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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Patienten - Bashing
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 Betreff des Beitrags: Patienten - Bashing
BeitragVerfasst: 30.03.17, 14:10 
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Ärgert mich:
http://www.nav-virchowbund.de/uebervoll ... -patienten
Nun ist der Patient dran. „Zalando Mentalität“. Mal schauen, ob sich die http://www.gruenderszene.de/allgemein/z ... te-chronik
nicht über den Vergleich beschweren. Denn die liefern. Gegen Geld. Direkt. Und lassen sich nicht eine Grundgebühr bezahlen, Monat für Monat und nochmal extra, wenn eine Leistung beansprucht wird. "Zalando Mentalität". Nein. Das trifft es nicht, Herr Heinrich. Wir haben das SGB V. Dann mopper bitte dagegen. Gegen das System ansich.
Dürfen die Notaufnahmen denn niemanden wegschicken? Und auf die bestehenden Bereitschaftsdienste verweisen? Jeder Arzt muss (so steht es ja auch in der Kritik) täglich entscheiden, ob ein Notfall vorliegt oder nicht; warum nicht die angesprochenen Notaufnahmen?

Wenn es genug Ärzte für Bereitschaft und Notdienste verlässlich gäbe, wäre die Verbreitung beim Patienten offensiver durchgedrungen. Die Bezahlung stimmt nicht. Das weiß ich und alle wissen es, die Überstunden und Wochenend- und Bereitschaftsdienst ordentlich vergütet erhalten, weil man die Dienste braucht. Wo auch immer. Grad in der Gesundheit nicht? Aber Patient ist es gewesen. :roll:

Frdl. Grüße
Christiane


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 Betreff des Beitrags: Re: Patienten - Bashing
BeitragVerfasst: 30.03.17, 17:18 
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Danke Christiane. Ich habe dem Herrn Dr. mal eine Mail mit nachfolgendem Inhalt gesandt:

Zitat:
Sehr geehrter Herr Dr. Heinrich,

dem Patienten pauschal eine "Zalando-Mentalität" zu unterstellen ist hier fehl am Platze.
Niemand setzt sich freiwillig in diese übervollen Wartesäle der Kliniken und den begreiflichen Unfreundlichkeiten völlig überlasteten Personals aus.
Das Problem ist m. E. vielmehr hausgemacht, denn niedergelassene Ärzte weisen Patienten einfach ab und schicken sie, sofern sie von ihm eine "Notfallbehandlung" erwarten, einfach in die Kliniken. Dort befinden sich bereits die Patienten, die die Gröhe' schen "Terminservice-Stellen" nicht beim Niedergelassenen unterbringen konnten. Es soll dort bereits zu Handgreiflichkeiten durch Patienten gekommen sein, die die Nerven verloren haben.

Meinen Sie allen Ernstes, dass das Leute sind, die alles haben wollen und zwar sofort?

Es mag eine nordbadische Besonderheit sein, dass es hier bei uns keinen (vernünftigen) Bereitschaftsdienst gibt. Jedenfalls ist mir in den Abendstunden mal eine Touristin mit total zugeschwollenen Auge in die Arme gelaufen, die man im hiesigen Krankenhaus unbehandelt wieder weggeschickt hat, weil kein Augenarzt mehr da sei. Man schickte sie zu einem vermeintlich bereitschaftsdiensttuenden Arzt an eine veraltete Adresse. Wer Bereitschaftsdienst tut, steht trotz meiner Beschwerde bis heute nicht in der Zeitung. Offenbar kann man sich davon auch freikaufen und ich kenne Mediziner, die lieber Geld opfern als Bereitschaftsdienst zu leisten.
Mein Schwager leidet seit Jahren an Bechterew und es ist bekannt, dass Bechterew-Patienten durch einschlägige Medikation zu Iritis neigen, einer sehr schmerzhaften Augenentzündung, die auch chronisch verlaufen kann. Selbst ein Schub mit akuter Entzündung und starken Schmerzen und daraus resultierender massiver Sehbeeinträchtigung sind allerdings für manche Ärzte noch kein Grund, einen Patienten als Notfall zu behandeln. Ich habe es schriftlich von der Beschwerdestelle der KV, dass nur Notfall ist, "dessen Vitalfunktionen beeinträchtigt sind". Selbst der gekreuzigte Jesus wäre demnach kein Notfall.

