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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Sie sind einfach zu blöd, die kranken Kassen,
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BeitragVerfasst: 28.09.17, 23:29 
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um auch nur einen Hauch von einer Ahnung von dem zu haben, was sie STEUERN zu wollen behaupten und STEUERN zu können wähnen: das Leistungsgeschehen innerhalb eines „solidarisch“ plakatierten Gesundheitsfürsorgefinanzierungsunwesens im `schland.

Dies bei einem einzigen zentralen Steuerungsglied: der ZUTEILUNG von irgendwie „solidarischen“ Finanzmitteln - die den kranken Kassen ja nicht einmal gehören, die sie vielmehr die „Arbeitgeber“ ihren „Arbeitnehmern“ aus der rechten Gesäßtasche hat zwangsabführen lassen. So weit, so blöd.


Ich schreibe das hier zum x-ten Mal, weil binnen Kurzem zum x-ten Mal `schländische „Kassenärzte“ gezwungen sein werden, diesem Übelstand („keinste Ahnung!“) aus Kaiser’s Zeiten abzuhelfen, der sie seit eben dieser Zeit grundlegend von einer „Versicherung“ unterscheidet.

Dem („keinste Ahnung!“) hätte, als ich anfing, Kassenarzt zu sein, etwas abhelfen sollen, was bis heute ICD heißt, und bei Erfindung eine schlichte standardisiert abgefasste Liste der (noch abartigsten) Todesursachen gewesen ist, die den gottsallmächtigen Lebensversicherern des Bristish Empire nach Ableben des Versicherten halt so zur „Erstattung“ eingereicht worden waren.
Die erste Version ICD, mit der zu kodieren mich kranke Kassen gezwungen haben, enthielt tatsächlich den „Tod durch Krokodilbiss“, und den Tod während eines Verkehrsunglücks hatte man tatsächlich danach zu differenzieren, ob dieses Fahrzeug von Hand oder von Tieren oder mit Verbrennungs- oder elektrischem Motor zu bewegen gewesen war.


Während ein Brustkrebs bis heute nur nach Seiten- und Quadrantenlokalisierung differenziert zu kodieren geht, und die übrigen siebzehn m e d i z i n i s c h relevanten Parameter eines Brustkrebses überhaupt nicht zu kodieren gehen.

Woraus klar ersichtlich ist: die zwangsweise Diagnosenkodierung dient auf der Welt keinem einzigen Patienten, und die Ärzte der Welt behindert sie beim Arbeiten zunehmend massiver.

Geradezu drängt sich der Eindruck auf: genau das ist die Absicht kranker Kassen.

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 Betreff des Beitrags: 1978
BeitragVerfasst: 01.11.17, 01:01 
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1978 war ich einer von sechs Assistenten einer Allgemeinchirurgie "auf" der Baar. Das Haus draußen vor der Stadt am Waldrand superhochfunktional neuerbaut, der Chef residierte mit Familie 200 m weiter oben im Wald, die Leute nannten sein Wohnhaus "Waldkapelle", wohl wegen des kreisrunden Grundrisses. Alle wichtigen Abteilungen waren da und die Ausstattung super, hab damals den ersten Schallkopf in der Hand gehabt. Der Oberarzt war Traumatologe, Gefäßchirurg und glänzender Flötist.

Der Chef, zuvor Anatom und Entwicklungshelfer in Vietnam, war der Bauchchirurg. Mit im Team übrigens einer der ersten Pejottler, Mitentdecker des (damals) Campylobacter pylori, damit Sargträger der Ulcuschirurgie und heut Professor in München, hat vor paar Jahren einer meiner Schwestern das Cholangiokarzinom wegoperiert.

Wissenschaft war Tagesordnung. Qualitätsmanagement war Tagesordnung. 1978 hieß das noch gar nicht so.

Diagnosencodierung war Tagesordnung, zeitnah abzuliefern mit jedem Briefdiktat. Vielleicht hat’s damals ja eine zweistellige Prozentzahl ausformulierter Diagnosen weniger gegeben. Aber wir haben alle behandlungsrelevanten Diagnosen eines jeden Patienten auf einer maschinenlesbaren Strich-Lochkarte untergebracht, wie die damals üblich war, als Computer noch Schrankgröße hatten.

Die Wissensbasis zur Codierung war nicht eine stumpfe dumpfe tumbe Eineinhalbtausendseitenliste mit chaotischer Inhaltsübersicht und hundert Seiten Codierrichtlinie wie die Zwang-und Krampf-ICD 10 (german version) von heut, sondern die Wissensbasis dazu hatte jeder im Kopf, der nach 6 Jahren die Medizin fertigstudiert hatte.

Aber 1978 hatte die Diagnosencodierung halt auch noch nicht die Funktion gehabt, die bis heute fortbestehende Blödheit kranker Kassen bemänteln zu müssen, und sonst nix.

Und: damals hatten die kranken Kassen weder die Blödheit besessen, die Medizin "steuern" zu wollen, noch die Blödheit, ihren Mitgliedern weiszumachen zu versuchen, das auch zu können.

PR

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