Navigationspfad: Home
medizin-forum.de • Thema anzeigen - Sterbehilfe
Aktuelle Zeit: 15.12.17, 17:41

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 567 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 34, 35, 36, 37, 38  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe
BeitragVerfasst: 10.01.16, 02:01 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 31.12.12, 15:22
Beiträge: 2032
Timmie2 hat geschrieben:
Stirb an einem anderen Tag
Welch passender Titel...


Es liest sich sehr schwer erträglich und zynisch. Auf diesem Wege sickern bei allen jetzt einige Auswirkungen durch. Gibst Du der Verfassungsbeschwerde eine Chance?

Frdl. Grüße
Christiane


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe
BeitragVerfasst: 10.01.16, 10:42 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 27.09.14, 15:01
Beiträge: 824
Wie heißt es so schön: Vor Gericht und auf hoher See...

Während das Thema vor der Gesetzgebung überall medial präsent war, liest man über die Auswirkungen nahezu nichts mehr.

Zitat:
Die Tinte unter dem neuen Paragraphen 217 zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Suizidbeihilfe (vulgo: Sterbehilfe-Gesetz) ist noch nicht trocken, da hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen bereits Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüsse gegen verschiedene Ärzte durchgesetzt...

Die Palliativmedizin ist gesellschaftlich hoch gewünscht. Nur durch eine immer bessere Versorgung am Lebensende gibt es gute Alternativen zu den Selbsttötungsabsichten Leidender. Dazu gehört selbstverständlich eine großzügige Medikation, einschließlich Morphium. Wenn aber jeder Kollege künftig befürchten muss, dafür belangt zu werden, weil sich im Einzelfall ein Patient doch selbst das Leben nimmt, dann landen wir bald in den siebziger Jahren, als wir vielen hochwirksames Morphium und andere angstlösende Mittel versagten – damals mit dem unsinnigen Hinweis auf die Suchtgefährdung.


Neues Sterbehilfe-Gesetz setzt Palliativmediziner unter Druck


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe
BeitragVerfasst: 26.08.16, 10:07 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 27.09.14, 15:01
Beiträge: 824
BVerfG verlangt Neuregelung der Zwangsbehandlung

Nach dem Sterbehilfeverbot die Zwangsbehandlung - der Rubel muss rollen... :evil:


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe
BeitragVerfasst: 26.08.16, 15:31 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 31.12.12, 15:22
Beiträge: 2032
Timmie2 hat geschrieben:
Nach dem Sterbehilfeverbot die Zwangsbehandlung - der Rubel muss rollen... :evil:

Meine Güte, Timmie, da ist eine Lücke, die geschlossen werden soll. Deshalb wurde vom Gericht abgewogen, was bis dahin aus seiner Sicht wichtiger ist und hat sich dazu bekannt, dass Menschen in bestimmten Situationen vor sich selber zu schützen sind. Ich glaub nicht, dass es immer nur ums Geld geht.
Hast Du Kommentare von Fachleuten diesbzgl.?

Frdl. Grüße
Christiane


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe
BeitragVerfasst: 26.08.16, 19:00 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 27.12.06, 00:51
Beiträge: 3416
und wieder mal wird das GG ausgehebelt. Wozu ist das denn überhaupt noch da 8)


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe
BeitragVerfasst: 30.08.16, 18:43 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 06.03.05, 08:30
Beiträge: 4399
Wohnort: Hildesheim
Zitat:
Nach Ansicht der Verfassungsrichter liegt in der derzeitigen Regelungslage ein Verstoß gegen die staatliche Schutzpflicht aus Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG. Bei Betreuten, die auf Grund einer psychischen Krankheit oder einer geistigen oder seelischen Behinderung die Notwendigkeit der ärztlichen Maßnahme nicht erkennen können, verdichte sich die allgemeine Schutzpflicht des Staates zu einer konkreten. "Die staatliche Gemeinschaft darf den hilflosen Menschen nicht einfach sich selbst überlassen", heißt es in dem Beschluss.


Was ist falsch daran?

A. Flaccus


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe
BeitragVerfasst: 31.08.16, 10:29 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 31.12.12, 15:22
Beiträge: 2032
Dr. A. Flaccus hat geschrieben:
Zitat:
Nach Ansicht der Verfassungsrichter liegt in der derzeitigen Regelungslage ein Verstoß gegen die staatliche Schutzpflicht aus Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG. Bei Betreuten, die auf Grund einer psychischen Krankheit oder einer geistigen oder seelischen Behinderung die Notwendigkeit der ärztlichen Maßnahme nicht erkennen können, verdichte sich die allgemeine Schutzpflicht des Staates zu einer konkreten. "Die staatliche Gemeinschaft darf den hilflosen Menschen nicht einfach sich selbst überlassen", heißt es in dem Beschluss.