Das wird sich der Patient sicher nicht auf Dauer gefallen lassen. Wenn diese Zustände fortdauern, wird es eine "Gesundheits-AfD" geben.
Ich habe zu diesem Thema bereits im November vergangenen Jahres via abgeordnetenwatch ein Frage an Rudolf Henke (MdB) gesandt, die bis heute unbeantwortet blieb. Offensichtlich hat man weder beim Marburger Bund noch beim Gesundheitsausschuss der CDU den leisesten Plan, wie es weitergehen soll.

Ich bin gespannt und freue mich darauf, Ihre Vorschläge zu hören.

Mit freundlichen Grüßen


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 Betreff des Beitrags: Von mir nur der Kommentar:
BeitragVerfasst: 30.03.17, 22:41 
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hättet Ihr statt dummer Sprüche
mal Eure Niedergelassenen besser behandelt,
als es die noch in ausreichender Anzahl gab.

Eben läuft die Ausschreibungsfrist ab.
Mangels Interessenten geht auch meine Einrichtung Ende September definitiv vom Netz.

PR

PS: nicht vergessen, Christiane, der Heinrich mit der Turmglatze ist auch nicht mehr viel mehr als Funkzionär.

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Von Fremdinteressen freie an Patienteninteresse orientierte eigene Meinung.
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 Betreff des Beitrags: Re: Dr. Heinrich
BeitragVerfasst: 31.03.17, 08:21 
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Sein Verband „lebt“ von der Unabhängigkeit, er distanziert sich von jeglicher Einflussnahme. Ich find den Vergleich so unpassend. Er kennt den Haken, an dem Patient in der Regel hier hängt.
Sonst liest er sich auch bedachter und zu mehr Seiten guckend.

Grüße und ein schönes Wochenende
Christiane


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 Betreff des Beitrags: Re: Patienten - Bashing
BeitragVerfasst: 31.03.17, 09:17 
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Zitat:
Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.


...indem man Hilfe suchende Patienten beschimpft??

Vielleicht hat der gute Mann ein bissel zu sehr die "Interessen aller....Ärzte" vertreten, so dass diese glauben, mit Patienten nach Belieben verfahren und sie als faule Simulanten darstellen zu können?!
Man hat ja schließlich nix Besseres zu tun, als sich stundenlang in einem stinkenden Wartezimmer einer Notaufnahme herumzudrücken, gell?!

Sehr geehrter Dr. Heinrich, der "Zalando-Mentalität" steht leider zu oft ein Arzt mit Halbgott-Mentalität entgegen. Beides ist in Ausprägungen einem vernünftigen Miteinander sehr abträglich. Das werden auch bestimmte Ärzte noch zur Kenntnis nehmen müssen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Patienten - Bashing
BeitragVerfasst: 31.03.17, 21:05 
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Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
Zitat:
... Das werden auch bestimmte Ärzte noch zur Kenntnis nehmen müssen.

Es ist eher so, dass wir als Patient zur Kenntnis nehmen (müssen), dass Arzt seine Unabhängigkeit und damit seine Freude am Beruf verliert, wir aber die gesundheitlichen Hilfen gemindert erfahren. Sei es dadurch, dass die Ärzteschaft abwandert, sei es dadurch, dass sie sowohl kassen- als auch shareholder-seits „abgeregelt“ wird.

