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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Neues von den Diagnosenfälschern
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 Betreff des Beitrags: Neues von den Diagnosenfälschern
BeitragVerfasst: 15.09.15, 21:54 
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Gleich nach den Ferien wieder der Anruf aus Nordbaden, meine Schätzchen kennen das schon: externer Schreibtischler einer Dreibuchstabenkasse in transatlantischem Privatbesitz moniert Abrechnung einer Krebsnachsorge wegen ungesicherter Diagnose eineinhalb Jahre zuvor.
Wieder lag der Herr falsch. Natürlich war die Krebsdiagnose zweimal gleichzeitig in den „Sozialdaten“ gestanden, einmal mit Suffix „Z“, denn da war ja gar kein Krebs mehr, ein zweitesmal mit Suffix „G“. In der Absicht, die Dreibuchstabenkasse in ... dazu zu legitimieren, allen anderen kranken Kassen im ‚schland viertausend Euronen ausm Sack ziehen zu können für die Güte, besonders Schwerkranke zu „versichern“, irgendwie.

Heut freilich hat eine Nachsorgepatientin den ultimativen Beweis des kranken Kassenswahnsinns geliefert. Die hatte gar keinen invasiven Krebs in der Brust gehabt, sondern einen „in situ“. Weil dieser aber sehr häufig nicht nur an einer Stelle sondern „multifokal“ auftritt, muss er häufig eher noch invasiver behandelt, und genau so stringent nachbehandelt und nachgesorgt werden wie ein schon invasiver Brustkrebs.
Weil diese Nachsorge jedesmal zehn Minuten Vorbereitung und dann mindestens zwanzig Patientenkontakt erfordert, was ich nicht kostenlos erbringen kann, zudem häufig eine nicht billige Medikamentennachbehandlung, fordert meine geliebt Zwangskörperschaft auch in diesem Fall eine „gesicherte“ Krebsdiagnose. Mit C vorn und G hinten dran, was den Tatsachen vollkommen widerspricht: die korrekte Diagnose hat vorn ein D und hinten ein Z.

Egal. Umgehauen hat mich die Frage der Patientin: was ist, wenn ich jetzt eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen will und meine neunzehntel öffentlichen „Sozialdaten“ enthalten eine Krebsdiagnose, die ich in Wirklichkeit gar nicht hab ??

Ich konnt’s ihr nicht sagen. Sicher bin ich nur, dass kranke Kassen derlei Diagnosen als „Sozialdaten“ behandeln. D.h. mehr als 2 Mio `schländer und eine unbehannte Zahl Fernöstler wissen davon.

PR

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BeitragVerfasst: 16.09.15, 09:01 
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PR hat geschrieben:
Egal. Umgehauen hat mich die Frage der Patientin: was ist, wenn ich jetzt eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen will und meine neunzehntel öffentlichen „Sozialdaten“ enthalten eine Krebsdiagnose, die ich in Wirklichkeit gar nicht hab ??


Gar nicht egal. Dann gibts keine Versicherung. Das gehört eigentlich als Schulfach. Wie versichere ich mich ordentlich. Dann geht man auch anders mit seinem persönlichen Datenfluss um.
Es nutzt nix. Vor dem Antrag auf Versicherung einer evtl. Berufsunfähigkeit um die Patienten-/Krankenakte bei allen kontaktierten Ärtzen, seine Kasse um die dort gespeicherten Unterlagen bitten und dann vergleichen. Sonst kann man seine Beiträge gleich verbrennen. Bei Unstimmigkeiten oder Unverständnis sich mit den betr. Ärzten und Kasse in Verbindung setzen und um evtl. Korrekturen bitten. Das ist zeitaufwändig, aber man macht es ja eigentlich nur einmal im Leben. Seinerzeit bei mir betrug der abgefragte Zeitraum 5 Jahre, heute sind es glaube ich allerdings schon 10 J.
Mit der Problematik der Diagnosefälschung hat das nicht so sehr viel jetzt zu tun, nur insofern, als dass man sich zumindest bei Abschlussanfrage dieser Art von Versicherung damit auseinandersetzt, was glaube ich zu haben, was glaubt mein Arzt, was schreibt mein Arzt, was steht bei meiner Kasse. Einen Vorteil hätte es natürlich, wenn man sich, wie die Privatversicherten, nach jedem Arztkontakt eine Bescheinigung ausstellen lässt, was wiederum dann gleich für eine Direktabrechnung spräche.

