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 Betreff des Beitrags: Re: Alternative Medizin?
BeitragVerfasst: 12.06.14, 16:32 
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Ich renne dann auch nicht gleich zum Doc, aber ich nutze die Sprechstunde, um auch mal eine Frage zu stellen. Zum "Löchern" ist die Zeit zu kurz, da nutze ich eben auch das Netz. Aber bei vielen verschiedenen Meinungen ist halt auch mal die Meinung des Mediziners interessant, kurz und bündig reicht ja, ob mit oder ohne trockenen Humor :lol: Natürlich ist die Ernährung eine Sache, die der Gesundheit dient und auch der Genesung, wenn man dann mal erkrankt ist, ob nun leicht oder schwer. Und irgendwelches Nahrungsergänzungsgedöns, da gucke ich vorher, welche Nahrungsmittel den im Befund stehenden Mangel so gut es geht, wieder ausgleichen können, gerade im Winter. Beispiel: Vitamin D. Fragen brauche ich den Arzt nicht, was man da so könnte und wie es zu dosieren wäre,wenn man sich eben ein Nahrungsergänzungsmittelchen holt. Dass Ärzte natürlich neutral sein müssen und nicht Marke XY empfehlen dürfen, ist auch klar. Also bin ich durchs Net und letztendlich aus irgendeinem Diskounter eine Packung geholt und da es ziemliche Brocken sind, teile ich sie und sogar auf zwei Tage. Denn "zudröhnen" möcht ich mich auch nicht und jetzt wo die Vielfalt von Obst und Gemüse größer wird und auch wieder "Pigmentehaschen" möglich ist, sind diese Mittelchen, so denke ich, auch überflüssig.
Geht es aber um Medikamente, die zeitweilig oder gar dauerhaft benötigt werden, bleibt eben abzuwägen, ob ich dem Arzt vertraue und denke, dass er weiß, was er da verordnet und auch wieder, wenn möglich absetzt oder verringert, dann denke ich mal, könnte man auf einem guten Weg sein. Dass viele Patienten, wie wir auch, oft schlechte Erfahrungen gemacht haben, verringert das Vertrauen erstmal, ganz klar. Aber ich habe mich dann noch mal gerafft und den nächsten Arzt aufgesucht, bis ich gemerkt habe, dass ich mit meinen Beschreibungen und Schmerzen ernst genommen werde und wirklich Hilfe bekomme. Dass man das Vorangegangene erstmal eine Weile verknusen muss, ist klar. In der ersten Phase ist alles großer Käse, aber dann, wenn man sich erstmal beruhigt hat, dann differenziert man schon mehr. Heißt also, ich vertraue Doc A oder B nicht mehr, aufgrund seiner Art und Weise oder auch wie der abrechnet, ist auch ein Faktor, den ich oft angesprochen habe und oft abgestritten wird. Aber dennoch: ich weiß inzwischen, welchen Arzt ich aber auch ansprechen kann, wenn es die oder andere Unstimmigkeit gibt, ich weiß aber auch,welchem Arzt ich den Rücken kehre und nicht mehr empfehlen kann.
Die Selbstbestimmung ist doch da: gehe ich zum Arzt oder nicht? Nehme ich das verordnete Medikament oder nicht? Nehme ich an irgendwelchen Therapien teil oder nicht? Man entscheidet doch letztendlich selbst, wie man mit der Empfehlung oder "Anordnung" des Arztes umgeht. Ein Arzt , der mit seinem Patienten einiges abspricht und man gemeinsam über mögliche Therapien oder Mittelchen spricht, wäre natürlich optimal und das schafft auch das Vertrauen. Und genauso kann ich doch erwägen, ob ich mich der alternativen Medizin hingebe oder eben nicht. Vertrauen lenkt uns doch in gewisser Art. In jeder Branche gibts genügend Scharlatane, ganz klar.
Diesen Leuten sollte man das Handwerk auch legen, was leider nur schwer bis nicht geht, schade. Man hat auch keine Interessenvertreter hinter sich außer einen Anwalt.
Medizin ist nunmal ein Markt, egal welche Art oder Form. An uns liegt es,welche wir in Anspruch nehmen,wenn überhaupt. Ist das keine Selbstbestimmung? Vorsorgeuntersuchungen jeglicher Art sind Empfehlungen, keine Forderungen, was sich beispielsweise beim Zahnersatz aber bemerkbar macht, wenn das Bonusheft entweder nicht geführt wurde oder man nie dort war oder nur selten. Aber da sind wir vom Interesse getrieben, den sicher irgendwann früher oder später unvermeidlichen Zahnersatz wirtschaftlich unterstützt zu bekommen. Ich vermute, dass die Leistungen der Kassen auch bei evtl. steigenden Beiträge immer mehr zurückgefahren werden, daher je eher daran, umso eher davon, wenn möglich :lol: irgendwas ist ja immer. Und solche Sachen sind sicher nicht nur dem Betrug bei den Abrechnungen geschuldet, sondern vielen anderen Faktoren mehr. Am Ende zahlen wir ne OP in Raten ab,wenn sie notwendig wird. Wetten? :? Nicht anders beim HP, der rechnet auch, wenn auch direkt ab aber auch da wird nicht nach Erfolg bezahlt sondern nach Liste, was der alles gemacht haben will :lol: Da ist die Möglichkeit des Einflusses darauf auch gering. Oder wie siehts aus, wenn die "Behandlung" gar nicht stattfand und der HP einen vom Pferd erzählt oder man mehr Schaden davonträgt als vorher da war? Ich habe mich nie damit befasst, wieviele solcher Fälle gerichtlich behandelt wurden. Man liest ja nur von "Schulmedizinern", die irgendwas verhauen haben und die Patienten oder Angehörigen klagen bis zum getno.
Es ist unsere Entscheidung, richtig finde ich allerdings die Pflichtuntersuchungen bei Kindern.

