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medizin-forum.de • Thema anzeigen - 5 Jähriger mit zu hohem Blutdruck
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 Betreff des Beitrags: 5 Jähriger mit zu hohem Blutdruck
BeitragVerfasst: 17.03.10, 13:25 
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Hallo,
mein Sohn ist jetzt 5 jahre alt.Er ist 1,13 cm groß und wiegt 20 kg.
Als er 3 war, wurde bei ihm eine 6x7 cm große Zyste in der linken Niere per zufall entdeckt.Diese wurde problemlos entfernt.
Damals fiel schon immer sein zu hoher Blutdruck auf.
Als er dann in einem Städtischem Krankenhaus eine Polypen OP bekam, haben wir das vorher der Narkoseärztin gesagt.
Sofort nach der Op kam diese mit dem EKG Abschnitt, und meinte, wir sollen zum Kardiologen, sein Blutdruck ist während der ganzen Vollnarkose nicht gesunken, außerdem ließ er sich schlecht sedieren.
Daraufhin haben wir sofort einen Termin in einer Herzklinik gemacht,es wurde ein Herz Echo gemacht, sämtliche Blut und Hormonuntersuchungen gaben keinen Hinweis.
Man hatte die Vermutung, das er an der operierten Niere, eine Stenose hätte, dies wurde durch zwei Szintigrafien ausgeschlossen.Wir mußten über Wochen, seinen Ruhe Blutdruck messen, trotz allem bekamen wir nur einen Arztbrief, das man davon ausginge, das sein Blutdruck dadurch so hoch wäre, weil er ein sehr aktives Kind sei.
Hat man alle Untersuchungen gemacht?Oder soll ich die Klinik wechseln?
Ich habe angst, das er eventuelll einen Schlaganfall oder ähnliches bekommt.Diese Diagnose gefällt mir nicht.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 17.03.10, 22:36 
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Beiträge: 1114
Hallo,

wenn Kinder einen auffälligen Blutdruck haben, sollte man schon sehr intensiv suchen, da gerade bei Kindern unter 10 Jahren häufiger "sekundäre Hypertonien" auftreten, also Bluthochdruck, der keine eigenständige Erkrankung darstellt, sondern durch ein anderes Problem ausgelöst wird.

Abzuklären wären insbesondere:
  • Gewebeschaden der Niere (erste Anhaltspunkte gibt das Ultraschallbild, im Verlauf sollte dann bei auffälligem Ultraschall ein IVP [Kontrastmittelaufnahme] gemacht werden, es wäre zu klären, ob das schon erfolgt ist)
  • Stenose der nierenversorgenden Arterien (bereits ausgeschlossen)
  • hormonelle Probleme (bereits ausgeschlossen)
  • Stenose im Bereich des Aortenbogens (hätte man im Echo sehen sollen, wenn es da was zu sehen gäbe)
  • Erkrankungen des Nervensystems


Wie hoch ist der Blutdruck denn genau?
Warum kam die Anästhesistin mit dem EKG angelaufen? Was meinte sie dort zu sehen?
Ist der Blutdruck zu Hause ebenfalls so hoch, wie in der Klinik?
Bekommt Ihr Sohn irgendwelche Medikamente?
Gibt es Fälle von Hypertonie in der Familie?

Es ist nicht genau zu sagen, ob man schon alles getan hat, ich finde schon, dass bereits eine recht umfangreiche Diagnostik betrieben wurde.

