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medizin-forum.de • Thema anzeigen - „Mein Arzt“
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 Betreff des Beitrags: „Mein Arzt“
BeitragVerfasst: 18.07.17, 23:34 
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Das erstemal, dass es mich echt aufgeregt hat, als ein Patient sagte „mais, Camarade Docteur, vous êtes M O N docteur“, war Ende 1980, als ich, ausreichend eingearbeitet und regional bekannt, im Dispensaire Central der Circonscription Médicale de Covè Sprechstunde machte, und ein fonctionnaire (Staatsbediensteter irgendwo in der fünfstufigen Verwaltungsgliederung der damaligen VR Bénin) wünschte, von mir aus der zur Gratisausgabe an Bedürftige vorgesehenen 25.000-DM-Medikamentenjahresdotation bedient zu werden - was dort damals ziemlich viel Geld war und in der Versorgung der etwa 175.000 Distrikteinwohner, für die ich zusammen mit meinem Béniner Counterpart Lou Ahokpossi ärztlich zuständig war, auch ziemlich weit reichte, weil die Medikamente zwar aus Deutschland, aber eben nicht aus den bekannten innereuropäischen Lieferketten stammten. „Camarade“ heisst übrigens „Genosse“, und die RP Bénin war damals ein LLDC.

Bin drum bis heut vorsichtig geblieben mit diesem besitzanzeigenden Ehrentitel.

Hier und heut regt‘s mich auf, wenn `schländische Funktionäre (Staatsbedienstete in der x-stufigen Verwaltungshierarchie der Bunzreplik `schland - einem der reichsten Länder der Welt) alles in ihrer jeweiligen Partialmacht Stehende tun, damit endlich N I E M A N D mehr im Land von „seinem Arzt“ sprechen können soll: von dem, der den Hintergrund eh schon kennt, der Zeit zum Zuhören und Erörtern und Nachdenken, und dann auch noch Lust hat, für „seinen“ Patienten was zu tun.

Und so dafür sorgen, dass von dem vielen vielen Geld, das die `schländischen Funktionäre (Staatsbedienste in der x-stufigen Verwaltungshierarchie der Bunzreplik `schland) ihren Untertanen aus der Tasche haben ziehen lassen, am Ort seiner gesetzlichen Bestimmung mehr ankommt, als der gemeine `schländische Funktionär (Staatsbedienster in der x-stufigen Verwaltungshierarchie der Bunzreplik `schland) kraft Amtes so für „wirtschaftlich, ausreichend, notwendig, zweckmäßig“ (WANZ) hält.

Ich find die Ähnlichkeit der Schmarotzerfunktionäre von damals und heut frappierend,
und beängstigend, dass offenbar keine Politik der Welt imstande und auch nur willens ist, sie jemals und auch nur irgendwo in die Schranken zu verweisen.

Daran wird sich freilich nix ändern, solang das 'schländische Wahlvolk nix Demokratischeres macht als die ihm zugeteilten Kreuzelchen.

PR

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 Betreff des Beitrags: Re: „Mein Arzt“
BeitragVerfasst: 20.07.17, 08:35 
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Zitat:
Daran wird sich freilich nix ändern, solang das 'schländische Wahlvolk nix Demokratischeres macht als die ihm zugeteilten Kreuzelchen.


Der nächste Jammerthread.
Aber Sie entkommen mir nicht! Ich will endlich einen Vorschlag von Ihnen lesen, wie Sie sich die Versorgung der Bevölkerung künftig vorstellen!

Was verstehen Sie denn unter "Demokratie"? Ist jeden Preis für ärztliche Behandlung zahlen zu sollen demokratischer??
Ausgerechnet jemand, der offensichtlich der Meinung ist, die Kassenbeitrage, die Ihnen und Ihren Kollegen eine Existenz überhaupt erst möglich machen, seien lediglich "vermeintliche Zuschüsse", redet von "Demokratie"!!

Da geht mir doch schon wieder am frühen Morgen 3m der Hut hoch! :evil:


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 Betreff des Beitrags: Na, dann hab ich ja erreicht,
BeitragVerfasst: 20.07.17, 10:54 
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was ich wollte ("...3m der Hut hoch").

Ich schreib da über Ihre Zukunft in der Funktionärsrepublik, falls Ihnen das entgangen sein sollte.

Das mit den vermeintlichen Vorschüssen müssen Sie irgendwie falsch verstanden haben.