_________________
"Es amüsiert mich immer, wenn Menschen all ihr Unglück dem Schicksal, dem Zufall oder dem Verhängnis zuschreiben, während sie ihre Erfolge oder ihr Glück mit ihrer eigenen Klugheit, ihrem Scharfsinn oder ihrer Einsicht begründen." (Coleridge)


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 Betreff des Beitrags: Re: Alternative Medizin?
BeitragVerfasst: 12.06.14, 16:32 
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Ich renne dann auch nicht gleich zum Doc, aber ich nutze die Sprechstunde, um auch mal eine Frage zu stellen. Zum "Löchern" ist die Zeit zu kurz, da nutze ich eben auch das Netz. Aber bei vielen verschiedenen Meinungen ist halt auch mal die Meinung des Mediziners interessant, kurz und bündig reicht ja, ob mit oder ohne trockenen Humor :lol: Natürlich ist die Ernährung eine Sache, die der Gesundheit dient und auch der Genesung, wenn man dann mal erkrankt ist, ob nun leicht oder schwer. Und irgendwelches Nahrungsergänzungsgedöns, da gucke ich vorher, welche Nahrungsmittel den im Befund stehenden Mangel so gut es geht, wieder ausgleichen können, gerade im Winter. Beispiel: Vitamin D. Fragen brauche ich den Arzt nicht, was man da so könnte und wie es zu dosieren wäre,wenn man sich eben ein Nahrungsergänzungsmittelchen holt. Dass Ärzte natürlich neutral sein müssen und nicht Marke XY empfehlen dürfen, ist auch klar. Also bin ich durchs Net und letztendlich aus irgendeinem Diskounter eine Packung geholt und da es ziemliche Brocken sind, teile ich sie und sogar auf zwei Tage. Denn "zudröhnen" möcht ich mich auch nicht und jetzt wo die Vielfalt von Obst und Gemüse größer wird und auch wieder "Pigmentehaschen" möglich ist, sind diese Mittelchen, so denke ich, auch überflüssig.
Geht es aber um Medikamente, die zeitweilig oder gar dauerhaft benötigt werden, bleibt eben abzuwägen, ob ich dem Arzt vertraue und denke, dass er weiß, was er da verordnet und auch wieder, wenn möglich absetzt oder verringert, dann denke ich mal, könnte man auf einem guten Weg sein. Dass viele Patienten, wie wir auch, oft schlechte Erfahrungen gemacht haben, verringert das Vertrauen erstmal, ganz klar. Aber ich habe mich dann noch mal gerafft und den nächsten Arzt aufgesucht, bis ich gemerkt habe, dass ich mit meinen Beschreibungen und Schmerzen ernst genommen werde und wirklich Hilfe bekomme. Dass man das Vorangegangene erstmal eine Weile verknusen muss, ist klar. In der ersten Phase ist alles großer Käse, aber dann, wenn man sich erstmal beruhigt hat, dann differenziert man schon mehr. Heißt also, ich vertraue Doc A oder B nicht mehr, aufgrund seiner Art und Weise oder auch wie der abrechnet, ist auch ein Faktor, den ich oft angesprochen habe und oft abgestritten wird. Aber dennoch: ich weiß inzwischen, welchen Arzt ich aber auch ansprechen kann, wenn es die oder andere Unstimmigkeit gibt, ich weiß aber auch,welchem Arzt ich den Rücken kehre und nicht mehr empfehlen kann.
