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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Stirbt der selbstständig niedergelassene Arzt aus?
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BeitragVerfasst: 16.07.17, 16:13 
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Christianes Herz hat geschrieben:
Es ist also ausdrücklich gewünscht, auf den alten Strukturen die künftige Versorgung sicherstellen zu lassen. Dann muss man die Honorierung der Niedergelassenen endlich auch so anheben, dass sie „inhabergeführte Praxisstrukturen“ nach Kassenvertrag bilden können.


Glaub mir, keiner würde sich das mehr für seine Tochter wünschen als ich, aber es ist einfach nicht finanzierbar!! Schon heute nicht.
Und der Altersdurchschnitt der Patienten steigt. Die Renten und Einkommen dagegen nicht.
Nach Statistik kostet ein Ü60er 3,5mal so viel wie ein 25jähriger. Jedenfalls ist für die Niedergelassenen so lange keine Besserung in Sicht, solange das Geld der Versicherten in Geldbeuteln versickert, die mit Kuration direkt nichts zu tun haben.
Woher also soll denn die Kohle so wundersam kommen, die die Ärzte verdienen möchten, damit sie bereit sind, ihre Arbeit zu tun? Selbst wenn man Lieschen Müller noch tiefer in die Tasche greifen könnte, würden ja doch diejenigen wieder das Geld abschöpfen, gegen die man sich nicht zu wehren traut.

Zum millionsten Mal: Das obige soll nicht heißen, dass ich die derzeitigen EBMs goutiere, aber man muss doch den bockigen Esel sehen und darf nicht blindlings auf den Sack eindreschen, wenn der sich nicht bewegt!
Das bringt doch auch nix! Das ist das, was mich so aufregt! Das System ist vollständig am @rsch! Das ist so ziemlich die einzige Überzeugung, die ich mit PR teile. Sein Refrain mit den ach so beneidenswerten angestellten Klinikärzten ist verfehlt, da keine Dauerperspektive. Wenn alle jungen Ärzte in die Kliniken drängen, wird es dort ein Überangebot an Stellengesuchen geben, was die Gehälter drückt.
Oder man subventioniert gezielt finanziell den Landarzt, was aber noch immer bedeutet, dass man bereit sein muss, nachts um 4 für einen quersitzenden Furz übers Land zu fahren und der Golfplatz liegt immer noch nicht in der Nähe.
Ließ doch einfach noch mal nach, was hier argumentativ so geäußert wird. Man kann es doch schon gar nicht mehr ernst nehmen!!
Angeblich ist es mitnichten nur die "Kohle", die daran schuld ist, dass keiner auf das Land möchte. Da werden Nassauer bemüht, die zu faul wären, zu regulären Sprechzeiten in die Praxis zu kommen (als ob es die in der Stadt nicht gäbe!), da wird die fehlende Infrastruktur bemüht, als ob man noch immer dort wohnen müsste, wo man praktiziert, da wird ein Mangel an Selbstzahlern bemüht, dabei stehen in den Dörfern die protzigsten Villen, uvm.

Christianes Herz hat geschrieben:
„Die Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Strukturwandel ist, dass die Sicherstellung der ambulanten ärztlichen und psychotherapeutischen Versorgung weiterhin nach den Prinzipien der freiberuflichen Berufsausübung erfolgt – und zwar auf der Basis einer funktionierenden Selbstverwaltung, vornehmlich in inhabergeführten Praxisstrukturen der Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten.“


Ja, einer FUNKTIONIERENDEN Selbstverwaltung!!!!!!!!!

Christianes Herz hat geschrieben:
Man kann nicht ewig das eine fordern, aber nicht bezahlen.


Äähm, doch Christiane. Bezahlt haben die Versicherten längst. Also dürfen sie auch fordern! Der Klapperatismus, der zwischen dem Solidartopf und dem Geldbeutel der Ärzte eingerichtet wurde, den die Ärzte teilweise sogar für erforderlich halten, aber ihr Geld kostet, den hat der Patient nicht zu verantworten und er muss deshalb auch nicht akzeptieren, nicht (angemessen) behandelt zu werden.


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BeitragVerfasst: 16.07.17, 16:47 
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BeitragVerfasst: 16.07.17, 19:31 
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PR hat geschrieben:
Krakenkassen
KVen
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Beratungsindustrie
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Versicherungswirtschaft
Labormafia
Zertifizierungsmafia
...


Über den einen oder anderen könnt ich wieder diskutieren, aber wenn Sie meinen...! Die alle haben viele Jahre lang IHR Geld gefressen!

Also...:
Haut se, haut se, haut se auf die Schnauze!


