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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Stirbt der selbstständig niedergelassene Arzt aus?
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 Betreff des Beitrags: ... und M.E. eine Enteignung
BeitragVerfasst: 08.01.17, 18:29 
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eines Drittels der niedergelassenen Ärzteschaft (Grundversorger).

Der Nachwuchs weiß das, und es wundert einen nicht mehr, dass hierorts nur knapp ein Fünftel der ausscheidenden Arbeitskraft noch durch Nachwuchs ersetzt werden kann.

Dies in einer der attraktivsten Gegenden im Land, und in unmittelbarer Nachbarschaft zum vermögendsten Dorf der Welt

c.f. http://www.badische-zeitung.de/weil-am- ... -attraktiv

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BeitragVerfasst: 09.01.17, 10:53 
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Zitat aus dem verlinkten Artikel
Zitat:
.. Es ist sinnvoll und vernünftig, nicht ausschließlich über Kostensenkung nachzudenken. Das bedeutet nicht zwangsläufig eine Beitragserhöhung. Denkbar wäre auch eine Umverteilung der Mittel innerhalb des Gesundheitswesens. Derzeit verläuft die Entwicklung zum Nachteil der Hausärzte.


Aha! Und wem sollen durch wen die Geldmittel gekürzt werden? Wer jammert anschließend, wenn der Hausarzt zufrieden ist?

Wer soll für die Hausärzte aktiv werden? Der Patient? Wäre es nicht Sache der Hausärzte selbst, sich um eine Neuverteilung zu kümmern, statt Patienten zu schikanieren?
Im Übrigen wäre es mir neu, dass ausgerechnet die Hausärzte die Unzufriedensten sind, aber Nachbars Kirschen scheinen halt immer süßer zu sein als die eigenen.

Zitat:
Wenn ich einer immobilen Patientin ein Sitzkissen gegen Wundsitzen verschreibe und danach zwei Stunden aufwenden muss, um meine ärztliche Expertise gegenüber einem inkompetenten Sachbearbeiter der Krankenkasse durchzusetzen, ist das schlicht eine übergriffige Missachtung meiner Kompetenz.


Jein. Was der Herr Doktor hier als Missachtung seiner Kompetenz rügt, ist schlichtweg der (zugegeben untaugliche) Versuch, der Verschreibungswut Herr zu werden. Irgend jemand muss nämlich das gesamte System bezahlen und im Zweifelsfall ist es der Patient! Dieser meint, wenn er selbst betroffen ist, immer zu wenig "auf Kasse" zu erhalten und wenn er in den Solidartopf zahlen soll, immer zuviel zahlen zu müssen.
Zumindest in meiner Branche ist es aber schon länger so, dass Anträge für die Kostenübernahme genehmigungspflichtiger Sehhilfen auch von Optikern bearbeitet werden. Zum MDK geht nur noch seltenst ein Antrag. Dort allerdings sitzen tatsächlich vielfach ignorante Pfeifen.

Die Aussagen meiner "Vorzeige"-(Haus-)Ärztin, die auf dem Land praktiziert, zusammen mit den Aussagen von Prof Dr. Wiesemann (Hausarzt auf dem Land in Nordbaden) und der Tatsache, dass kaum ein Arzt seine Kassenzulassung zurückgibt, ergänzt mit den Aussagen hier im Forum neige ich dazu, die "Unattraktivität" des Hausarztberufes eher dem maßlosen Anspruchsdenken vieler junger Ärzte zuzurechnen und nicht einer angeblichen Fehlverteilung.
Ich bin zwar auch der Ansicht, dass man zweistellige Milliardenbeträge sparen könnte, wenn man der Pharmaindustrie mal nicht mehr bis zum Anschlag in den Hintern kriechen würde und jeden gewünschten Preis für unnütze "Neuheiten" auf dem Arzneimittelmarkt bezahlen müsste und wenn effektive Aufsichtsgremien auf die Verwendung von Beitragsgelder für "Verwaltungskosten" der Krankenkassen und Ärzteverbände Einfluss nehmen könnte, aber darum hat sich doch der Patient nicht zu kümmern!
Würden tatsächlich finanzielle Mittel freigesetzt, würden sich sowieso Dutzende Abordnungen diverser Sparten aus dem Gesundheitswesen melden, die meinen, einen Anspruch auf diese Mittel zu haben. Ich fände es angebracht, wenn man endlich mal wieder Brillen bezuschussen würde? :wink:

Zitat:
Es müsste aber so sein, dass jene Tätigkeiten bezahlt werden, die der Arzt erbringt. Der Arzt muss einen Anreiz haben, Leistungen, zu denen er aufgrund seiner Ausbildung befähigt ist, zu erbringen. Und, das ist entscheidend, dann auch vergütet zu bekommen.