Was ist falsch daran?

A. Flaccus

Nix, m. E. Nur, wenn ich mir den beschriebenen Fall durchlese und die betr. Person doch schon gar nicht mehr weiterleben wollte, muss man doch den Ärzten eine Möglichkeit lassen, u. U. den persönlichen Willen zuzulassen. Muss man denn für jeden Winkel noch ein Gesetz machen? Also so, wie der Fall dargestellt wird, liest es sich grausam für die betr. Person (und mich).
Ein Beispiel, wie Rechtssicherheit (im Hinblick auf den bestehenden Ärztemangel m. E. hier durchaus im richtigen Strang) wirken kann, wenn die Richter nicht nach links und rechts gucken und keine Ausnahmen zulassen, zeigt dieses frische Urteil:
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenb ... zt140.html
Wohl in erster Linie eine Katastrophe für diejenigen, die zum Notfall werden.

Frdl. Grüße
Christiane


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe
BeitragVerfasst: 01.09.16, 23:55 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 27.09.14, 15:01
Beiträge: 824
Dr. Flaccus hat geschrieben:
Was ist falsch daran?

Deutsches Institut für Menschenrechte hat geschrieben:
Die UN-Behindertenrechtskonvention geht davon aus, dass alle Menschen mit Behinderungen „Rechts- und Handlungsfähigkeit“ genießen (Artikel 12 Absatz 2 UN-BRK). In Verbindung mit dem Recht auf Gesundheit (Artikel 25 UN-BRK) bedeutet dies das Recht, in Fragen individueller gesundheitlicher Angelegenheiten in allen Fällen eine „freie und informierte Entscheidung“ über die eigenen gesundheitlichen Belange treffen zu dürfen, insbesondere darüber, ob und wenn ja, welche Therapie angewendet wird

Stellungnahme der Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe
BeitragVerfasst: 02.09.16, 01:01 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 10.09.07, 13:30
Beiträge: 4729
...und was, wenn der Patient schlicht nicht mehr in der Lage ist selbstbestimmt zu entscheiden? Was, wenn ihn eine schwere psychische Erkrankung handlungsunfähig macht oder zu Taten verleitet, die er klaren Geistes nie begehen würde?

Timmie, Ihre Richtung führt zu unnötigem Leid, zu dem übrigens, was bereits heute in Forensiken zu sehen ist, wenn hochpsychotische Patienten eine Therapie ablehnen und daraufhin in ihrer Psychose belassen werden.

Das BVerfG fordert lediglich, dass eine Regelung für Zwangsbehandlungen auch außerhalb geschlossener Psychiatrien gefunden wird. Es betont, dass die Zwangsbehandlung als "letztes Mittel" gesehen wird und nicht als Routine.

Oder sollen wir solche Patienten einfach mal dorthin verlegen, damit dann eine Rechtsgrundlage besteht? Das geht schlicht nicht, denn, wie das BVerfG erwähnt, sind die Patienten in der "Rechtslücke" weder entweichungswillig noch -fähig. Und dann gibt es keinen Grund für geschlossene Unterbringung.

_________________
Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe
BeitragVerfasst: 02.09.16, 21:48 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 27.09.14, 15:01
Beiträge: 824
Humungus hat geschrieben:
..und was, wenn der Patient schlicht nicht mehr in der Lage ist selbstbestimmt zu entscheiden? Was, wenn ihn eine schwere psychische Erkrankung handlungsunfähig macht oder zu Taten verleitet, die er klaren Geistes nie begehen würde?
Sie wissen hoffentlich, dass Sie sich mit dieser Argumentation auf sehr dünnem Eis bewegen. Betreuer wie Ärzte sind gehalten den freien Willen des Betreuten zu ermitteln und umzusetzen und nicht eigene Wertmaßstäbe durchzusetzen wie das auch in der Sterbehilfediskussion deutlich wurde.
Humungus hat geschrieben:
…solche Menschen sind krank, schwer krank. Und ihre Erkrankung hat als wichtiges Element die Depression. Das heißt, dass sie nicht frei entscheiden können, sondern dass ihre Entscheidung durch die Erkrankung beeinflusst wird...
Einer der Gründe ist historisch bedingt ("Euthanasie"), einer philosophisch (ist ein Mensch wirklich in der Lage die Konsequenzen des Todes zu überblicken, wenn er schwer krank ist und leidet?