Frdl. Grüße
Christiane


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 Betreff des Beitrags: Hab solche Ausdrucke selber gesehen,
BeitragVerfasst: 16.09.15, 09:23 
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wie die kranken Kassen sie auf Anforderung ausgeben. Die strotzen von Fehlern und spotten jeglicher Beschreibung. Es ist ganz unsäglich, wie schlampig die kranken Kassen über Jahrzehnte hinweg mit diesen Daten umgehen, und zwar alle.

PR

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BeitragVerfasst: 16.09.15, 10:42 
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Ja, ich weiß das auch. Einige Begrifflichkeiten waren mir vor allem „fremd“. Fakt ist aber auch, dass ich bisher sehr gut überschaubar krank/behandlungswürdig war. Ich habe mir rein interessehalber vor ca. ½ Jahr schriftliche Auskünfte von meiner Kasse geben lassen und mir die Angaben von „meinem“ (freundlichen) Arzt erklären lassen. Diese Erklärbereitschaft ist so viel ich weiß aber nicht als selbstverständlich zu nehmen.
Für den Antrag einer so weitreichenden Versicherung wie die einer Berufsunfähigkeit hätten alle Seiten einiges erklären müssen. Als ich die Unterlagen von meiner Kasse angfordert hatte, wurde mir mit der Übersendung derselben angeboten, „für weitere Rückfragen jederzeit offen zu sein“.
Diese Belastbarkeit habe ich nicht ausprobiert (ausprobieren müssen).
Auf der anderen Seite wollen die Versicherungen ja auch abschließen. Die kennen die Probleme der Diagnoseschlüssel mit Sicherheit. Wenn man sie zuschmeißt mit den schriftlichen Kassenunterlagen über Jahre bzw. über ein Jahrzehnt und lässt sich den Erhalt schriftlich bestätigen, gibt es entweder bald keine Abschlüsse mehr oder die Versicherten sind auf der „sicheren“ Seite und bekommen im Fall der eintretenden Berufsunfähigkeit das Verischerungsgeld.
So sieht das mein (zugegeben) schlichtes Gemüt im Moment.
:|
Grüße
Christiane


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BeitragVerfasst: 16.09.15, 23:24 
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auch was den Schutz sensibelster persönlicher Daten (timmiezwoo:"Sozialdaten") angeht,
ist ja viel viel länger.

Private Krankenversicherungen, Lebensversicherungen, Haftpflichtversicherungen, Unfallversicherungen, die Berufsgenossenschaften, natürlich BU-Versicherungen, eigentlich die ganze Wirtschaft interessiert sich brennend für die bei kranken Kassen aufgelaufenen Gesundheitsdaten,

und ich hab nach sehr einschlägiger Erfahrung überhaupt keine Zweifel mehr, dass die ihren Datenmüll
auch zum Verkauf feilhalten.

PR

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BeitragVerfasst: 08.10.16, 21:39 
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Irre. Da bezahlen wir mit unseren Beiträgen Unternehmensberater, die den Kassen aufzeigen, wie sie uns Patienten kränker als wir sind abrechnen können, um mehr Geld aus dem Risikostrukturausgleich zu erhalten.
Bundesversicherungsamt und Landesaufsichten müssen noch nachdenken, ob der Betrug ein Betrug am Beitragszahler ist und halten sich wohl zurück, der TK ist das nicht ganz geheuer und Herr Baas gibt sympathischerweise den Whistleblower:

„TK-Chef: Krankenkassen mogeln bei der Abrechnung“
https://www.krankenkassen.de/dpa/267922.html

Frdl. Grüße
Christiane


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BeitragVerfasst: 09.10.16, 06:22 
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Christiane, gehen Sie davon aus, dass da niemand den Whistleblower gibt, sondern sich als Verlierer eines mit unlauteren Mitteln gespielten Wettkampf outet. Von der Technikerkasse habe ich auch noch keine Schreiben oder Besuche über "Right-Coding" gesehen. Ich kenne auch keine Pseudodiabetiker der Techniker.

Von aonderen schon.

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BeitragVerfasst: 10.10.16, 22:14 
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Der prominenteste dieser Unternehmensberater heisst Lauterbach. Er hockt noch immer für eine sozialdemokratische Partei im Bundestag und hat die Gesetze, die den kranken Kassen den systematischen Betrug mit hochgejubelten Diagnosen nahelegen allesamt zu verantworten. Während einer Veranstaltung über "integrierte Versorgung" vor vielen Jahren hat er da auch nochmal richtig nachgelegt und den Obersofas den Mund so richdich wässrig gemacht - mit seinem Spruch von den "lukrativen Krankheitsepisoden". Wer mag sich da noch wundern ?


