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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Sozialsysteme eignen sich nicht zur Umverteilung
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BeitragVerfasst: 23.08.17, 20:28 
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Lass ich mal so allgemein stehen, sicher weiß ich es von der Gekavau.

Gleichmacherei ist immer noch besser als Spaltung. Viel mehr Weisheit steckt allerdings nicht hinter den Umverteilungsplänen, die Politiker und solche, die es zu werden wünschen, bevorzugt zu Wahlen plakatieren.

Umverteilung ist prima, ist polulär, ist legitim, ist staatstragend, soviel vorweg. Solange das Werkzeug dazu das Richtige ist und als Soches deklariert wurde. Steuern und steuerähnliche Sonderabgaben zB sind prima Werkzeuge zur Umverteilung. Manche tragen die hehre Absicht sogar im Namen.

Aber ein Krankenkassenbeitrag ? Der hat doch vom Gesetz her eine recht präzise Zweckbestimmung, und die ist von Wahltagen vollkommen unabhängig, sollte man meinen. Ein Krankenkassenbeitrag war und ist nichts weiter als eine Umlage zur individuellen Gesundheitsfürsorgekostenfinanzierung: wer jetzt gesund und arbeitsfähig ist, zahlt dem die Behandlung, der gerade beides nicht ist. So weit die grundgesetzkonforme (freilich wenig nachhaltige, wenn auf 95 % einer Bevölkerung angewendete) Idee.

Dennoch wird’s politisch ständig versucht, mit Krankenkassenbeiträgen („unsere solidarische Krankenversicherung“) umzuverteilen, und keine Täuschung erscheint dem Politiker zu blöd, zB die Mär vom Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil zum Monatsbeitrag.

Für das Erkennen dieser Täuschungsmanöver und zur Forderung nach rascher Abhilfe braucht es nur sehr wenig Liberalität, eigentlich nur Ehrlichkeit und Menschenverstand.

PR

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BeitragVerfasst: 24.08.17, 07:59 
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PR hat geschrieben:
Sozialsysteme eignen sich nicht zur Umverteilung

Das Grundgesetz garantiert die Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums für alle Menschen in Deutschland, mit der Kranken- und Rentenversicherung erfüllt der Staat einen Auftrag des Grundgesetzes. Die gesetzliche Krankenversicherung ist eine Solidargemeinschaft, in der die Starken/Gesunden die Lasten der Schwachen/Kranken mit übernehmen. Das wird von einem Großteil der Bevölkerung mitgetragen, weil mit hoher Wahrscheinlichkeit jeder einmal auf die Solidarität der anderen angewiesen ist (alt/krank).

Die privatwirtschaftliche Versicherung unterscheidet sich vom Solidarsystem dadurch, dass sich die Prämie nach dem Versicherungsrisiko und der Wahrscheinlichkeit des Leistungsbedarfs richtet. Jede Versicherung ist aber letztlich auch ein Solidarsystem das umverteilt. Viele bezahlen z.B. eine Prämie in die Hausratversicherung erhalten aber nie Leistungen, weil kein Schaden eintritt. Zur Umverteilung kommt aber noch eine Rendite, die diese Versicherung erwirtschaften muss. Das verteuert die Prämien.

Ein schönes Beispiel dafür ist die Gebäudeversicherung. Wie Ihnen sicherlich auch noch in Erinnerung ist war eine Elementarschadensversicherung in Baden-Württemberg bis 1994 Pflicht und eine eigenständige Versicherung. Mit dem Wegfall des Monopols wurde diese über privatwirtschaftliche Versicherungen angeboten. Die Folge war, dass die Prämien jährlich gestiegen sind mit der Begründung der höheren Schadensbegleichungen und zeitgleich Hausbesitzer, die einem besonderen Risiko ausgesetzt sind (z.B. Hochwassergebiet) keine (bezahlbare) Versicherung mehr erhalten. Cui bono?

Zitat:
Ein Krankenkassenbeitrag war und ist nichts weiter als eine Umlage zur individuellen Gesundheitsfürsorgekostenfinanzierung: wer jetzt gesund und arbeitsfähig ist, zahlt dem die Behandlung, der gerade beides nicht ist. So weit die grundgesetzkonforme (freilich wenig nachhaltige, wenn auf 95 % einer Bevölkerung angewendete) Idee
Das spricht doch dann für eine Bürgerversicherung in die alle einbezahlen.