Ich weiß jetzt nicht, wie zentral Sie wohnen, aber es wäre vielleicht einen Versuch Wert, den kleinen Mann mal bei einem Kinder-Nephrologen (ggf. in einer Uni-Kinderklinik - Nephro-Ambulanz) oder einem niedergelassenen Kinderkardiologen vorzustellen und dann weiterzusehen. Wer das in Ihrer Region abdecken könnte, sollte problemlos über Ihren Kinderarzt herauszufinden sein :)

Die "Probleme" bei der Narkoseeinleitung würde ich erstmal so im Hinterkopf behalten, es gibt immer wieder mal Menschen, die schlecht / schwer auf Benzodiazepine reagieren und mitunter recht hohe Dosen benötigen, aber das ist nicht die Regel, nicht mal bei kleinen "Zappelphilipps".
Wo genau das Problem der Anästhesistin lag ist hier schwer herauszufinden, man weiß nicht, ob die Sedierung aufgrund mangelnder Kooperation oder wegen nur mäßigem Ansprechen auf die Medikamente "problematisch" war.

Eine zweite Meinung kann sicherlich nicht schaden. Das mal so als schneller Gedanke zwischendurch.

Sollte sich dann wirklich herausstellen, dass es keine anderen auslösenden Faktoren gibt, die man beseitigen kann, dann bleibt auf Kurz oder Lang nur die medikamentöse Einstellung, um Spätschäden zu vermeiden. Aber da sollte meiner Meinung nach unbedingt auch ein Nephrologe mitzureden haben, optimalerweise sogar einer, der sich viel mit Kindern befasst.

Viele Grüße
Barca

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Informationen aus dem Internet dienen generell nur der ersten Orientierung, sind persönliche Meinungsäußerungen und können einen Arztbesuch nicht ersetzen.


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 Betreff des Beitrags: 5 jähriger mit zu hohem Blutdruck
BeitragVerfasst: 17.03.10, 23:41 
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Hallo,
danke erstmal für die schnelle Antwort.
Ultraschall der Nieren, wird nach der Op andauernd gemacht, da war nie etwas auffällig.
Sein Blutdruck ist imSchnitt in ruhe: 115/82 Puls98. So war er aber auch schon vor 2 Jahren.
Bei den 24 std.messungen genauso, allerdings hat er sich Nachts angeblich immer gesenkt.
Habe immer erwähnt, das mein Sohn sehr stark schwitzt,er hat kein Übergewicht, aber hat Nachts,obwohl das Fenster auch im winter auf ist,nur eine sommerdecke und schläft in Unterwäsche,und hat trotzdem einen feuchten Kopf.Er hat auch immer warme Hände, auch draußen im winter.
Das EKG Blatt von der Polypen OP zeigt, das sich sein Blutdruck während der gesamten Narkose nicht gesenkt hat.Habe dies heute angefordert, weil ich ihn in Der MHH vorstellen möchte.Bisher waren wir in Göttingen, Nephrologen und Kinderkardiologen haben sämtliche Unteruchungen gemacht.Bei der einen Laboruntersuchung waren Aldesteron und ACE erhöht, bei der zweiten haben wir keine ergebnisse erhalten-probe war nicht im Labor angekommen.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 18.03.10, 14:19 
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Hallo,

der genannte Blutdruck hätte mich auch etwas stolpern lassen, so über 100 (systolisch) in Ruhelage sollte man in dem Alter nicht unbedingt kommen.

Wurden bereits Schilddrüsentests gemacht (Labor)?
Was sagten die Ärzte zu den erhöhten ACE + Aldosteron-Werten?
Wurde bereits ein "Captopriltest" durchgeführt?

Ich frage deshalb, weil ein erhöhter Aldosteron-Wert in sehr seltenen Fällen Anzeichen für eine andere Erkrankung sein könnte, die dann in der Folge auch zu einer Erhöhung des Blutdrucks führen könnte.
Waren die Elektrolyte + Blutzuckerwerte in den Laboruntersuchungen immer in Ordnung?
Doof, dass die Kontrollprobe nicht im Labor ankam, das wäre interessant gewesen, ob sich die Werte normalisiert haben.