Wären übrigens die allermeisten "Selektivverträge" schwerst kranker Kassen mit Ärztegruppen nicht in Teilen strikt geheimzuhalten, wäre längst öffentlich, dass dort Ärzte massenhaft vertraglich verpflichtet werden, ihre Diagnosen "wertvoll" zu codieren. Hübsche Metapher, nicht wahr ?

In den nichtöffentlichen Verhandlungen zu Selektivverträgen wird das ja auch klar gesagt: was Ihr im Selektivvertrag mehr kriegt als aus der KV-Gesamtvergütung, muss gegenfinanziert sein, erstens durch Vorwegabzug aus dem KV-Topf (der "Grundversorgung"), zweitens aus verweigerten bzw. minderpreisigen Verordnungen, drittens aus verweigerten Krankschreibungen, viertens aus vermiedenen Kliniktagen, fünftens aus "hochwertiger Codierung". Das wird alles sehr subtil gehandhabt und funktioniert im ganz großen Stil. Mir fallen dazu als erstes Beispiel die Hausarztverträge der AOKen ein.

PR

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BeitragVerfasst: 11.10.16, 06:32 
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PR hat geschrieben:
Das wird alles sehr subtil gehandhabt
Nein, eigentlich ist das Verhalten der Kassen strunzdumm, plump und allzu auffällig. Es stellt sich jetzt noch eine einzige, wichtige Frage:

wie zum Teufel kriegen wir es hin, dass "Die Ächzte" (O-Ton Lauterbach) verantwortlich für das betrügerische Verhalten der KrankenKassen sind?

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BeitragVerfasst: 11.10.16, 08:48 
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Wär es evtl. eine Lösung, keine Verträge mehr mit den Kassen einzugehen, bzw. sie zu kündigen?
Wäre es evtl. eine Lösung, sich endlich dafür einzusetzen, dass man als Arzt wirklich freier(!) Unternehmer sein darf?
Weg mit der Selbstverwaltung und weg mit der GOÄ! Sie können selbst entscheiden, was Ihre Arbeit wert ist und Sie können auch selbst entscheiden, ob Sie sie auch mal im Ausnahmefall verschenken.

Fast jedem Franchise-Nehmer werden von den Banken Kredite verweigert, weil er nicht frei in seinen unternehmerischen Entscheidungen sei, aber bei Ärzten macht man da Ausnahmen. Ja, man verlangt sie sogar als "Sicherheit" für Kredite. Sie sind als Ärzte in diesem System nicht frei, Sie sind allenfalls Lizenznehmer der Kassen!

Nehmen Sie es mir bitte nicht übel, aber bei allem echten Mitgefühl (ich bin ja auch Kassenwillkür ausgesetzt gewesen), kann ich nicht verstehen, dass man sich nicht endlich effektiv wehrt und solche "Spielchen" mitmacht. Was justiziabel ist, gehört eben sofort aufgedeckt und nicht erst, wenn "investigative Journalisten" oder "Whistleblower" darüber berichten.


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BeitragVerfasst: 11.10.16, 09:39 
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Ergänzung:
Der Status quo wird dazu führen, dass sich die Kassen künftig ihre Versicherten mit den miesesten Tricks aussuchen werden, sofern man das nicht schon heute heimlich betreibt.
Und gerade die TK, der selbsternannte "Moralapostel" und angebliche Saubermann unter den Kassen wird da kräftig mitmischen..., wie sonst sollte man sich den neidischen Vorwurf an die AOKn sonst erklären?
Und wer war´s, der sich vehement für den "Wettbewerb" unter den Kassen starkt gemacht hat??
Die schwarz-gelben Nichtsnutze um Gesundheitsminister Rösler, die das in den Koalitionsvertrag geschrieben haben. :evil:
Lauterbach ist nicht immer an allem schuld!