Sie fordern ein privatwirtschaftliches Modell, beschweren sich aber über Wettbewerb und sehen dieses "Schweinesystem" GKV am Ende. Vielleicht erklären Sie uns kurz einmal Sinn und Zweck Ihrer Beiträge, damit es der geneigte Leser auch versteht.


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BeitragVerfasst: 24.08.17, 11:03 
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PR hat geschrieben:
Aber ein Krankenkassenbeitrag ? Der hat doch vom Gesetz her eine recht präzise Zweckbestimmung, und die ist von Wahltagen vollkommen unabhängig, sollte man meinen. Ein Krankenkassenbeitrag war und ist nichts weiter als eine Umlage zur individuellen Gesundheitsfürsorgekostenfinanzierung: wer jetzt gesund und arbeitsfähig ist, zahlt dem die Behandlung, der gerade beides nicht ist. So weit die grundgesetzkonforme (freilich wenig nachhaltige, wenn auf 95 % einer Bevölkerung angewendete) Idee.

Dennoch wird’s politisch ständig versucht, mit Krankenkassenbeiträgen („unsere solidarische Krankenversicherung“) umzuverteilen, und keine Täuschung erscheint dem Politiker zu blöd, zB die Mär vom Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil zum Monatsbeitrag.


Die Zweckbestimmung ist -denke ich- allen klar. Aber 14,5 Mrd im Solidartopf kommen halt von Schäuble. Die derzeitigen Überschüsse wecken natürlich Begehrlichkeiten. Auch bei Schäuble.

Der will nicht nur eine schwarze Null, sondern möglichst eine schwarze 1.

Bei der CSU wird er da aber nicht auf Unterstützer treffen. Die Huml will ja, dass Schäuble noch mehr reinbuttert, damit die Zusatzbeiträge entfallen könnten.
Oder anders ausgedrückt..: Man schafft "Wettbewerb" und die Kosten für defizitäre Angebote soll dann der Steuerzahler übernehmen.

http://www.tagesspiegel.de/politik/gesu ... 34170.html


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 Betreff des Beitrags: Frau Huml und ihre Gedanken
BeitragVerfasst: 24.08.17, 13:48 
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Versicherungsfremd wird sich dann aber auch darauf beziehen, dass 1 Beitragszahler nur für sich selber zahlt und nicht noch für Ehegatten und Kinder. M. E.

Frdl. Grüße
Christiane


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BeitragVerfasst: 24.08.17, 23:19 
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kranke Kassen, sonst wäre für sie mit allen Konsequenzen das Versicherungsaufsichtsamt zuständig,
aber das ist es ganz klar nur in verschwindendem Umfang mit völlig unwesentlicher Tragweite.

Das letztverbliebene solidarische Element in diesem gottverdammten Funktionärssystem, das sind die "Leistungserbringer", die noch zu Bedingungen der Funktionäre bereit sind zu arbeiten (U.Schmidt)

und genau die machen sich galoppierend rarer und rarer. Das ist meine schlichte überaus schlechte Meldung, seitdem ich hier mitschreibe: irgendwas kann seit Langem am Schweinesysten nicht mehr stimmen.

Quis habet aures audiendi audiat. Aber nö, jetz is' Wahlkrampf, und von dem erwarten wir Funktionäre uns...

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 Betreff des Beitrags: Rechercheure vor !
BeitragVerfasst: 04.09.17, 19:40 
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Der Rürup hat witziger Weise grad was veröffentlicht, was ziemlich genau so lautet:
kranke Gesundheitskassen sind nicht zum Umverteilen da.

Ich kann bloß auf Seiten verlinken, die nicht allgemein zugänglich sind.

