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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Landarztquote
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BeitragVerfasst: 15.08.17, 19:08 
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PR hat geschrieben:
Obergaukler Seehofer's Ideologie war damals gewesen: "mehr Wettbewerb ins Gesundheizwesen !", und sein Konzept war: Kassenwettbewerb.


Kann funktionieren, wenn man nicht sämtliche Rahmenbedingungen festschreibt. Da man das aber getan hat: Schwachsinnsidee, wie sie nur einem Populistenhirn aus Bayern entspringen kann. Oder der FDP.

PR hat geschrieben:
Soso, und Sie wollen also jetzt den Wettbewerb der "Leistungserbringer". Nur zu, kann ich da sagen.
Hamse ne Ahnung, was das den Steuerzahler kost ?


Wollen wir das Thema nun noch einmal, zum gefühlt einmillionsten Mal durchkauen? Ein Wettbewerb unter Ärzten bringt nix, so lange diese Ärzte Kassenpatienten "für umme" behandeln müssen und Privatpatienten alle Kosten erstattet bekommen.
Wettbewerb bringt dann etwas, wenn ein Arzt sein Monopol missbraucht, völlig indiskutable Leistungen bringt oder die Patienten unverschämt behandelt. Es bringt dort etwas, wo sich die Privatzahler auf die Füße treten und wo man Patienten, die IGeL verweigern, unbehandelt zur Tür begleitet. Es bringt dann etwas, wenn eine Bürgerversicherung gilt, die man mit Zusatzversicherungen aufpäppeln darf.
Dazu muss der anspruchsvolle NC und die Bindung an die GOÄ fallen, es muss wesentlich mehr Studienplätze geben und es muss Niederlassungsfreiheit geben.

Haben Sie sich denn als Selbständiger je einem Wettbewerb stellen müssen?
Reicht Ihre Vorstellungskraft aus, um sich auszumalen, wie Sie reagieren würden, wenn Sie ein fast leeres Wartezimmer vorfinden, weil der Kollege nebenan Ihre Preise für eine Privatkonsultation unterbietet oder man Sie meidet, weil man Sie für unsymbadisch oder ignorant hält? Ihnen fallen dann mit Sicherheit spontan die demnächst fälligen Rechnungen ein und Sie werden überlegen, ob Sie wirklich alle Mitarbeiter benötigen. Keine Kassenpatienten, keine IGeL-Verkäufe.

Ärzte sollten wie alle anderen Selbständigen um ihre Kundschaft kämpfen müssen. Nur das sichert Qualität bei niederen Preisen.


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BeitragVerfasst: 15.08.17, 21:52 
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Nö. Das hab ich nie gemacht.
Es war nie nötig gewesen, um mir mehr als genügend Arbeit zu verschaffen.

1. Ich hatte nie Kunden
2. Ich habe bis heut Patientinnen, die mich aufsuchen und meinen Rat wünschen
3. Ab 01.10.2017 müssen die 15.000 aus meinem Karteischrank sich einen neuen Facharzt suchen. Das wird für die allermeisten nicht einfach werden.

PR

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BeitragVerfasst: 16.08.17, 09:48 
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PR hat geschrieben:
Nö. Das hab ich nie gemacht.
Es war nie nötig gewesen, um mir mehr als genügend Arbeit zu verschaffen.


Eben! Deshalb haben Sie vermutlich auch keine Vorstellung davon, wie sehr man auf Kundenwünsche eingeht, wenn sie einem nicht "freiwillig" ins Haus stürmen.
Sie sagen ja selbst, dass Sie der Letzte Ihrer Art in Ihrer Gegend wären.
Wieviele von Ihren Kundinnen da notgedrungenermaßen zu Ihnen kommen, will und kann ich nicht nachvollziehen.

PR hat geschrieben:
1. Ich hatte nie Kunden
2. Ich habe bis heut Patientinnen, die mich aufsuchen und meinen Rat wünschen


...könnte stimmen! Patient (patiens=geduldig ertragen) wäre geeigneter, Kunde (chundeo=Vertrauter, Bekannter) ist nicht angemessen.

PR hat geschrieben:
Ab 01.10.2017 müssen die 15.000 aus meinem Karteischrank sich einen neuen Facharzt suchen. Das wird für die allermeisten nicht einfach werden.