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 Betreff des Beitrags: Ich mache diese Spielchen nicht mit
BeitragVerfasst: 11.10.16, 12:07 
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mit der klaren Folge:

1. ich darf meine Praxis verschenken, wenn ich aufhöre, und
2. ich finde keine Nachfolger, weil es bei mir bei selbständiger Arbeit unter Vollast mindestens 30.000.- € im Jahr weniger zu verdienen gibt als für einen gleichaltrigen angestellten Fachoberarzt.
3. Das Luxushobby einer Fachpraxis in einem GOUDAH-Fach konnte ich mir ausschließlich leisten, weil meine Hauptsponsorin die meiste Zeit nochmal das Gleiche dazuverdient hat. In dieser komfortablen Situation ist nicht jeder.

Was die KVen, unsere angebliche Interessenvertretung angeht: die haben das Wirtschaftsgutachten, das genau das oben Gesagte belegt, ein Jahr lang unterschlagen, und hätten dies auch noch länger getan, wenn es nicht auch in ihren Reihen ab und an einen Verräter (diesmal: eine Verräterin) gegeben hätte.

Ich habe dies hier seit Jahren explizit dargestellt und dafür nichts als dumme Sprüche zu lesen bekommen.

PR

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BeitragVerfasst: 11.10.16, 13:48 
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Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
Lauterbach ist nicht immer an allem schuld!

Na ja, was heißt Schuld, jedenfalls ist es scheinheilig und macht ihn unglaubwürdig, wenn er nun eine Vorgehensweise anprangert, die er kurz zuvor noch beworben hat.
PR hat geschrieben:
Ich habe dies hier seit Jahren explizit dargestellt und dafür nichts als dumme Sprüche zu lesen bekommen.

Das ist nicht wahr, Sie haben natürlich auch viel Zustimmung erhalten.

Ein anderes Thema dazu kommt mir komischerweise gar nicht auf den Tisch: Wenn jemand von seiner Berufsunfähigkeitsversicherung nicht bedient wird, weil seine Angaben im Antrag zwar ehrlich ausgefüllt, aber dann nicht mehr stimmten, eben wegen der falschen Hochstufung der Krankheiten, müsste der doch nun massiv auf die Barrikaden gehen und eine Neuabwicklung fordern.
Oder bin ich auf dem falschen Dampfer?

Frdl. Grüße
Christiane


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BeitragVerfasst: 11.10.16, 14:09 
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PR hat geschrieben:
Was die KVen, unsere angebliche Interessenvertretung angeht: die haben das Wirtschaftsgutachten, das genau das oben Gesagte belegt, ein Jahr lang unterschlagen, und hätten dies auch noch länger getan, wenn es nicht auch in ihren Reihen ab und an einen Verräter (diesmal: eine Verräterin) gegeben hätte.

Das ist erstaunlich. Die Machenschaften mancher Kassen müssten längst publik sein und dürften nicht erst jetzt auf den Tisch kommen

Am 23.12.14 schrieb Humungus hier

Zitat:
...Und von Sachbearbeitern "beraten", wie man doch richtig codieren möge (man erinnere sich nochmal: Kranke=mehr Kohle für die AOK). Hatte ichs nicht schon gesagt? In den letzten Jahren kommen so einige Patienten zu mir, die gar nicht wussten, dass sie Diabetiker sind, bis ich es ihnen von der Überweisung des Hausarztes vorlas.


Wenigstens einigen Beteiligten müsste demnach der Schmu schon längst bekannt gewesen sein.


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BeitragVerfasst: 11.10.16, 14:45 
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Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
Weg mit der Selbstverwaltung...
...und mit den KrankenKassen in der aktuellen Form. Dann lieber eine Einheitskasse.

Zitat:
... und weg mit der GOÄ!
Das wäre so eine Sache, ohne feste Gebührentaxe wird das als maßgeblich genommen, was der Markt bezahlt. Sinniger ist eine einheitliche Gebührenordnung für alle Patienten mit Direktabrechnung, also ohne KV-Zuteilung.

Zitat:
... kann ich nicht verstehen, dass man sich nicht endlich effektiv wehrt und solche "Spielchen" mitmacht.
Ich könnte Ihnen stundenlang über Kollegoiden erzählen, die im System bestens mitschwimmen, über KVen, die mit einigen Ärzten mauscheln etc. Man kann nur in einer Solidargemeinschaft etwas erreichen, das sind die Ärzte keinesfalls.

@PR: Als Gyn muss man IGeLn. Wer das nicht will oder nicht kann, lebt vom geringen Budget. Die nächste Ärztegeneration sieht es als erstrebenswerter an, einen sicheren Job zu haben als Umsätze zu steigern. Die Saat, die Lauterbach gelegt hat, geht auf (nicht nur bei den KrankenKassen).

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