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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Gefühl der Übelkeit
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 Betreff des Beitrags: Gefühl der Übelkeit
BeitragVerfasst: 19.08.10, 11:36 
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Guten Tag zusammen!

Ich frage mich schon seit langem wie das Gefühl der Übelkeit zustandekommt. Ich befinde mich im Studium und lerne gerade vegetatives Nervensystem, jedoch habe ich mir bisher keine Erklärung darauf geben können. Welche Nerven sind dafür verantwortlich? Und wo wird das ausgelöst, dass etwas meinem Hirn signalisiert, jetzt ist mir schlecht? Wo wird das Gefühl produziert, dass mir speiübel wird und ich das so empfinde? Denn die Empfindung, das Wahrnehmen der Übelkeit, ist ja bei jedem Menschen gleich nehme ich mal an.
Bin auch für eine Quelle zum Nachlesen dankbar.
PiAni

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BeitragVerfasst: 19.08.10, 11:44 
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ich will noch hinzufügen, dass mir schon klar ist, dass ein erhöhter Hirndruck u.a. auch zu Übelkeit führt, weil der Hirnstamm zusammengedrückt wird und sich dort die Formatio reticularis befindet, die sog. Übelkeits- bzw. Brechzentren hat.

Aber bei einer "normalen" Übelkeit ohne erhöhten Hirndruck wird doch nicht jedesmal die FR gequetscht?!?!

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BeitragVerfasst: 19.08.10, 17:09 
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Beiträge: 516
Hallo Piani,

es gibt verschieden Arten von Erbrechen/Übelkeit.

- Schmerz, Emotion und Geruch führen über den Cortex und das limbische System zum Übelkeitsgefühl,
- Zytotoxische Substanzen, Opioide, Toxine, Digitalisglykoside ect. über die offene Blut-Hirn-Schranke in der Area Postrema,
- Bewegungs- und Richtungsänderungen, sowie ein akuter Ausfall des Vestibularorgans eben über das Vestibularorgan,
- und zytotoxische Substanzen, Toxine, Emetin und Bestrahlung im GI-Trakt über den N. vagus.

Dies sind die Hauptmechanismen, ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen. Gemeinsam haben praktisch alle, dass ein bestimmtes Signal im Hirnstamm das Brechzentrum der Formatio reticularis stimuliert(hauptsächlich über 5-HT3, H1, D2 und M1-Rezeptoren). Von da aus wird der Brechreflex dann koordiniert.

Liebe Grüße


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BeitragVerfasst: 29.08.10, 15:32 
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Beiträge: 12
Übelkeit empfindet man ja wenn irgendwas nicht stimmt. Man kann diese Wahrnehmung also ähnlich dem Schmerz als Störsignal interpretieren.

Die Übeleit entsteht vermutlich wirklich erst im Hirnstamm. Dort laufen ja die meisten Fäden zusammen. Hie können jetzt Informationen aus dem GI-Trakt (N. vagus) wie auch psychische Aspekte, Erinnerungen, Gerüche etc. das Brechzentrum stimulieren.

Wenn man zu viel Süßes isst, kann das ein Glucoserezeptor im Duodenum sein, der über den Vagus die Area postrema stimuliert oder so.... da ist vieles denkbar.


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BeitragVerfasst: 29.08.10, 18:45 
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Beiträge: 516
Locus coeruleus hat geschrieben:
Wenn man zu viel Süßes isst, kann das ein Glucoserezeptor im Duodenum sein


Glucoserezeptoren?


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BeitragVerfasst: 29.08.10, 19:57 
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Interessierter

Registriert: 01.05.10, 23:10
Beiträge: 12
Ja, ich weiß jetzt grad auch nichts genaues aber es gibt für die meisten Nahrungsbestandteile spezielle Rezeptoren. So wirken sich unterschiedliche Speisen auch unterschiedlich auf die Zusammensetzung und Sekretion von Pankreassaft etc. aus.
Wie genau das funktioniert weiß ich jetzt leider auch nicht.
Vorstellbar wäre für mich aber der Selbe Mechanismus wie bei der Insulinsekretion in den beta-Zellen: Glucose rein --> Glykolyse macht ATP --> ATP hemmt K+-Kanäle --> Depolarisation

Sind aber auch nur Überlegungen...
Sicher weiß ich nur, dass die Zusammensetzung der Nahrung durchaus registriert werden kann.


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BeitragVerfasst: 29.08.10, 21:38 
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Registriert: 10.03.09, 17:22
Beiträge: 516
Okay, ich dachte schon, das wäre ernst gemeint.
Dass Sie keine Ahnung von den biochemischen Vorgänge haben, wusste ich nicht.


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