:roll:

Sie müssen das jetzt nur noch zweimal erwähnen, dann toppen Sie "Maulburg".

Und was hat das jetzt eigentlich alles mit Wettbewerb unter Ärzten zu tun?


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 Betreff des Beitrags: Re: Landarztquote
BeitragVerfasst: 16.08.17, 12:56 
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Barnie, ich denke, Sie kennen die Konsequenzen von freiem Wettbewerb und Handel. Wie war das noch einmal mit den Superduper-Gleitsichtgläsern für 1000 Euro?

Freier Wettbewerb, das heißt auch freies Honorar. Sie wollen also eine Mehr-Klassenmedizin. Oder hoffen Sie, dass zum Kassenbasissatz alle Ärzte hurra schreien oder den noch unterbieten? Fielmannisierung der Medizin?

Meinen Glückwunsch: Sie sind ja ein echter Kapitalist! :mrgreen:

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Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.


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 Betreff des Beitrags: Re: Landarztquote
BeitragVerfasst: 16.08.17, 16:01 
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Humungus hat geschrieben:
Barnie, ich denke, Sie kennen die Konsequenzen von freiem Wettbewerb und Handel. Wie war das noch einmal mit den Superduper-Gleitsichtgläsern für 1000 Euro?


Ach ja, immer wieder werden solche Preise kolportiert. Dazu sage ich noch einmal, dass solche Gläser sinnlos sind, maßlos überteuert sind, von mir deshalb nicht angeboten werden und auch bei den Kollegen alles andere als die Regel sind. Sonst könnten wir auch Porsche fahren und nach 20 Std. Ladenöffnung zusperren.
Noch niemals, jedenfalls nicht, solange ich in der Branche tätig bin, waren Sehhilfen so preiswert wie heute. Das ist dem gnadenlosen Wettbewerb zu verdanken, dem schon etliche Händler und Zulieferer zum Opfer gefallen sind. Hat es dem Kunden geschadet? Oder doch eher genützt?

Ich hatte eigentlich auch schon klargestellt, dass der Wettbewerb nicht unter EBM-Konditionen eingeführt werden soll, sondern unter Abschaffung jeder Preisvorgabe FÜR PRIVATZAHLER-(LEISTUNGEN)! An einer angemessenen Grundversorgung für alle wird NICHT geschraubt!!
Keinesfalls würde ich beabsichtigen, noch EBM-Grundpauschalen dem Wettbewerb auszusetzen!
Ich hoffe, dass ich das nun klar genug zum Ausdruck gebracht habe!

Wir haben aber heute leider die Situation, dass genau die Ärzte, die einen relativ hohen Anteil an Privatleistungen abrechnen können, besonders unverschämt Kassenpatienten gegenüber auftreten, nach dem Motto: "Auf dich bin ich doch nicht angewiesen, du stiehlst mir nur die Zeit" o.ä.
Weder Krankenkassen noch die KVen unterstützen die Interessen der Patienten

Und hier setzt meine Überlegung an. Diese Ärzte muss man entweder über gnadenlosen Wettbewerb oder - wenn es gar nicht anders geht - eben mit der Androhung eines Kontrahierungszwanges zur Räson bringen, damit sie sich wieder an ihren Mantelvertrag und ihre Berufsordnung erinnern.

Lediglich übergangsweise sollte die ehemalige GOÄ Preisobergrenzen festlegen, bis wirklich in jeder Ecke Deutschland von "Wettbewerb" gesprochen werden kann. Um das zu realisieren..: Absenkung des NC, mehr Studienplätze, freie Niederlassungsmöglichkeit.
Wer eine Praxis zu refinanzieren hat, wird sich entsprechend Mühe geben, dass die Patienten zu ihm kommen und nicht zum Kollegen nebenan gehen.
So läuft es bei meinem Schwager mit seiner Tankstelle, so läuft es bei mir mit 9 Wettbewerbern am Ort, so läuft es im Klamottenladen meiner Schwester und ich frage mich, warum es bei den Ärzten nicht ebenso laufen können sollte.

Humungus hat geschrieben:
Freier Wettbewerb, das heißt auch freies Honorar.


