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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Arzt, Moral und Medizin
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 Betreff des Beitrags: Re: Arzt, Moral und Medizin
BeitragVerfasst: 14.02.17, 19:30 
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Timmie2 hat geschrieben:
Zitat:
Aufgrund seines christlichen Glaubens wollte der Chefarzt der Gynäkologie in der Capio Elbe-Jeetzel-Klinik in Dannenberg Abtreibungen verhindern. Doch wie weit reicht das Weisungsrecht eines Chefarztes gegenüber seinen Mitarbeitern? Eine juristische Einordnung.

Darf ein Chefarzt Abtreibungen verhindern?


Medizinisch ausgebildete Schergen. So wurde es gesagt. Und wenn die Politik eingrätscht und Druck ausübt, muss sie auch die Verantwortung übernehmen, dass der Gedanke an die Verantwortung für ein 2. Leben immer mehr in den Hintergrund gerät.

Frdl. Grüße
Christiane


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BeitragVerfasst: 14.02.17, 23:45 
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nicht auf der Seite von Anstand und Würde zu finden wären und bleib dabei: der weggegangene CA hat meine Hoch- und die Gesundgeizmisterin von der Esspeede meine Verachtung.

Ansonsten sollte jedem hier klar sein, was für welchene Ärzte das Schweinesystem selektiert und herausmendelt.

PR

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 Betreff des Beitrags: Re: Arzt, Moral und Medizin
BeitragVerfasst: 15.02.17, 07:00 
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hallo,

geltendes Recht hat meist wenig mit Anstand oder Ethik zu tun, manchmal ist es auch nicht ge recht.

Wenn man die Einstellung des CA hat ist man oft in einem ev. oder kath. aufgehoben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Arzt, Moral und Medizin
BeitragVerfasst: 23.02.17, 12:38 
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Und Herrn Börners Fürsprecher, der Verwaltungsdirektor, geht nun auch aus der Klinik fort:

https://www.kma-online.de/aktuelles/kli ... rg-a-34134

Auffällig ist, wenn einerseits 2 Kräfte gehen (müssen), weil Frauen „verunsichert“ sind bzw. weitere Wege auf sich nehmen müssen, um abzutreiben, wird andererseits ruhig zugeguckt, wie schwangere Frauen offenbar immer weiter fahren müssen, um ihr Kind auf die Welt zu bringen:

http://www.fr.de/wissen/gesundheit/schw ... d-a-291603

Da könnte man auf „dumme“ Ideen kommen, was gesteuert wird. Haben wir nun genügend Kinder im Land?

Frdl. Grüße
Christiane


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 Betreff des Beitrags: Schwangerschaftsabbruch
BeitragVerfasst: 23.02.17, 15:34 
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als Methode der "Bevölkerungspolitik" ? So weit kommts noch bei dieser Gesundheizmisterin.

Zur Abwechslung mal wieder bisschen was Erheiterndes aus der Psychosomatik ?

Diese Woche:
37-Jährige hoch differenzierte sensible Akademikerin, erste Schwangerschaft unter großen Mühen per IVF eingetreten, entbunden vor eineinhalb Jahren, länger gestillt, hat fast vier Monate gebraucht um zu bemerken, dass sie längst wieder - spontan - schwanger geworden war.
Immer häufiger:
holen sich junge gesunde v.a. moslemische Frauen den fachärztlichen "Segen" zum Absetzen der Pille und Schwangerwerden, und dann klappt das auch jedesmal postwendend.

PR

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 Betreff des Beitrags: Chefarztverträge
BeitragVerfasst: 19.06.17, 19:52 
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Beiträge: 24
Euphemia hat geschrieben:
Barnie Geröllheimer hat geschrieben:
PR hat geschrieben:
Diese Art Klinikchefs pflegt mit den Ärzten quartalsweise Bilanzkonferenzen abzuhalten und die Zahlen der "Controller" vorzulegen. Und dann kommen so Sprüche wie der hier von mir schon öfter zitierte:

wenn Sie nicht für mehr "kleine Frühgeborene" in Ihrer Abteilung sorgen (wahlweise mehr Laparoskopien, mehr TVTs, mehr Sakropexien, mehr Kaiserschnitte...), Herr Chefarzt, dann .....

Einfach schriftlich geben lassen!!

Zu dieser Thematik empfehle ich die Lektüre von Meike Hemschemeier "Vorsicht Operation!" im Pantheon Verlag, Erstauflage August 2015. Dort werden diese "hübschen" Klauseln in Chefarztverträgen mehrfach erwähnt.