Frdl. Grüße
Christiane


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 Betreff des Beitrags: Re: Patienten - Bashing
BeitragVerfasst: 01.04.17, 08:53 
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Zitat:
Es ist eher so, dass wir als Patient zur Kenntnis nehmen (müssen), dass Arzt seine Unabhängigkeit und damit seine Freude am Beruf verliert,..


Inzwischen stellt sich das für mich nicht mehr so dar. Ich bemühe mich zugunsten einer vernünftigen Entscheidung für den Werdegang meiner Tochter um alle Infos, die ich großteils auch von Ärzten direkt erhalte. Namen nenne ich hier nicht, ich hoffe, Du glaubst mir trotzdem.
Und dann darf ich auch nochmal daran erinnern, dass sich für das Sommersemester 2016 in Humanmedizin mit etwas mehr als 3000 Studienplätzen über 19.000 Interessenten bewarben.

Allein dieses Faktum deutet nicht auf eine Unattraktivität des Arztberufes hin, auch wenn ich mir darüber klar bin, dass nicht jeder Interessent das Studium durchsteht und anschließend kurativ tätig würde.

Egal, wen ich auch außerhalb dieses Forum mit den Einlassungen, die hier zum Besten gegeben werden, konfrontiere (und damit meine ich nicht meinen Friseur oder Bäcker, sondern ins System Involvierten), schüttelt innerlich den Kopf. Freilich hat ein Arzt nicht mehr die unbegrenzten Freiheiten, die es früher gab, aber unisono wird bestritten, dass man lieber heut als morgen die Praxis aufgeben oder den Kassenvertrag kündigen würde.

Künstlich knapp gehaltene Studienplätze, absurde Anforderungen an ein Medizinstudium und ein viel zu enges Korsett an Bestimmungen für die Ausübung des Arztberufes (Zwangsmitgliedschaften, Niederlassungsbestimmungen, aber vor allem die Bindung an die GOÄ) sind viel eher geeignet, dem Bürger auf dem Land den Arzt zu stehlen.


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 Betreff des Beitrags: Allein dieses Faktum
BeitragVerfasst: 01.04.17, 20:06 
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Beiträge: 6194
Wohnort: Lörrach
dass die Bewerber die Studienplätze mehrfach übersteigen zeugt von der attraktivität des Medizinstudiums.
Das war's dann schon, Barnie.

Alles Andere kommt mit der Zeit und der Erfahrung eines langen Studiums und einer langen Berufsaus-bildung, damit eben auch das Faktum, dass deutlich weniger als drei Viertel der Examinierten in die Menschenmedizin gehen - und auch ein Berufsleben lang dort bleiben, je weiblicher übrigens, um so weniger. Die Bemerkung musste ich loswerden, weil hier ein gesundbrunnen mal drüber jubiliert hatte, wie schön weiblich die Medizin doch grad wird.

Wie reagiert die Politik ? Wie immer, sie nimmt in Haft, wen sie immer kriegen kann. Drum ist der Gröhl bei denen, die's betrifft, das ist unser Nachwuchs im Studium, mit seiner Studienreform ja eben wieder voll auf die Chelizeren und Pedipalpen geflogen.

Es geht längst nicht mehr um unbegrenzte Freiheiten in diesem gottverdammten Zwangssystem. Aber mit Illusionen sollten Sie Ihre Tochter halt auch nicht grad anfüttern...

PR

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 Betreff des Beitrags: Re: Patienten - Bashing
BeitragVerfasst: 03.04.17, 09:24 
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Beiträge: 753
@Dr. Heinrich
Sehr empfehlenswerte Lektüre

@PR
Ich habe es immer ganz schlecht vertragen, wenn so getan wird, als sei irgend etwas in Stein gemeißelt. ABSOLUT NIX AUSSER DER LICHTGESCHWINDIGKEIT IST IN STEIN GEMEISSELT!

Deshalb entrüstet mich auch nichts so sehr, wie Gejammer über Zustände, die man selbst nicht zu beseitigen bereit ist, unterstützt oder vielleicht sogar provoziert.

