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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Gesundheitsfürsorge kost mehr als ein Kassenbeitrag
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BeitragVerfasst: 11.09.17, 18:24 
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Wer sagt das ? Die Kassenmitglieder.

Die lassen sich nämlich ihre Gesundheitsfürsorge zum guten Teil deutlich mehr kosten:

https://www.continentale.de/documents/80036/673562/Continentale-Studie_2017/aa414f22-352c-4e8c-8f0f-1d8366e5acfd

und sind damit mehrheitlich auch noch ganz zufrieden.

PR

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BeitragVerfasst: 12.09.17, 09:37 
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Zitat:
Die PKV investiert mehr in medizinischen Fortschritt und bezahlt mehr Leistungen als die GKV, zum
Beispiel für Behandlungen, die die GKV noch nicht im Leistungs-Katalog hat. Diese zieht hier regel-
mäßig nach. Das muss sie auch, wenn sie nicht gutverdienende Versicherte an die PKV verlieren will.
Zudem gilt generell: Wenn GKV-Versicherte Mehrleistungen in der PKV sehen, fordern sie die gleichen
Behandlungen ein. So entsteht ein Wettbewerb zwischen PKV und GKV, von dem alle profitieren. Das
ist die positive Sicht auf das duale System in Deutschland. Entsprechend sehen 44 Prozent Vorteile im
Wettbewerb zwischen PKV und GKV und glauben, dass sich ohne diesen die medizinische Versorgung
für alle verschlechtern würde. 48 lehnen diese Aussage ab.


Allein diese "Interpretation" der Untersuchungsergebnisse disqualifiziert das Pamphlet. Ich habe es mir noch nicht im Detail angesehen, aber was will man von einer Untersuchung eines privaten Versicherers auch anderes erwarten als ein zweckdienliches Ergebnis.
@PR Sie bedienen sich lächerlicher Argumente für Ihre Position
Es wäre übrigens angebracht, auf einen Deeplink hinzuweisen


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BeitragVerfasst: 12.09.17, 15:38 
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PR hat geschrieben:
Wer sagt das ? Die Kassenmitglieder.

Die lassen sich nämlich ihre Gesundheitsfürsorge zum guten Teil deutlich mehr kosten:

https://www.continentale.de/documents/80036/673562/Continentale-Studie_2017/aa414f22-352c-4e8c-8f0f-1d8366e5acfd

und sind damit mehrheitlich auch noch ganz zufrieden.

PR

Komisch.. So was höre ich zum ersten mal und bin etwas schokiert. Naja, warum denn sollen sie damit nicht zufrieden sein :D Mehr Kunde - mehr Geld


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BeitragVerfasst: 12.09.17, 20:35 
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Mir ist nicht klar, was mit „Leistungsgarantie“ gemeint ist (S. 7 der Studie).

"… Die wesentlichen Unterschiede zwischen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung kennen die GKV-Versicherten weiterhin überwiegend nicht. Lediglich 6 Prozent wissen, dass es in der GKV keine Leistungsgarantie gibt, wohl aber in der PKV."

Garantie auf Leistungen bei PKV-Vertragsabschluss solange der Vertrag läuft vs. WANZ bei den Gesetzlichen?

Frdl. Grüße
Christiane


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BeitragVerfasst: 12.09.17, 21:49 
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selenia hat geschrieben:
Komisch.. So was höre ich zum ersten mal und bin etwas schokiert. Naja, warum denn sollen sie damit nicht zufrieden sein :D Mehr Kunde - mehr Geld


Ich weiß nicht, ob Du PR richtig verstanden hast. Er "wundert" sich, dass die Leute zufrieden damit sind, zu ihren GKV-Beiträgen nochmals denselben Betrag aufbringen zu müssen, um ihre Vorstellungen von "Gesundheitsversorgung" halbwegs zu erfüllen.
Dabei gehört er selbst zu einem jener Fächer, die berüchtigt für den Verkauf überwiegend unnützer IGeL sind. Er selbst partizipiert also an der Zufriedenheit vieler Patientinnen und wünscht sich bestimmt nicht, dass ihm seine Patientinnen buchstäblich mit dem nackten @rsch ins Gesicht springen, wenn er mal wieder etwas als IGeL verkaufen "muss", weil es von der bösen GKV nicht bezahlt wird.

