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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Ein kleiner Ausblick auf 2017
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 Betreff des Beitrags: Re: Ein kleiner Ausblick auf 2017
BeitragVerfasst: 21.08.17, 07:08 
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So helfen wir Afrika jedenfalls nicht

G20-Gipfel: Wer profitiert vom "Marshall-Plan" für Afrika?


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 Betreff des Beitrags: So neu wie der Scheuble tut
BeitragVerfasst: 21.08.17, 12:40 
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ist das alles nicht. "Was ist der Zweck der Entwicklungshilfe ?" war 1979 wesentlicher Inhalt meiner Inlandsvorbereitung beim DED am Kladower Damm kurz vor der Sektorengrenze in Berlin.


Die Auswirkungen (welcher Art) von "Entwicklungshilfe" (auch immer) kann man nicht kurzfristig beurteilen, wie das Fernzäh das hier tut.

Meine eigene Arbeit und die meiner Nachfolger war erfolglos inbezug auf den (den Autochthonen übergestülpten) Projektteil "Einführung von Praimeri (blödsinnige Wortsperre) Health Care" nach rotchinesischem Vorbild, und passabel erfolgreich im (vor Ort gewünschten) Projektteil "Weiterentwicklung eines Distriktkrankenhauses aus der Kolonialzeit".

Die für die Autochthonen vernünftigsten und nachhaltigsten Auswirkungen hab ich immer da gesehen, wo Missionen über Menschengenerationen hinweg ihre eigene (!) Arbeit gemacht haben, zB
http://www.peramiho.org/abtei/das-kloster.html

PR

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein kleiner Ausblick auf 2017
BeitragVerfasst: 21.08.17, 15:44 
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PR hat geschrieben:
So neu wie der Scheuble tut ist das alles nicht.

Investmentfonds wo private Investoren Gewinne kassieren und Steuerzahler für Verluste aufkommen ist schon eine neue Qualität von „Entwicklungshilfe“


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 Betreff des Beitrags: Wenn nix Gewinne kassieren
BeitragVerfasst: 21.08.17, 18:56 
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dann nix investieren. Ist in der Medizin genauso.

Es ist rational, auch in Afrika für Lebensbedingungen zu sorgen, die machen, dass die Leute da nicht abhauen müssen.

Auch wenn "Hilfe zur Selbsthilfe" ein wohlgemeintes Konzept ist - zu glauben, es reiche, den Afrikanern Zahlungsmittel zu transferieren, ist nicht rational.

Mein erfolgreichstes Teilprojekt war übrigens der Brunnen- und Latrinenbau. Es ist der Teil, der als erster an Partner "übergeben" worden ist. Wieso hats da geklappt ? Weil damit ein paar schlaue Einheimische Firmen aufgemacht haben, die noch heut (nach knapp 40 Jahren) existieren.

Aber dass eine Bundesregierung alles, was hier bei uns (!) mal an entwicklungspolitischen Konzepten erarbeitet worden ist, unbeachtet lässt, und schlicht die Produktion von Kolonialwaren (Soja hat in Afrika nirgendwo eine Tradition und keinen Markt) befeuert, das ist durchaus beschämend.

PR

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein kleiner Ausblick auf 2017
BeitragVerfasst: 22.08.17, 08:30 
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PR hat geschrieben:
Wenn nix Gewinne kassieren, dann nix investieren
Es ist rational, auch in Afrika für Lebensbedingungen zu sorgen, die machen, dass die Leute da nicht abhauen müssen.
Schlimm genug, dass einige glauben die Ausbeutung anderer Länder wäre "alternativlos" wird diese Ausbeutung nun auch schon in perfider Weise als 'Hilfe' dargestellt. Diese Investments dienen ausschließlich profitorientierten Konzernen, damit ist weder Afrika noch uns geholfen.

Es ist beängstigend und bezeichnend zugleich wie jemand wie Sie aus der angeblichen "Intelligenzija" hier Profite der Konzerne im Gesundheitswesen anprangert, die "Vernichtung der freien Ärzteschaft" bejammert und sich dabei derselben Denkmuster bedient.


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BeitragVerfasst: 22.08.17, 16:35 
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bitte ?

