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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Landarztquote
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 Betreff des Beitrags: Re: Landarztquote
BeitragVerfasst: 02.10.17, 12:09 
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Zitat:
Die Gegend ist augenscheinlich gesundheitsversorgungsmäßig noch immer da, wo sie vor 25 Jahre war


na das ist doch mal was, da hat sich ja nichts verschlechtert. Kann man ja net meckern. :lachen:


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BeitragVerfasst: 04.10.17, 00:34 
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d.h. solchen achtzehnjährigen Studienanwärtern bevorzugt Studienplätze zuteilen,
die unterschreiben, sechs Ausbildungsjahre später "auf dem Land" zu arbeiten,
(wobei die Verortung "auf dem Land" im 'schland bisher niemals und nirgendwo eindeutig und sauber "von Amts wegen" vorgenommen worden ist)
muss dazu das Grundgesetz gleich mehrfach brechen.

Wenn da aber jetzt so ein Mister Flaumann daherkommt und die Bundespolitik dazu auffordert, die einschlägigen grundgesetzlichen Stolpersteine doch mal endlich zu beseitigen, aber bittschön dalli, (weil auch seinem Bundesland die Hausärzte abhanden gekommen sind,) dann müsste da jedenfalls nach meinem Staatsverständnis doch der Generalbundesanwalt ein Wörtchen dazu zu sagen haben wegen mehrfacher vorsätzlicher Verstöße gegen die Gewaltenteilung.

KLARTEXT:
Nönö, Flaumann und Konsortinnen ! Wenn Ihr vorhabt, Ärzte und ihre Betriebe nach politischem Belieben ein- und auszuknipsen, dann stellt ihnen gefälligst ihre Arbeitsplätze hin und macht sie zu besoldeten und versorgten Staatsbeamten.

Wie wenig sich die Zeiten doch ändern in der Gesundheizpolitik ! Das hatt ich vor zwölf Jahren mit wenig anderen Worten schon mal einem gesundbrunnen von der Esspeedee geschrieben...

PR

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Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
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 Betreff des Beitrags: Re: Landarztquote
BeitragVerfasst: 04.10.17, 10:27 
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Zitat:
Die OECD definiert auf der Grundlage der Bevölkerungsdichte als überwiegend ländlich oder überwiegend städtisch und stützt sich dabei auf einen Bevölkerungsanteil, der in ländlichen Gemeinden, d.h. mit weniger als 150 Einwohner je km² in einer bestimmten NUTS II oder NUTS III Region liegt. Die Europäische Kommission arbeitet zur Zeit an einer Definition, die die Vielfalt der ländlichen Regionen besser widerspiegelt.
[Quelle]

Die derzeitige Diskussion um die Abschaffung des NCs führt doch höchstens zu einem Pyrrhus-Sieg, denn es fehlen ja vor allem die Studienplätze und nicht die Bewerber um einen solchen.

Die Politiker -und damit das Volk- wird sich nicht erpressen lassen müssen von Ärzten, die den Hals nicht vollkriegen. Gesundheitversorgung kann und darf und wird nicht abhängig gemacht werden von unzeitgemäßen kommerziellen Interessen, die jeder Realität entbehren.
Wo eine Praxis wirklich nicht wirtschaftlich geführt werden kann, muss halt subventioniert werden.

Niemand kann Arzt X zwingen, irgendwo "auf dem Land" zu praktizieren, aber es kann auch niemand die Sozialkassen zwingen, Dienstleister zu bezahlen, wo deren Dienste nicht benötigt werden. Wer meint, am Speckgürtel der Städte praktizieren zu müssen, soll es halt als Privatarzt tun.

Es wird nicht der Schwanz mit dem Hund wedeln.


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 Betreff des Beitrags: Re: Landarztquote
BeitragVerfasst: 04.10.17, 11:35 
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Dem Hund geht nur der Schwanz aus! Abstimmung mit den Füßen, Barnie.