PR

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 Betreff des Beitrags: Re: „Mein Arzt“
BeitragVerfasst: 20.07.17, 12:27 
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Für mich bleibt es dabei: Wenn es "meinen" Arzt nicht mehr gibt in dem Sinne, wie wir es kennen, dann ist es auf Dauer auch vorbei mit den angeratenen Vorsorgeuntersuchungen, denn dann geht man nur noch zum Arzt, wenn was zwickt, weil bisheriges Vertrauen instabil wird, wenn die Vertrauenspersonen oft wechseln bzw. ganz verschwinden.

Frdl. Grüße
Christiane


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 Betreff des Beitrags: Re: Na, dann hab ich ja erreicht,
BeitragVerfasst: 20.07.17, 13:49 
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Wieder keine Antwort auf meine Frage!

PR hat geschrieben:
Ich schreib da über Ihre Zukunft in der Funktionärsrepublik, falls Ihnen das entgangen sein sollte.


Über meine garantiert nicht!

PR hat geschrieben:
Das mit den vermeintlichen Vorschüssen müssen Sie irgendwie falsch verstanden haben.


Jaja, wie die Pleite des Speyerer Arztes, gell!

Christianes Herz hat geschrieben:
Für mich bleibt es dabei: Wenn es "meinen" Arzt nicht mehr gibt in dem Sinne, wie wir es kennen, dann ist es auf Dauer auch vorbei mit den angeratenen Vorsorgeuntersuchungen, denn dann geht man nur noch zum Arzt, wenn was zwickt, weil bisheriges Vertrauen instabil wird, wenn die Vertrauenspersonen oft wechseln bzw. ganz verschwinden.


Ganz ernst und ehrlich gemeinte Frage: Warum?

Mal abgesehen von meiner persönlichen Erfahrung mit einem Hausarzt, dem man meinte, vertrauen zu können und einem dann eine chronische Niereninsuffizienz andichtet...Worin manifestiert sich denn ein "Vertrauensverhältnis", wenn jeder Arzt in seinen Möglichkeiten von den Kassen gleichermaßen beschränkt wird?

Mag sein, dass man als Frau ein "Vertrauens"verhältnis zu seinem Gyn schätzt und sich nicht dauernd vor anderen Leuten präsentieren muss. Mir war es stets wurscht, wer sich meinen Piephahn ansieht, mir war es viel wichtiger, dass der Betreffende seine Kunst beherrscht.
Es ist schon 25 Jahre her, da waren wir Neubürger in Karlsruhe und haben einen Zahnarzt in Wohnortnähe auf Empfehlung aufgesucht. Dieser weigerte sich aber, einen Zahn zu erhalten, von dem nur noch die Wände standen. Er wollte lieber extrahieren.
Das aber lehnte ich ab, mir fehlen durch eine Spange ohnehin schon genug Zähne.

Ich bin dann an eine Zahn"klinik" geraten, in der man in dünnwandig abgetrennten Boxen vom zahnärztlichen Jungvolk behandelt wurde. Das "Ambiente" war weniger das einer Klinik, eher das eines Herrenpissoirs.
Aber Christiane, ich schwöre Dir, ich bin nie besser zahnärztlich behandelt worden! Der junge Mann hat mir den Zahn erhalten und ich kann mir damit noch heute genüsslich in den Hintern beißen.
Wäre ich bei dem empfohlenen (!) Zahnarzt geblieben, hätte mir eine Erfahrung gefehlt.
Und ein Zahn mehr.


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BeitragVerfasst: 20.07.17, 16:27 
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über Gesundheitspolitisches zerbrochen, Barnie, und die Funktionäre da haben mir immer bloß das Wort im Mund rumgedreht.

Heut warn ich bloß noch vor Funktionären.

Ansonsten, Barnie,

Zitat:
Worin manifestiert sich denn ein "Vertrauensverhältnis", wenn jeder Arzt in seinen Möglichkeiten von den Kassen gleichermaßen beschränkt wird?


tja, Sie sind dann ja wohl der geborene Untertan.

PR

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 Betreff des Beitrags: Re: „Mein Arzt“
BeitragVerfasst: 21.07.17, 09:10 
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PR hat geschrieben:
tja, Sie sind dann ja wohl der geborene Untertan.


:lol:

Jaja, davon können hier ein paar Ärzte ein Lied singen!

...und das behauptet ausgerechnet einer, der sich jahrzehntelang von seiner KV und den "kranken Kassen" hat schikanieren lassen!

Ausgerechnet Sie müssen 's ja wissen! :D

@Christiane

Ich bin im Einzelhandel mehr denn je darauf angewiesen, dass meine Kundschaft zu mir ein Vertrauensverhältnis entwickelt. Dazu habe ich nur Bruchteile einer Sekunde Zeit!

