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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Die Daten sind sischä
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 Betreff des Beitrags: Die Daten sind sischä
BeitragVerfasst: 07.07.17, 13:23 
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http://www.smh.com.au/technology/consum ... x40ow.html

Zitat:
"Leave the first and last name, and DOB of any Australian citizen, and you will receive their Medicare patient details in full", the listing says...

Übersetzt: im Darknet werden die gespeicherten Daten der australischen Bürger angeboten. Für 30$ wird angeboten, dass man einfach Vor-, Nachname und Geburtsdatum angeben muss, und ein Fehler im System würde den Datenzugriff ermöglichen.

...in Deutschland natürlich unmöglich. Versprochen!

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Daten sind sischä
BeitragVerfasst: 07.07.17, 16:21 
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Eine Software ist per se niemals fehlerfrei und auch Ihre Praxis ist bestimmt nicht 100%ig einbruchsicher.

Die Offerte könnte aber auch ein Fake sein...., wer weiß, ob und welche (womöglich frei erfundenen) Daten für die 30$ geliefert würden.

Gestern habe ich vom Petitionsausschuss ein Schreiben erhalten...: Zu meiner Petition aus dem Jahr 2014 (!) bzgl. RFID-Chips hat man inzwischen "Berichterstatter" aus dem Wirtschafts- und Justizministerium gehört...Eine Entscheidung wurde nicht gefällt.

"Wir bitten Sie noch um Geduld, Herr Geröllheimer"

Auch dabei geht es um den Schutz von Persönlichkeitsrechten. Welchen Stellenwert diese Rechte bei unseren Volksvertretern haben, mag man aus der Nachricht ableiten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Daten sind sischä
BeitragVerfasst: 07.07.17, 17:49 
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Wer in meine Praxis einbricht, braucht immer noch das Computerpasswort, um an die Daten zu kommen. Und selbst dann - es sind nur Daten meiner Patienten, nicht alle Daten aller GKV-Mitglieder in Deutschland.

Heißt: bei zentral gespeicherten Daten ist die Haustür unverschlossen. Es geht weiterhin nichts über dezentrale Datenspeicherung.

Übrigens: seitdem mein Parkhaus auf RFID-Chips umgestellt hat, weiß ich, wie "durchdringend" diese Lesegeräte sind. Die lesen aus einem Meter durch das geschlossene Auto hindurch. Seitdem ist meine Geldbörse mit Ausweis etc. mit RFID-Blocker versehen.

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 Betreff des Beitrags: Meine Fresse, was bin ich froh,
BeitragVerfasst: 07.07.17, 23:53 
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diese Lügnerbande am 30.09. einfürallemal hinter mir lassen zu können !

Hab heut mit dem allergrößten Vergnügen das großformatige mehrblättrige Anschreiben aus der Bezirkshauptstadt geschreddert, in dem mir die Pflichtanbindung an "KV-Connect" für die allernächste Zeit angekündigt wurde.

Werd noch eine einzige "Abrechnung" einreichen müssen, da macht es mir garnix aus, für die Ablieferung von ein paar realen kiloByte nach Freiburg zu reisen, und den dafür fälligen Abzug vom Hohnorar verkraft ich auch noch.

Mein Glückwunsch gilt meinen Nichtnachfolgern. So auch mein Rat: lasst Euch anstellen, wo immer es Euch Spass macht. Bloß meidet auf immer "Öffentlichrechtliche" als Arbeitgeber, egal, ob die als kranke Kassen daherkommen, ah, oh, kaka, oder als Kavau.

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Zuletzt geändert von PR am 08.07.17, 00:40, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 07.07.17, 23:57 
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grad irgendwas abgeblasen, ich glaub, es war die Schippkart...

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Daten sind sischä
BeitragVerfasst: 08.07.17, 01:20 
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... nicht abgeblasen, verschoben. Irgendwie in unsere Zukunft verschoben.