Es macht wenig Sinn hier zu spekulieren, ich habe Ihr Kind ja auch nicht gesehen und kann mir kein Bild machen, aber angesichts dieser Laborwerte würde ich selbst wohl schwerpunktmäßig auf eine genaue nephrologische Abklärung setzen, die von Ihnen gewählte Klinik ist dafür sicherlich eine gute Anlaufstelle.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg auf der Suche nach der Ursache und alles Gute für den kleinen Mann :)

Würde mich sehr freuen, wenn Sie bescheid geben, was die Abklärung ergeben hat.

Viele Grüße
Barca

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 Betreff des Beitrags: 5 jähriger mit zu hohem blutdruck
BeitragVerfasst: 18.03.10, 16:01 
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Beiträge: 20
Hallo,
ja ein Captropiltest wurde bei den Nierenszintigrafien gemacht, weil man ja annahm es können eine Nierenstenose sein.
Alle andere Werte waren ,denke ich immer im Normbereich, wo sich allerdings die Frage stellt, was ist denn die Norm beim Kind?
Schilddrüsenhormone waren ok,manchmal hatte ich in Gö, das Gefühl, das die Ärzte mich dort, für eine überbesorgte Mutter halten, die sich natürlich vorher informiert,denke das kommt bei vielen Ärzten nicht gut an.
Was ist eigentlich bei der eventuellen nächsten Narkose?
Müßte er nicht einen Narkosepass haben?Ich bin momentan in Endokrinologischer Behandlung, verdacht auf Diabetes insipidus, muß einen Durstversuch machen.Ist soetwas vererbbar?
Wir haben in der Familie keine Hypertonie, mein Blutdruck ist sogar niedriger wie der meines Sohnes.Es muß doch vergleichsfälle geben?


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BeitragVerfasst: 18.03.10, 20:23 
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Hallo,

Justine0309 hat geschrieben:
Alle andere Werte waren ,denke ich immer im Normbereich


Sind die erhöhten Aldosteronwerte im Rahmen des Captopril-Tests aufgefallen, oder unabhängig davon?

Genaue Zahlen bezüglich der Normalwerte kann ich Ihnen zzt. nicht liefern, da ich so spontan auch überfragt damit bin, ob die Werte bei Kindern von denen der Erwachsenen differenziert werden (ich werde aber morgen einen Laborarzt fragen), wichtig ist auch eher die Reaktion von Aldosteron und Renin auf die Captoprilgabe.
Je nach Befundkonstellation lässt sich dann sagen, wo das Problem liegt.

Justine0309 hat geschrieben:
Was ist eigentlich bei der eventuellen nächsten Narkose?
Müßte er nicht einen Narkosepass haben?


Könnte man sich allenfalls überlegen, um zu dokumentieren, auf welches Sedativum er nicht so gut angesprochen hat, ansonsten sollte es reichen, wenn dieser Vorfall und das Blutdruck-Problem bei zukünftigen Vorgesprächen gesagt wird.
Sole Pässe stellen wir z.B. nur bei Unverträglichkeiten oder heftigen Nebenwirkungen / Komplikationen aus.

Justine0309 hat geschrieben:
Ich bin momentan in Endokrinologischer Behandlung, verdacht auf Diabetes insipidus, muß einen Durstversuch machen.Ist soetwas vererbbar?


Ja, ein Diabetes insipidus ist u.U. bei entsprechender genetischer Veranlagung auch an Folgegenerationen vererbbar. Kann sein, muss aber nicht sein, hätte auch mit den derzeitigen Beschwerden denke ich nichts zu tun :)

Justine0309 hat geschrieben:
Wir haben in der Familie keine Hypertonie, mein Blutdruck ist sogar niedriger wie der meines Sohnes.Es muß doch vergleichsfälle geben?


Was meinen Sie mit "Vergleichsfällen" ?

