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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Destruktive Entwicklungen im Gesundheitswesen
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BeitragVerfasst: 13.09.16, 14:30 
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Christianes Herz hat geschrieben:
Geld verschwenden ist eine Seite, auf der anderen Seite, das Bestreben, in der Arztpraxis eine Art Ampelsoftware (das ist das System, das sich politisch niemand traute, gegenüber der Lebensmittelindustrie auf die Beine zu stellen)..


Das war ja auch eine Farce! Ich bin darauf als Kandidat für die Bundestagswahl dezidiert eingegangen und habe - so glaube ich - beweisen können, dass das gröbster Unfug mit marktwirtschaftlich nicht zu unterschätzenden Folgen gewesen wäre. Soviel hierzu in einem Medizinforum..

Christianes Herz hat geschrieben:
.. zu installieren, das dem Arzt sofort aufzeigt, was er nach G-BA – Meinung zu tun und zu lassen hat = m. E. der Anfang vom Ende der ärztlichen Behandlungsfreiheit und damit auch des sonst so sehr gewünschten mündigen Patienten.
https://www.aerzteblatt.de/treffer?mode ... nbewertung

Es wird gefährlich für Leib und Leben nicht nur der gesetzlich Vesicherten. Das Ampeldenken wird auch auf die Privatversicherungen durchschlagen.


Wir sind zufällig und gottlob bei einer der besten PKVen versichert, die wir kennen. Aber selbst dort werden schon einige Zeit zur Erstattung eingereichte Belege wesentlich strenger geprüft als noch vor 2-3 Jahren. So wurde die Homöopathie meiner Frau eigentlich bislang stets abgerechnet, doch seit einem dreiviertel Jahr macht man Zicken.
Erst der entrüstete Einsatz unserer Anthroposophin und der wiederholte Schriftwechsel mit Hinweis darauf, dass meine Göttergattin seit mittlerweile über 2 Jahren keine halbjährliche Dilatation mit jeweils 1-wöchigen Klinikaufenthalt mehr nötig hatte, ließ die Kasse umdenken.

Wie da wohl die g-BA-Ampel gestanden hätte...??!!


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BeitragVerfasst: 14.09.16, 16:03 
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Also die Ampel ist ja schon längst existent.
Dh es gibt dann nur einen bestimmten Anteil "rote" und "gelbe" Verordnungen zur vorliegenden Indikation. Bin mir nicht sicher, aber gibt es nicht auch einen kleinen Bonus bei Übererfüllung?

Sinnvoll ist sicherlich, dass neue GBA- Beschlüsse zeitnah in der Arztsoftware sichtbar werden, dann erspare ich mir aufklärende Faxe und die Patienten werden nicht hektisch (unüberlegt) umgestellt. Jüngstes Beispiel ein innovatives Antidepressivum, wo der GBA einen Kaugummipreis pro Tagesdosis für angemessen hält. Der Hersteller vertreibt das Medikament europaweit, nimmt es logischerweise in Deutschland vom Markt ...das ist in Bezug auf künftige Innovationen auch vernünftig. Den Fortschritt bezahlen dann eben die anderen Europäer.
Bei mir bekamen 3 Patienten das Präparat, alle 3 hatten die Palette der Antidepressiva nicht vertragen und waren nun endlich optimal therapiert. Da das Präparat nun nicht mehr auf dem deutschen Markt ist, aber generell verkehrsfähig, dürfen wir es importieren---übrigens zu einem höheren Preis als zuvor.
Wenn nun die GBA- Info in der Arztsoftware installiert wird, was hießt das dann? Das der Arzt es nicht mehr verordnet/verordnen darf, obwohl er es eigentlich dürfte?
Wenn der GBA nicht zeitnah zu einer fairen Bewertung kommt, die auch dem Individuum gerecht wird, dann bleibt es dabei, dass gut ein Drittel der neuen Arzneimittel überall in Europa auf dem Markt sind, nur Deutschland freut sich darüber der Pharmaindustrie "erfolgreich" die Stirn zu bieten.