Dr. Flaccus hat geschrieben:
Ich behaupte: Niemand - nicht einmal der Betroffene selbst! - kann einschätzen, ob eine Sterbehilfe/Suizidentscheidung auch langfristig richtig ist

Damit sprechen Sie doch mit eben diesem Argument jedem Patienten schon das Recht auf eine freie Entscheidung ab. Allein der Sterbewunsch wird nicht selten als pathologisch gesehen, der Schritt zur diagnostizierten Depression liegt nah. Wer entscheidet denn darüber, wann jemand nicht mehr das Recht hat über seinen Körper zu bestimmen und wie weit geht diese Fremdbestimmung z.B. in Bezug auf die diskutierten Arzneimitteltests an Wehrlosen?

Deutschland hat die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert genauso wie die Genfer Flüchtlingskonvention und einmal mehr wird was nicht passt passend gemacht bis es den eigenen (wirtschaftlichen) Anforderungen genügt. Das ist nicht weniger als der Ausverkauf der Menschenrechte. Sind das mittlerweile unsere europäischen Werte?


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe
BeitragVerfasst: 02.09.16, 23:36 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 10.09.07, 13:30
Beiträge: 4729
Timmie2 hat geschrieben:
Sie wissen hoffentlich, dass Sie sich mit dieser Argumentation auf sehr dünnem Eis bewegen.
Darauf stehen Sie, weil Sie vor lauter Überzeugung (oder nennen wir es Eifer) übersehen, dass es Erkrankungen gibt, die einem Menschen sein Selbst nehmen. Diese Schwerkranken dann sich selbst und ihrer Erkrankung zu überlassen, ihre Wesensveränderung einfach zu ignorieren, kann nicht richtig sein.

In der Augenheilkunde ist es üblich, dass irgendwelche Bürokraten Richtlinien erstellen, über die dann die Fachleute nur mit dem Kopf schütteln können. Wissen Sie zufällig, wie viele Ärzte, insbesondere Psychiater, bei dieser Konvention aktiv dabei waren und in welcher Rolle? Wenn man die Formulierung liest, denke ich eher, die Psychiater waren Leibärzte und nicht Diskutanten.

Zitat:
Damit sprechen Sie doch mit eben diesem Argument jedem Patienten schon das Recht auf eine freie Entscheidung ab.
Rhetorischer Trick: Erweiterung.

Zitat:
Deutschland hat die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert genauso wie die Genfer Flüchtlingskonvention und einmal mehr wird was nicht passt passend gemacht bis es den eigenen (wirtschaftlichen) Anforderungen genügt.
Schnell sterben lassen ist in der Tat billiger. Sind das denn Ihre (wirtschaftlichen) Anforderungen?

Zitat:
Sind das mittlerweile unsere europäischen Werte?
Jetzt sprechen Sie also nicht mehr nur für Deutschland, sondern für Europa?

_________________
Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe
BeitragVerfasst: 03.09.16, 00:38 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 27.09.14, 15:01
Beiträge: 824
Humungus hat geschrieben:
Rhetorischer Trick: Erweiterung
Nö, logische Schlussfolgerung. Wann ist Ihrer Meinung nach denn ein Patient nicht mehr in der Lage selbstbestimmt zu entscheiden? Es gibt keine konkreten Regelungen und häufig sogar divergierende Auffassungen zwischen Ärzten und Gerichten, das zeigt doch schon die Problematik solcher Fremdentscheidungen.

Humungus hat geschrieben:
Schnell sterben lassen ist in der Tat billiger. Sind das denn Ihre (wirtschaftlichen) Anforderungen?
Teurer ist nicht immer besser, das wissen Sie doch selbst und für mich nach wie vor mehr als fraglich auf welcher Seite wirtschaftliche Interessen vertreten werden.

taz 2013 zum PsychKG hat geschrieben:
Überzeugen statt Zwang ausüben, das ist richtig, zieht aber vor allem auch eine Konsequenz nach sich: Die Patienten bleiben deutlich länger in Behandlung – statt vier Wochen oft drei Monate und mehr. Genau das will sich der Staat aber nichts kosten lassen.