Die Selbstbestimmung ist doch da: gehe ich zum Arzt oder nicht? Nehme ich das verordnete Medikament oder nicht? Nehme ich an irgendwelchen Therapien teil oder nicht? Man entscheidet doch letztendlich selbst, wie man mit der Empfehlung oder "Anordnung" des Arztes umgeht. Ein Arzt , der mit seinem Patienten einiges abspricht und man gemeinsam über mögliche Therapien oder Mittelchen spricht, wäre natürlich optimal und das schafft auch das Vertrauen. Und genauso kann ich doch erwägen, ob ich mich der alternativen Medizin hingebe oder eben nicht. Vertrauen lenkt uns doch in gewisser Art. In jeder Branche gibts genügend Scharlatane, ganz klar.
Diesen Leuten sollte man das Handwerk auch legen, was leider nur schwer bis nicht geht, schade. Man hat auch keine Interessenvertreter hinter sich außer einen Anwalt.
Medizin ist nunmal ein Markt, egal welche Art oder Form. An uns liegt es,welche wir in Anspruch nehmen,wenn überhaupt. Ist das keine Selbstbestimmung? Vorsorgeuntersuchungen jeglicher Art sind Empfehlungen, keine Forderungen, was sich beispielsweise beim Zahnersatz aber bemerkbar macht, wenn das Bonusheft entweder nicht geführt wurde oder man nie dort war oder nur selten. Aber da sind wir vom Interesse getrieben, den sicher irgendwann früher oder später unvermeidlichen Zahnersatz wirtschaftlich unterstützt zu bekommen. Ich vermute, dass die Leistungen der Kassen auch bei evtl. steigenden Beiträge immer mehr zurückgefahren werden, daher je eher daran, umso eher davon, wenn möglich :lol: irgendwas ist ja immer. Und solche Sachen sind sicher nicht nur dem Betrug bei den Abrechnungen geschuldet, sondern vielen anderen Faktoren mehr. Am Ende zahlen wir ne OP in Raten ab,wenn sie notwendig wird. Wetten? :? Nicht anders beim HP, der rechnet auch, wenn auch direkt ab aber auch da wird nicht nach Erfolg bezahlt sondern nach Liste, was der alles gemacht haben will :lol: Da ist die Möglichkeit des Einflusses darauf auch gering. Oder wie siehts aus, wenn die "Behandlung" gar nicht stattfand und der HP einen vom Pferd erzählt oder man mehr Schaden davonträgt als vorher da war? Ich habe mich nie damit befasst, wieviele solcher Fälle gerichtlich behandelt wurden. Man liest ja nur von "Schulmedizinern", die irgendwas verhauen haben und die Patienten oder Angehörigen klagen bis zum getno. Oder man erlebt es selbst und muss damit leben, ganz gleich, ob man finanziell entschädigt wird oder nicht.
Es ist unsere Entscheidung, richtig finde ich allerdings die Pflichtuntersuchungen bei Kindern.