Grüße
Christiane


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Daten sind sischä
BeitragVerfasst: 08.07.17, 08:28 
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...wobei ich nicht weiß, warum. Das wird Gröhe auch nicht (ehrlich) sagen. Wars der Wahlkampf? Oder eher die Mitteilung, dass es nicht möglich ist über 150.000 niedergelassene Ärzte aus dem Stand mit entsprechenden Geräten zu versehen, zu vernetzen und den Datentsunami zu bewältigen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Meine Fresse, was bin ich froh,
BeitragVerfasst: 08.07.17, 09:03 
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PR hat geschrieben:
So auch mein Rat: lasst Euch anstellen, wo immer es Euch Spass macht. Bloß meidet auf immer "Öffentlichrechtliche" als Arbeitgeber, egal, ob die als kranke Kassen daherkommen, ah, oh, kaka, oder als Kavau.


Teils würd ich den Rat sogar auf die Selbständigkeit insgesamt ausweiten wollen, teils würd ich das einschränken wollen. Sobald die Zahl der Stellengesuche in die Nähe der Zahl der Stellenofferten gerät, wird ein angestellter Arzt sowas von nichts mehr zu lachen haben, dass er vermutlich von einem gemütlichen Landarztjob noch nachts träumt.

Humungus hat geschrieben:
Übrigens: seitdem mein Parkhaus auf RFID-Chips umgestellt hat, weiß ich, wie "durchdringend" diese Lesegeräte sind. Die lesen aus einem Meter durch das geschlossene Auto hindurch. Seitdem ist meine Geldbörse mit Ausweis etc. mit RFID-Blocker versehen.


RFID-Chips senden nur, wenn sie von einem Scanner angesprochen werden. Sie können die Chips auch in der Mikrowelle zerstören. Aber auch wenn sie ihren Ausweis "sicher" machen.., Ihre Markenunterwäsche (kein Witz!) und Ihre Lederjacke senden womöglich trotzdem noch. Manche Chips sind sogar beschreibbar!
Und spätestens hier wird es dann gefährlich, denn der Bürger braucht derzeit nicht zu erfahren, ob er überhaupt mit Chips spazierengeht und ggf. welche Art von Chip mit welchem Datencontent er herumträgt. Hier setzt meine Petition an.

Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole oder mit OT-Themen langweile..: es gibt außerhalb Deutschlands in Europa -längst vor meiner Petition vereinbart- eine freiwillige Übereinkunft namhafter Firmen, auf die Verwendung solcher Chips bei Waren für Endkunden zu verzichten. In D schert man sich nicht darum und verwendet die Chips sogar "zu Logistikzwecken" in Unterhosen.
Wenn es mir als Optiker gelingt, Ihre Unterhose anzufunken und ich feststelle, dass Sie 34 Euro dafür ausgegeben haben, dann werd ich Ihnen die entsprechenden Brillenmodelle vorlegen. Bei Unterhosen kann man die Chips nicht gut verstecken und man kann sie relativ leicht entfernen, aber manche Hersteller weigern sich, z.B. bei Lederjacken, die Stelle zu benennen, an der die Chips eingenäht wurden. Der Bürger kann sich nicht schützen und wird von der Politik allein gelassen.

Und der Petitionsausschuss berät nun seit über 3 Jahren, ob er etwas für die Persönlichkeitsrechte seiner Bürger tun will oder lieber die Erleichterung in der Logistik, die solche Chips durchaus bieten, für die Firmen schützt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine Fresse, was bin ich froh,
BeitragVerfasst: 08.07.17, 09:34 
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Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
Sobald die Zahl der Stellengesuche in die Nähe der Zahl der Stellenofferten gerät, wird ein angestellter Arzt sowas von nichts mehr zu lachen haben, dass er vermutlich von einem gemütlichen Landarztjob noch nachts träumt.
Barnie, das hatten wir ja, jahrelang. Im Gegenteil: mehr Bewerber als Stellen. Die Knechtung war gnadenlos, die Chefs regierten widerspruchslos, und freie Kassenarztsitze waren rar, teuer bezahlt und auch in Hintertupfingen begehrt.