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BeitragVerfasst: 16.07.17, 19:56 
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Zitat:
Achsoja: hat der Kollege in Speyer Ihnen inzwischen mal seine Einnahmen-Überschussrechnung vorgelegt ?


nein, weder mir noch schätze ich dass er es bei Barnie getan hat. Bei Ihnen aber auch nich, oder ?

Zitat:
PR hat geschrieben:
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Beratungsindustrie
Regierungspräsidien
Versicherungswirtschaft
Labormafia
Zertifizierungsmafia


bei mehr als der Hälfte Ihrer Argumente kann ich schreiben, dass die jeder andere Unternehmer auch hat. Er hat ein größeres Risiko als Sie, weil er sich oft mit Kunden rumschlagen muss die am Ende nicht zahlen. Das haben Sie nicht. Es ist wie Barnie schreibt, sie jammern in die falsche Richtung, wahrscheinlich weil es einfacher ist.


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 Betreff des Beitrags: Der Trend des Jahres:
BeitragVerfasst: 16.07.17, 20:05 
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"Grenzgängerberatung". Für das gibts hier bald mehr Gschäftle als Arztpraxen. Der Versicherungsmakler kassiert jetzt zum zweitenmal. Erst hat er mit ordentlichen Abschlußprämien den Grenzgängern in die Schweiz einen hiesigen Krankenversicherer angedient.

Jetzt kassiert er ordentlich bei AOK und Konsorten, indem er den inzwischen offenbar (fast) obligaten Schweizer Krankenversicherer via "Sozialversicherungsabkommen" mit schländisch kranker Kasse verknüpft. Dann kommt der Grenzgänger mit Schippkart zum hiesigen Arzt, abgerechnet wird via KV mit allen 'schländischen Schikanen, und vonseiten AOK&Konsorten mit Schweizer Krankenversicherung. Dabei verdienen AOK&Konsorten etwa das doppelte meines 'schländischen Kassenhohnorars einfach nur für's Geldrumschieben. Nur noch die oberen Chargen der Grenzgänger schaffen es, sich dem Schwindel zu entziehen.

Ich zähl langsam die Tage.

PR

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BeitragVerfasst: 16.07.17, 20:50 
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@dora

Sie haben mal erwähnt, Sie würden nicht weit von Speyer entfernt wohnen. Ich kenne die Gegend von Bad Bergzabern bis Schifferstadt wie meine Westentasche. Wir kennen die Dörfer, wir kennen die Bürger, denn wir verbringen ein sonniges Wochenende lieber in Rhodt unter Rietburg oder Wachenheim als in Bruchsal. Wir kaufen dort schon viele Jahre unser Obst und Gemüse und es würde mich wundern, wenn das Finanzamt von jeder Zuckerrübe, jeder "Grumbier" wüsste, die man da verkauft. :wink:
Würden Sie mir zustimmen, dass die Leute dort Kohle ohne Ende haben? Ich hab jedenfalls noch keinen traurigen St.Martiner oder abgerissenen Eschbacher gesehen!

Ich will damit sagen, dass mich die Bilanzen des Arztes aus Speyer nicht die Bohne interessieren. Ich weiß von anderen Privatärzten, dass man bei sinnvoller Praxisführung bestens leben und dabei ARZT sein kann, weil man die Zeit, die Muße und die Möglichkeit hat, sich so um seine Patienten zu kümmern, wie man es als Arzt mit Empathie und Ethik gerne tun würde.
Vielleicht nicht gerade in den dunkelsten Ecken Deutschlands, aber in den meisten Ecken. Der "Kassenknechtschaft" ist jedenfalls zu entkommen, wenn man das wirklich will.


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 Betreff des Beitrags: Da haben Sie sehr sehr Recht.
BeitragVerfasst: 16.07.17, 21:09 
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Wüescht Recht, sagt man bei mir zuhaus.

Der Ärztenachwuchs will und macht das grad: der Kassenknechtschaft entkommen. Bzw. tappt schon gleich gar nicht in deren Falle.

Drum sag ich doch schon lang: es gibt jetzt dann nix mehr "sicher zu stellen". Aber der Weg dahin führt natürlich über arztfreies Gelände. Da können Sie beliebig laut auf Ihr "Grundrecht auf Hausarzt" pochen, oder auch Ihre vermeintlichen Vorschüsse an die schwerkranken Kassen beweinen...

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BeitragVerfasst: 17.07.17, 10:46 
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Zitat:
Drum sag ich doch schon lang: es gibt jetzt dann nix mehr "sicher zu stellen". Aber der Weg dahin führt natürlich über arztfreies Gelände. Da können Sie beliebig laut auf Ihr "Grundrecht auf Hausarzt" pochen, oder auch Ihre vermeintlichen Vorschüsse an die schwerkranken Kassen beweinen...


