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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Bioenergetische Diagnostik - unseriös?
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BeitragVerfasst: 26.06.13, 13:10 
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Hallo zusammen,

in diesem Beiträg möchte ich mich kritisch zum Thema "bioenergetische Diagnostik" äußern und lade alle ein - dafür oder dagegen - mitzudiskutieren.

Bei einer Untersuchung beim Urologen wurde bei mir ein relativ harmloses Virus festgestellt, das mein Körper jedoch nicht in der Lage ist zu bekämpfen. Daraufhin wurde mir nahegelegt eine bioenergetische Diagnostik durchführen zu lassen, auf der Suche nach der Ursache für die kleine Immunschwäche. Die Kosten hierfür (knapp 200 Euro) müsse ich tragen, da die Krankenkasse hierfür nicht aufkäme. Der Grund sei, dass es keine breitangelegten Studien gäb, die die Wirksamkeit dieses Verfahrens bestätigen könnten. Diese Studien seien teuer und nur großen Pharmaindustrien vorbehalten. Das habe aber nichts damit zu tun, dass die bioenergetische Diagnostik (BD im weiteren) sinnvoll wäre und Aufschluss auf die evtl. Blockaden in meinem Immunsystem geben könne. Durch einen Bluttest für knapp 200 Euro könnte (könnte!) Klarheit geschaffen werden.

Ok, ich bin schon jemand, der aufgeschlossen ist gegenüber neuen Verfahren und alternativen Heilmethoden, wenn sie Sinn machen. Was ich allerdings in der kleinen Broschüre gelesen habe, die mir zu Informationszwecken mitgegeben wurde, hat mich dann doch wirklich erschreckt. Ich will hier mal einige Sätze zitieren und anschließend kommentieren:

"So wie jede Zelle des Menschen mit der gleichen genetischen Information ausgestatte ist, [...] kann man auch die individuelle bioenergetische Information eine Menschen parktisch aus jeden Organbereich ablesen."

Was ist das für eine Information? Was für Werte, Stoffe, Einheiten, Zusammensetzung?

"Interessanterweise findet man häufig lange, bevor eine stoffliche Veränderung eingetreten ist, d.h. bevor einen organspezifische Erkrankung nachweisbar ist, bereits Störungen im bioenergetischen Informationsbereich."

Wo findet man das? Wo oder was ist der bioenerg. Informationsbereich? Und wenn man dies häufig beobachten kann, gibt es doch schon Studien? Woher kommt diese Information?

Jetzt wird's abenteuerlich. Es geht um Tests aus der Schulmedizin, die nicht direkt in der Lage sind "Störungen" zu erkennen:

"Umgekehrt können, vor allem bei massiver Matrixbelastung, bei Polaritätsstörungen oder bei Blockaden, manchmal Störungen nicht im Test erkannt werden, obwohl sie vorhanden sind, da sie unter Umständen frequenzmäßig überlagert werden."

Mit den Worten von Neo: Was ist die Matrix? Und um welche Polarität geht es hier? Und was schwingt hier (elektrisch? magnetisch? mechanisch? akustisch?), sodass es sich "frequenzmäßig" überlagern kann?

Zum Schluss möchte ich hier noch mein Lieblingsabschnitt zitieren. Hier tauchen zwar vage Definitionen von Matrix und Schwingungen auf, aber sachlich oder wissenschaftlich ist das sicher nicht...:

"Bei der bioenerg. Diagnostik weden die Informationen, die laut Prof. *** von Zelle zu Zelle über eine interzelluläre Matrix weitergegeben werden, erfasst. Diesem Untersuchungsverfahren liegen die Erkenntnisse Einsteins zugrunde, dass jede Materie über ein spezifisches Energiepotential verfügt und damit auch durch ihr eigenes, nur für sie spezifisches, elektromagnetisches Schwingungsmuster repräsentiert wird. Damit besteht eigentlich für jeden krankhaften Prozess, für jede erkrankte Zelle und für jedes erkrankte Organ eine entsprechende Störung im elektromagentischen Frequenzmuster. Diese Störungen beeinflussen wiederum das Gesamtfrequenzmuster, das sich aus der Summation aller Organ- und Zellenschwingungen für jeden Menschen zusammensetzt."

Und ab hier möchte ich abgeben. Was ist davon zu halten? Vor allem vor dem Hintergrund, dass jüngst (vor allem) Urologen sich darauf geeinigt haben indiv. Gesundheitsleistungen vermehrt anzubieten? Kann irgendjemand (idealerweise vom Fach) nachvollziehen, was da genau im letzten Abschnitt beschrieben wird? Ich habe zwar Ahnung von Physik und Elektrotechnik, aber was hier beschrieben wird, verstehe ich nicht. Vielleicht kann das jemand erklären und mich überzeugen.

Über einen regen Erfahrungsaustausch würde ich mich freuen.

Viele Grüße
Thomas


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BeitragVerfasst: 26.06.13, 21:11 
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Registriert: 05.03.07, 19:16
Beiträge: 1738
Wohnort: Hannover
Ich kenne diese Form der Diagnostik nicht, mir bereiten die angeführten Zitate aber die gleichen Bauchschmerzen. Die roten Warnlichter gehen bei mir dann spätestens dann an, wenn der Vermarkter sich aus der Pflicht winden will, einen Wirksamkeitsnachweis zu erbringen. Kann er das nicht, dann sollte er die Geduld aufbringen und zu warten, bis er das Gerät an den Mann bringt.

Es stimmt auch nicht, daß die Studien nicht finanzierbar wären. Zumindestens der zugrunde liegende Effekt ließe sich, wenn er denn messbar ist, mit Methoden nachweisen, die deutlich billiger sind.


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