PR

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein kleiner Ausblick auf 2017
BeitragVerfasst: 23.08.17, 07:30 
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PR hat geschrieben:
Welche Denkmuster waren das nochmal genau. Bitte?
Neoliberale Denkmuster?

Privatisierung und Deregulierung (Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren), Subventionierung der Reichen durch die Allgemeinheit

There is no alternative – Alternativlosigkeit. Keine Ziele und Visionen, Lehrsätze bestechen durch Einfachheit und vermeintliche Logik, Unfähigkeit bzw. Unwilligkeit Zusammenhänge zu erkennen oder zu verstehen, Leugnen des Sachverhalts mit Verweis auf vermeintliche Sachzwänge

Entsolidarisierung (Teile und herrsche), persönliches Scheitern wird auf persönliches Versagen zurückgeführt, rein formale Chancengleichheit - Handicaps (körperliche wie finanzielle) werden ignoriert, Fokussierung auf Leistungsträger die am Einkommen gemessen werden,

Antidemokratischer Grundton. Gleichwertigkeit der Menschen wird abgestritten, wichtige Entscheidungen müssen von Leistungsträgern und Experten getroffen werden (Auftreten als ‚Anwalt’ für Patienten), Mitspracherecht weiterer Gesellschaftsgruppen ist weder notwendig noch erwünscht

Negation des Rechts auf staatliche Versorgung, Eigenverantwortung ist gefragt, staatliche Unterstützung möglichst nur in Form von Almosen ohne Rechtsanspruch wofür den Gönnern großzügig zu danken ist, Kollateralschäden werden mit Verweis auf Sachzwänge legitimiert

Lobbyismus – versuchte Einflussnahme auf politische Geschehen

Massive Propaganda durch ständiges Wiederholen um die Glaubwürdigkeit zu erhöhen nach dem Motto: Eine Lüge die oft genug erzählt wird, wird irgendwann zur Wahrheit. Die Aussagen sollen nicht hinterfragt werden

Perfider Umgang mit Kritik. Berechtigte Kritik an Misssständen wird als Neiddebatte abgehandelt ohne auf den Inhalt einzugehen, die Kritiker werden persönlich angegegriffen und diffamiert


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein kleiner Ausblick auf 2017
BeitragVerfasst: 23.08.17, 12:52 
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Und wo genau decken sich diese Denkmuster mit denen der Fachärzteschaft ?

Frdl. Grüße
Christiane


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein kleiner Ausblick auf 2017
BeitragVerfasst: 23.08.17, 15:52 
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Zitat:
Und wo genau decken sich diese Denkmuster mit denen der Fachärzteschaft ?
Wo steht hier "Fachärzteschaft"? Einfach mal die Kommentare von PR aufmerksam lesen. Ein paar Schmankerl gefällig?

Zitat:
Wenn nix Gewinne kassieren, dann nix investieren. Ist in der Medizin genauso
Ich entwerf hier kein Gesundheizwesen mehr
Thema "Reinertrag" als fake news erledigt.
...dem Dummvolk vorzulügen, Gesundheitsfürsorge koste nichts und sei immer und überall gratis zu haben,
Der Schwatzbudenausschuss für wasauchimmer interessiert nicht
Privatversicherte denken nach
Abgesehen davon hören und sehen sich die meisten Dinge von draußen anders an als von drinnen, und Sie sind nu mal draußen.
Schweinesystem
Ernenn Sie hiermit zum Dummverkäufer des Jahres !


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BeitragVerfasst: 23.08.17, 17:33 
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wieder persönlich. Ja, und ?

Helf auch Ihnen gern weiter beim Schubladisieren, timmiezwoo, weil Ihnen das ja ein Bedürfnis ist.

Bin tatsächlich in 40 Jahren Menschen- und 25 Jahren Kassenmedizin zur Überzeugung gelangt,
dass als SoFAs verkleidete Staatsfunktionäre niemals in der Lage sind, zwischen der eigenen Besoldung und dem Wohl ihrer Mündel ("Kassenmitglieder") gerecht zu entscheiden. Wie diese Entscheidung ausfallen m u s s , ist grad wieder öffentlich geworden: kranke Kassen feiern sich, weil sie einen zweistelligen Miliardenbetrag für sich behalten und erfolgreich die Lüge verbreitet haben, sie hätten ihn selbst "erwirtschaftet".