Wie "frei" Sie Ihre Preise gestalten können, regelt dann schon der Markt! :mrgreen:
Es könnte z.B. NCT-Bonuskarten geben oder Sie verlangen für einen Führerscheinsehtest am verkaufsoffenen Sonntag nur 50 statt 65 Euro, vielleicht verlosen Sie unter allen Katarakt-Patienten eine Symfony-IOL :ironie:

Humungus hat geschrieben:
Sie wollen also eine Mehr-Klassenmedizin.


Nein, im Gegenteil! Ich will, dass der Kassenpatient genauso respektiert wird wie der Privatpatient. Sie glauben wahrscheinlich nicht, wie oft ich in Foren höre, "der Arzt nimmt mich nicht ernst" o.ä. Und außer Barnie scheint niemand da zu sein, der den Damen und Herren Ärzte mal Kontra gibt.
Die ganzen Niederlassungsregelungen dienen nicht dem Patienten, sie helfen nur den Ärzten als Steigbügel auf ein sehr hohes Roß.

Humungus hat geschrieben:
Oder hoffen Sie, dass zum Kassenbasissatz alle Ärzte hurra schreien oder den noch unterbieten? Fielmannisierung der Medizin?

Nein, das hab ich oben schon beantwortet. Übrigens..: der Kollege F***mann ist einer der besseren Filialisten, er ist gut und günstig, aber er versorgt eben nur Standardfälle zuverlässig.
Jeder Spezialfall führt dort - wie erst recht bei anderen Filialisten - meistens zu einer Fehlversorgung.

Und wenn sich irgendwo eine Nische auftut, in der eine augenoptische oder augenärztliche Kapazität ganz besondere Leistungen bringt, dann soll diese Kapazität auch besonders verdienen dürfen. Wettbewerber wird er dann auch nicht fürchten müssen. [OT: wurde mir gerade wieder angetragen, in Low Vision zu investieren, aber der Markt ist mir zu klein]
Humungus hat geschrieben:
Meinen Glückwunsch: Sie sind ja ein echter Kapitalist! :mrgreen:


Ach, ich bin da belastbar. Man hat mich auch schon mit Bakunin verglichen.


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 Betreff des Beitrags: nicht "freiwillig" ins Haus stürmen
BeitragVerfasst: 16.08.17, 19:42 
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Haben Sie grad wieder ein Problem mit den Zusammenhängen, barnie ?

Wir waren zu viert am Ort. Die Patientinnen haben sich verteilt und es war zu schaffen.
Ein Kollege über siebzig macht noch einen Tag Privat, ich hör auf, bleiben 2.
Was Sie Wettbewerb nennen, ist hier grad drastisch am Abnehmen.

Wenn Sie im September sofort ein Mandat kriegen und dann sofort den Numerus Clausus aufmachen, fängt sich der Ärztemangel in 10 bis 12 Jahren zu verbessern an. Bis dahin ist der Seehoferbuckel zweimal in Rente.

Ich hab mittlerweil die ersten Rückläufer zu verzeichnen: Sie müssen mir bitte helfen, d a geh ich nie wieder hin. Es handelt sich um eine besonders kundenorientierte Einrichtung. Sie werden sie rausfinden.
Ok, bis Ende September...

PR

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BeitragVerfasst: 16.08.17, 20:44 
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Das ist wieder mal so ein Beitrag, bei dem ich einfach das Gefühl habe, ich rede mit einer Wand!

PR hat geschrieben:
Haben Sie grad wieder ein Problem mit den Zusammenhängen, barnie ?


Welche Zusammenhänge denn? Was hat denn Ihr Eigenlob und Ihr volles Wartezimmer mit dem Wettbewerb zu tun, den es in der Form, von der ich rede, überhaupt noch nicht gibt?!
Humungus schafft es doch auch, mich richtig zu verstehen. Sie dagegen müssen wieder anbringen, wie toll Sie sich finden und dass Sie bald aufhören und wie sehr das Ihre "Schätzchen" und die Patienten bedauern!
Jaaaaaaaaaaaa, das ha' m wir jetzt alle begriffen!

PR hat geschrieben:
Wir waren zu viert am Ort. Die Patientinnen haben sich verteilt und es war zu schaffen.
Ein Kollege über siebzig macht noch einen Tag Privat, ich hör auf, bleiben 2.
Was Sie Wettbewerb nennen, ist hier grad drastisch am Abnehmen.