TV-Tipp für heute Abend ARD 22.45-23.30 Uhr "Operieren und kassieren - Ein Klinik-Daten-Krimi"
"Die Auswertung zeigt, wie sehr die ärztliche Behandlung davon abhängt, wo ein Patient lebt und wie profitorientiert ein Krankenhaus ist. Auf Grundlage einer aufwendigen Datenanalyse begibt sich der Film auf eine Reise ins Schattenreich der Gesundheitswirtschaft, in der jedes Jahr mehr als 300 Milliarden Euro umgesetzt werden. Er führt in Regionen, wo Patienten nichts davon ahnen, dass ihre OP möglicherweise überflüssig und vielleicht sogar schädlich ist."

Höchstwahrscheinlich werden hier auch die sog. Chefarztverträge angesprochen bzw. erwähnt.

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"Wer sich nur tragen lässt, lernt weder laufen noch tragen." (Kyrilla Spiecker)


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 Betreff des Beitrags: Re: Arzt, Moral und Medizin
BeitragVerfasst: 20.06.17, 10:19 
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Beiträge: 582
Kann ganz aktuell dazu folgendes beisteuern:

Meine Frau hat nach diagnostiziertem Brustkrebs und Lymphknoten-OP Mistelpräparate mit mir noch unbekannter Beimengung erhalten, auf die sie mit einem anaphylaktischen Schock bis zum Pulsstillstand reagierte. Inzwischen ist sie gottlob wieder "hergestellt", eine Schädigung des Herzens wird ihr aber bleiben.

Es wurde im Vorfeld weder beraten bzw. auf Risiken hingewiesen, noch wurde ein Prick-Test durchgeführt. Als am Schlimmsten empfand sie die Hilflosigkeit des Personals, als man sie "Hilfe" schreiend auf die Intensivstation verlegte.

Der verantwortliche Arzt hat sich zwar entschuldigt und einen kostenlosen Behandlungsaufenthalt wegen ihres Herzproblems versprochen, aber damit wird er seine Fahrlässigkeit und die Geschichte nicht aus der Welt schaffen können.

Im Zusammenhang mit der Anaphylaxie kamen über pflegendes Personal Geschehnisse aus der Vergangenheit ans Licht, die einem einfach nur noch Schauer über den Rücken jagen. Ein Mitarbeiter hat spontan gekündigt und für den Fall einer Klage seine Hilfe und Unterstützung zugesagt.

Solche TV-Sendungen wie die angekündigte sind nur so glaubhaft wie die Quellen, aus denen die Infos stammen. Und da bin ich trotz eigener Betroffenheit immer sehr skeptisch. Audiatur et altera pars

Wer so spät nicht mehr fernsehen möchte, kann den TV-Beitrag schon hier aus der Mediathek downloaden (HD)
http://pd-videos.daserste.de/int/2017/0 ... /960-1.mp4


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 Betreff des Beitrags: Also altera pars.
BeitragVerfasst: 20.06.17, 23:39 
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Hab mir die Ankündigung angeguckt und einen Halbsatz gefunden wie "...enscheidet allein der Wohnort".

Das ist natürlich hanebüchener Blödsinn, solange nicht klar gesagt wird, welche anderen Variablen zu "entscheidet" überhaupt erfasst worden sind.

Gehör nu ja zu der Ärztefraktion, die grad von der großen großen Kassenpolitik sowie gewissen anderen Ärztefraktionen mit viel Fleiß und Heimtücke ausgestorben wird: die fachärztlichen "konservativen" (nicht operierenden) "Grundversorger". Die sich mal lang und teuer extra dafür ausgebildet hatten, um Gesunde und Kranke vor Klinik und Operationen zu bewahren - in 25 von 40 Berufsjahren mein selbstgewählter Job.

KLARTEXT: diese Tätigkeit ist politisch so unerwünscht wie die sie Ausübenden, denn die liefern den aberhunderttausenden Nebenprofitören der Gesundheitswirtschaft (zB. Klinikkonzerne, Geräte- und Medizinprodukteindustrie etc. etc.) schlicht zu wenig Profit.


Solang ein angeblich recherchierendes Gewerbe, die angebliche Vierte Gewalt im Land, auf diesem Auge blind und Ohr taub ist, brauch ich mir auch deren Filmchen nicht anzutun.