Das wurde wissenschaftlich untersucht und so ist es auch nach meiner eigenen Erfahrung, auch wenn ich eher 1-2 Sekunden getippt hätte.
In dieser Zeit legt ein Mensch meist fest, ob ihm jemand eher sympathisch ist oder eher nicht, allerdings nicht auf alle Ewigkeit.

In einem hoffentlich folgenden Beratungsgespräch muss ich Wissen und Können zeigen, ich muss preiswürdig sein und dem Kunden das Gefühl geben, mich für seine Fehlsichtigkeits- und Finanzprobleme zu interessieren. Er muss und darf darauf vertrauen, dass ich ihm bestmöglich helfe und in seinem Sinne berate.
Wenn ich nicht optimal berate oder schludrig arbeite, kommt mir der Kunde nie wieder.


Und nun betrachten wir uns mal das typische Arzt/Patient-Verhältnis...: Abgesehen von der 1 Sekunde ist der Arzt weit davon entfernt, auch nur Teile dessen liefern zu müssen und zu KÖNNEN, was sowas wie Vertrauen schaffen, aber auch rechtfertigen würde.
Er möchte nicht terminieren, wie der Patient, er möchte nicht untersuchen, wie es erforderlich wäre, er hat keine Zeit, dem Patienten zuzuhören, er kann nicht therapieren wie er es vielleicht gern würde und nicht zuletzt kann es ihm dank "Gebietsschutz" und Rückendeckung durch seine KV wurscht sein, ob der Patient je wiederkommt, oder besser gesagt: wiederkommen MÖCHTE oder nicht.

Wodurch also soll sich ein "Vertrauensverhältnis" aufbauen können..? Es gibt natürlich die Schönschwätzer, eloquent und rhetorisch ausgefeilt. Einem Laien kann man ja viel erzählen! Und so bauen sich m.E. oft "Vertrauensverhältnisse" auf, die überhaupt jeder soliden Grundlage entbehren und nur einem jovial daherkommenden Blender nützen.
Von so linken Bazillen ganz abgesehen, die einem dreist ins Gesicht lächeln und einem dann chronische Krankheiten andichten.


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 Betreff des Beitrags: älles g'schwätzt
BeitragVerfasst: 21.07.17, 14:11 
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Sehr geehrter Herr Optikus,

haben Sie herzlichen Dank für diese exzellente Analyse und abschließende Darlegung des Unterschieds zwischen ehrbaren Kaufleuten und dem "Ärztepack" (c.f. Horst Seehofer) !

Sie befinden sich damit in bester Gesellschaft und Tradition. Weiter so !

:kopfstreichel:

PR

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 Betreff des Beitrags: Re: „Mein Arzt“
BeitragVerfasst: 21.07.17, 19:59 
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Eigentlich sprach ich gerade mit Christiane.

Aber Ihnen scheinen allmählich die Argumente auszugehen! Da kommt schon geraume Zeit absolut nix mehr mit Substanz. Wen interessiert HIER, dass Sie 22 Jahre bei den Genossen vergeblich Ihre Position dargelegt haben? Oder Ihre Erfahrungen im Benin?

Vielleicht war Ihr Standpunkt schon damals etwas weltfremd und nicht mehrheitsfähig?!

Auch Sie haben bislang nichts dazu beigetragen, dass ich doofer Optikus verstehe, welche tatsächlich vorhandenen Eigenschaften eines Medikus heutzutage dazu führen, dass man als Patient ein solides Vertrauensverhältnis zu ihm aufbauen kann. Und ob Ihnen überhaupt daran gelegen ist. Oder ob es Ihnen völlig wurscht ist.

Vielleicht schadet es aber nichts, wenn Sie mal einen kleinen Einblick in das Leben eines Gesundheitshandwerkers und Leistungserbringers bekommen, der sich einem knallharten Wettbewerb stellen muss. Sie sollten auf Knien dankbar sein, dass Sie agieren können, wie Sie agieren und nicht jedem Patienten, der zu Ihnen findet, die Füße küssen müssen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Na, dann hab ich ja erreicht,
BeitragVerfasst: 21.07.17, 22:32 
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Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
Mag sein, dass man als Frau ein "Vertrauens"verhältnis zu seinem Gyn schätzt und sich nicht dauernd vor anderen Leuten präsentieren muss. Mir war es stets wurscht, wer sich meinen Piephahn ansieht, mir war es viel wichtiger, dass der Betreffende seine Kunst beherrscht.

