe betrachtet man hauptsächlich nur noch grobe Strukturen. Literaturhinweise zu strukturelle Unterschiede habe ich auch bekommen. Mir geht es jedoch um die Feinheiten (meinetwegen um farbliche Unterschiede zwischen Strukturen ohne unterschiedliche Färbemethoden zu nutzen). Wie müssen Zellen aussehen und wie die Zellkerne? Wie kann ich einzelne Strukuren unterschiedlicher Gewebeschichten unterscheiden? Was muss alles zu sehen sein? Und in welchem Verhältnis kann man pathologisch von gesund unterscheiden?

All die Dinge findet man in Lehrbüchern und ich bin mir über den theoretischen Hintergrund auch bewusst.

Ich suche grad Hintergrundwissen über die technische Betrachtung von mikroskopischen Bildern. Was macht ein Bild aus? Was muss ich alles sehen um bestimmte Dinge beurteilen zu können? Wie müssen normale Strukturen im Gegensatz zu den pathologischen aussehen damit ich es hundertprozentig abgrenzen kann?

Oder eine andere Herangehendweise: Wie würden Sie ein Foto, welches ein Fotopraph gemacht hat, beurteilen? Welche Kriterien sind wichtig?

Viele Grüße,
Student


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BeitragVerfasst: 05.03.14, 18:00 
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Registriert: 10.09.07, 13:30
Beiträge: 4690
Eben: je nachdem, zu welchem Zweck das Foto gemacht wurde, folgt es völlig anderen Regeln. Und die sind meist subjektiv.

Wenn Sie Laborassistent sind, wissen Sie, worauf es ankommt. Und das müssen Sie mit denjenigen besprechen, die täglich solche Bilder durchsehen. Die werden Ihnen sagen, worauf es bei den Präparaten ankommt. Allgemein gesagt sollte die Färbung regelmäßig und nicht fleckig sein, die Konturen sollten gut dargestellt werden, der Schnitt sollte exakt sein und möglichst keine Artefakte in den Bereichen haben, auf die es ankommt. Es wird weniger um den Farbgrad gehen. Solange man noch Gefärbtes von Ungefärbtem unterscheiden kann gehts. Viel wichtiger ist ja, dass man Ränder und Inhalte der Strukturen gut erkennt.

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