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BeitragVerfasst: 14.09.16, 23:20 
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höchstselber mit Big Pharma bekömmliche Preise für Neues auszuhandeln. Dies insbesondere dann, wenn das Zeug nicht massenhaft gebraucht wird.

Alle brauchen sie (die 'schländisch kranken Kassen) dazu die Vorschaltung geliehener Autoritäten, staatslicher Apparate, Institute, Gremien, Ausschüsse sonder Zahl, den 'schländischen Sonderweg eben. Das Rabattgedöns für Althergebrachtes des Christopher Hermann soll doch davon bloß ablenken, ah, oh, kaka.

Es ist die blinde doofe und auf ewig unärztliche Gleichmacherei der Politiker,
die den ihnen anbefohlenen Untertanen den medizinischen Fortschritt raubt.

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BeitragVerfasst: 23.01.17, 00:43 
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Wo auch immer im 'schland zahlt jedes Kassenmitglied für die Einrichtung "Terminservicestelle"

pro vermittelten Termin mehr,

als zum dort vereinbarten Termin beim Kassenarzt an Umsatz aufläuft.

Kalli, Kalli, die Totalausfälle häufen sich.

PR

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BeitragVerfasst: 23.01.17, 08:24 
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PR hat geschrieben:
Wo auch immer im 'schland zahlt jedes Kassenmitglied für die Einrichtung "Terminservicestelle"

pro vermittelten Termin mehr,

als zum dort vereinbarten Termin beim Kassenarzt an Umsatz aufläuft.

Kalli, Kalli, die Totalausfälle häufen sich.


...soll heißen?

Hätten die Ärzte für 's Fußvolk mehr "Zeitfenster" zur Verfügung, wenn das Geld für die TSS dem Niedergelassenen überwiesen würde? Kann ich mir nicht vorstellen, denn die Kosten für die Behandlung notfalls in einer Klinikambulanz zahlen ja die Niedergelassenen aus ihrem Budget. Es sollte also ohnehin im Interesse der Ärzte sein, selbst einigermaßen zeitnah zu behandeln. Für den, der seine Praxis tatsächlich voll bis an die Dachrinne mit Patienten hat, wird auch durch eine Honorarverbesserung der Tag nur 24 Std. haben.


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 Betreff des Beitrags: 1 vermittelter Termin kostet
BeitragVerfasst: 23.01.17, 09:24 
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über 50 Euronen erarbeitetes Honorar. Das entspricht meinem teuersten Quartalsumsatz = Schwangerenbetreuung mit so vielen Terminen wie gewünscht.

Jeder sechste Terminservicestellentermin wird nicht eingehalten.

Sie können noch so viel rumschimpfen. Dieses System ist dabei, sich abzuschaffen. In zehn fünfzehn Jahren sind davon noch die Polikliniken übrig.

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BeitragVerfasst: 23.01.17, 09:55 
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Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
Für den, der seine Praxis tatsächlich voll bis an die Dachrinne mit Patienten hat, wird auch durch eine Honorarverbesserung der Tag nur 24 Std. haben.
So ein Totschlagsargument hätte ich einem früheren Bundestagskandidaten nicht zugetraut, aber hier im Forum hat man mit frustrierten Politikern ja schon einiges erlebt. Als Geschäftsmann werden Sie wissen, dass eine Umsatzsteigerung erstens zum Arbeiten anmiert und zweitens einen Beruf attraktiv macht. Es macht sehr wohl einen Unterschied, ob man für einen Patienten eine Flatrate von 20 Euro im Quartal kriegt oder ob man für jede Leistung einzeln bezahlt wird. Wenn Sie natürlich das Geld lieber in den Rachen der KV-Bürokratie schieben als der guten Versorgung zukommen zu lassen, haben Sie Ihre Prioritäten eindeutig gezeigt.