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"Es amüsiert mich immer, wenn Menschen all ihr Unglück dem Schicksal, dem Zufall oder dem Verhängnis zuschreiben, während sie ihre Erfolge oder ihr Glück mit ihrer eigenen Klugheit, ihrem Scharfsinn oder ihrer Einsicht begründen." (Coleridge)


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 Betreff des Beitrags: Re: Alternative Medizin?
BeitragVerfasst: 13.06.14, 08:21 
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Registriert: 30.05.14, 09:51
Beiträge: 109
Zitat:"Aber auch wenn die Behandlung mit Naturheilmitteln und Naturheilverfahren sowie deren Erforschung abnahm, blieb sie an einigen Universitäten und anderen klinischen Institutionen, vor allem aber in Praxen, ein wichtiger Bestandteil in der konventionellen Medizin.

Zwischenzeitlich wurde erkannt, dass der medizinische Fortschritt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts überproportional der Akutmedizin zugute kam, nicht aber dem großen Anteil der chronisch erkrankten Patienten, wo wir ärztlicherseits die Phytotherapie dringend benötigen. Heutzutage ist die Phytotherapie wieder ein fester Bestandteile der Schulmedizin.

Aus unserer Erfahrung wünschen ca. 80% der chronisch und schwersterkrankten Patienten die Einbeziehung der Phytotherapie. Dass dies nur zögerlich in den Praxen angeboten wird hat verschieden Gründe. Zum einen liegt es an der seit Januar 2004 entfallenen Erstattungsfähigkeit, der mangelhaften Ausbildung der Ärzte auf dem Gebiet der Phytotherapie sowie der schlechten Vergütung dieser kostengünstigen und wirksamen Therapieform in unserem Kassensystem.

Für diese große Patientengruppe gibt es heute die etablierte, in großen Bereichen evidenzbasierte Phytotherapie, die den meisten jedoch aus o.g. Gründen vorenthalten wird.

Daher ist mit Recht zu fordern, dass die evidenzbasierte Phytotherapie (mehr als 700 klinische Studien!), verstärkt eingesetzt werden sollte."

Das Zitat habe ich aus der Geschichte der Phytotherapien entnommen und ich bin überzeugt davon, dass nicht alle Ärzte unerfahren sind, wie auch sich nicht alle gegen solche Therapien stellen.
Darauf habe ich gebaut und mehr braucht es auch nicht, denn wenn Erkrankungen seien diese selten und chronisch, ist es doch besser man nutzt Phytotherapien BEVOR die pharmakologischen eingesetzt werden, verlangt zwar viel von Erkrankten ab, aber immerhin schonender für das ganze Anatomie-System und Alterungsprozess (dazu gehören aus meiner Sicht auch die Wechseljahre, von denen Männer auch nicht verschont bleiben "Hormonumstellung" laut Forschung und Wissenschaft in der erlangten Erkenntnis).
Ich glaube in so etwa wären auch hier Ärzte des Forum's die dem zusagen würden.
Ich nenne es "gesundes Altern, trotz Erkrankung"! 8)

Stellt sich die Frage was der Unterschied zwischen Evidenzbasierte Medizin zur Konventionellen Medizin ist?, erscheint mir als Gleiches, weil beide erforscht werden und dementsprechend auch anwendbar sind, auch bei Krebs (chronisch) oder durch Autoimmunität, oder gehe ich da zu weit?

Im übrigen fällt das in den Bereich der "modernen Hochschulmedizin" im Sinne der Molekularbiologie und Genetik bis hin zur Epigenetik.
Ups, ich habe zu tief in die Materie eingeblickt, naja, auch nicht weiter schlimm :wink:


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