Selbst Fehlgeleitete wie der unten zitierte Terrorist oder mein Lieblingsfeind FJS haben meinen Respekt, wenn sie für ihre Ideen einstehen und lieber verhungern, als sie zu verraten.

"Entweder Du bist ein Teil der Lösung oder ein Teil des Problems" (Holger Meins)

Meistens finden sich aber plötzlich Leidensgenossen, die einem hilfreich zur Seite springen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Patienten - Bashing
BeitragVerfasst: 03.04.17, 10:55 
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Beiträge: 4693
Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
Deshalb entrüstet mich auch nichts so sehr, wie Gejammer über Zustände, die man selbst nicht zu beseitigen bereit ist, unterstützt oder vielleicht sogar provoziert
Was haben Sie eigentlich daran versucht zu ändern? Sie sind reichlich selbstgerecht, aber das ist bei Politikern nichts neues..

Zitat:
Selbst Fehlgeleitete wie der unten zitierte Terrorist oder mein Lieblingsfeind FJS haben meinen Respekt, wenn sie für ihre Ideen einstehen und lieber verhungern, als sie zu verraten.

"Entweder Du bist ein Teil der Lösung oder ein Teil des Problems" (Holger Meins)
Respekt kriegen von mir Leute, die reflektieren und die Folgen ihrer Handlungen und Ideen vorhersehen konnen und moralisch bewerten. Lieber der Kategorische Imperativ als das Rote Buch. Gut, von den Verblendeten der BMG (wie witzig, das Kürzel passt für vieles) war nichts anderes zu erwarten.

Zitat:
Meistens finden sich aber plötzlich Leidensgenossen, die einem hilfreich zur Seite springen.
So wie Baader und der Rest der Führungsriege, der heimlich aß? Nicht war, Barnie? Wasser predigen...

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Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.


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 Betreff des Beitrags: Re: Patienten - Bashing
BeitragVerfasst: 03.04.17, 13:40 
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Registriert: 04.06.13, 11:38
Beiträge: 753
@Humungus

Hier geht es um Patienten, die sich von einem satten Funktionär in unverschämtester Form beleidigen lassen sollen und nicht um das berufspolitische Murmeltier, das nun seit 30 Jahren täglich grüßt.
Der gute Dr. Heinrich hat sich bislang auch nicht die Mühe gemacht, auf meine Mail zu antworten oder wenigstens antworten zu lassen. Aber ich bin halt auch keiner seiner Schützlinge, sondern bloß ein doofer Patient, der nur darauf aus sein kann, ärztliche Notfallleistungen zu erschleichen oder Bereitschaftsdienste zu missbrauchen und der weder Mediziner ist, noch von "Basics" eine Ahnung hat.

Und das beantwortet auch Ihre Frage

Zitat:
Was haben Sie eigentlich daran versucht zu ändern? Sie sind reichlich selbstgerecht,..


Ausgerechnet ich, dem Sie mit wachsender Begeisterung Inkompetenz und Ahnungslosigkeit in der Medizin unterstellen, soll IHRE Arbeit tun?
Kümmern Sie sich selbst um Ihre Angelegenheiten! Sie sind derjenige, der jammert.
Ich kümmere mich um meine Angelegenheiten und um die derer, die sich nicht wehren können.


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 Betreff des Beitrags: Re: Patienten - Bashing
BeitragVerfasst: 03.04.17, 14:34 
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Beiträge: 4693
Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
Hier geht es um Patienten, die sich von einem satten Funktionär in unverschämtester Form beleidigen lassen sollen und nicht um das berufspolitische Murmeltier, das nun seit 30 Jahren täglich grüßt.
Meine Schwester ist Chefärztin einer Chirurgie. Die kann Ihnen gerne erzählen, wer da teilweise nachts um 3 auftaucht. Es sind beileibe nicht immer Notfälle...das Angebot, dass Tag und Nacht eine medizinische Versorgung zur Verfügung ist, wird auch missbraucht. Hat ja auch seine Vorteile: keine Terminvergabe, nicht beim Niedergelassenen herumsitzen etc. Dass es auch andere Fälle gibt, in denen Notfälle stundelang sitzen müssen, habe ich selber erleben können. Mich hats zum Privatpatienten gemacht, da gings dann plötzlich ratzfatz.