Inzwischen hab ich mir den ganzen Schrieb durchgelesen...: Diese Erhebung ist ein grotesker Witz.

Christianes Herz hat geschrieben:
Mir ist nicht klar, was mit „Leistungsgarantie“ gemeint ist (S. 7 der Studie).

"… Die wesentlichen Unterschiede zwischen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung kennen die GKV-Versicherten weiterhin überwiegend nicht. Lediglich 6 Prozent wissen, dass es in der GKV keine Leistungsgarantie gibt, wohl aber in der PKV."

Garantie auf Leistungen bei PKV-Vertragsabschluss solange der Vertrag läuft vs. WANZ bei den Gesetzlichen?


Genau so würde ich das in dem Kontext auch lesen. Die "Leistungsgarantie" gibt es genau so lange wie die gut verzinsten alten Bausparverträge, die die Banken ja nun bekanntermaßen kündigen dürfen.
Allerdings stimmt, dass die gesetzliche Kranken"versicherung" keine konkreten Gegenleistungen für das Beitragsgeld festschreibt und beliebig und einseitig in den "Versicherungs"vertrag eingreift und ihn "anpasst", wo immer es opportun erscheint.

Auch Prof. Wasem ist hier nicht konsequent und lässt sich erpressen und einlullen. In der TV-Sendung, die PR nie sehen wird, weil er sich nicht "zum Glotzen bringen" lässt und somit nicht dazulernt, sprach er zwar davon, dass es dringend eines Regelwerkes bedürfte, der Pharmabranche Einhalt zu gebieten, die jeden Cent abgrast, der im Gesundheitswesen "übrig" ist, aber "man will ja, dass da geforscht wird". Selbst Wasem ist anscheinend entgangen, das Big Pharma mehr Geld ins Marketing steckt als in die Forschung.
Und..., wir forschen ja nicht alleine. Auch in der Schweiz und in den USA gibt es Unternehmen, die Arzneien, Heil- und Hilfsmittel entwickeln. Aber uns gegenüber tut man so, als müsse der deutsche Kranke für jeden ge-evergreenten Mist aufkommen, für den man eine einjährige Abzockerlaubnis ergattern kann.

Warum Pharma? Weil dort das Geld der Beitragszahler verschwindet, das behandelnden Ärzten bzw. allen Leistungserbringern zustünde, die heute um ihr Geld besch!ssen werden. Da fließt das Geld hin, das man dringend für Vorsorgeleistungen und Pflegedienste benötigen würde oder/und für eine Senkung der Kassenbeiträge für sozial Schwache.
Das der Bürger mehrheitlich einer Bürgerversicherung misstraut, halte ich für ein Gerücht. Ich mache bei mir im Ladengeschäft bei meinen Kunden eine genau gegenteilige Erfahrung. Angesichts monatelanger Wartezeiten auf Augenarzttermine, Abweisung als Patient oder Minimalbehandlungen fehlt den allerallermeisten das Verständnis dafür, dass man "für nix" so viel Kassenbeitrag zahlt, während privat Versicherte jeden Blödsinn (mit den irrwitzigsten medizinischen Indikationsangaben) abrechnen können.


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 Betreff des Beitrags: Mir tät ja als Erstes auffallen:
BeitragVerfasst: 12.09.17, 23:11 
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die Kassenmitglieder h a b e n das Geld, um es für allerlei neben der Kassenmedizin her und f ü r s i c h auszugeben - eben n i c h t für eine ohnehin nicht vorhandene Solidarität.

So wie sie ja auch das eine oder andere Geld für die eine oder andere Brillen m o d e haben, gell, Herr Optikus 8)

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 Betreff des Beitrags: IGel verkaufen
BeitragVerfasst: 12.09.17, 23:24 
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Letzte Woche war eine junge Fachkollegin da, die grad im Basler Kanti den Ultraschall macht. Die hat sich tatsächlich auf meine bereits zum 01.10. abgegebene Kassenzulassung beworben und will sie in die Praxis zweier weiterer Kolleginnen am Ort einbringen. Zulaausschusssitzung ist Ende Oktober, hier anfangen könnte sie eh nicht vor Januar. Ist aber natürlich völlig unbeleckt und naiv, was 'schländisch kranke Kasse angeht. Hab ihr unmißverständlich klar gemacht, dass sie auf Teufel komm raus Brillenmode verkaufen muss, ähm, IGeL wird verkaufen müssen, weil sie ansonsten zB. ein so hübsches Ultraschallgerät wie das, mit dem sie grad schaffen darf, nie und nimmer im Leben refinanziert kriegt, ohne damit das Gehalt ihres Gatten zu verbrauchen. Mal gucken, ob sie ihre Bewerbung aufrecht erhält.

