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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Beamte in die Gesetzlichen Krankenkassen
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BeitragVerfasst: 09.08.17, 10:43 
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Hilfe, die Beamten kommen!
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... te-oeffnen

Da kommt ja dann eine sehr verwöhnte Klientel auf unsere Solidargemeinschaft zu. Ich glaub nicht, dass die sich mit WANZ zufriedengeben. Ein Wunsch der Politik, der m. E. nicht aufgeht. Die zahlen ja nicht nur ein, die wollen auch Leistungen. Und wie ich „meine“ Beamten kenne, nicht zu knapp.

Frdl. Grüße
Christiane


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BeitragVerfasst: 09.08.17, 11:42 
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Christiane, haben Sies gesehen? Im Text ist eine kleine, aber immens wichtige Anmerkung versteckt: nach Inkrafttreten des Gesetzes würden die Beamten nur noch die hälftigen Beiträge für die PKV im Basistarif kriegen. So wird versucht die Beamten aus der PKV zu pressen. Der Basistarif bildet die GKV-Leistungen ab und erlaubt eine Steigerung der GOÄ-Sätze zwischen dem 0,9 (!)-fachen und dem 1,3-fachen. Ärzte sind nicht verpflichtet eine Behandlung zu diesem Tarif zu akzeptieren.

Und ein weiteres Granätchen ist versteckt: profitieren werden erst einmal über 2000 Beamte, die (aus mir nicht bekannten Gründen, aber sie werden welche haben) freiwillig krankenversichert sind. Die kriegen dann die Hälfter der Beiträge, bisher zahlten sie ja selber.

Übrigens steht da nicht drin, dass die Beihilfe komplett wegfällt, heißt: Beamte zahlen für IGeL trotzdem nur die Hälfte. Egal, das Gesetz ist schon bei der Veröffentlichung tot. Wahlkampf halt.

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Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.


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BeitragVerfasst: 09.08.17, 13:10 
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Zitat:
Beamte haben ein Privileg, so scheint es: Sie dürfen sich privat krankenversichern - und der Staat trägt die Behandlungskosten. Doch was einst als Privileg galt, wird vielen zu umständlich und teuer. Wenn Beamte in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln wollen, zahlen sie drauf: sie erhalten nämlich keine Arbeitgeberzuschüsse. Dabei wollen inzwischen viele Beamte gerne in die gesetzliche KV.

Teure Privilegien - Wie Beamte die Existenz der Privaten Krankenversicherungen sichern


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BeitragVerfasst: 09.08.17, 19:17 
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und haben als Organe des Staats diesem gegenüber eine besondere - und besonders sanktionierte - Treuepflicht. Deren grundgesetzkonformes Gegenstück ist die Fürsorgepflicht des Staats für seine Beamten.

Wissen Sie genau, timmiezewoo. Genau so wie: Kassenärzte sind keine Beamten.

Alles Andere, was Sie hier so schreiben, ist pure Agitation. Kann ich nicht unterstützen.

PR

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Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
99 2988 015 Die Nummer zur Sicherheit


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BeitragVerfasst: 09.08.17, 21:31 
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Beiträge: 824
PR hat geschrieben:
Alles Andere, was Sie hier so schreiben, ist pure Agitation. Kann ich nicht unterstützen

„Wie Beamte die Existenz der privaten Krankenversicherungen sichern“. Ist mir schon klar, dass Ihnen das nicht gefällt.

PR hat geschrieben:
Das System der kranken Kassen: verrottet, verlogen, am Ende.
Denn dieses System befindet sich - bürgerlich rechtlich gesehen - im Zustand der Insolvenzverschleppung

Umgekehrt wird ein Schuh draus. Die PKV ist schon lange am Ende. Schon zu Beginn der Finanzkrise (2007) war die Anzahl der Neukunden in der PKV rückläufig, durch die Niedrigzinsphase hat sich die Lage noch verschärft. Die Beitragssteigerung der PKV betrug im Jahr 2010 satte 6,97 %. Die GKV dagegen schrieb schwarze Zahlen und war nicht defizitär als 2009 der Gesundheitsfond eingeführt wurde, mit dem den Krankenkassen Einnahmen vorenthalten werden. Cui bono?


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BeitragVerfasst: 10.08.17, 09:16 
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Humungus hat geschrieben:
Christiane, haben Sies gesehen? Im Text ist eine kleine, aber immens wichtige Anmerkung versteckt: nach Inkrafttreten des Gesetzes würden die Beamten nur noch die hälftigen Beiträge für die PKV im Basistarif kriegen. So wird versucht die Beamten aus der PKV zu pressen. Der Basistarif bildet die GKV-Leistungen ab und erlaubt eine Steigerung der GOÄ-Sätze zwischen dem 0,9 (!)-fachen und dem 1,3-fachen. Ärzte sind nicht verpflichtet eine Behandlung zu diesem Tarif zu akzeptieren.

Und ein weiteres Granätchen ist versteckt: profitieren werden erst einmal über 2000 Beamte, die (aus mir nicht bekannten Gründen, aber sie werden welche haben) freiwillig krankenversichert sind. Die kriegen dann die Hälfter der Beiträge, bisher zahlten sie ja selber.

Übrigens steht da nicht drin, dass die Beihilfe komplett wegfällt, heißt: Beamte zahlen für IGeL trotzdem nur die Hälfte. Egal, das Gesetz ist schon bei der Veröffentlichung tot. Wahlkampf halt.


Klar, hab ich es nicht gesehen. :wink: Aber die Beamtenschaftsvertretungen werden jetzt rauf und runter prüfen und es natürlich merken. Das Land verspricht sich Einsparungen. Das Gerede von Gerechtigkeit glaubt sowieso kein Hutmacher. Gerechtigkeit wäre, wenn es jedem wirklich überlassen wäre, wo und wie er sich versichert. Außerdem können die Beamten eh schon heute wählen, es kostet sie halt mehr. Aber was red ich. Eigentlich möchte ich auch sagen, die Beamten müssen ein bisschen aufpassen, wie sie reagieren, wenn sie jetzt die GKV ganz und gar für sich als ungeeignet befinden (also der Beamtenbund abrät), müssen sie es begründen. Gut begründen und mit ein bisschen Anstand dem Restvolk gegenüber, damit es sich nicht zu sehr vernachlässigt vorkommt, weil es viel einzahlt, aber minder gesundheitlich bedient wird. Das Gespür bleibt auch noch nach der Wahl liegen.

Grüße
Christiane


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 Betreff des Beitrags: minder gesundheitlich bedient
BeitragVerfasst: 10.08.17, 19:34 
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Wohnort: Lörrach
Wenn Sie damit WANZ meinen
wirtschaftlich
ausreichend
notwendig
zweckmäßig

haben Sie vollkommen Recht.

Das steht allerdings so im Sozialgesetzbuch Nummer Tinnef, und zwar ziemlich weit vorn.

Es ist eine Affenschande für ein so reiches Land, dass sich mittlerweile 95 % der Bevölkerung darunter zu ducken haben ohne zu mucken.

PR

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