Tempi passati! Die Regierungspolitik von Ullalla Schmidt, Karl Lauterbach und manch anderem hat dem ein Ende gemacht. Medizin ist verweiblicht (=Teilzeit), 50% aller Absolventen mögen nicht in die Klinik gehen und Kassenarztsitze werden entweder von Großpraxen aufgesogen oder verwaisen.

Warum? Weil Ärzte nicht blöd sind.

Zitat:
Und der Petitionsausschuss berät nun seit über 3 Jahren, ob er etwas für die Persönlichkeitsrechte seiner Bürger tun will oder lieber die Erleichterung in der Logistik, die solche Chips durchaus bieten, für die Firmen schützt.
So löst man ein Problem: durch Aussitzen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Daten sind sischä
BeitragVerfasst: 08.07.17, 10:36 
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Humungus hat geschrieben:
Tempi passati! Die Regierungspolitik von Ullalla Schmidt, Karl Lauterbach und manch anderem hat dem ein Ende gemacht. Medizin ist verweiblicht (=Teilzeit), 50% aller Absolventen mögen nicht in die Klinik gehen und Kassenarztsitze werden entweder von Großpraxen aufgesogen oder verwaisen.

Warum? Weil Ärzte nicht blöd sind.


Äähm, das versteh ich jetzt nicht. Niederlassungsmöglichkeiten werden durch Großpraxen verhindert, Arztsitze seien vielfach unattraktiv, in einer Klinik anstellen lassen wollen sich viele Jungärzte auch nicht....

Ja was machen die denn dann, dass sie nicht blöd sind? Gehen die alle ins gelobte (Schlaraffen-)Ausland? In Forschung und Industrie werden auch nicht alljährlich 6000 Jobs frei und vor allem würde ich vermuten, dass bei weitem weniger verdient werden kann, als die KBV in ihrem Honorarbericht für Niedergelassene ausweist.

Apropos: Wenn eine Ärztin in Mutterschaft geht oder familiär bedingt nur noch Teilzeitarbeit leisten möchte (wobei schon die 20Std.-Sprechzeit-Regelung als Vollzeit eine Schweinerei darstellt), wieso muss sie sich denn dann keinen Kollegen gefallen lassen?

Lt. Mantelvertrag hat ein Arzt bei Fehlzeiten seiner KV einen Vertreter zu benennen.., warum müssen sich dann überhaupt Patienten mit Teilzeitärzten herumärgern?


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Daten sind sischä
BeitragVerfasst: 08.07.17, 13:24 
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Humungus hat geschrieben:
...wobei ich nicht weiß, warum. Das wird Gröhe auch nicht (ehrlich) sagen. Wars der Wahlkampf? Oder eher die Mitteilung, dass es nicht möglich ist über 150.000 niedergelassene Ärzte aus dem Stand mit entsprechenden Geräten zu versehen, zu vernetzen und den Datentsunami zu bewältigen?


Ich könnte mir außerdem vorstellen, dass er einfach noch die geballte Kompetenz nach ihrer Bündelung abwarten möchte:
http://www.bundesgesundheitsministerium ... etenz.html
Wenn diese dann schließlich Arzt und uns Bürger/Versicherte/Patienten auf Linie gebracht hat, gibt es „meinen“ und „Deinen“ Arzt lange nicht mehr (PR entschuldigt bitte meine Kopie seiner Formulierung) und dann fressen wir wahrscheinlich auch 2 elektronische Karten oder 3 - je nach Sektor und weil auch an der Erstellung der Chips wieder einer verdienen darf - weil wir heilfroh sind, überhaupt noch persönlich (also von Angesicht zu Angesicht, ohne Display dazwischen) ärztliche Kunst zu erfahren.

Grüße
Christiane


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BeitragVerfasst: 08.07.17, 22:25 
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Heilige Einfalt ! Ich kann immer einen Vertreter benennen, aber ob der Zeit und Lust hat, an meiner Stelle für umme zu arbeiten, darauf hab ich doch keinerlei Einfluss. Sie haben wohl immer noch nicht kapiert, was das Borstenviechersystem so alles bedeutet, Barnie.