Was heißt "vermeintliche Vorschüsse"? Wollen Sie bestreiten, dass der Patient für seine vorab bezahlten Beitragsgelder eine Gegenleistung einfordern darf??
Dann sollten Sie aber nochmals das SGB V zur Hand nehmen und besonders bei §2 und §11 nachlesen!!

Also wenn wir mal die Kirche im Dorf lassen, dann müssen wir feststellen, dass 2010 74% aller befragten Medizinstudenten (11855 Personen) eine Niederlassung in Betracht gezogen haben. Das sind nahezu ebenso viele wie diejenigen, die eine Anstellung in einem Klinikum nicht von vornherein ablehnen würden. Interessant ist für mich, dass sich viele eine flexible Arbeitszeit wünschen, was ja nur in einer Selbständigkeit funktioniert. Und sehr stark war das Verlangen danach, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen. Auch das funktioniert nur in der Selbständigkeit.

Noch eine aktuellere Statistik: Im Wintersemester 2016 gab es fast genau 90.000 Medizinstudenten bundesweit. Da wird es bei 74% von 90.000 auch welche geben, die für finanzielle Anreize "auf dem Land" tätig sein werden!


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 Betreff des Beitrags: ... und so schloss er messerscharf,
BeitragVerfasst: 17.07.17, 11:11 
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dass nicht sein kann, was nicht sein darf.

Rund um mich herum höre ich von Praxen, die ohne Nachfolger schließen. Maulburg ist schon arztfrei.
Für einen Dermatologen oder Rheumatologen fährt man hier 60 km, für einen Augenarzt nicht viel weniger, das Wiesental ist mittlerweile von HNO-Ärzten befreit.

Aber ich lass Ihnen ja gern Ihren Optimismus.

PR

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BeitragVerfasst: 17.07.17, 11:13 
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Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
...dass 2010 74% aller befragten Medizinstudenten (11855 Personen) eine Niederlassung in Betracht gezogen haben.
Sie wissen, was "in Betracht ziehen" heißt: dass man darüber nachdenkt. Nicht einmal automatisch positiv.

Zitat:
...dass sich viele eine flexible Arbeitszeit wünschen, was ja nur in einer Selbständigkeit funktioniert.
Oh, die Zeiten sind vorbei, dass Ärzte von Chef ewig in der Klinik festgehalten wurden. Heute gibt es Arbeitszeitkonten und Gleitzeit. In der Psychiatrie, in der meine Frau arbeitete, war die Gleitzeit sogar ohne Kernzeit (!!!) festgelegt. Das mag nicht in jedem Fach klappen, aber...dann sucht man sich eines.

Der Selbständige muss auch selber für alle Kosten aufkommen: Angestellte, Raummiete, Abschreibung etc. Gerade jemand, der nur halbtags arbeiten will, wird doch gut "in Betracht ziehen", ob nicht der Job im Krankenhaus sicherer und stressfreier ist.

Zitat:
Im Wintersemester 2016 gab es fast genau 90.000 Medizinstudenten bundesweit. Da wird es bei 74% von 90.000 auch welche geben, die für finanzielle Anreize "auf dem Land" tätig sein werden!
Sie vergessen dabei, dass es 2015 auch Studenten gab, und 2014 etc. ebenso. Denen reichten die Anreize nicht aus, um aufs Land zu gehen. Sollten die Studenten 2016 etwa verdummt sein? Es nutzt gar nichts, "finanzielle Anreize" zu geben, wenn die Existenz des Niedergelassenen von der Politik systematisch bedroht wird. Gar nix.

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Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 17.07.17, 11:59 
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PR hat geschrieben:
Rund um mich herum höre ich von Praxen, die ohne Nachfolger schließen. Maulburg ist schon arztfrei.
Für einen Dermatologen oder Rheumatologen fährt man hier 60 km, für einen Augenarzt nicht viel weniger, das Wiesental ist mittlerweile von HNO-Ärzten befreit.


Und wer hat versagt?
Der Patient? Gibt es keine Ärzte oder schafft "man" es nur nicht, in Maulburg welche arbeiten zu lassen?

Ich würde gern hören, dass -wie einst vom Hambacher Schloss- von Maulburg und Wiesental eine nie dagewesene Revolte ausgeht und der wütende Bürger die Obrigkeit abstraft!

Wenn es mal die ersten "sozialverträglichen Frühabgelebten" gegeben hat, wird sowieso ein Strom durch den Augiasstall geleitet.

@Humungus

Ja, aber nicht jeder verwirft seine Planung dann voll und ganz. Wenn nur jeder 10. von den 74% von den 90.000 aufs Land geht, sind das innerhalb weniger Jahre 6.600 Ärzte fürs Land.