PR

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BeitragVerfasst: 04.09.17, 21:37 
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Hab mich rückversichert und darf das hier zitieren. Ich machs auszugsweise.
Rürup: „

der oder die neue Minister/in muss sich dringend Gedanken über die Zukunftsfähigkeit des deutschen Gesundheitssystems.
Der oder die neue BMG darf sich auf keinen Fall auf der zurzeit noch komfortablen finanziellen Situation der gesetzlichen Krankenversicherung ausruhen. „In der nächsten Wahlperiode dürften sich die vollen Kassen leeren. Dann wird sich rächen, dass von der Politik zentrale Herausforderungen zur langfristigen Stabilisierung des GKV-Systems verdrängt wurden“. Kranke Kassen „hätten in dieser Legislaturperiode vom beschäftigungsintensiven Wirtschaftsaufschwung profitiert. Doch jeder Aufschwung habe irgendwann ein Ende.“

Die Digitalisierung in der Medizin löst erst mal einen enormen Kostenschub aus, sie wird alle Erwerbsarbeit verändern und deletäre Auswirkungen auf die Kassenfinanzen haben. Um dieser Entwicklung gegenzusteuern, ist eine Kombination aus Priorisierung und Entkopplung der Kassenbeiträge von Löhnen und Renten erforderlich. Das derzeitige Beitragssystem muss überarbeitet werden

Die Umverteilung von Reich zu Arm ist keine Aufgabe der Krankenkassen, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und sollte aus Steuern finanziert werden, nicht nur aus den beitragspflichtigen Einkommen.

Das Bürgerversicherungskonzept ist versicherungsökonomisch richtig. Aber noch immer gibt es kein realistisches Konzept für seine grundgesetzkonforme Umsetzung. Nicht praktikabel geregelt sind: der verfassungsgerichtlich anerkannte Bestandsschutz der privaten Vollversicherung, sowie die Frage, wie Kassenbeiträge auf Vermögenseinkommen erhoben werden könnten.

PR

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BeitragVerfasst: 05.09.17, 07:43 
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PR hat geschrieben:
Rürup: „
der oder die neue Minister/in muss sich dringend Gedanken über die Zukunftsfähigkeit des deutschen Gesundheitssystems...

Wie beim Rentensystem, bei dem Rürup (mit Ihrem verehrten Raffelhüschen) maßgeblich daran beteiligt war die gesetzliche Rente zu beschädigen um die Weichen für die Privatisierung der Altersvorsorge zu öffnen. Die Rürup-Rente ist ein Rohrkrepierer. Profitiert haben nur die privaten Versicherungen und Rürup selbst, der kurz danach zur AWD (Maschmeyer) wechselte, die von der Privatisierung der Altersvorsorge unermesslich profitiert hat. Zerstören um daran zu verdienen. Ganz in Ihrem Sinne, gell?


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BeitragVerfasst: 05.09.17, 20:45 
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der ach so solidarische player,
angesichts der nicht mehr wegzudiskutierenden Tatsachen, dass

1. die Gekavau selbst in Gestalt ihres spitzen Bunzverbanz (Freiherr von und zu auf und davon) lieber mit angestellten Ärzten zu tun haben möchte als mit selbständig denkenden und handelnden

2. der ärztliche Nachwuchs dies endlich verstanden hat und folgerichtig seine Arbeitskraft nur noch einem richtigen deutschländischen Arbeitsmarkt anvertrauen möchte, mit Tarifvertrag, Streikrecht und allen sonstigen "sozialen" Segnungen

3. dies den Preis der Arzt-Arbeitsstunde auf das geschätzt Zweieinhalbfache des bisher Veranschlagten erhöhen wird,

4. um dem eigentlichen payer, nämlich dem gemeinen Kassenmitglied, die Gestehungskosten der Infrastruktur, die Kapitalkosten zur Investition, die Kapitalrendite, die Verwaltungskosten und den Risikozuschlag für den Investor gleich ganz zu verschweigen (wie das sämtliche amtlichen Veröffentlichungen zum Einkommen der Ärzte ja auch tun).

Na, timmiezwoo ?