Es wird ansonsten definitiv keine Zweitauflage der "Ärzteschwemme" geben. Die war ja von Seehofer handgemacht gewesen, dem fast größten gesundheitspolitischen Strategen aller Zeiten ( a l l e nachfolgenden Gesundheizmister waren hauptsächlich mit dem Beseitigen seiner Idiotien beschäftigt), und sie hat etwa ein halbes Jahr gedauert. Der Grund liegt ganz einfach darin, dass der Bedarf an Ärzten (in allen Tätigkeitsfeldern) mit der Zeit n i c h t kleiner werden wird sondern größer, dass deren Ausbildung n i c h t billiger werden wird, sondern teurer, dies erst recht, weil die großen großen Gesundheitsstrategen ja auch noch die Assistenzberufe zunehmend akademisieren wollen. Und weil die dann angestellten Absolventen zurecht und mit gewerkschaftlicher Unterstützung adäquate Gehälter verlangen und bekommen werden.

Diese selbstgeschaffene Kostenfalle ist doch, warum die heutigen und allergrößten Gesundheizstrategen den Arzt lieber jetzt als gleich durch Maschinen ersetzen wollen, die auf der Basis 1+1=0 arbeiten. Um mal eben wieder aufs Thema zu kommen.

PR

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BeitragVerfasst: 09.07.17, 01:39 
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PR hat geschrieben:
Ich kann immer einen Vertreter benennen,
Bei uns im Ort gibt es mehrere Augenarztpraxen, und nur unsere macht keinen Praxisurlaub. In Ferienzeiten werden wir auch von Patienten der Ärzte überrannt, deren Vertreter wir nicht sind:
"Ja, der Doktor X hat den Doktor Y als Vertretung, aber der ist nicht da" (auch in Urlaub)

Zitat:
Es wird ansonsten definitiv keine Zweitauflage der "Ärzteschwemme" geben.
Senken wir doch einfach die Ausbildungsvoraussetzungen und das -Niveau, in der Folge dann die Gehälter. Das löst das Problem. Auch das mit den zuvielen Rentnern.

Zitat:
auf der Basis 1+1=0 arbeiten.
Nur mit falschem Register, sonst ists 10. Spielt aber keine Rolle, weil es immer doof ist, so wie jeder PC. Da kann das Programm noch so schlau sein - einen Arzt wird es nie ersetzen. Versprochen.

Übrigens, zum Thema Zentraldaten: wenn ich mir vorstelle, wie meine Helferin bei jedem Patienten einen Stammdatenabgleich machen und die Daten hin- und herschicken, das kostet Zeit. Selbst, wenn alles funzt. Jedes Jahr finden in Deutschland über 600 Millionen ambulante Behandlungsfälle statt, was nach meiner Schätzung (so mancher Fall kommt mehrmals und ist dann immer noch derselbe Fall) vielleicht 2-3 Millionen Datenaustausche pro Tag sein werden. Da wirds dem ITler heiß und kalt, denn wenn da etwas hakt.

Na ja, werde ich den Helferinnen eben sagen, dass wir weniger Patienten pro Tag haben. Und wenn das System steht, machen wirs wie früher in der DDR: Pause und auf Ersatzteil warten.

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BeitragVerfasst: 09.07.17, 09:55 
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PR hat geschrieben:
Heilige Einfalt ! Ich kann immer einen Vertreter benennen, aber ob der Zeit und Lust hat, an meiner Stelle für umme zu arbeiten, darauf hab ich doch keinerlei Einfluss. Sie haben wohl immer noch nicht kapiert, was das Borstenviechersystem so alles bedeutet, Barnie.


Ne, da fehlen mir schlichtweg die Worte!