Ääähm...., NEIN! Sie haben nicht gelesen oder nicht begriffen, was ich geschrieben habe! :evil:

PR hat geschrieben:
Wenn Sie im September sofort ein Mandat kriegen und dann sofort den Numerus Clausus aufmachen, fängt sich der Ärztemangel in 10 bis 12 Jahren zu verbessern an. Bis dahin ist der Seehoferbuckel zweimal in Rente.


Wo habe ich behauptet, für ein Mandat bei der nächsten Wahl zu kandidieren?! Das ist wieder ein Beispiel dafür, dass Sie sich Ihre Welt zusammenphantasieren. Im Übrigen würde ich mir nochmals die Zahlen der derzeit immatrikulierten Medizinstudenten zu Gemüte zu führen. Da ist bei entsprechenden Offerten mit Sicherheit auch einer dabei, der sich vorstellen könnte, den Gyn in Weil am Rhein oder den Hausarscht in Maulburg zu geben.
Da muss man nicht 12 Jahre warten!
Auch mein Töchterlein wird irgendwo "demnächst" eine Lücke füllen und es würde mich freuen, wenn sie im "Tulla-Bereich" bliebe, aber Gyn wäre das Letzte, was sie machen wollte. Dann doch lieber noch Augenarzt.

PR hat geschrieben:
Ich hab mittlerweil die ersten Rückläufer zu verzeichnen: Sie müssen mir bitte helfen, d a geh ich nie wieder hin. Es handelt sich um eine besonders kundenorientierte Einrichtung. Sie werden sie rausfinden.


Hab ich 's nicht immer gesagt? Sie sehen, es würde sich eine Privatpraxis lohnen! Es reicht ja, wenn sie 20 Std. offen ist. "Ihre" Patienten bleiben Ihnen ja treu und Ihre Empathie bringt sonst auch keiner auf. Das ist den Leuten was wert. Oder? :lachen:

Ich glaube vielmehr, dass von den Lippenbekenntnissen zum scheidenden Frauenarzt nicht viel übrig bliebe, wenn es mal an den Geldbeutel geht. DANN nämlich sind Sie dem Wettbewerb ausgesetzt, von dem ICH rede.
Sie glauben gar nicht, wie kompromissbereit plötzlich Patienten oder Kunden sind, wenn es was "kostenlos" gibt. Die 10 Cent-Einkaufstüte bei Edeka kauft kaum einer, schleppt lieber alles unter den Achseln, aber wenn sie umsonst ist, dann nimmt man am besten gleich 3.
Die Leute stehen in den F***mann-Filialen (wie auch vor vielen Jahren in meiner Adonis-Filiale) OHNE ÜBERTREIBUNG teilweise 1 Stunde, bis sie bedient werden können.
Aber wenn sie glauben, sich was gespart zu haben, stehen sie die Stunde gern.


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 Betreff des Beitrags: Sag ich doch:
BeitragVerfasst: 16.08.17, 20:53 
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es handelt sich dabei um Kunden.

Etymologie (chundo /patiens) rum oder num.

Diese können einem leid tun.

PR

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 Betreff des Beitrags: Re: Landarztquote
BeitragVerfasst: 17.08.17, 06:44 
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PR hat geschrieben:
Sag ich doch,es handelt sich dabei um Kunden.
Etymologie (chundo /patiens) rum oder num.
Diese können einem leid tun.

Und Sie differenzieren nicht nach ökonomischen Gesichtspunkten?

PR hat geschrieben:
Freibier ist nie genug da
Die sehen mittlerweile so aus, dass wir Anrufenden mit Terminwunsch die Telefonnummern der Konkurrenz mitteilen: bitte dort nachfragen ! Die meisten Kollegen machen das. Wettbewerb mag's geben um die Selbstzahler.


Der größte Fehler im System ist doch, dass Vertragsärzte Privatleistungen abrechnen können. Wenn schon GKV und PKV müsste auch getrennt werden um der Rosinenpickerei ein Ende zu bereiten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Landarztquote
BeitragVerfasst: 17.08.17, 09:05 
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PR hat geschrieben:
Diese können einem leid tun.


Ich fass' es nicht!! :shock:
Muhammad Ali war im Vergleich zu Ihnen ein sehr bescheidener Mensch! Nichts als geldgeile Versager um Sie herum, gell!? Lesen Sie eigentlich hin und wieder Ihre Bewertungen? Könnt´ ganz lehrreich sein!