Zitat:
Ausgerechnet ich, dem Sie mit wachsender Begeisterung Inkompetenz und Ahnungslosigkeit in der Medizin unterstellen, soll IHRE Arbeit tun?
Meine Arbeit sollten Sie besser nicht tun, es sei denn Sie wollten nicht nur Brilolen, sondern auch Langstöcke herstellen. Aber Sie als Patient, als politisch aktiver, können doch auch die Trommel schlagen. Ich mache das seit Jahren hier und da und dort. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man spätestens dort, wo Posten bezahlt werden, gnadenlos abtropft. Und den Weg durch die Instanzen gehe ich nicht, dafür habe ich erstens zu viel zu tun, und zweitens kann ich schlecht lügen. Ohne wird man kein erfolgreicher Politiker.

Zitat:
Sie sind derjenige, der jammert.
Ich glaube nicht, dass Sie mir da nachstehen...

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 Betreff des Beitrags: Re: Patienten - Bashing
BeitragVerfasst: 03.04.17, 15:28 
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Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
ABSOLUT NIX AUSSER DER LICHTGESCHWINDIGKEIT IST IN STEIN GEMEISSELT!

Und exakt mit dieser ist jetzt hier Schluss mit der Zankerei. Sonst bin ich ebenfalls mit dieser gleich bei Ihnen/Euch. :wink:

Zalando-Mentalität. Die wird hier gerade erst richtig geschaffen:
http://www.desy.de/ueber_desy/desy/fors ... x_ger.html
Forschung auf Bestellung. Helmholtz.

Ein bisschen Werbung hier, ein bisschen finanzielle Beteiligung da. Welche Forschungsergebnisse hättens gern?
Bilde ich mir das ein, wenn ich mich da durchlese?

Die Anlage wird zum größten Teil vom Steuerzahler gezahlt (das sind die gesetzlich „Versicherten“ in der Regel auch).

Wie lange braucht es im Schnitt, bis Neuerungen in der Gesetzlichen ankommen? 10 Jahre?

Frdl. Grüße und eine schöne Woche
Christiane


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 Betreff des Beitrags: Re: Patienten - Bashing
BeitragVerfasst: 03.04.17, 18:48 
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Beiträge: 3413
hallo,

Zitat:
Egal, wen ich auch außerhalb dieses Forum mit den Einlassungen, die hier zum Besten gegeben werden, konfrontiere (und damit meine ich nicht meinen Friseur oder Bäcker, sondern ins System Involvierten), schüttelt innerlich den Kopf. Freilich hat ein Arzt nicht mehr die unbegrenzten Freiheiten, die es früher gab, aber unisono wird bestritten, dass man lieber heut als morgen die Praxis aufgeben oder den Kassenvertrag kündigen würde.


kann ich bestätigen, habe das auch so erlebt.

Zitat:
Meine Schwester ist Chefärztin einer Chirurgie. Die kann Ihnen gerne erzählen, wer da teilweise nachts um 3 auftaucht. Es sind beileibe nicht immer Notfälle...das Angebot, dass Tag und Nacht eine medizinische Versorgung zur Verfügung ist, wird auch missbraucht. Hat ja auch seine Vorteile: keine Terminvergabe, nicht beim Niedergelassenen herumsitzen etc.

so ist das halt, es gibt genau so unverschämte Patienten, wie frustrierte Ärzte.

Zitat:
Dass es auch andere Fälle gibt, in denen Notfälle stundelang sitzen müssen, habe ich selber erleben können. Mich hats zum Privatpatienten gemacht, da gings dann plötzlich ratzfatz.