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BeitragVerfasst: 13.09.17, 00:12 
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Aber lesen können Sie schon noch, barnie ?

Da stand:
Im Schnitt zahlt jeder Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) 448 Euro im Jahr für seine Gesundheit als Selbst- oder Zuzahlung.

Ich hab da nämlich im Internett mal so einen wieder etwas selbständigeren Augenoptiker mit politischen Ambitionen kennengelernt, der sich über sowas ganz abartig aufgeregt hätt.

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BeitragVerfasst: 13.09.17, 06:43 
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PR hat geschrieben:
448 Euro im Jahr
Dafür kriegt man eine halbe Gleitsichtbrille.

Aber die ist ja auch wichtiger als unnötige Gesundheitsuntersuchungen.

Sagen jedenfalls Optiker und Kassen.

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BeitragVerfasst: 13.09.17, 09:52 
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PR hat geschrieben:
Aber lesen können Sie schon noch, barnie ?

Da stand:
Im Schnitt zahlt jeder Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) 448 Euro im Jahr für seine Gesundheit als Selbst- oder Zuzahlung


Ja, das steht in diesem Pamphlet. Fakt ist aber, dass in Deutschland in 2013 über 420 Mrd für Gesundheit ausgegeben wurden (Quelle:RKI). Das ist mehr als das Doppelte dessen, was in die gesetzlichen Kassen eingezahlt wird und somit zahlt jeder den Kassenbeitrag noch einmal "freiwillig" obendrauf.
Mit einem "Täfelchen" wär das ganz einfach zu rechnen.

Humungus hat geschrieben:
PR hat geschrieben:
448 Euro im Jahr
Dafür kriegt man eine halbe Gleitsichtbrille.


Bei mir bekommen Sie dafür 2 Gleitsichtbrillen. Wollen wir wetten? Und der Durchschnittskassenbon in der Augenoptik liegt irgendwo zwischen 250-300 Euro. Die Mär von den Brillen zu vierstelligen Preisen ist total abgestanden! Das mag es geben, ist aber die absolute Ausnahme und keinesfalls die Regel.

Wenn es Leute gibt, die meinen, es müsse ein namhafter Schriftzug am Brillenbügel stehen, dann sollen sie halt dafür zahlen. Wenn sie meinen, dass es hilft, sich den Popo mit Edelgas aufpusten zu lassen, dann sollen sie dafür halt zahlen. Wenn es Leute gibt, die in der Apotheke stets das gewohnte Mittelchen/das Original statt des wesentlich preiswerteren Generikums haben müssen, dann sollen sie dafür zahlen.

Aber sich belustigt zu fühlen, dass die Leute weit mehr als den Kassenbeitrag bezahlen müssen oder wollen, um sich angemessen versorgt zu wissen, obwohl man selbst zu denen gehört, die dafür sorgen, dass die Leute mehr als den Kassenbeitrag bezahlen müssen, finde ich wieder mal unterirdisch

..und sich dann noch über die "Blödheit" der Leute an die Stirn zu tippen, weil sie "zufrieden" seien!!

Erstens sind sie das längst nicht mehr und zweitens könnte der TO selbst etwas dazu leisten, dass die Patienten mit weniger Geld auskommen und sie damit noch zufriedener machen.


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BeitragVerfasst: 14.09.17, 19:50 
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dass seine Patientinnen ab da nicht mehr i h m ihr Geld ins Haus tragen müssen, sondern seinen Kolleginnen.

Das wird nicht ohne Steigerungsfaktor abgehen, aber mein Problem ist das dann nicht.

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BeitragVerfasst: 16.09.17, 20:40 
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Zitat:
Kassenbeitrag noch einmal "freiwillig" obendrauf


Brillen-Mode inclusive, oder zählt die gar nicht zur Rubrik "Gesundheit" ?

Keine Angst, ich recherchier nicht nach, was der Brillenoptiker jetzt gleich antworten wird.

PR

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