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Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.


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 Betreff des Beitrags: Re: Landarztquote
BeitragVerfasst: 04.10.17, 15:12 
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Humungus hat geschrieben:
Dem Hund geht nur der Schwanz aus!


Jetzt fiele mir eine Zote dazu ein, aber lassen wir das... :mrgreen:

Es geht hier mal wieder um

PR hat geschrieben:
...die Hausärzte..


Klar, man wird sich was einfallen lassen müssen, um Versorgungslücken zu schließen, aber ich wette, es WIRD den Verantwortlichen was einfallen, was ein junger niederlassungswilliger Arzt akzeptieren kann.

Keinesfalls geht es allen Hausärzten dreckig, die ihre Praxen in der Peripherie haben. Das ist nun mehrfach widerlegt worden.
Das schlimmste, was dem Kranken passieren könnte, wäre eigentlich, dass die Kassen per Definition eine Lücke für nicht vorhanden erklären, weil die Versorgung durch die Ärzte drum herum ausreiche.

Man verneint am grünen Tisch einfach einen Bedarf und schon ist man nicht mehr leistungspflichtig. Sowas führt - wie wir sehen - zu Parteien wie der AfD.

Man kann aber auch nicht verlangen, dass jede beliebige Therapie eine unbegrenzte Leistungspflicht der Krankenkassen auslöst. Sowas führt dann zu EBMs und Budgets.


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BeitragVerfasst: 04.10.17, 15:56 
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p a s s i e r t ja eben fortlaufend: "man verneint am grünen Tisch einfach einen Bedarf und schon ist man nicht mehr leistungspflichtig." (Zitat Barnie).
Genau diesen Job macht die Behörde "Kassenärztliche Vereinigung" im Auftrag des Gesetzgebers und der kranken Kassen.

Übrigens geht's "den Hausärzten" überhaupt nicht dreckig, auch hier nicht. Auch ging's den Hausärzten d a nicht dreckig, wo's gar keine mehr gibt. Und doch sind sie erheblich schneller am Aussterben als die Nachzucht je Schritt halten könnte. Und zwar in Bälde flächendeckend.
Mit "Hals nicht voll kriegen" hat das nichts zu tun, aber das glauben Sie mir ja sowieso auch nicht. No, werden se sich halt noch das eine oder andre Mal wundern müssen...
Klar wird auch Jamaika irgendwas einfallen.

Meine Kritikpunkte bleiben.
Wenn ein Politiker daherkommt und betrachtet das Grundgesetz als lästige Stolperfalle für seine Gesetzesvorhaben, dann ist was faul mit seiner Staatsraison.
und
Die gültige Sozialgesetzgebung verramscht ärztliche Leistung. Da sollte die Bevölkerung sich nicht länger wundern, wenn sie Ramsch und Mogelpackungen erhält.

PR

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 Betreff des Beitrags: Re: Landarztquote
BeitragVerfasst: 05.10.17, 11:55 
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Beiträge: 1999
Auch Herr Weil, weil Wahl in 10 Tagen:

http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/N ... rpflichten

Kann nur seinem Wahlkampf geschuldet sein, nicht wahr? Ärzte, die sich niederlassen sollen, sind Investitionen und haben keine und deshalb dem Land verpflichtet.

Frdl. Grüße
Christiane


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 Betreff des Beitrags: Auch Minipräs dürfen mal träumen.
BeitragVerfasst: 05.10.17, 16:46 
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Derzeit befinden sich die gängigen Auswahlverfahren zum Medizinstudium in höchstrichterlicher Revision. Schaumerdannmal, was dort schwerer wiegt, Liberté, Égalité oder Fraternité.

Besolden, Versorgen und Verbeamten darf er "seine" Mediziner, der Miniprä, wenn er sie nach misterlichem Belieben rumschubsen will, und ihnen den qualitääzgesicherten Arbeitsplatz zur Verfügung stellen.

PR

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