PR hat geschrieben:
Wettbewerb mag's geben um die Selbstzahler.

Ach?! Sie haben ja anscheinend doch begriffen, was ich will!

Timmie2 hat geschrieben:
Der größte Fehler im System ist doch, dass Vertragsärzte Privatleistungen abrechnen können. Wenn schon GKV und PKV müsste auch getrennt werden um der Rosinenpickerei ein Ende zu bereiten.


Da bin ich jetzt aber mal ganz anderer Meinung. Warum soll z.B. ein naturheilkundiger Arzt auf Wunsch des Patienten nicht Naturheilkunde als IGeL anbieten können?
Ich stelle mir mal für eine Sekunde mit blassem Gesicht vor, wenn ich als Oppicker nur Kassensätze verdienen hätte können. Es gäbe - unabhängig von der Blüm' schen Reform damals - längst keine Optiker mehr, denn die Kassensätze waren schon immer so vereinbart, dass man zum Sterben zuviel und zum Leben zuwenig hatte. Bei einer Bangerterfolie (Folie für Brillengläser für Kinder) zahle ich in Einzelbestellung mehr im EK als mir die Krankenkasse erstattet.


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 Betreff des Beitrags: Re: Landarztquote
BeitragVerfasst: 17.08.17, 11:36 
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Nun sind wir wieder (m. E.) gelandet bei:

Ärzte brauchen finanzielle Sicherheit, damit sie unabhängig zu Selbstzahlerleistungen raten können, weil sonst die Kassen ganz und gar die Hoheit über sämtliche IGeL via Monitor haben und grundsätzliches Misstrauen legen, damit sie ihre eigenen Funktionärspfründe bedienen können übers Sparen am gesetzlich „Versicherten“.

Da kann ich als Wähler aber lange suchen. In der Richtung schreibt keine Partei.

Mir sind hier allerdings im Thread sämtliche Fäden verlorengegangen.

Frdl. Grüße
Christiane


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 Betreff des Beitrags: Re: Landarztquote
BeitragVerfasst: 17.08.17, 14:06 
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Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
Da bin ich jetzt aber mal ganz anderer Meinung.
Soll vorkommen. Ich kann Deine Euphorie zum Wettbewerb auch nicht nachvollziehen. Wenn es keine Preisbindung mehr gibt, wie wird abgerechnet bzw. was bezahlt dann Kasse bzw. Versicherung oder jeder nur aus eigener Tasche? Gesundheit ist doch keine Ware, die im Supermarkt im Regal liegt und sich Konsumenten zum Vergnügen mal gönnen.

Markt kann im Gesundheitswesen nicht funktionieren. Man kann durch technischen Fortschritt Produktionszeiten verkürzen und damit günstiger produzieren, es ist aber schlecht möglich schneller zu pflegen oder zu behandeln und man kann sich als Patient auch keine Krankheit verkneifen. Die kommt einfach ungefragt. Der größte Ausgabeposten im Gesundheitswesen ist und bleibt das Personal, wird da gespart erhöht das nur die Folgekosten und kommt uns damit letztlich noch teurer.

Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
Warum soll z.B. ein naturheilkundiger Arzt auf Wunsch des Patienten nicht Naturheilkunde als IGeL anbieten können?
Wie verträgt sich das mit Deiner Aussage
Zitat:
Jede ZUSATZversicherung verspricht den Leistungserbringer ZUSATZumsätze und führt somit zu Fehlallokationen zum Nachteil derer, die sich solche Zusatzversicherungen nicht leisten können. Das kann m.E. keine linke Position sein und es ist auch nicht gerecht

Jeder Zusatzverdienst bietet finanzielle Anreize und bringt den Arzt in einen Interessenskonflikt. Mittlerweile werden bereits Praxismitarbeiter/innen durch Bonussysteme motiviert. Das trägt nicht unbedingt dazu bei, die Gesundheit des Patienten in den Vordergrund zu stellen. Zu den naturheilkundlichen Behandlungen im engeren Sinne zählen auch Massagen, Reizstromtherapie oder Akkupunktur, die in Bezug auf einige Erkrankungen im Leistungskatalog der GKV enthalten sind. Für mich zählt das zu einer hochwertigen Versorgung dazu.

Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
Sie glauben gar nicht, wie kompromissbereit plötzlich Patienten oder Kunden sind, wenn es was "kostenlos" gibt. Die 10 Cent-Einkaufstüte bei Edeka kauft kaum einer, schleppt lieber alles unter den Achseln, aber wenn sie umsonst ist, dann nimmt man am besten gleich 3
Ich weiß nicht mit welchen Leuten Du Dich umgibst, aber die meisten in meinem Umfeld sind froh, wenn sie keinen Arzt brauchen. Untersuchungen und Behandlungsmarathone sind doch kein Vernügen wie das oft dargestellt wird.

Christianes Herz hat geschrieben:
Ärzte brauchen finanzielle Sicherheit, damit sie unabhängig zu Selbstzahlerleistungen raten können...
Du wirst doch nicht glauben, dass Ärzte diese Selbstzahlerleistungen nicht gerne noch on top mitnehmen?


Zuletzt geändert von Timmie2 am 17.08.17, 14:12, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Landarztquote
BeitragVerfasst: 17.08.17, 14:07 
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Zitat:
Ärzte brauchen finanzielle Sicherheit, ...


Ich glaube, kein vernünftiger Mensch würde das bestreiten. JEDER Selbständige braucht finanzielle Sicherheit und muss, bevor er auch nur 1 Cent von der Bank für ein Existenzgründungsdarlehen bekommt, ein schlüssiges Unternehmenskonzept und eine Rentabilitätsrechnung abliefern.

Für die Qualität sorgt dann entweder ein Franchisegeber (wie früher in meinem Falle) und/oder der Wettbewerb.
Aber genau diesen "Hebel" gibt es nicht bei Ärzten. Hier wird über Punktwerte, Regresse, Budgetierung, den EBM usw gejammert und das teilweise imho zurecht, aber keiner garantiert in irgendeiner Form für eine Art "Qualitätsbetreuung" des Kassenpatienten. Das fängt schon bei der Terminvergabe an, so man überhaupt einen vergibt.
Auch noch so viel Geld und "finanzielle Sicherheit" bringt nicht mehr Stunden in den Tag, senkt nicht die Zahl Patienten im Wartezimmer und motiviert nicht, auf den Golfplatz zu verzichten. Der Kassenpatient hat nur höhere Beitragskosten und hört sich immer noch die "Überlastet"-Schallplatte an.


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BeitragVerfasst: 17.08.17, 14:43 
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Da haben Sie wüst Recht. Die kranken Kassen schonmal garnicht. Die garantieren WANZ.

Wären da noch die "Bewertungsportale". Was garantieren denn die ?
Dem, der ihnen was zahlt, einen vorderen Listenplatz und Erstnennung in Suchmaschinen.

Nö barnie, "meine Bewertungen" les ich aus Prinzip nicht. Ich les auch die "Bewertungen" der Kolleginnen nicht, auch aus Prinzip.
Erstens haben die für mich keinen Wert, zweitens haben sie für mich keinerlei Konsequenz, und drittens werd ich jeden Arbeitstag mündlich und zu Fuß bewertet. Mir reicht das, "meinen" Patientinnen hat das 25 Jahre gereicht, und ab dem 01.10. nehm ich am ganzen Kassenzirkus nicht mehr teil.

PR

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BeitragVerfasst: 17.08.17, 15:18 
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PR hat geschrieben:
Da haben Sie wüst Recht. Die kranken Kassen schonmal garnicht. Die garantieren WANZ.

Wären da noch die "Bewertungsportale". Was garantieren denn die ?
Dem, der ihnen was zahlt, einen vorderen Listenplatz und Erstnennung in Suchmaschinen.

Nö barnie, "meine Bewertungen" les ich aus Prinzip nicht. Ich les auch die "Bewertungen" der Kolleginnen nicht, auch aus Prinzip.
Erstens haben die für mich keinen Wert, zweitens haben sie für mich keinerlei Konsequenz, und drittens werd ich jeden Arbeitstag mündlich und zu Fuß bewertet. Mir reicht das, "meinen" Patientinnen hat das 25 Jahre gereicht, und ab dem 01.10. nehm ich am ganzen Kassenzirkus nicht mehr teil.


Ihre Beiträge betrachte ich ab sofort als Spam! Mehr hab ich dazu nicht mehr zu sagen.


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