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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Hypo- und Hyperkaliämie am Skelettmuskel
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BeitragVerfasst: 14.01.09, 12:18 
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Hallo,

ich hab eine Frage bezüglich der Erregung der Skelettmuskulatur.

Die spezifischen Veränderungen durch Hypo- und Hyperkaliämie kommen ja durch Veränderungen den Offenwahrscheinlichkeit der Kaliumkanäle des Sarkolemms zustande. Bei einer Hypokaliämie sinkt die Offenwahrscheinlichkeit, sodass das Ruhemembranpotenzial destabilisiert wird, bei einer Hyperkaliämie steigt die Offenwahrscheinlichkeit, sodass die Zelle weniger leicht erregbar ist.

So weit, so klar, aber was mich interessieren würde ist, wie der veränderte Kaliumspiegel die Kaliumkanäle in dieser Weise beeinflusst.

Gruß piratenbart


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BeitragVerfasst: 14.01.09, 21:07 
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Der Strom durch einen Ionenkanal wird neben der Offenheitswahrscheinlichkeit auch von der Kanalstromamplitude bestimmt.

Bei den Kanälen geht es um spannungs- / liganden- / mechanisch unabhängige K-Kanäle (Kir, s. g. Einwärtsgleichrichter-Kanal), d. h. die Offenheitswahrscheinlichkeit ist hoch – mit der Grund warum das Ruhemembranpotential ungefähr beim Kaliumgleichgewichtspotential liegt.

Was sich jedoch bei Kaliumverschiebungen maßgeblich verändert, ist die Ionenkonzentration auf beiden Seiten der Membran. Dementsprechend sind die Auswirkungen der Elektrolytverschiebung eher auf die unterschiedlichen Diffusionsbedingungen und weniger auf die Offenheitswahrscheinlichkeit zurückzuführen.


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BeitragVerfasst: 14.01.09, 21:23 
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Registriert: 20.03.08, 16:18
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Dann wundert es mich aber das es bei einer Hypokaliämie zu einem destabilisierten Ruhemembranpotenzial kommt. Schließlich müsste durch die niedrigere extrazelluläre Kaliumkonzentration der Kaliumstrom über die Membran durch das verstärkte Konzentrationsgefälle zunehmen und die Zelle somit hyperpolarisieren.

Oder steckt da irgendwo ein Denkfehler drin?


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BeitragVerfasst: 15.01.09, 11:38 
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Interessierter

Registriert: 15.08.08, 19:45
Beiträge: 11
Vermutlich nicht. Die Zelle hyperpolarisiert, Folge ist Muskelschwäche bis hin zur Lähmung.

Ich hab mir nochmal ein paar Bücher angeschaut und zu Deiner Frage was beim Herzmuskel (beim Skelett- und glatten Muskel ist dieser Einfluss im Vergleich wohl minimal) gefunden. Hier nimmt die Leitfähigkeit für K bei Hypokaliämie ab. Durch die eingeschränkte Repolarisationsfähigkeit verschiebt sich das Membranpotential in Richtung Schwellenwert. Die Erklärung wie genau die K-Leitfähigkeit eingeschränkt wird, bleiben mir meine Bücher leider schuldig. Es interessiert mich auch, melde Dich falls Du es in Erfahrung bringst.

Grüße Joman


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BeitragVerfasst: 21.01.09, 15:26 
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DMF-Mitglied

Registriert: 20.03.08, 16:18
Beiträge: 91
Ich habe leider auch nichts weiteres in Erfahrung bringen können.
In einem meiner Bücher steht die "Kaliumkonzentration im Kanal beeinflusst die Kaliumleitfähigkeit". Leider wird das aber nicht näher erläutert.


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