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25.07.17, 21:57

Seit vielen Jahren screenen wir mit dem Segen des GBA alle Schwangeren auf Chlamydien. Ich find das heutzutag ulkig, denn deren schlimmste Auswirkung ist die tubare Sterilität junger Frauen.

Das Chlamydienscreening an Nichtschwangeren zwischen 17 und 25 dagegen find ich prima. Ich mach’s bis heut, obwohl es mir garnix bringt außer Arbeit. Begründung s. Absatz 1

Hab den, der das Chlamydienscreening (im GBA-Vorläufer) überhaupt zur Kassensache gemacht hat, recht gut gekannt, und er mich, saß bei ihm in den Siebzigern im Hörsaal und viel später in einem seiner Kaysersberger Kurse. Wenn ich, noch neu in der Praxis, ein fachspezifisches Problem mit Infektionen hatte, genügte ein Fax, und nach längstens zwei Tagen hatte ich seinen zitierfähigen professoral-kollegialen Rat. Die Lehrbücher, die er verfassst hat, hab ich alle.

Was die Chlamydien mit Neugeborenen machen ? Regelmäßig eine Blenorrhoe, die mit AgNO3-AT nach Credé nicht weggeht, und ganz selten eine atypische Pneumonie, wie sie in einer gut geführten Geburtenabteilung noch immer rechtzeitig bemerkt und behandelt wird.

Wenn‘s ja nach mir ginge, sollte kranke Kasse den Schwangeren heutzutag lieber das StrepB Screening zahlen als das Chlamydien Screening.
Begründung: wer schwanger ist, kann unmöglich eine tubare Sterilität haben. Und: die toten reifen gesunden Neugeborenen sind die Schlimmsten.

So, und jetzt gucken wir mal, was sich im GBA so tut.

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