Übrigens ist in Bayern die KV-Wahl gelaufen. Gewonnen hat eine Koalition aus etablierten Haus- und etablierten Fachärzten. Man munkelt sogar, einige Vorstandsmitglieder hätten nur noch einen Pseudo-Sitz und würden nicht mehr arbeiten. Ja, so als Funktionär ist das auch verständlich, das Geldstapeln streng mächtig an. Die unterlegene Gruppe der "nicht-etablierten" Fachärzte, die auch gerne an die Fleischtöpfe kommen wollte und nun völlig leer ausgeht, wird wohl wieder an der Front Patientenversorgung betreiben müssen. Das tut mir schrecklich leid. Bonne chance!

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BeitragVerfasst: 23.01.17, 10:15 
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PR hat geschrieben:
über 50 Euronen erarbeitetes Honorar. Das entspricht meinem teuersten Quartalsumsatz = Schwangerenbetreuung mit so vielen Terminen wie gewünscht.


Mal ungeachtet der Frage, ob die Zahl so stimmt, ist diese TSS-Geschichte ja wohl eine Folge der Terminvergabepraxis niedergelassener Ärzte.

PR hat geschrieben:
Jeder sechste Terminservicestellentermin wird nicht eingehalten.


Falls diese Zahl so stimmt und Termine ohne vorherige Absage geschwänzt werden, würde ich da mit eisernem Besen kehren und die Rechtsgrundlagen schaffen, vollen Schadenersatz verlangen zu können.

PR hat geschrieben:
Sie können noch so viel rumschimpfen


Ich schimpfe ja gar nicht! Ich relativiere nur hin und wieder und versuche, auch die Sichtweise eines Holzklasse-Versicherten darzustellen.
Ja, es wird vermutlich zu einem Umbruch kommen. Wie der aussieht, wage ich noch nicht zu prognostizieren. Man ist auch als Politiker nicht so dämlich, tatenlos zuzusehen, wie ärztliche Versorgung an die Wand gefahren wird.
Ob eine finanzierbare ärztliche Versorgung so aussehen kann und muss, wie Sie sie gerne gestaltet hätten, steht dabei auf einem anderen Blatt.

Humungus hat geschrieben:
Wenn Sie natürlich das Geld lieber in den Rachen der KV-Bürokratie schieben als der guten Versorgung zukommen zu lassen, haben Sie Ihre Prioritäten eindeutig gezeigt.


Das habe ich wo genau gesagt? Und ich bitte mir mal zu erklären, wozu man eine "Kassenärztliche Vereinigung" benötigt, wenn es keine Kassenärzte mehr gibt?! Wer trägt die Verantwortung für Arztsitze, an denen nicht tatsächlich (Vollzeit!) für den Patienten gearbeitet wird? Und wer hat die "Etablierten" zu ihren Funktionärspöstchen gebracht? Der Patient? Gröhe? Die Kassen?


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BeitragVerfasst: 23.01.17, 12:51 
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Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
Das habe ich wo genau gesagt?
Na, lesen Sie doch Ihren letzten Beitrag. Ihr Argument ist ja, dass Ärzte mit voller Sprechstunde eh nicht mehr arbeiten können, also brauchen sie auch nicht mehr zu verdienen.

Zitat:
Und ich bitte mir mal zu erklären, wozu man eine "Kassenärztliche Vereinigung" benötigt, wenn es keine Kassenärzte mehr gibt?!
Keine Sorge, die wird umfunktioniert werden. Sie glauben doch nicht, dass solche Bürokraten dann wieder in die Produktion gehen? Vor der vorletzten Bundestagswahl wurde gemunkelt die KV könne aufgelöst werden, damals versuchten wohl nicht wenige Angestellte einen Job bei den KrankenKassen zu kriegen (muss man ebensowenig tun und kassiert das Gleiche). Aber der Kelch ging ja an der KV vorbei. Als "Dank" haben sie einen Bentleyliebhaber zum KBV-Vorsitzenden gemacht. Da muss man schon sagen: (politisch) dümmer gehts nimmer.