PR

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BeitragVerfasst: 06.09.17, 06:47 
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Was Sie hier von Rürup so euphorisch zitieren ist nichts anderes als die Aufwärmung der Kopfpauschale (einkommensunabhängige Gesundheitsprämie bei vollständiger Entlastung der Arbeitgeber). Mit den einkommensunabhängigen Zusatzbeiträgen wurde die paritätische Finanzierung bereits aufgeweicht. Die Belastungen sollen die Arbeitnehmer tragen und den Unternehmen zugute kommen, schließlich ist das Gesundheitswesen ein Wachstumsmarkt und die Solidarversicherung eine Wachstumsbremse. Das ist nicht nur höchst unsozial sondern Umverteilung von unten nach oben und wird den Bürgern nett verpackt als „Wettbewerb“ untergejubelt. Je höher der Privatisierungsgrad umso höher die Kosten, das zeigt der internationale Vergleich. Die gesetzliche Krankenversicherung hat nur eine Zukunft, wenn der soziale Ausgleich funktioniert. Die Kampagne zielt einzig und allein auf die Erosion des Vertrauens in die Gesetzlichen Krankenkassen, ähnlich wie das Vertrauen in die gesetzliche Altersversorgung zerstört wurde, um die Privatisierung voranzutreiben.


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BeitragVerfasst: 06.09.17, 09:22 
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ist doch eine reine Phantomdiskussion und Augenwischerei.

Vom Arbeitgeber aus gesehen sind b e i d e "Anteile" (AG- und AN-Anteil) Lohnnebenkosten,
die ins Produkt eingepreist werden müssen, und vom Arbeitnehmer aus gesehen sind sie b e i d e von ihm selbst erarbeitet worden.

PR

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BeitragVerfasst: 06.09.17, 11:48 
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PR hat geschrieben:
ist doch eine reine Phantomdiskussion und Augenwischerei.

Vom Arbeitgeber aus gesehen sind b e i d e "Anteile" (AG- und AN-Anteil) Lohnnebenkosten,
die ins Produkt eingepreist werden müssen, und vom Arbeitnehmer aus gesehen sind sie b e i d e von ihm selbst erarbeitet worden.

PR

Ach so, na dann kann der Arbeitgeber doch der Einfachheit halber gleich den kompletten Beitrag übernehmen. Ist doch eh egal oder? :mrgreen:


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BeitragVerfasst: 06.09.17, 13:52 
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Zitat:
..vom Arbeitnehmer aus gesehen sind sie b e i d e von ihm selbst erarbeitet worden.


@Timmie2

PR hat hier Recht. Auch der AG-Anteil ist Lohn- bzw. Gehaltsbestandteil. Das wird aber von den wenigsten so wahrgenommen, weil sie das Geld nie in die Hand bekommen.


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BeitragVerfasst: 06.09.17, 14:06 
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Wenn ich meinen Helferinnen den Lohn um 50 Euro erhöhe, zahle ich dafür 70 Euro. Und die Helferinnen kriegen 30 Euro. Die Möglichkeiten, Prämien oder andere Zuwendungen steuerfrei oder -ermäßigt zukommen zu lassen, sind systematisch verringert worden. Das ist frustrierend.

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Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.


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BeitragVerfasst: 06.09.17, 18:13 
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Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
PR hat hier Recht.
Nein, hat er nicht, sonst könnten auch die Arbeitgeber die Sozialabgaben komplett übernehmen. Wären Sie damit einverstanden?

Es ist ein Unterschied, ob Beitragssteigerungen über die Lohnnebenkosten vom Arbeitgeber mitzutragen sind oder vom Bruttogehalt abgehen. Eine Beitragssteigerung bedeutet nicht gleichzeitig auch Gehaltserhöhung, d.h. mit dem Zusatzbeitrag wird der Arbeitgeber entlastet und der Arbeitnehmer belastet. Beim Rürup-Modell wäre der Krankenkassenbeitrag vollständig vom Arbeitnehmer zu zahlen. Angesichts der vehementen Klagen über die Lohnnebenkosten der Arbeitgeber (die die Löhne verteuern würden obwohl die Reallöhne stagnierten) ist kaum zu erwarten, dass sich deren Ersparnis im Gehalt widerspiegelt. Das wäre eindeutig eine Umverteilung von unten nach oben, dazu würde jede Hemmung fallen die Kosten im Gesundheitswesen moderat zu halten. Das Gesundheitswesen könnte als Wachstumsmarkt florieren, abgezockt werden schließlich nur die Beitragszahler. Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren.


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