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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Fahrtüchtigkeit bei Nutzung von Cannabisöl gegen Schmerzen
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BeitragVerfasst: 18.03.14, 22:54 
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Vorab:
Ich lebe in Spanien und hier ist die Verwendung und der Anbau von Canabisprodukten für eigene Zwecke legal. Für medizinische sowieso.
Gerade bin ich beim AUsschleichen von Morphium, da mir das zu viele Nebenwirkungen bereitet.
Bedingt durch eine Poly-Arthritis werden dann sicherlich wieder Schmerzen auftreten.
Ich möchte die aber nicht, wie vorgeschlagen vom Doc, mit Fentany-Pflastern bekämpfen, dann käme ich ja vom Regen in die Traufe, weil Fentany ja noch wesentlich potenter wie Morphium ist.

Daher würde ich gerne die Schmerzlindernden Eigenschaften von oral zu mir genommenem Cannabisöl testen, weil man da schon sehr viel positives drüber gehört hat.
Auf der anderen Seite bin ich aber auf mein Auto angewiesen, da ich die schweren Lebensmittel auch nicht weit tragen kann.

Daher meine Frage:
Ist der THC Gehalt von oral genommenem Cannabisöl ebenso im Blut und Urin nachweisbar, wie bei gerauchtem Gras? Und auch so lange?
Ich würde das Öl abends vor dem schlafengehen verwenden.

Wie denkt ihr allgemein über die Nutzung von Cannabis als medizinisches Produkt?

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BeitragVerfasst: 19.03.14, 07:51 
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Hallo,
Cannabis Öl ist hochpotent - Fahrtauglichkeit ist definitiv nicht gegeben .Reaktionen werden sehr stark verlangsamt - siehe es in manche Patienten - haben die Reaktionen eine 90 jährige, und das nur beim Kiffen. Und ja, natürlich ist es nachweisbar. Und zwar viel mehr als beim Rauchen. THC Gehalt kann bis 70% sein.
Wie lange nachweisbar? Im Fettdepots (beim einmal Rauchen) - 6 Wochen. Wenn man es dauernd nimmt, baut es sich nur extrem langsam ab.
Cannabis ist zwar einen Schmerzmittel, aber nicht so potent wie Morphium o.ä. Macht auch, während des Konsums ziemlich blöd im Kopf und vergesslich.
Häufig bei Krebs benutzt, weil es den Appetit steigert, damit Patienten nicht so abbauen.

Es ist auch illegal und könnte richtig, richtig Ärger mit sich bringen.

Die Tablettenform beinhaltet nicht nur Cannabis sondern auch andere Schmerzmitteln -> in manche Länder legal. Befürchte aber Spanien gehört nicht dazu.
Würde stark davon abraten. Illegal gekaufte Drogen enthalten manchmal hochgiftigen Substanzen - werden zum Strecken benutzt. Manche haben sogar Haschisch mit Blei gestreckt - es kam zu haufenweise Vergiftungen.
Gruß
Muppet


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BeitragVerfasst: 19.03.14, 12:33 
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In Spanien ist der Anbau definitiv für eigene Zwecke gesetzlich erlaubt, wenn es zu medizinischen Zwecken geschieht.
Es gibt sogar offizielle Läden, in denen ich bei Vorlage einer Bescheinigung vom Doc Cannabis, Cannabisöl, Pflanzen, Samen und alles mögliche Zubehör offiziell und legal kaufen kann.
Auch der Anbau ist hier legal, ich muss nur sicherstellen, das kein Unbefugter darauf Zugriff hat.

Beim Anbau und Konsum für eigene Zwecke, die nicht dem medizinischen dienen, gibt es auch eine Lücke im spanischen BtMG, die auch dieses legalisieren.

Illegal würde ich es mir eh nicht beschaffen, da ich, abgesehen von medizinischer Verwendung, absolut gegen Drogen bin.

Nun ja, dann muss ich mich mal mit meinem Arzt darüber unterhalten.
Eine Bescheinigung, das ich unter dem Einfluss von Morphium fahren durfte, hat er mir nach einigen Reaktionstests ja auch ausgestellt und die Verkehrsbehörde hat ihren Stempel darunter gesetzt.

Und bei ständigem Gebrauch von Cannabisöl soll desgleichen auch eine Gewöhnung bei den Reaktionen eintreten und das "Dröhnen" ausbleiben, das nach der Gewöhnungsphase eine Teilnahme am Straßenverkehr durchaus möglich sein kann.
Das ist die Aussage eines Mediziners (sogar in Deutschland) der seine Patienten teilweise damit behandelt.
Nicht nur Krebspatienten.
Es heißt ja auch, dass Cannabis beim Rauchen vollkommen anders wirkt, als oral in vernünftig dosierten Mengen eingenommen.
So soll die Menge an Tropfen zu gering sein, um zu dröhnen, aber immer noch potent genug, um die Schmerzen zu bekämpfen.

Es ist schon traurig, das da solch eine Unsicherheit herrscht, aber das ist garantiert von der Pharmaindustrie so gewollt. Die kämpfen ja schließlich gegen jedes Naturmittel, das möglicherweise deren Umsätze schmälern könnte.

In Kürze habe ich ja sowieso einen Termin bei meinem Hausarzt, da werde ich mal mit ihm sprechen. Aber ich habe auch gerne noch mehrere Meinungen dazu.

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