Zitat:
Wer trägt die Verantwortung für Arztsitze, an denen nicht tatsächlich (Vollzeit!) für den Patienten gearbeitet wird? Und wer hat die "Etablierten" zu ihren Funktionärspöstchen gebracht? Der Patient? Gröhe? Die Kassen?
Jawoll, die Ärzte sind schuld. Dass es allerdings nahezu unmöglich ist etablierte Parteien zu erschüttern haben Sie spätestens seit Ihrem Engagement bei den Piraten gesehen. Opposition wird in so einem Bereich schnell abgetötet. Und jede (JEDE) Gruppierung, die vor den KV-Wahlen versprach, alles würde besser, war schlagartig still wenn sie an der Macht war.

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BeitragVerfasst: 23.01.17, 14:45 
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Humungus hat geschrieben:
Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
Das habe ich wo genau gesagt?
Na, lesen Sie doch Ihren letzten Beitrag. Ihr Argument ist ja, dass Ärzte mit voller Sprechstunde eh nicht mehr arbeiten können, also brauchen sie auch nicht mehr zu verdienen.


Da verdrehen Sie mir die Worte im Mund. Es geht hier um Terminservices und deren Kosten. Diese Services werden nicht deshalb benötigt, weil der Arzt so wenig Geld bekommt, sondern weil er mit der Begründung der "Überlastung" keine zeitnahen Termine an Kassenpatienten vergibt. Ist er tatsächlich überlastet, kann er auch für noch so viel Honorar nicht mehr tun. Ist diese "Überlastung" vorgeschoben, sollte man sich nicht wundern, wenn es ans Budget geht. Ein anderer macht die Arbeit des Arztes vor Ort. Und freilich kostet dieser Terminservice Geld. Wessen Geld sollte das sein?
Das des Patienten?
Es geht also NICHT darum, was der Arzt als Fallpauschale pro Patient bekommt.
Humungus hat geschrieben:
Zitat:
Wer trägt die Verantwortung für Arztsitze, an denen nicht tatsächlich (Vollzeit!) für den Patienten gearbeitet wird? Und wer hat die "Etablierten" zu ihren Funktionärspöstchen gebracht? Der Patient? Gröhe? Die Kassen?
Jawoll, die Ärzte sind schuld. Dass es allerdings nahezu unmöglich ist etablierte Parteien zu erschüttern haben Sie spätestens seit Ihrem Engagement bei den Piraten gesehen. Opposition wird in so einem Bereich schnell abgetötet. Und jede (JEDE) Gruppierung, die vor den KV-Wahlen versprach, alles würde besser, war schlagartig still wenn sie an der Macht war.

Die Piraten waren ein miserabel geführter und noch miserabler strukturierter Haufen teils sehr guter Leute mit super Ideen und hehren Idealen. Sie sind überhaupt kein Maßstab wenn es darum geht, politische Möglichkeiten wahrzunehmen. Aber hier geht es in weiten Bereichen um Themen der Selbstverwaltung, in die die Politik zumindest offiziell nicht direkt hineindiktiert.
Die Ärzteschaft kann sich deshalb nur selbst helfen, aber nicht auf Kosten der Patienten.


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 Betreff des Beitrags: "Die Ärzteschaft"
BeitragVerfasst: 23.01.17, 14:51 
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Im letzten Deutschen Ärztekäseblatt waren 118 (!) Seiten Stellenangebote.

Nu zum Sägge...

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BeitragVerfasst: 23.01.17, 16:21 
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Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
Diese Services werden nicht deshalb benötigt, weil der Arzt so wenig Geld bekommt, sondern weil er mit der Begründung der "Überlastung" keine zeitnahen Termine an Kassenpatienten vergibt.
Sie werden überhaupt nicht benötigt, denn dringende Untersuchungen werden und wurden schon immer innerhalb der Kollegenschaft vermittelt, und die neue Brille kann auch gut und gerne einige Monate warten, wenn man nicht direkt zum Optiker geht.