Willkommen im 21. Jahrhundert, Herr Dr. Schulte!! Was meinen Sie, was ein Kfz-Meister alles können könnte, wenn er alles bezahlt bekäme, was er für verbesserungswürdig hält?


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 Betreff des Beitrags: ;-) ;-) ;-)
BeitragVerfasst: 09.01.17, 12:01 
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Do kenntsch doch die gladde Wänd nuff, gell ?

Kommt Zeit, kommt Teilzeitärztin. Angestellt. Jedesmal eine andere.

Wen's stört: einfach mal wieder an mich denken.

PR

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BeitragVerfasst: 15.03.17, 11:14 
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Arbeitgeber? Arbeitnehmer?

KV Hessen, Pressemitteilung - "In die Praxis, fördern, los!“

s. Punkt "Förderpaket" unter:
https://www.kvhessen.de/fuer-die-presse ... ngen-2017/

„… Aber auch privaten Bedürfnissen wird Rechnung getragen. Haben sich die Ärztinnen – der Frauenanteil der Absolventen liegt inzwischen bei rund 70 Prozent – oder die Ärzte für eine Praxisübernahme oder Neueröffnung entschieden, steht für die Familie meist ein kostspieliger Umzug an. Wie namhafte große Arbeitgeber, die bei Vakanzen gern Führungskräfte mit individuellen Betriebsleistungen locken, hat sich die KV Hessen jetzt auch entschlossen, Kosten für einen Umzug und eine vorübergehende Kinderbetreuung der Ärztinnen und Ärzte zu übernehmen. Und analog zu Unternehmen, die Top-Kräften im ersten Jahr garantierte Boni anbieten - quasi als Wechselprämie - sieht das neue ganzheitliche Förderpaket eine Honorarumsatzgarantie für zwei Quartale vor. Die KV Hessen ist zuversichtlich, damit den richtigen Nerv bei den Nachwuchsmedizinern der Generation Y sowie allen anderen, die sich fördern lassen können, zu treffen …“

Wie ein Juwel werden niederlassungswillige Ärzte gesucht. Von einem Extrem ins andere. Muss niemand den Menschen, sowohl den Beitragszahlern als auch den schon tätigen Ärzten erklären, warum es nicht längst eine vernünftige finanzielle Basis gibt, damit es gar nicht erst zu solchen Maßnahmen kommen muss?

Frdl. Grüße
Christiane


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BeitragVerfasst: 15.03.17, 13:38 
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zu diesen lächerlichen "individuellen Betriebsleistungen" kommt ? Es kommt aus den Taschen der "niedergelassenen" Kassenärzte.

Ich hab's von der Kavau schriftlich und natürlich jeder der 5 Interessentinnen unter die Nase gehalten: meine Kassenfachpraxis durchschnittlicher Größe / Fallzahl ist jetzt 25 Jahre lang aus dem Gehalt meiner Frau mit jährlich 30.000 € subventioniert worden. Das ist eine Dreiviertelmillion.

Man soll doch den akademischen Nachwuchs nicht weiter für so bescheuert halten, unter diesen gesetzlichen Umständen noch scheinselbständige Kassenknechte werden zu wollen.

Bevor im 'schland diese Erkenntnis Raum gegriffen hat, muss der Laden freilich erst richtig zusammenkrachen.

PR

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BeitragVerfasst: 18.03.17, 00:38 
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PR hat geschrieben:
...Man soll doch den akademischen Nachwuchs nicht weiter für so bescheuert halten, unter diesen gesetzlichen Umständen noch scheinselbständige Kassenknechte werden zu wollen.PR

Der (studierende Nachwuchs) hat heute bzw. gestern einen Kranz niedergelegt als Zeichen für die Beerdigung des Masterplans Medizinstudium 2020. Ich habe es auf Facebook gelesen, sonst finde ich keine Verlinkung. Sie haben es bestimmt im Ärztenachrichtendienst ordentlich gelesen?

Grüße
Christiane


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 Betreff des Beitrags: Nö, da steht
BeitragVerfasst: 18.03.17, 11:28 
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noch nix.
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