Das wundert mich. Da hätte ich geschworen, Euch Männern ist das ähnlich heikel wie uns Frauen, weil es intimer kaum gehen kann. Ich weiß auch, dass mein Mann ziemlich "angefasst" reagiert hat, als sein langjähriger Urologe seinen Nachfolger vorstellte. Apropos anfassen. Diesbzgl. gebe ich zu, eine ziemliche „Macke“ zu haben und man mir schon mit normalen Wellness-/Massagegutscheinen keine Freude macht. Ich könnte es nicht genießen.
Aber wurscht. Ich red schon ganz einfach von dem Vertrauen, das allein dadurch entsteht, indem Patient die Gelegenheit hat, möglichst immer bei denselben Ärzten bleiben zu können. Das war für mich selbstverständlich. Mein Gynäkologe hat mich durch die Schwangerschaft geführt und ist mit mir alt geworden. Na gut, er etwas früher als ich, er ist jetzt im Ruhestand und mir ist der Wechsel zur neuen Ärztin nicht leichtgefallen. Aber ich geh dahin, obwohl ich nix hab, weil er mir aufgetragen hat „mach die jährlichen Vorsorgeuntersuchungen, wenn was ist, werden wir die Ergebnisse auseinanderpflücken und schauen, was wir tun.“ Und ich glaube ihm nach wie vor jedes Wort. Vertrauen.
Das Gleiche beim Hausarzt. Ich bin ungefähr bei ihm, seit mich der Kinderarzt vor die Tür gesetzt hat. Er bündelt alles, was ihm die Kollegen zukommen lassen und macht sich dann bei Bedarf und vor allem mit mir zusammen ein Bild und erklärt und rät u. U. noch zusätzlich. In meinem Fall die Kardiologie. Ein mir „fremder“ Arzt behandelt mich und bespricht mit mir die Vorgehensweise, aber so richtig und rund bespreche ich es dann mit meinem Hausarzt. So meine ich das mit dem Vertrauen. Ich brauche es bzw. würde es arg vermissen, weil man sich ja nun doch preisgibt, auf vielerlei Art.
Ich bin mir aber auch darüber im Klaren, dass ich bisher viel Glück hatte mit meiner Gesundheit und in die Abfertigungsmaschinerie mit dem Alter laufen werde. Das hätte mir noch vor ein paar Jahren weniger Sorge gemacht als heute, weil dieses aufgebaute Vertrauen zum Luxus geworden ist. M. E.

Frdl. Grüße
Christiane


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 Betreff des Beitrags: Re: „Mein Arzt“
BeitragVerfasst: 22.07.17, 08:43 
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@Christiane

Richtig! Da hast Du richtig Glück mit Deinen Ärzten. Es sei Dir von Herzen gegönnt. Stutzig macht mich allerdings, dass der Hausarzt anscheinend Untersuchungsergebnisse der Fachärzte interpretiert und dann die Vorgehensweise mit Dir bespricht.
Bist Du sicher, dass Dein Hausarzt seine Kompetenzen nicht überschreitet?
Ich würde den Rat des jeweiligen Facharztes vorziehen!

Wie dem auch sei.. Man kann "Vertrauen" in kein Parteiprogramm schreiben. Selbst wenn das möglich wäre, wäre es nicht möglich, per Verordnung und Gesetz Empathie für den Kunden festzuschreiben. Und bei dem, was ich hier so an Wünschen der Mediziner lese, ist Empathie auch nicht bezahlbar.

Davon mal abgesehen..: in diesem Forum entsteht m.E. ein Zerrbild des Arztberufes in Niederlassung. Damit will ich nichts beschönigen und so manche Kritik ist sicher berechtigt, aber nichts rechtfertigt die Reaktionen der Ärzteschaft auf unliebsame Entscheidungen ihrer Verwaltungsorgane auf Kosten der Patienten.

Ich würde es mir wünschen, von "meinem Arzt" reden zu können, aber das muss sich von IHM erarbeitet worden sein, da habe ich als Patient keine Bringschuld wie es PR gerne hätte.


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 Betreff des Beitrags: Mit wem Sie grad reden, Barnie,
BeitragVerfasst: 22.07.17, 10:41 
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ist Ihre Sache. Hier ist ein Diskussions f o r u m .

Was in den Parteiprogrammen und vollends in den Gesundheitsgesetzen der letzten Jahre steht, ist extra dazu g e m a c h t , M i s s t r a u e n als Grundstimmung zu säen. Hin wie her. Das ist, was dem (jedem) Arzt sein wichtigstes Werkzeug und Medikament aus der Hand schlägt.

Ihr Konkurrenzdruck entsteht durch die Verkaufe von Waren, auf deren Preis Sie nur wenig Einfluss haben. Sie haben, wenn Sie sich Mühe geben, höchstens ein bisschen Einfluss auf die Menge.