Viele Grüße
Barca

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 Betreff des Beitrags: % jähriger mitzu hohemBlutdruck
BeitragVerfasst: 20.03.10, 09:43 
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Hallo,
also die aldesteron und ACE Werte sind bei der allerersten Untersuchung aufgefallen.
Das Captopril, wurde vor der zweiten Nierenszintigraphie gegeben-danach ist sein Blutdruck allerdings erstmal gestiegen und nicht gesunken.Nach der Sziniti wurde kein Blut abgenommen.
Er wurde ja nochmal in Gö operiert-Mandelverkleinerung.Dort habe ich mehrmals darauf hingewiesen.Er bekam dann Propofol und was anderes, ließ sich aber wieder schlecht sedieren, mußten ihm 2x was nach spritzen.Nach der Narkose, war er sehr schnell wach und fit.Durften nach einer Std. den aufwachraum verlassen, und dann ist sehr sofort aufgestanden und wollte spielen.Hatte das Gefühl, ihn haut gar nichts um, aber das ist warscheinlich ein anzeichen, das die Narkose zu gering war,oder?
Mit Vegleichsfälle meine ich, andere Kinder, bei denen auch erst nicht die Ursache gefunden wurde, dann eventuell nach einer bestimmten Untersuchung?Hatte mit der MHH telefoniert, ich muß erstmal eine Überweisung eines Kinderkardiologen haben-das heißt, muß in Gö betteln, die werden wissen wollen, warum ich die Klinik wechseln will.


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 Betreff des Beitrags: Re: % jähriger mitzu hohemBlutdruck
BeitragVerfasst: 20.03.10, 13:43 
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Hallo,

bekommt Ihr Sohn denn schon irgendwelche Medikamente gegen den Hochdruck? Die Ärzte, die ihn derzeit betreuen müssen ja irgendeine Planung haben?

Die Problematik mit der Sedierung hab ich auch schon ab und zu erlebt, diese Patienten lassen sich nur mit hohen Dosen "ruhig stellen" und sind danach auch relativ schnell wieder topfit.
Das ist an sich nichts Bedrohliches, sollte aber bei zukünftigen Gesprächen immer Erwähnung finden.
Das Propofol ist das direkte Narkosemittel, dazu nimmt man dann noch ein Schmerzmittel und ggf. ein Medikament gegen Übelkeit. Welches Medikament zum Sedieren genutzt wurde, sollten Sie nochmal erfragen, damit Sie diese Info bei eventuellen späteren OPs weitergeben können.

Justine0309 hat geschrieben:
ich muß erstmal eine Überweisung eines Kinderkardiologen haben-das heißt, muß in Gö betteln, die werden wissen wollen, warum ich die Klinik wechseln will.


Das sollte Sie nicht abschrecken, da Sie eine freie Arztwahl haben und gar nicht diskutieren brauchen. Und wenn Sie denen sagen, dass Sie nun in einer anderen Klinik behandelt werden möchten, dann ist das eine Sache, die Ihnen der Kinderkardiologe nicht verbieten kann, da brauchen Sie keine Bedenken und auch kein schlechtes Gewissen zu haben :wink:.

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 Betreff des Beitrags: 5 jähriger mit zu hohem Blutdruck
BeitragVerfasst: 21.03.10, 15:17 
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Nein, er bekommt keine Medikamente.
Die haben uns nachhause geschickt, mit der Diagnose, das sie denken, der hohe Blutdruck würde entstehen, weil mein Sohn ein sehr agiles Kind sei.
Das ist ja das kuriose, ist es nicht so, wenn jemand zu hohen Blutdruck hat, das der jenige auch aufgekratzt ist, und nicht zur Ruhe kommt?
Bei meinen letzten Messungen in Ruhe, hatte er folgende Werte:115/76 P 100
111/72 P 93 94/66 P 108 115/78 P 90
Wenn ich einfach mal so messe, wenn er nur so ist wie immer, also ohne jegliche Anstrengung : 128/100 P 121.
Das kann doch nicht normal sein, oder?
Habe angst, er könnte nen Schlaganfall bekommen.
Werde auf jeden fall anfang April ne Überweisung aus GÖ holen und mit ihm in die MHH fahren, entweder die finden die Ursache oder können zumindest schlimmeres ausschließen.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 21.03.10, 21:20 
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Also ich finde den Blutdruck in "Ruhe" ehrlich gesagt dennoch zu hoch, ich kenne den kleinen Mann nicht und kann mir daher kein Bild von seiner "Agilität" machen, aber für eine Ruhesituation ist der Blutdruck in dem Alter zu hoch.
Den einen Wert mit 108, den würde man sicherlich noch tolerieren und später kontrollieren, aber in völliger Ruhe in dem Alter schon die 125 mmHg zu knacken, das finde ich nicht normal, gerade auch, wenn Sie sagen, er ist gar nicht besonders aktiv.