Ich dachte in meiner Naivität immer, Sicherstellung bedeutet S I C H E R S T E L L U N G!!!!!! Was ist denn sichergestellt, wenn ein Arzt samt dessen "Vertreter" abwesend sein kann, ohne dass das jemand spürbar sanktioniert???
Ich muss als Arzt also einen Vertreter während meiner Abwesenheit benennen, aber es wird nicht geklärt, ob dieser wirklich Patienten des Vertretenen betreut, noch ob er überhaupt da ist????

Was ist denn das für ein Drecksladen???

Ich muss sagen, ich selbst habe das allerdings sooo nie erlebt. Wenn ich schon auf einen Vertretung angewiesen war, war diese auch da.
Aber sollte Ihre Auskunft so zutreffen, wird mir immer schleierhafter, wieso sich niemand gegen diesen Saustall wehrt! Ich werde mich erkundigen!

Und kommen Sie mir nicht damit, dass man das Finanzamt nicht abschaffen könnte..., darum geht es zunächst nicht. Es geht darum, demjenigen, der die POLITISCHE Verantwortung trägt, derart Feuer unter 'm Arsch zu machen, dass sich in diesem verkommenen Selbstverwaltungssystem mal schleunigst was ändert.

@Humungus

Zitat:
Senken wir doch einfach die Ausbildungsvoraussetzungen und das -Niveau, in der Folge dann die Gehälter. Das löst das Problem. Auch das mit den zuvielen Rentnern.


Vilmars Prophezeiung, was?
Reine Polemik! Es braucht anscheinend nichts gesenkt zu werden, es gibt 6 Bewerber auf 1 Medizinstudienplatz.

Zitat:
Übrigens, zum Thema Zentraldaten: wenn ich mir vorstelle, wie meine Helferin bei jedem Patienten einen Stammdatenabgleich machen und die Daten hin- und herschicken, das kostet Zeit. Selbst, wenn alles funzt. Jedes Jahr finden in Deutschland über 600 Millionen ambulante Behandlungsfälle statt, was nach meiner Schätzung (so mancher Fall kommt mehrmals und ist dann immer noch derselbe Fall) vielleicht 2-3 Millionen Datenaustausche pro Tag sein werden. Da wirds dem ITler heiß und kalt, denn wenn da etwas hakt.


Haben Sie den Spionage-Thriller "Die Schlange" gesehen? Gleich zu Beginn bekommen Sie einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit einer Behörde ähnlich der NSA. Und der Film ist von 1973!


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BeitragVerfasst: 09.07.17, 10:59 
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haben die Helferinnen ein Vierteljahr im Voraus die Urlaube vereinbart, immer war klar, wer (wessen Helferinnen) Schulkinder hatte/n und auf die Schulferien angewiesen war, usw. usf.

Die Vertretermeldung im Voraus ist übrigens etwas Neues. Ich hab das schon früh freiwillig angefangen, das herunterladbare KV-Formular gibts noch nicht so lang. Hab keine Ahnung, wieviel Rechtsverbindlichkeit damit verbunden ist. Wäre gespannt zu erfahren, was Ihnen die Kavau dazu s c h r e i b t !!! Glauben Sie bei Körperschaften niemals dem gesprochenen Wort ! Kranke Kassen zB lügen da grundsätzlich alle Farben vom Himmel.

Aber es läuft natürlich schon länger nicht mehr rund. Es gibt da Kolleginnen mit einer Handvoll angestellten Kolleginnen, die sind imstand, in der Urlaubsvertretung einen Schwangerschaftstest zu IGeln und auf Kasse die Pauschale für drei Monate Schwangerschaftsbetreuung abzurechnen, die krieg ich dann, weil ich das natürlich nicht weiß, nach drei Monaten getaner Schwangerschaftsbetreuung von der Körperschaft gestrichen, hab die dann also für 13 €uro gemacht. Wenn ich da dann nach einem halben Jahr anruf, vorher fliegt der Schwindel ja eh nicht auf, lachen mich die Helferinnen aus: unsere Chefin hat gesagt...

Unter solchen Umständen funktioniert "kollegiale Vertretung" eben nicht mehr, und niemand kann sich noch drauf verlassen dass funktioniert, was "kollegial" abgemacht worden war.

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