PR

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 Betreff des Beitrags: Re: Arzt, Moral und Medizin
BeitragVerfasst: 21.06.17, 09:16 
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Zitat:
KLARTEXT: diese Tätigkeit ist politisch so unerwünscht wie die sie Ausübenden, denn die liefern den aberhunderttausenden Nebenprofitören der Gesundheitswirtschaft (zB. Klinikkonzerne, Geräte- und Medizinprodukteindustrie etc. etc.) schlicht zu wenig Profit.


Ja, aber das macht es weder für den Patienten erträglicher, noch für den Arzt moralischer und rechtlich unkritischer.

Wer wissentlich medizinisch nicht erforderliche Hüft- oder Kniegelenke einsetzt, begeht Betrug und eine vorsätzliche Körperverletzung. Er bestiehlt den Sozialstaat und missbraucht seine Position.
Es kann UND MUSS den Patienten nicht trösten, dass eine Menge Leute am Beschiss mitverdienen. Wenn - wie im Bericht dargelegt - effektive Maßnahmen gegen solche Machenschaften nicht stattfinden, dann müssen eben die Rahmenbedingungen geändert werden (was ich ja schon lange fordere).
Wieso z.B. soll sich eine Klinik eine Rechnungsprüfung durch die Krankenkasse mit 300 Euro honorieren lassen können? Ich glaub, mein Schwein pfeift!!!

Zitat:
..und einen Halbsatz gefunden wie "...enscheidet allein der Wohnort".


Darüber bin ich auch gestolpert. Für alle, die den Film nicht gesehen haben: Es wurde behauptet, dass die Statistik nicht nach dem Standort der Klinik ausgelegt sei, sondern nach der Herkunft/dem Wohnort der Patienten, die sich in einer (evtl. fernen) Klinik behandeln lassen.

Irgendwo ist das schwachsinnig. Meine Göttergattin erholt sich z.B. von ihrer verpfuschten Behandlung in einem Klinikum nahe Dortmund. Wir leben aber in BW.
Man hat ihr das Krankenhaus dort empfohlen.
Anderen Leuten, die vielleicht auf einer Hallig leben, wird diese Klinik auch empfohlen. Würde diese Klinik mit Befunden und Operationen tricksen, so würde meine Frau als abgezockte, "überversorgte" Badenerin in die Statistik eingehen, obwohl in NRW getrickst worden wäre.

Das ist echt bescheuert. Das meinte ich auch mit meiner Bemerkung über meine Zurückhaltung bzgl. solcher Berichterstattungen, wobei ich ausdrücklich bemerken möchte, dass ich nicht eine Sekunde daran zweifle, dass solche Sauereien im ganz großen Stil an der Tagesordnung sind.


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BeitragVerfasst: 21.06.17, 22:17 
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geraten, der an ihnen die "vielzuviele" weil "statistisch auffällige" Operation verbrochen hat ?

Sie haben Beschwerden gehabt ? Sie waren damit beim Hausarzt ? Sie waren damit beim Facharzt ? Es hat das alles aber nicht so recht geholfen ?

Oder sie waren lebensfroh und pumperlgesund, aber irgendwer hat sie gefangengenommen und ihnen Sinne und Verstand betäubt und sie ans Messer geliefert ?

Oder welches Szenario fällt Ihnen dazu noch ein ?

Die Frage ist nämlich nicht einfach, wenn man sie ärztlich stellt: was ist eine "harte" Indikation ? Wie hart muss eine Indikation sein, damit ein medizinischer Eingriff nicht mit Vorwürfen belegt werden kann,

und zwar diese von außen her erhoben, nicht mal vom Behandelten /Ärzteopfer selber ?

Sie verstehen diese meine Frage ?

PR

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 Betreff des Beitrags: Re: Arzt, Moral und Medizin
BeitragVerfasst: 22.06.17, 02:03 
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Also mir ist beim Reinhören ganz böse aufgestoßen, dass die Leute, die die Sendung aufgezeichnet haben, die Daten vom Statistischen Bundesamt „gekauft“ haben.
Ich finde das, höflich ausgedrückt, zumindest erklärungsbedürftig. Wieso verkauft das statistische Bundesamt Versichertendaten?

Frdl. Grüße
Christiane


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BeitragVerfasst: 22.06.17, 08:01 
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Versichertendaten verkaufen, und sind doch auch bloß Behörden.

Erinnere mich sehr genau an die Aussage eines Kassenbosses, dessen Name von Ferne an das Handwerkszeug des Winzers erinnert: wir werden die Gesetze künftig sehr großzügig auslegen...
und an eine Meldung nicht viel später, derselbe habe 25.000 Datensätze in die USA verkauft,
sowie an die Tatsache, dass derselbe sich kurz später "Professor" schrieb...

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