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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Der „Sicherstellungsauftrag“ geht baden
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BeitragVerfasst: 21.08.17, 19:18 
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Erst mal partiell, erst mal in der Zukunft, und erst mal bloß in Hessen.

Nicht, weil im 'schland teils noch Sommerferien sind, und nicht aus Spaß und Dollerei. Sondern weil kranke Kassen im 'schland ärztliche Arbeit grundsätzlich als ihren eigenen Schaden betrachten.

In Hessen haben die kranken Kassen die Hohnorarverhandlungen scheitern lassen. Verhandlungen über das sie von jedem Gesundheizkostenrisiko „befreiende Gesamthonorar“ des Jahres 2017, das auch schon bald um ist.

Draufhin haben die persönlich verantwortlichen Manager der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen veröffentlicht: „Wir können es in Anbetracht der Honorarpolitik der Krankenkassen in Hessen jungen Kolleginnen und Kollegen derzeit nicht empfehlen, sich in Hessen niederzulassen.“
https://www.aend.de/article/180532

Wenigstens in Hessen
zählt sich das Schweinesystem selbst an.

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BeitragVerfasst: 22.08.17, 09:28 
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Wieviel hätte denn eine Empfehlung an die "jungen Kolleginnen und Kollegen" die Allgemeinheit gekostet? :evil:

Wenn die KV dem Sicherstellungsauftrag nicht nachkommt, fällt dieser an die Kassen zurück und eröffnet "jungen Kolleginnen und Kollegen" gute Chancen auf Direktverträge.

Im Übrigen legen Sie doch immer so Wert auf die unternehmerische Freiheit eines Arztes. Und da lassen Sie sich von Ihrer KV "Empfehlungen" geben?
Das Geschrei wollte ich hören, wenn die Politik oder die Krankenkassen den "jungen Kolleginnen und Kollegen" Empfehlungen gäbe, was sie besser tun und lassen sollten!! :evil:


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 Betreff des Beitrags: Nichts, um genau zu sein.
BeitragVerfasst: 22.08.17, 16:45 
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Es hätte das Geld der bisher schon niedergelassenen Ärzte gekostet.
Weiß schon, beim ÄRZTENACHRICHTENDIENST können Sie nicht mitlesen.

Da stand: die hessische Kavau hat ihr Nachwuchsförderprogramm ab Ende Jahr storniert,
das zur Hälfte von den Bestandsärzten finanziert wird,
weil die kranken Kassen schon die Arbeit der Bestandsärzte nur unanständig hohnorieren werden.

Sie schrieben ja auch, dass Sie Ihr Töchterchen aus dem ganzen Schlamassel lieber raus halten wollen.
Das Geschrei will ich tatsächlich auch gern hören, wenn kranke Kassen mit Direktverträgen wedeln,
und der ärztliche Nachwuchs die dann auch wirklich gelesen und verstanden hat.

Nönö, Barnie, das Schweinesystem ist am Ende, da sind wir uns völlig einig.

PR

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BeitragVerfasst: 22.08.17, 18:16 
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Zitat:
Das Geschrei will ich tatsächlich auch gern hören, wenn kranke Kassen mit Direktverträgen wedeln,
und der ärztliche Nachwuchs die dann auch wirklich gelesen und verstanden hat.


Würde es zu einer Situation kommen, dass mein Töchterlein erwägen würde, einen Direktvertrag einzugehen, würde da drin stehen, was WIR wollen (Papi ist da -zumindest momentan- mit im Boot) und nicht, was der Kasse vorschwebt.
Ein Vertrag ist eine übereinstimmende Willenserklärung. Was wir nicht wollen, wird nicht unterschrieben. Punkt.


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 Betreff des Beitrags: Da kann man eigentlich nur
BeitragVerfasst: 22.08.17, 21:39 
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gar nicht erst probieren
wünschen.

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 Betreff des Beitrags: DAS MISSVERSTÄNDNIS
BeitragVerfasst: 27.08.17, 10:08 
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Da isses wieder, das bewusst gestreute Missverständnis:
http://www.fr.de/rhein-main/landespolitik/gesundheit-aerzte-schaden-sich-selbst-a-1337119

Die KVen sind keine ärztlichen '"Standesvertretungen", sondern seit der Hitlerei dem Staat gegenüber stets willfährige Behörden. Vor Kassenwillkür schützen sie längst niemanden mehr.

PR

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BeitragVerfasst: 27.08.17, 12:50 
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Der Streit entzündet sich an der Konvergenzregelung, der Angleichung der Honorare an den Bundesdurchschnitt. Es ist wie so oft ein Verteilungskampf um Honoraranteile.

Die Gesamtvergütung setzt sich zusammen aus der (gedeckelten) morbiditätsbedingten Gesamtvergütung und der (ungedeckelten) extrabudgetären Gesamtvergütung. Die extrabdugetäre Vergütung ist in Hessen höher als im Bundesdurchschnitt und wird in voller Höhe an die Ärzte ausbezahlt, die morbiditätsbedingte Vergütung dagegen liegt unter dem Bundesdurchschnitt weshalb mehr Honorar gefordert wird.

Was extrabudgetär ausgegeben wird fehlt eben an Honorar in der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung

Hessischer Landtag betreffend ärztliche Honorare in Hessen


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 Betreff des Beitrags: Da kann man doch bloß applaudieren,
BeitragVerfasst: 27.08.17, 16:44 
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dass Ärzte ihren eigenen Nachwuchs nicht mehr in die kranke Kassenfalle locken.

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