Jetzt dürfen Sie sich gern selber überlegen, wie das bei den Ärzten ist.

PR

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BeitragVerfasst: 22.07.17, 11:28 
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.. immer und immer wieder dasselbe erklären zu müssen, bis man in diesem F O R U M mal eine Grundlage hat, auf der man diskutieren will und kann.

Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, dass ich meine Erfahrungen mit Ärzten selbst mache?

Glauben Sie ernsthaft, ich wäre darauf angewiesen, mir meine Meinung aus "Parteiprogrammen und Gesundheitsgesetzen" zusammenzuklauben?

Und glauben Sie ernsthaft, Ihr "wichtigstes Werkzeug" wird Ihnen automatisch verliehen, sobald Sie ein Praxisschild aufhängen dürfen?
Das war vielleicht mal so, dass der Dame/dem Herrn im weißen Kittel gleich eine Respektsperson war, egal, was für eine Pfeife in der Kluft steckte. Sogar mich als Optikerlehrling hat man im Optikerladen schon mit Herr Dr. angesprochen.
Aber die Zeiten sind in Gegenden Deutschlands, wo man schon mal hie und da "Täfelchen" benutzt, längst zuende.

Bekam gerade die Info, dass der g-BA beschlossen und dem Gesundheitsministerium vorgeschlagen hat, künftig keine Augenglasbestimmungen durch Optiker auf Kassenkosten mehr zu akzeptieren (soviel übrigens zur Absicht, den Augenarzt "ausrotten" zu wollen), worauf hin ein Augenarzt "seinen" Optiker anschrieb und um gemeinsame Protestaktionen gebeten hat, um diesen Schwachsinn noch abzuwenden. Er sähe absolut keinen Grund, sich noch mehr aufzuhalsen...

Nachdem man uns jahrelang unsere Kompetenzen in Frage gestellt, uns denunziert und wegen angeblicher "Winkelfehlsichtigkeits"-Hysterie beschimpft hat, kommt man daher und meint, man stehe sofort bereit, wenn man dem Herrn Doktor helfen soll.
Ein anderer Arzt verweigert einem Kassenpatienten trotz Vorliegens eines Versicherungsfalles (-18dpt) eine echte ärztliche Verordnung.

So geht es nicht, Freunde! Vetrauensvolle Zusammenarbeit und Versorgung der Patienten/Kunden sieht anders aus!

Der Leidtragende dieser Regelung des g-BA wird übrigens der Kunde sein. Wird wieder mal eine fehlerhafte "Verordnung" ausgestellt, bleibt uns nichts anderes übrig, als den Kunden, zusammen mit einer Rechnung über falsch verordnete Gläser, wieder zum Augenarzt "seines Vertrauens" zu schicken.


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 Betreff des Beitrags: Re: „Mein Arzt“
BeitragVerfasst: 22.07.17, 14:24 
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... und "mein" Optikermeister

Ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, dass die Sehtests bei Euch mit meiner Kasse verrechnet werden. Oder was meinst Du mit Augenglasbestimmung? Renn ich wieder total blöd durchs Leben? :shock:

Frdl. Grüße
Christiane


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 Betreff des Beitrags: Re: „Mein Arzt“
BeitragVerfasst: 22.07.17, 15:21 
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Beiträge: 753
Also ein SEHTEST ist ein Test, da wird gemessen, was man ohne/mit der alten Brille noch sieht. Das macht man meist maschinell und kostenlos.

Wird dagegen verlangt, dass wir den Sehfehler neu vermessen, dann ist das eine AUGENGLASBESTIMMUNG oder Refraktion und normalerweise kostenpflichtig, es sei denn, man "verrechnet" diese Leistung mit einem Brillenauftrag.
Bislang wurde die Refraktion durch den Augenoptiker in bestimmten Fällen von der GKV vergütet.

Wir haben diese Augenglasbestimmung sehr intensiv während unseres Studiums erlernt, bekommen aber mehr und mehr Türen zugeknallt. Der Herr Doktor opht., bzw. sein Personal, leistet eine Refraktion im Rahmen des EBM, während es für den Optiker wieder eine Abrechnungsposition geben müsste. Der "700er" lag zuletzt bei über 12 Euro, also dem Doppelten dessen, was der Augenarzt pro Monat für einen Kassenpatienten bezahlt bekommt.

Damit hat man uns endgültig aus dem Kassensystem gekegelt. Aber ich werde es meinen Kunden zu erklären wissen, warum sie die Verarschten sind! Woll' n doch mal sehen, ob wir keinen Widerstand hinbekommen!


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