Zwangsbehandlung in der Psychiatrie

zeit online 2013 zum PsychKG hat geschrieben:
Ein neues Gesetz erlaubt, dass psychiatrische Patienten in bestimmten Fällen zwangsbehandelt werden. Kritiker halten diese Praxis für eine Menschenrechtsverletzung.
Zwangsbehandlungen als letztes Mittel


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe
BeitragVerfasst: 03.09.16, 07:07 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 10.09.07, 13:30
Beiträge: 4729
Timmie2 hat geschrieben:
Wann ist Ihrer Meinung nach denn ein Patient nicht mehr in der Lage selbstbestimmt zu entscheiden? Es gibt keine konkreten Regelungen und häufig sogar divergierende Auffassungen zwischen Ärzten und Gerichten, das zeigt doch schon die Problematik solcher Fremdentscheidungen.
Es mag Ihnen als Anhänger starrer Planregelungen unrecht sein, aber genau so wird es bleiben. Zum Glück! Oder meinen Sie, wir sollten eine Checkliste entwerfen, "Klarheitspunkte" addieren und bei einem Score von 50 Prozent sagen "kann sterben, ist klar genug für die Entscheidung"?

Ihre Position zu Zwangsbehandlungen haben Sie bereits klargemacht, meine ist und bleibt eine völlig andere. Ich habe genug Schwerkranke erlebt, um sagen zu können: diese Menschen leiden enorm unter ihrer psychischen Erkrankung. Dies aus prinzipiellen Gründen lieber so zu belassen als zu behandeln ist für mich menschenunwürdig. Wie dogmatische Politik.

_________________
Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe
BeitragVerfasst: 03.09.16, 07:49 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 27.09.14, 15:01
Beiträge: 824
Humungus hat geschrieben:
Es mag Ihnen als Anhänger starrer Planregelungen unrecht sein, aber genau so wird es bleiben. Zum Glück! Oder meinen Sie, wir sollten eine Checkliste entwerfen, "Klarheitspunkte" addieren und bei einem Score von 50 Prozent sagen "kann sterben, ist klar genug für die Entscheidung"?
Nein das meine ich nicht. Die Entscheidung eines Menschen ist schlicht und einfach zu respektieren sofern es nicht gelingt ihn vom Gegenteil zu überzeugen.

Humungus hat geschrieben:
Ihre Position zu Zwangsbehandlungen haben Sie bereits klargemacht, meine ist und bleibt eine völlig andere. Ich habe genug Schwerkranke erlebt, um sagen zu können: diese Menschen leiden enorm unter ihrer psychischen Erkrankung. Dies aus prinzipiellen Gründen lieber so zu belassen als zu behandeln ist für mich menschenunwürdig. Wie dogmatische Politik
Dann wissen Sie doch sicher welche Belastung eine Zwangsbehandlung für einen Patienten darstellt und wie diese Zwangsbehandlungen nachwirken. Zwangsbehandlungen sind wie Folter (grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung). Die Forderungen der Menschenrechtler sind schließlich auch nicht aus der Luft gegriffen.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Sterbehilfe
BeitragVerfasst: 03.09.16, 08:31 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 10.09.07, 13:30
Beiträge: 4729
Timmie2 hat geschrieben:
Die Entscheidung eines Menschen ist schlicht und einfach zu respektieren sofern es nicht gelingt ihn vom Gegenteil zu überzeugen.
Ihnen ist also völlig egal, ob ein Mensch klaren Geistes ist oder nicht.

Das nenne ich Dogmatik! Mit Menschlichkeit hat das allerdings nichts mehr zu tun.

Timmie2 hat geschrieben:
Dann wissen Sie doch sicher welche Belastung eine Zwangsbehandlung für einen Patienten darstellt und wie diese Zwangsbehandlungen nachwirken.
Psychosen sind also keine Belastung?

Timmie lässt Menschen mit paranoider Schizophrenie lieber 50 Jahre in einer Forensik als sie zu behandeln.

Aber gut, das Thema ist durch. Timmie, gehen Sie doch einfach mal in ein Altersheim oder eine Psychiatrie und beschäftigen Sie sich mit den Menschen. Aber bitte nicht nur 15 Minuten lang. Die Unterzeichner der Petition fordere ich auf, in einer Psychiatrie zu arbeiten oder einen schwer psychisch Kranken in der Heimpflege zu betreuen.

_________________
Augenarzt? Flatrate. Für nur 18 Euro all you can (tr)eat, ein ganzes Quartal lang! DAS ist heutige Gesundheitspolitik.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 567 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 34, 35, 36, 37, 38  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Karma functions powered by Karma MOD © 2007, 2009 m157y
© Deutsches Medizin Forum 1995-2017. Ein Dienst der Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim ,HRB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail jaeckel@medizin-forum.de. Plazieren Sie Ihre Werbung wirkungsvoll! Hier finden Sie unsere Mediadaten!