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 Betreff des Beitrags: Niemand hat versagt,
BeitragVerfasst: 17.07.17, 13:05 
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(fast) alles ist im Plan.

"Jeder Arzt, der sich niederlässt, verursacht uns kranken Kassen einen Schaden von 400.000 €"
(die Zahl ist mindestens 10 Jahre alt).

"In meinem Stadtviertel hat sich ein Internist niedergelassen. Ich hab mir draufhin die Diagnosenstatistik angeguckt, was glaubt Ihr, ist passiert ? Es gab m e h r Kranke als zuvor !"

Dies sind zwei authentische Sprüche von kranken Kassenoberen aus einem großen gesundheitspolitischen Symposion der Friedrich Ebert Stiftung. Ich saß dabei.

Was heute passiert, ist die geplante Begrenzung des finanziellen Schadens, der kranken Kassen entsteht, wenn Ärzte tätig werden. Die KVen helfen dabei, dafür sind sie da.


Warum, glauben Sie, frag ich hier dauernd, wem eigentlich das Geld gehört, auf dem die hocken und das sie für sich selber verbraten ? Oder wem eigentlich die kranken Kassen selber gehören ? Oder ob das eigentlich noch Behörden sind oder nicht doch profitorientierte Firmen ??? Ich frag das weil die Situation seit Schmulla Schmidt wissentlich und willentlich verunklart und das Dummvolk darüber nach Strich und Faden belogen wird.

PR

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 Betreff des Beitrags: Ein weiterlaufendes Trauerspiel
BeitragVerfasst: 17.07.17, 16:23 
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Die Landarztquote kostet aber nix (falls ich keinen Denkfehler habe), also Studienplatz gegen Pflicht, auf das Land zu gehen. Dann wird auf (was ist die aktuelle Verpflichtungszeit? 8 Jahre?) die Statistiken nach 2019/2020 verwiesen werden können. Richtig?

Also Aufschub erst einmal. Leider, m. E., aber vorhersehbar.

Frdl. Grüße
Christiane


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BeitragVerfasst: 17.07.17, 17:19 
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Zitat:
@dora

Sie haben mal erwähnt, Sie würden nicht weit von Speyer entfernt wohnen. Ich kenne die Gegend von Bad Bergzabern bis Schifferstadt wie meine Westentasche. Wir kennen die Dörfer, wir kennen die Bürger, denn wir verbringen ein sonniges Wochenende lieber in Rhodt unter Rietburg oder Wachenheim als in Bruchsal. Wir kaufen dort schon viele Jahre unser Obst und Gemüse und es würde mich wundern, wenn das Finanzamt von jeder Zuckerrübe, jeder "Grumbier" wüsste, die man da verkauft.


Ich wohne ca. 10 km von speyer, diesem Arzt weg, in Schifferstadt arbeite ich.
Viele aus der Karsruher Gegend kommen, speziell in der " Neuen Wein Zeit " hier rüber um auch Kastanien ( Keschde ) zu sammeln. Sie haben recht, den Winzern geht es hier recht gut, viele lassen ihre Weine prämieren. Man muss sich nur die Winzerhöfe anschaun, da sieht man gleich wo das Geld steckt. Die sind auch mschinell sehr gut aufgestellt, da fehlt es an nichts.

Das mal OT.


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BeitragVerfasst: 17.07.17, 21:48 
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aber das scheint den Kanalljen schon gar nicht mehr aufzufallen.

Ein Landarztquotenvertrag, der dann auch noch vorschreibt: Du musst Dich da als selbständiger Kassenarzt niederlassen, ist eine Nötigung und damit nichtig, also ganz leicht im Nachhinein auszuhebeln.

Was man da allenfalls in einen Vertrag reinschreiben kann, ist: Du verpflichtest Dich, einen Arbeitsplatz als Angestellter "auf dem Land" anzutreten. Wobei "auf dem Land" ab den Zeiten wo dieser abartige Krampf allenfalls greifen kann, große Teile der Bunzreplik umfassen wird.

So, und an all diesen Orten muss dann werauchimmer einen qualitätsgesichterten Arbeitsplatz für einen Arzt hinstellen. Ich wünsche viel Vergnügen bei der Überlegung, was das wen kosten wird.

Hab ja übrigens zumindest zweieinhalb Jahre Erfahrung mit derlei Landverschickung / Landbeglückung: 1980 bis 82 galt das in der damaligen Volksrepublik Bénin, noch heute ein LDC, für die dortigen Medizinabsolventen auch, und mein Counterpart war auch so einer.

PR

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