Ich wiederhols ungern: so ein System ist in jeder Hinsicht am Ende.
Vielleicht unterschreiben Sie ja Ihre statements künftig auch...

PR

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein kleiner Ausblick auf 2017
BeitragVerfasst: 23.08.17, 19:45 
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PR hat geschrieben:
Helf auch Ihnen gern weiter beim Schubladisieren, timmiezwoo, weil Ihnen das ja ein Bedürfnis ist.
Hätte ich die an mich gerichteten Fragen besser unbeantwortet lassen sollen?

PR hat geschrieben:
kranke Kassen feiern sich, weil sie einen zweistelligen Miliardenbetrag für sich behalten und erfolgreich die Lüge verbreitet haben, sie hätten ihn selbst "erwirtschaftet".
Ist doch eine ehrliche Antwort. Wer in den Wettbewerb geschickt wird muss "erwirtschaften" - Marktlogik. Die Gesetze des Marktes formen auch das Gesundheitswesen, das ist "marktkonform"

Sie selbst haben erklärt Ihre Stimme der Partei zu geben, die auf "marktkonforme" Beschlüsse wert legt - So what?


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BeitragVerfasst: 23.08.17, 21:40 
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jetzt frag ich Sie schon: ist ein derart verzogenes und verlogenes System
Zitat:
Wer in den Wettbewerb geschickt wird muss "erwirtschaften" - Marktlogik.


lieber früh als spät am Ende,
oder lieber doch nicht, weil es Funktionärsarbeitsplätze garantiert ?

PR

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BeitragVerfasst: 24.08.17, 07:56 
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PR hat geschrieben:
jetzt frag ich Sie schon: ist ein derart verzogenes und verlogenes System
Zitat:
Wer in den Wettbewerb geschickt wird muss "erwirtschaften" - Marktlogik.

lieber früh als spät am Ende,
oder lieber doch nicht, weil es Funktionärsarbeitsplätze garantiert ? PR


Wettbewerb hat im Gesundheitswesen nichts zu suchen. Nicht das System ist am Ende, es wird damit sehenden Auges an die Wand gefahren.
Und nun frage ich Sie:
Ist es nicht geheuchelt Wettbewerb zu wählen und zugleich unentwegt zu kritisieren?


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 Betreff des Beitrags: Wettbewerb wählen
BeitragVerfasst: 24.08.17, 23:10 
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da hab' ich Ihnen eine echte Freud' gemacht, gell ?!?

und Stamokap wählen sind zwei völlig verschiedene Dinge, das unterschlagen Sie gern.

Sagen Sie mir auch noch, wo es steht, dass 'schländer ein Grundrecht auf derart kranke Kassen haben ?

PR

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein kleiner Ausblick auf 2017
BeitragVerfasst: 25.08.17, 07:26 
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PR hat geschrieben:
Sagen Sie mir auch noch, wo es steht, dass 'schländer ein Grundrecht auf derart kranke Kassen haben ?

timmie2 hat geschrieben:
Das Grundgesetz garantiert die Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums für alle Menschen in Deutschland, mit der Kranken- und Rentenversicherung erfüllt der Staat einen Auftrag des Grundgesetzes

"Das Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums aus Art. 1 Abs. 1 GG in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip des Art. 20 Abs. 1 GG sichert jedem Hilfebedürftigen diejenigen materiellen Voraussetzungen zu, die für seine physische Existenz und für ein Mindestmaß an Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben unerlässlich sind." (BVerfG Febr. 2010)

Zu den verfassungsfesten Grundprizipien des Sozialstaats gehören
- Schutz des einzelnen bei Krankheit
- Absicherung für Alter, Invalidität, Arbeitslosigkeit
- Absicherung sozialer Mindeststandards (Existenzminimum)

Das Sozialstaatsprinzip wurde z.B. mittelbar anspruchsbegründend bei der Auslegung von Bestimmungen über die Leistungspflichten der gesetzlichen Krankenversicherung herangezogen und begründete so einen Anspruch auf Zugang zu alternativen Heilmethoden, wenn bei einer lebensbedrohenden Erkrankung allgemein anerkannte Behandlungsmethoden („Schulmedizin“) nicht zur Verfügung stehen


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