Ich er denn sonst normal belastbar? Hatte er als Kleinkind irgendwelche Besonderheiten was das Herz angeht (Persistierendes Foramen ovale, ASD, VSD) ? Ernährt er sich sehr salzreich?

Ich würde erstmal abwarten, was die Ärzte in der anderen Klinik dazu sagen, ein Schlaganfall bei Kindern ist zwar prinzipiell möglich, aber dennoch sehr selten, bei Kindern werden solche Vorfälle auch eher durch andere Faktoren ausgelöst. Last but not least ist der Blutdruck zwar erhöht, aber nicht utopisch hoch. Und die Ärzte der derzeit betreuenden Klinik scheinen das Risiko auch eher als gering einzustufen, das sollte sie beruhigen.

Holen Sie sich am Besten den Termin, die Überweisung und führen Sie bis zum Termin regelmäßig eine Art Tagebuch über die Werte.

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 Betreff des Beitrags: 5 jähriger
BeitragVerfasst: 21.03.10, 21:30 
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Nein, er hatte bis auf diese Nierenzyste, nur zwei mal Scharlach,Mandelverkleinerung, Polypen op, und die üblichen Wehwechen...
Seit ich weiß , das er zu hohen Blutdruck hat, achte ich auf Salzarmes Essen, wurde dadurch aber nicht besser.
Er ist sehr aktiv, er kommt kaum zur ruhe, istnur in bewegung- deshalb sagen die ärzte das.Aber kann es nicht sein, das er so ist, wegen dem blutdruck?
Also Hyperaktiv ist er nicht.Er bekommt seit er drei ist, Frühförderung, weil es mit dem sprechen schlecht war.Seit kurzem noch Logo und Ergo.Wenn er dann endlich zur ruhe kommt, ist er aber auch völlig groggy.Z.B.im Auto, da muß er ja sitzen, dann schläft er auch ein.Hat aber bis vor ein paar Wochen noch mittags geschlafen.
Er war ein Not Kaiserschnitt-mit pathologischem CTG während der Geburt, deshalb wohl
auch seine Sprachblockaden.Er war aber zum Termin, und nach dem Kaiserschnitt beidemle 10 Punkte.


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 Betreff des Beitrags: 5 jähriger
BeitragVerfasst: 22.03.10, 09:27 
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Hallo,
kann es sein, das der Blutdruck durch Allergien ausgelöst wird?
Man hatte mir schon öfters geraten, einen Test machen zu lassen,nachdem mein sohn letzten sommer plötzlich eine Nesselsucht bekam, hatte ich einen Termin für einen Test beim Hautarzt gemacht-dieser hat sich dann geweigert, bei solch kleinem Kind einen Test durch zu führen.Fand ich lächerlich, bis dahin hatte mein Sohn schon schlimmeres erlebt.
Vor seiner Mandelverkleinerung hat man mir geraten das in der Uni Gö machen zu lassen.
Weil er hat damals auf sämtliche Impfungen schlecht reagiert, das ich ihn nicht mehr impfen lasse,außerdem hat er auf Cefachlor mit Nesselsucht reagiert, obwohl er nicht erkältet ist, bekommt er manchmal nachts ganz lange Hustenanfälle.Außerdem verweigert er schon immer bestimmte Nahrungsmittel, wie Banane,Milch und Blumenkohl.Wäre es also sinnvoller, erstmal in Gö einen Allergietest machen zu lassen,bevor ich nach Hannover fahre?