Zitat:
Und freilich kostet dieser Terminservice Geld. Wessen Geld sollte das sein? Das des Patienten?
Wer braucht nochmal schnelle Termine für Pillepalle? Die Ärzte? Dass die TSS so miserabel angenommen werden und noch dazu die vereinbarten Termine versäumt werden ist doch wohl Beweis genug, dass hier ein Bedarf herbeigeredet wurde, der gar nicht besteht.

Zitat:
Aber hier geht es in weiten Bereichen um Themen der Selbstverwaltung, in die die Politik zumindest offiziell nicht direkt hineindiktiert.
Das haben Sie sehr fein differenziert. Dass die KVen keinen einzigen Schritt tun können, der nicht vom BMG genehmigt wurde ist bekannt. Sonst könnten die KVen schnell verschwinden. Und dann...die Posten, nicht auszudenken...

@PR: als ich mein Staatsexamen hatte, 1993, war das Ärzteblatt hinten wie ausgestorben. Nur Chefarztstellen und einige Oberärzte. Alles Pflichtausschreibungen, bei denen längst ausgekakelt war wer Nachfolger wird. Attraktiv waren höchstens die Annoncen einer Frau Püschel-Knies (Partnerschaft). Heute wird der "Hintern" des Ärzteblatts immer dicker. Wir suchen auch einen Partner - null Interesse. Das ist der blanke Wahnsinn, das hätte ich 1993 nie auch nur zu träumen gewagt. Alles kaputt!

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BeitragVerfasst: 23.01.17, 17:00 
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Zitat:
Sie werden überhaupt nicht benötigt, denn dringende Untersuchungen werden und wurden schon immer innerhalb der Kollegenschaft vermittelt...


Jaja, ich weiß, das hab ich sogar schriftlich: solange die Vitalfunktionen noch halbwegs intakt sind, ist nix "dringend" und Beschwerden meistens "Pillepalle". Und "vermitteln" können Sie nur jemanden nach einem Erstbefund. Dieser kommt aber schon nicht zustande, weil eben die "Zeitfenster" fehlen, weil man sich als "überlastet" erklärt.
Dass hier nun argumentativ ins Feld geführt wird, dass (traurigerweise) 16% der von Servicestellen vermittelten Termine geschwänzt werden, macht Ihre Argumentationskette nicht gerade schlüssiger.
84% haben die Terminvermittlung offensichtlich dringend benötigt.


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BeitragVerfasst: 23.01.17, 19:45 
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Das mit den schnellen Terminen.

Wenn Ihre heutigen Leistungserbringer (NS-Diktion) mal den Bettel hinschmeißen,
was glauben Sie denn, wie schnell Sie dann noch an Arzttermine kommen ?

PR

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BeitragVerfasst: 26.01.17, 14:22 
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FALK-Presseinformation v. 26.01.2017 – FALK-Vorstände fordern Obergrenze für MVZ

Wessen Schmerzgrenze ist denn nun erreicht worden? Die der Patienten und „ihrer“ Ärzte war bisher kein Argument. Das Rad lässt sich wohl kaum noch zurückdrehen. Jetzt nach einer Obergrenze zu rufen, wo so gut wie alle Kinder in den Brunnen gefallen sind, ist m. E. eine Watsche für alle Einzahler, ob privat oder gesetzlich. Und eine Schamgrenze, also jetzt obendrein noch überrascht zu tun, dass uns allen die Zusammenziehung in wenige Zentren, auf den Kopf fällt, weil die meisten Füße es gar nicht mehr dahinschaffen, gibt es auch nicht.

https://www.kvb.de/presse/presseinforma ... /26012017/

Frdl. Grüße
Christiane


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