Schön dass sie sich die Mitgliedschaft leisten können, wo sie doch immer so über ihren Verdienst jammern.
Es ist natürlich immer leichter zu jammern und nach unten zu treten als zu versuchen oben was zu ändern. Die Dummen sind dann halt die Patienten, natürlich nicht bei allen Ärztrn.


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 Betreff des Beitrags: Re: Patienten - Bashing
BeitragVerfasst: 03.04.17, 20:20 
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Beiträge: 753
Christianes Herz hat geschrieben:
Die Anlage wird zum größten Teil vom Steuerzahler gezahlt (das sind die gesetzlich „Versicherten“ in der Regel auch).


Logisch, auch jede einzelne Kassenarztpraxis finanziert sich in der Hauptsache vom Einkommen, das man mit GKV-Patienten erzielt und nicht von den erweiterten GOÄ-Sätzen gebauchpinselter und oft überversorgter Privatzahler.
Jede andere Behauptung ist eine Lüge. Die Banken werden schon wissen, warum sie als Sicherheiten für Kredite Kassenverträge verlangen.
Gibt' s einen anderen Beruf, in dem man derart dreist in die Hand beißt, die einen füttert?

Je mehr ich über den Spruch dieses Heinrich nachdenke, desto wütender werd' ich.

Humungus hat geschrieben:
Es sind beileibe nicht immer Notfälle...


Was sind Notfälle? Rechtlich, medizinisch oder ethisch? Wer der Meinung ist, es müssten erst Vitalfunktionen eingebüßt sein, dem wünsche ich mal höllische Schmerzen. Und medizinisches Personal, dem diese Schmerzen sche!ßegal sind und lieber den Privatversicherten vorziehen.

Humungus hat geschrieben:
..das Angebot, dass Tag und Nacht eine medizinische Versorgung zur Verfügung ist, wird auch missbraucht.

Wer definiert, wann man ärztliche Bereitschaft "missbraucht"? Und wieso wird sie "missbraucht"?
Ha'm wir hier nicht einen Frauenarzt, der nicht bereit ist, "Zeitfenster" für Terminvergabestellen zur Verfügung zu stellen? Ha'm wir hier nicht einen, der sich lieber vom Bereitschaftsdienst freikauft, als diesen Dienst zu leisten?

Wer zwingt denn dann die Leute geradezu in die Notaufnahmen? Gröhe? Ich?
Oder sind es nicht vielleicht ewig jammernde, unzufriedene Niedergelassene, die sich über die "Zalando-Mentalität" der Patienten auslassen, die genötigt werden, stundenlang in stinkende Wartezimmer einer Klinik zu hocken, weil der ewig jammernde Herr Doktor nicht bereit ist, sie zu behandeln bzw. Frau Doktor nur stundenweise zur Verfügung steht??

So läuft das nicht! Leider scheint es nach derzeitiger Rechtslage nicht möglich zu sein, Ärzten einen Kontrahierungszwang aufzuerlegen (siehe Link), aber wie gesagt..., es ist fast nichts in Stein gemeißelt.
Auch Niederlassungsbeschränkungen nicht. WENN ich persönlich je wieder in die Politik einsteigen sollte, so würde die Befreiung der Ärzte von diesen Korsetts einer meiner Kardinalpunkte.
Wenn Sie frei sein wollen, wären Sie es. Sie hätten aber auch bei hohem Wettbewerbsdruck das volle unternehmerische Risiko und Sie würden es sich mit Sicherheit sehr gut überlegen, ob Sie einen Patienten abweisen, der Ihnen ein entsprechendes virales Zeugnis ausstellen würde.
Sie könnten dann auch selbst entscheiden, ob Sie sich auf die paar PKV-Hanseln konzentrieren wollen oder lieber ärztliche Ethik vorleben.


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