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 Betreff des Beitrags: Re: 5 jähriger
BeitragVerfasst: 22.03.10, 22:47 
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Hallo,

mir selbst ist ehrlich gesagt kein Fall bekannt, in dem Blutdruck und Allergien in irgendwelchen Wechselwirkungen zueinander standen.

Der Allergietest kann aber u.U. durchaus Sinn machen. Gerade auch, wenn er auf etliche Impfstoffe reagiert hat, wäre z.B. ein Test auf Hühnereiweiß sicher sinnvoll, auch wenn das bei der täglichen Ernährung eigentlich ebenfalls hätte auffallen müssen.

Den Allergietest kann auch Ihr Kinderarzt machen, den Prick-Test, den der Hautarzt offenbar abgelehnt wird (einritzen der Allergene in die Haut) würde ich in dem Alter auch nicht unbedingt machen, aber es gibt die Möglichkeit, Allergien auch im Blut zu bestimmen (RAST-Test). Diesen Test habe ich selbst bei Säuglingen schon oft durchgeführt, der Test ist also altersunabhängig machbar, daher verstehe ich die Haltung des Hautarztes nicht so recht. Basisprogramm im RAST wären z.B. SX1 (Inhalationsscrenning) und FX5 (Nahrungsmittelscreening) + ggf. weitere spezielle Allergene, die in Verdacht stehen.

Wieso war das CTG pathologisch? Nabelschnurumschlingung? Oder Abnahme der Herztöne? Dennoch, bei einem APGAR von 10/10 scheint das ja gut gegangen zu sein, besser geht ja gar nicht :wink: .

Bezüglich dieser "Agilität": Jetzt schreiben Sie, dass er kaum zur Ruhe kommt.
Finden Sie selbst ihn denn aktiver als andere, Gleichaltrige, oder unterscheidet er sich in dieser Hinsicht nicht von seinen Altersgenossen?
Motorische Unruhe kann sicherlich auch zu einer (mäßigen !) Erhöhung des Blutdruckes führen, die Frage ist wie ausgeprägt diese Unruhe ist, ob sie überhaupt übermäßig ist und wenn ja, welche Ursache diese hat. Das wäre dann auch nochmal ein Ansatzpunkt.

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 Betreff des Beitrags: 5 jähriger
BeitragVerfasst: 23.03.10, 08:19 
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Beiträge: 20
Hallo,
ja meine Kinderärztin macht am 12.04 einen Allergietest, in keiner Hautklinik hätte ich vor ende Juni einen Termin bekommen.
Ja, bei der Geburt, hat er sich die Nabelschnur um den Hals gewickelt,weil ich gestürzt bin, dann kamen die Wehen.Der Muttermund öffnete sich innerhalb einer Std. komplett-sehr schmerzhaft.

Er ist sehr aktiv, aber wie gesagt nicht hyperaktiv.Alle anderen Menschen finden ihn fürchterlich anstrengend, klar ich auch-allerdings wächst man als Mutter in die jeweilige Situation mit der Zeit rein, ich kenn ihn ja nur so.
Zum Glück, hab ich heute die Nerven dafür, mit 20 hätte ich die nicht gehabt.
Hab auch mal ne zeit lang, versucht mit Zappellin und mit Lachsöl etwas zu bewirken, aber ohne erfolg.Nun machen wir erst mal den Allergietest, und werde danach nach Hannover fahren.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 23.03.10, 18:49 
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Das ist auch vernünftig.
Ich glaube zwar nicht, dass eventuell vorhandene Allergien einen Bluthochdruck induzieren, aber alleine durch die Reaktionen auf bestimmte Nahrungsmittel wäre ein solcher Test sowieso angesagt.

Ich wünsche toi toi toi bei der Abklärung :)

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